CH181556A - Verfahren zur Herstellung von Gerbbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gerbbildern.

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CH181556A
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nitronaphthalene
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Inventor
Aktiengesellschaft Kalle Co
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Kalle & Co Ag
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Gerbbildern.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von Gerb  bildern mittels lichtempfindlicher Kolloid  schichten, welches gekennzeichnet ist durch  die Verwendung von     Kolloidschichten,    die       finit    solchen aromatischen     Nitroverbindungen          sensibilisiert    sind, die unter dem Einfluss  des Lichtes gerbende Eigenschaften erlangen.  



       Als        Sensibilisatoren    können zum Beispiel  die verschiedensten Nitroderivate der Ben  zol- und     Naphthalinreihe    Verwendung fin  den, insbesondere Verbindungen des     a-Nitro-          naphthalins.    Es kommen vorzugsweise solche  Verbindungen in Frage, die durch saure       Gruppen,    wie zum Beispiel     Sulfo-,        Carboxyl-          oder        Oxalkylgruppen,    substituiert sind, zum       Beispiel    die in     Nachbarstellung,

      das heisst  in     peri-    oder     ortho-Stellung    zur     Nitrogruppe          substituierten        a-Nitronaphthalinderivate.     



  Für wasserlösliche Kolloide können  solche     Nitroverbindungen,    die ebenfalls in  Wasser löslich sind, wie zum Beispiel 1-         Nitronaphthalin-8-sulfosäure,        1-Nitronaph-          thalin-2-sulfosäure,        1-Nitronaphthalin-8-ear-          bonsäure,    1- Nitronaphthalin - 8 . 8 -     disulfo-          säure,        1-N'itro-8-methylnaphthalin-4-salfo-          säure,    und die noch weitere     Substituenten     (wie zum Beispiel Halogen) besitzen können,  Anwendung finden.

   Für     alkohol-    oder koh  lenwasserstofflösliche Kolloide kommen zum  Beispiel     1-Methyl-8-nitronaphthalin    und     1-          Nitronaphthalin-8-carbonsäure    in Frage. Die  Lichtempfindlichkeit kann durch Zusatz von  Metallsalzen, zum Beispiel     Cerosalzen,    oder  von Aminen, zum Beispiel Anilin, zu den  Schichten gesteigert werden; auch können  die belichteten Schichten gegebenenfalls in       gegeigneter    Weise, zum Beispiel mit Salzen,  wie     Chromaten,        Cerosalzen    usw.     naehbehan-          delt    werden.  



  Als Kolloide können für das neue Ver  fahren die verschiedensten natürlichen Kol  loide, wie Leim, Harze, Pflanzenschleime,  insbesondere Gelatine usw. und auch synthe  tische Kolloide, wie zum Beispiel Methyl-           zellulose,    künstliche Harze, Verwendung  finden.  



  Unter Verwendung der beschriebenen  lichtempfindlichen     Kolloidschichten    können       Gerbbilder    erzeugt werden, indem man die  Schichten unter einer Vorlage belichtet und  dann in an sich bekannter Weise auf     Gerb-          bilder    verarbeitet, also durch eine geeignete  Nachbehandlung das durch die Belichtung  entstandene Bild entwickelt     undjoder    fixiert.

    Das Bild kommt bei diesem Verfahren da  durch zustande,     dass@    die verwendeten licht  empfindlichen Nitroverbindungen unter dem  Einfluss des Lichtes die     Kolloidschicht    an  den vom Licht getroffenen Stellen gerben,  das heisst die     Quellbarkeit    und Löslichkeit  der angewendeten     Kolloidsubstanz    vermin  dern.  



  Die so gewonnenen     Gerbbilder    können in  der verschiedensten Weise     angewendet    wer  den. So kann man zum Beispiel das bei der  Belichtung erhaltene Relief in Art der     Pina-          typie    anfärben oder zum direkten Druck in  Art des Lichtdruckes verwenden. Enthält  das Kolloid ausser der lichtempfindlichen  Substanz noch ein Pigment, so kann man  Pigmentdrucke herstellen. Trägt man die  Schicht in passender Weise auf Metall oder  Stein auf, so kann man     Autotypien    oder  Photolithographien herstellen. Auch für den  Kupfertiefdruck sind derartige Schichten  geeignet.  



       Beispiele:     1. 10 g     Gelatine    werden in 50     gWasser    ge  löst, mit 3 g Russ angefärbt und mit einer       Lösung    von 2 g     1-nitronaphthalin-8-sulfo-          saurem    Magnesium in 30 g Wasser licht  empfindlich gemacht. Die fertige Mischung  giesst man auf Papier.

   Nach dem Trocknen  belichtet man unter einem     Halbtonbild,    über  trägt     mittels    einer 1     %igen    Lösung von     Cero-          chlorid    auf Übertragungspapier und ent  wickelt mit Wasser von     40#'C.    Man erhält  ein positives, seitenverkehrtes Bild der Vor  lage. Die Übertragung kann vorteilhaft  auch mit schwach alkalischen Lösungen  (zum Beispiel     Ammoniaklösung)    erfolgen.

    An Stelle der 1.8-Nitronaphthalin-sulfo-    säure     können    auch die 1 .     2>-N        itronaphthalin-          sulfosäure    und die 1. .3 .     8-Nitronaphthalin-          disulfosäure    beziehungsweise ihre Salze an  gewandt werden.  



  2. 3,5 g Gelatine werden in 50 g Wasser  gelöst und mit einer     Lösung    von 1 g     ortho-          Nitrobenzylalkohol    in 40 g Alkohol ver  mischt. Diese Emulsion vergiesst man in  dünner Schicht auf eine Kupferplatte, trock  net, belichtet unter einem     Autotypienegativ     und wäscht mit warmem Wasser aus. Nach  dem Trocknen wird in üblicher Weise mit  Eisenchlorid geätzt.  



  3.     2"5    g Gelatine werden in 40 cm' Was  ser gelöst, mit 1,5 g eines feinen Pigmentes  angefärbt- und mit einer     Lösung    von 0,5 g       4-nitronaphthalin-1,.        8-dicarbonsaurem    Na  trium in 40     ein'    Wasser lichtempfindlich  gemacht. Die Emulsion streicht man dünn  auf Papier, trocknet und belichtet. Als  Kopiervorlagen eignen sich vorzüglich Bil  der ohne Halbtöne. Die Entwicklung erfolgt  mit Wasser von zirka 40'C.  



  4. Pigmentpapier des Handels wird in  einer Lösung von 6 g     1-nitro-8-methylnaph-          thalin-4-sulfosaurem    Natrium in 100 g Was  ser bis zum vollständigen Strecken gebadet,  mit der Schichtseite auf Glas gepresst und  kalt getrocknet. Man erhält ein haltbares,  lichtempfindliches Pigmentpapier, welches  nach Belichtung unter einer     geeigneten    Vor  lage mit Wasser von 40' C entwickelt wird.  



  5. 3 g harte Gelatine werden in 40     eni'     Wasser gelöst, mit 3 g (einst     gepulvertem     Asphalt vermischt und mit einer Lösung  von 0,8 g     1-nitronaphthalin-8-carbonsaurem     Natrium in 50 g Wasser lichtempfindlich  gemacht. Die Emulsion wird dünn auf Zink       gestrichen,    getrocknet, unter einem     Strich-          negativ    belichtet, mit warmem Wasser aus  gewaschen und getrocknet. Flur die nach  folgende Ätzung wird die Schicht durch Er  hitzen     ätzfest    gemacht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gerbbil- lern mittels lichtempfindlicher Kolloid schichten, gekennzeichnet durch die Verwen- duiig von Iiolloidschichten, die mit solchen aromatischen Nitroverbindungen sensibili siert sind, die unter dem Einfluss des Lichtes gerbende Eigenschaften erlangen. UNTERANSPRüCIIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Sensibilisa- toren Nitronaphthalinderivate verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nitrogruppe in a-Stellung steht. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Nitroverbindungen durch saure Gruppen substituiert sind. 1-. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Nitroverbindungen durch substituiert sind. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Substituenten in 'Kach- barstellung zur N0.-Gruppe stehen. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Nitrobenzol- derivate verwendet werden, die in ortho- Stellung zur NO=-Gruppe durch eine CH,OH-Gruppe sustituiert sind. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Sensi-. bilisatoren a-Nitronaphthalinderivate ver wendet, die in Nachbarstellung zur NO- Gruppe durch saure Gruppen substituiert sind.
CH181556D 1934-01-19 1935-01-10 Verfahren zur Herstellung von Gerbbildern. CH181556A (de)

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