CH181509A - Vorrichtung zum Stillsetzen von elektrisch angetriebenen Webstühlen oder andern elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, die im Störungsfalle sofortiges Stillsetzen verlangen. - Google Patents

Vorrichtung zum Stillsetzen von elektrisch angetriebenen Webstühlen oder andern elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, die im Störungsfalle sofortiges Stillsetzen verlangen.

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CH181509A
CH181509A CH181509DA CH181509A CH 181509 A CH181509 A CH 181509A CH 181509D A CH181509D A CH 181509DA CH 181509 A CH181509 A CH 181509A
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Aktiengesellscha Schorch-Werke
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Schorch Werke Aktiengesellscha
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  Vorrichtung zum     Stillsetzen    von elektrisch angetriebenen     Webstüblen    oder andern  elektrisch angetriebenen     Arbeitsmaschinen,    die im Störungsfalle  sofortiges     Stillsetzen    verlangen.    Im Betrieb von Webstühlen hat es sich  als notwendig erwiesen, bei Fadenbrüchen  den Webstuhl vor dem nächsten Schützen  sehlag bei offenem Webfach     stillzusetzen.     Eine Verzögerung der Stillsetzung ruft be  kanntlich Webfehler hervor, deren     Behebung     zu erheblicher Mehrarbeit und entsprechen  den Produktionsausfällen führt.  



  Es ist bekannt, zur raschen     Abbremsung     elektrisch angetriebener Webstühle die Ge  genstrombremsung zu verwenden. Die bisher  bekannten Anordnungen haben, ebenso wie  die bekannten mechanischen     Bremsvorrich-          tungen,den    Nachteil zu grosser Trägheit,     wo-          dureh    das Einsetzen der Gegenstrombrem  sung derart verzögert     wird,    dass eine recht  zeitige Stillsetzung nicht mehr erfolgt. Die  ser Übelstand wird hervorgerufen durch .die  Trägheit der bisher angewendeten Schalt  elemente.  



  Die vorliegende Erfindung, die sich auch  der     Gegenstrombremsung        bedient,    überwin-         det    die genannten Schwierigkeiten. Erfin  dungsgemäss macht im Störungsfalle das  eigentliche Schaltorgan, das bis zur vollstän  digen Stillsetzung die drei bekannten Steuer  vorgänge, nämlich       a)    Abschaltung des Motors vom Netz,  b) Gegenstrombremsung,  e) endgültiges     Stillsetzen    des Motors bei  Umkehr der Drehrichtung. auszuführen hat,  für diesen     Zm-eck    eine Reihe freier, nur  durch Federn beeinflusster Bewegungen.  



  Zweckmässig dient zur Auslösung der  Steuerbewegungen in den drei genannten  Steuerphasen nur eine einzige Feder (Schalt  feder), die bei Inbetriebnahme der Anlage  durch den bekannten Handhebel gleichzeitig  gespannt, im     ;Störungsfalle    innerhalb der  beiden ersten Steuerphasen entspannt und  anschliessend durch die - bei Störung übli  che - Auslösung des federbelasteten Hand  hebels aufs neue gespannt wird, um bei Um-      kehr der Drehrichtung des Motors wieder  entspannt zu werden.  



  Die Vorrichtung gemäss der Erfindung  gestattet es, auch nachträglich an vorhan  denen Webstühlen verschiedenartiger Sy  steme angebracht zu werden.  



  Die Erfindung ist in einem Ausführungs  beispiel veranschaulicht, das einen elektrisch  angetriebenen Webstuhl darstellt. Der elek  trische Antriebsmotor wird gleichzeitig mit  dem Webstuhl in und ausser Betrieb gesetzt.  Der Webstuhl selbst ist     schematisch    und  nur insoweit dargestellt, als es zum Ver  ständnis der Erfindung dient. Für diesen  Zweck sei daran     erinnert,    dass ein normal ge  bauter Webstuhl einen mit einer Rückzug  feder versehenen Handhebel hat, der in  einem .Schlitz geführt ist.

   Der Schlitz be  sitzt eine Aussparung, in welche der Hand  hebel bei     Inbetriebnahme    gegen die Wir  kung der Rückzugsfeder gebracht wird und  in der er dann festgehalten     wird.    Weiterhin  ist an dem Brustbaum des Webstuhls der  sogenannte     Brustbaumhebel    drehbar gelagert,  der im Störungsfalle von dem Störungs  wächter erfasst und in Drehung versetzt  wird. Der     Brustbaumhebel    drückt bei dieser  Drehung den Handhebel aus der Aussparung  des Führungsschlitzes heraus, worauf der  Handhebel unter dem Einfluss der Rück  zugsfeder ruckartig in die Ruhelage gebracht  wird.  



       Fig.    1 und 2 zeigen den Brustbaum .des       Webstuhls    samt     Brustbaumhebel    und Hand  hebel in Ansicht und Grundriss,     Fig.    3 die  schematische Darstellung .der Weblade samt  Antriebswelle,     Fig.    4 die     schematische    Dar  stellung des eigentlichen Schaltorganes nebst  Zubehörteilen.  



  Soll der Webstuhl in Betrieb genommen  werden, so wird der bekannte Handhebel 1  in die in     Fig.    1 und 2 gezeichnete Lage ge  bracht, in welcher er durch eine Aussparung  des Führungsschlitzes 2, entgegen der Wir  kung der Feder 3, festgehalten wird. Bei  dieser Bewegung bringt .der Handhebel das  eigentliche Schaltorgan 6 mit der Welle 34    aus der Ausschaltstellung 0 in die Betriebs  stellung     1r,    und zwar auf folgende Weise:  Der     Handhebel    1 bewegt über ein Ge  stänge 4, 5 die Welle 30, über die eine  Schraubenfeder 7 geschoben ist. Auf der  Welle 30 ist eine Scheibe 23 befestigt, an  der ein     Stift    32 sitzt. Die Achse 34 ist von  der Achse 30 getrennt., befindet sich jedoch  in der geradlinigen Verlängerung dieser  Achse.

   Auf der Welle 34 ist eine Scheibe 31  befestigt, an der ein Stift 33 sitzt. Die  Stifte 32 und 33 sind parallel zueinander an  geordnet und befinden sich in der Ruhestel  lung so übereinander,     dass    ihre Achsen mit  der Achse der Welle 30 in einer     Ebene    lie  gen, so dass sich ein Stift an dem andern  ungestört     vorbeibewegen    kann. Die     beiden     Enden der     Schraubenfeder    7 legen sich an  diese beiden Stifte an. Wird zum Beispiel  die Achse 34 in ihrer Lage festgehalten und  die Achse 30 in einem bestimmten Sinne ge  dreht, so wird das eine Federende am Stift  33 festgehalten, während das andere Feder  ende von dem sich drehenden Stift 32 mit  genommen wird.

   Die Feder wird auf diese  Weise in der einen Richtung gespannt. Die  Feder wird auf ähnliche Weise in der an  dern Richtung gespannt, wenn die Welle 30  in der     Gegenrichtung    gedreht wird.  



  Die Feder 7 stellt also ein elastisches  Kupplungsglied zwischen dem Handhebel 1  und dem Schaltorgan 6 dar.  



  Der Hebel 5 hat drei ausgeprägte Stel  lungen F,<I>G, H.</I> Bei der     Inbetriebnahme     der Anlage     mittels    des Handhebels 1 gelangt  der Hebel 5 von der Stellung F über die  Stellung G in die Stellung     H.    In der Stel  lung G ist das Schaltorgan 6 in die Stellung       V    gelangt, da in diesem Abschnitt der Be  wegung das Schaltorgan 6 ungehindert ist  und die Feder 7 daher als unmittelbare  Kupplung     wirkt.     



  In der Stellung     V    fällt eine Klinke 8 in  eine Rast .der Scheibe 31 ein und verriegelt  so das Schaltorgan in der Betriebsstellung.  Daher wird die Feder 7 bei der Weiter  bewegUng des Hebels 5 von G nach H ge  spannt.      In     Fig.    3 ist die betriebsmässige Dreh  richtung der     Webstuhlwelle    41 durch den  Pfeil 36 und die Stellung .dieser Welle beim  Schützenschlag durch den Punkt A angedeu  tet. Ferner ist schematisch dargestellt, wie  sich die Drehung der     Webstuhlwelle    41 über  eine Kurbel 42 und eine Stange 43 auf .die  hin- und hergehende     Bewegung    der Web  lade 44 überträgt.

   Beim Schützenschlag er  folgt erfahrungsgemäss die am häufigsten  vorkommende     Störungsursache,    nämlich der  Fadenbruch.  



  Nach Eintritt eines solchen Fadenbruches  findet der bekannte Fadenfühler keinen  Faden und fällt daher herunter. Kommt die       Webstuhlwelle    beim Weiterlauf in Stellung  B, so wird eine Zugstange 9     (Fig.    1 und 2)  durch den Einfluss der Bewegung der     Web-          lade    44 zu einer hin- und hergehenden Be  wegung veranlasst. Diese Bewegung dauert  so lange an, bis die     Webstuhlwelle    die Stel  lung E     (Fig.    3) erreicht hat, und zwar be  wegt sieh .die Zugstange 9 nach rechts, bis  die     Webstuhlwelle    in die .Stellung C gelangt,  sodann bewegt sich die Zugstange wieder zu  rück.

   Dicht hinter Stellung B der Web  stuhlwelle schliesst die Zugstange den Hilfs  kontakt 10     (Fig.    1), wodurch das Relais 11       (Fig.    4) erregt wird und seinen um 12 dreh  baren Anker 13 gegen die Wirkung der Fe  der 14 anzieht. Der Anker 13 schlägt hier  bei die Klinke 8 heraus. Der nunmehr frei  gegebene Schalter 6 schnellt unter dem Ein  e, der Feder 7 sofort in die     Gegenstrom-          stellung    R, in welcher er durch die mit 8  elastisch verbundene Klinke 15 in der Aus  schaltrichtung gesperrt wird.

   Kommt die       Webstuhlwelle    beim weiteren Vorwärtslauf  in die Stellung C, so     drückt    die Zugstange 9  über den Stift 16 und den     Brustbaumhebel     17 den Handhebel 1 heraus, welcher unter  dem Einfluss der Feder 3 die Feder 7 von  H nach F über G vorspannt.

   Der Webstuhl  muss seine Drehrichtung vor erneutem Ein  tritt in die     Schützenschlagstellung    A um  kehren (Pfeil 37) und soll anschliessend un  gefähr in die Stellung D der offenen     Web-          lade    zurücklaufen,    Letzteres wird dadurch erreicht, dass ein  auf der     Webstuhlwelle    festgebremster, zwi  schen den Anschlägen 20 beweglicher Hebel  18 nach Umkehr der Drehrichtung den  Hilfsschalter 19 öffnet, welcher durch Un  terbrechung der Spule des Relais 11 über  dessen Anker .die Klinke 15 auslöst, worauf  der Schalter 6 von .der Feder 7 aus der Ge  genstromstellung R nach rückwärts über die       Vorwärtsbetriebsstellung        p    in die Ausschalt  stellung 0 gebracht wird.  



  Letztere Massnahme hat den Zweck, zu  verhindern, dass die     Rücklaufbewegung    des  Motors nach dem Abschalten unzulässig  lange anhält. Der Motor erhält nämlich auf  diese Weise vor dem endgültigen Ausschal  ten noch einen kurzen     Stromimpuls    im  Sinne des betriebsmässigen Vorwärtslaufes.  Die Dauer dieses Impulses kann nach Bedarf  eingestellt werden. Durch     Verstellung    des  untern Anschlages 20     (Fig.    3) kann der       Rücklaufweg    des Webstuhls in praktisch  ausreichenden Grenzen eingestellt werden.  



       Tritt    zum Beispiel ein Bruch des     Schuss-          fadens    ein und ist der Webstuhl mit Hilfe  der beschriebenen Sicherheitseinrichtung zum       .Stillstand    gebracht worden, so muss die .Stö  rung durch Einsetzen einer neuen Spule be  seitigt werden. Man ist hierbei genötigt, den  Faden unter den Fadenfühler zu legen, da  mit der Webstuhl bei Wiederinbetriebnahme  nicht unnütz vor dem ersten Schützenschlag  ausgeschaltet wird.

   Um dem     Bedienungs-          manndie    Arbeit zu ersparen, .die Nadel über  den Faden zu legen, kann ein Hilfskontakt  21 vorgesehen werden, welcher sich nach  Einschalten des Handhebels 1 unter der  Einwirkung eines Verzögerungsmittels 22  (zum Beispiel einer     Ölbremse)    langsam  schliesst und so die     Auslösefähigkeit    der  Klinke 8 so lange verhindert, bis der erste  Schützenschlag vorbei ist.  



  Der Kontakt 21 sitzt am Ende eines  Hebels 26 und wird bei .der Drehung der       ujelle    30 von der Scheibe 23 aus gesteuert,  die für diesen Zweck als     Nockenscheibe    aus  gebildet ist. Auf dem Nocken läuft eine  Rolle 3,8, die an dem Hebelarm 24 gelagert      ist. Der Hebelarm 24 hat, ebenso wie der  Hebelarm 26 einen stationären Drehpunkt  bei 39. Die     Nockenscheibe    23 steuert den  Hebel 24 gegen die Wirkung der Feder     27.          Ausserdem    sind die beiden Hebel 24 und 26  durch die Feder 25 miteinander gekuppelt.  



  Bei der Drehung des Hebels 5 von F  nach H, infolge der     Betätigung    des Hand  hebels 1, gelangt die Rolle 38 in die ge  zeichnete Lage. Der Hebel 24 vollführt hier  bei eine Drehung im Sinne des     Uhrzeigers.     Er hat einen Anschlag 40, mit dem er den       Kontakthebel    26 mitnimmt. Diese Bewe  gung wird durch das Hemmwerk 22 ver  zögert.  



  In der dargestellten Ausführung wirkt  die Verzögerungseinrichtung 22 auch bei  Öffnung des Kontaktes 21. Auf diese Weise  kann sich das     Stillsetzen    der Anlage un  gestört vollziehen. Denn beim Herausfallen  des Handhebels 1 darf der Kontakt 21 nicht  sofort unterbrochen werden, damit der Kon  takt 19 zur Geltung gelangen und seine  Wirkung äussern kann. Nur auf diesem  Wege gelangt die Gegenstrombremsung     zü     ihrer vollen Wirkung, und der Motor wird  erst bei Umkehr der Drehrichtung still  gesetzt.  



  Es kann der Fall eintreten, dass der  Fadenfühler nach Fadenbruch nur kurz mit  der Zugstange 9 gekuppelt wird und dann  wieder     loslässt.    In diesem Falle würde zwar  der Kontakt 10 vorübergehend geschlossen  werden,     -aber    der Handhebel 1 in seiner Be  triebsstellung stehen     bleiben    und daher nicht  imstande sein, die Feder ? für die Bewälti  gung der letzten Steuerphase erneut zu  spannen. Daher würde der Motor, wenn  Klinke 8 durch vorübergehendes     Schliessen     des Hilfskontaktes 10 ausgelöst wurde, der  Handhebel 1 jedoch nicht herausfällt, rück  wärts laufen und nicht abgeschaltet werden.

    Auch in diesem Fall kann die Stillsetzung  dadurch erzwungen werden, dass zum Bei  spiel durch einen vom Hilfskontakt 10       gleichzeitig    mit 11     eingeschalteten    Elektro  magneten der Handhebel 1     zwangläufig    her  ausgedrückt     wird.       Im vorliegenden Fall würde jedoch, da     ja:     Hilfskontakt 10 nach kurzem Schliessen so  fort wieder geöffnet würde, die für das An  sprechen des Kontaktes 19 erforderliche Zeit  fehlen und daher das Relais 11 bereits     ent-          regt    werden, bevor der Motor seine     Dreh-          rihtung    geändert hat.

   Hier kann der ord  nungsgemässe Verlauf der     Stillsetzung    zum  Beispiel dadurch erreicht werden, dass der  Hilfskontakt 10 derart ausgebildet wird, dass  er sieh nach dem Aufhören des Einschalt  impulses nicht sofort, sondern verzögert wie  der öffnet, so dass das' endgültige     Stillsetzen     erst durch Öffnen des Kontaktes 19 erfolgt.  



  Ein anderer Störungsfall am Webstuhl  tritt ein, wenn das     Webstuhlschütz    das Ende  seiner     Wurfbahn    nicht erreicht, sondern vor  her stehen bleibt. Die bekannte Sicherheits  einrichtung hierfür besteht aus Frosch und  Stecher, wobei beim Einfallen des .Stechers  .der Webstuhl eine gewaltsame Hemmung  seiner Bewegung erfährt (Bockbremse). Diese  Einrichtung führte häufig zu Rahmen  brüchen. Bei Benutzung der Erfindung lässt  man beim Einfallen des Stechers zunächst  einen elektrischen Kontakt auslösen, der  parallel zu dem Hilfskontakt 10     geschaltet     ist, so dass beim Schliessen eines solchen Kon  taktes wiederum das Relais 11 erregt und  die Gegenstrombremsung eingeleitet wird.

    Der mechanische Anprall des Stechers ge  gen den Frosch wird durch die bereits ein  setzende Gegenstrombremsung stark ge  mildert.  



  Weiter kann das Schaltorgan 6 derart  ausgebildet werden, dass es nach entspre  chender Verlängerung des Führungsschlitzes  2 durch Bewegung .des Handhebels 1 aus der  Ausschaltstellung nach links willkürlich in  die Gegenstromstellung gebracht werden  kann, um den Webstuhl nach Bedarf rück  wärts laufen zu lassen.  



  Der Schalter kann ferner mit einem  Wellenende versehen werden, mit Hilfe des  sen er durch ein Gestänge oder dergleichen  bei ausgeschaltetem Handhebel entgegen der  Feder 7 in die Gegenstromstellung gebracht  werden     kann,         Es sei noch darauf hingewiesen, dass zur  Auslösung des Bremsvorganges bei Web  stühlen jede Art von Fadenwächter, das  heisst sowohl der     ,Schussfadenwächter,    als  auch die     Kettfadenwächter    herangezogen  werden können.

   Die Anwendung der Erfin  dung ist auch nicht auf Webstühle be  schränkt, sondern kann für alle Textilmaschi  nen     bezw.    ganz allgemein für alle elektrisch  angetriebenen Arbeitsmaschinen verwendet  werden, bei. denen das verarbeitete Gut auf  einwandfreie Herstellung laufend kontrol  liert und hiervon die sofortige Stillsetzung  der Arbeitsmaschine abhängig gemacht wer  den soll. Welcher Art die betreffende Ar  beitsmaschine ist und welches Material ver  arbeitet wird, ist hierbei gleichgültig, ebenso  kann die Art des endgültigen     Stillsetzens,     das heisst die Benutzung einer Rückwärts  bewegung des Antriebsmotors oder derglei  chen, je nach dem     Arbeitsprozess    verschie  den eingerichtet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Stillsetzen von elek trisch angetriebenen Webstühlen oder andern elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, die im Störungsfalle sofortiges Stillsetzen verlangen, mittels Gegenstrombremsung des Antriebsmotors, dadurch gekennzeichnet, dass im Störungsfalle das eigentliche Schaltorgan, das bis zur vollständigen Stillsetzung die drei bekannten Steuervorgänge, nämlich: a) Abschalten des Motors vom Netz, b) Gegenstrombremsung, c) endgültiges Stillsetzen des Motors bei Umkehr der Drehrichtung auszuführen hat, für diesen Zweck eine Reihe freier, nur durch Federn beeinflusster Bewegungen macht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur eine ein zige Feder (Schaltfeder) zur Auslösung der drei Steuerphasen dient, die bei In betriebnahme der Anlage durch den Handhebel gleichzeitig gespannt, im Stö- rungsfalle zur Durchführung der beiden ersten Steuerphasen entspannt und an schliessend durch die - bei Störung üb liche - Auslösung des federbelasteten Handhebels aufs neue gespannt wird, um bei Umkehr der Drehrichtung wieder entspannt zu werden. <B>2</B>.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Schaltorgan in der dritten Steuerphase durch die Schaltfeder in seine Nullstellung - entsprechend der Stillsetzung der Anlage - über die Stel lungen für: a) Abschalten des Motors vom Netz, b) Wiederanschalten .des Motors für Be trieb ans Netz zurückgefüht wird. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Schaltorgan durch die Schaltfeder mit dem Handhebel ge kuppelt ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass das Schaltorgan in der Be triebsstellung gesperrt ist und die Sper rung im Störungsfalle durch Ansprechen eines Relais (11) aufgehoben wird. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass sich das Schaltorgan in der Stellung für Gegenstrombremsung selbst sperrt und diese Sperrung in Ab hängigkeit von der Umkehr der Dreh richtung des Motors durch einen das Re lais (11) beeinflussenden Hilfskontakt (19) aufgehoben wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der für die Entsper- rung des Schaltorganes in der Gegen- strombremsstellung erforderliche Rück laufweg des Motors einstellbar gemacht ist. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Betriebs- und Ge- genstromentsperrung des Schaltorganes elektrisch von dem gleichen Relais (11) g <B>0</B> esteuert wird, wobei .das Entsperrungs- relais (11) selbst das eine Mal in Ab hängigkeit von der auftretenden Störung, das andere Mal in Abhängigkeit von der Umkehr der Drehrichtung des Motors arbeitet.
    B. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass für Wiedereinschalten nach behobener .Störung die erstmalige Entsperrung der Betriebsstellung des Schaltorganes verzögert wird. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Sicherung der selbsttätigen Handhebelauslösung im Störungsfalle ein Zusatzrelais erregt wird, das beim Ansprechen den Hand hebel (1) zwangsläufig zum Herausfal len bringt. <B>10.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch ge- kennzeichnet, dass zur Sicherung gegen unzureichenden Störungsimpuls die so fortige Rückkehr des Auslöseorganes in die Ruhestellung verzögert wird. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, .dadurch ge kennzeichnet, dass zwecks willkürlicher Schaltung auf Rückwärtslauf des Motors der Führungsschlitz (2) des Handhebels und das Schaltorgan (6) so ausgebildet sind, dass ,die Überführung des Schalt- organes in die Stellung für Gegenstrom bremsung auch von Hand mittels des Flandhebels (1) erfolgen kann. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass zwecks willkürlicher Schaltung auf Rückwärtslauf des Motors das Schaltorgan (6) selbst eine Hand habe für Steuerung von Hand aufweist.
CH181509D 1933-11-09 1934-11-07 Vorrichtung zum Stillsetzen von elektrisch angetriebenen Webstühlen oder andern elektrisch angetriebenen Arbeitsmaschinen, die im Störungsfalle sofortiges Stillsetzen verlangen. CH181509A (de)

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