CH181590A - Verfahren zur Herstellung eines Hartmetalles. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Hartmetalles.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Hartmetaller. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Erzeugung eines Hartmetalles, das sich insbesondere zum Bearbeiten von harten Eisenlegierungen eignet.
Sogenannte Hartmetalle, wie sie in der Technik unter anderem zum Bearbeiten be sonders harter Eisenlegierungen benutzt werden, können aus den Karbiden schwer schmelzender Stoffe, beispielsweise aus Wolf ramkarbid, Molybdänkarbid, aber auch aus den Siliziden des Bors, Titans usw. herge stellt: -erden. Werden diese Stoffe nur durch Sintern zu harten Körpern vereinigt, so entstehen die bekannten Sinterhartmetalle.
Die Vereinigung der Karbide oder Sili- zide durch Zusammensintern unter den ge wöhnlichen Bedingungen ergibt einen ver hältnismässig spröden Werkstoff, man hat daher diese Grundstoffe in eine Rettungs masse hineingesintert, die vornehmlich aus Metallen der Eisengruppe besteht. Da der Schmelzpunkt dieser Metalle tiefer liegt als der der Grundstoffe, so tritt eine homogene Verkittung des Ganzen ein, ohne dass die (x-rundstoffe selbst geschmolzen werden.
Nach den üblichen Herstellungsverfahren werden die harten Grundstoffe, beispiels weise das Wolframkarbid, aufs feinste ge- pulvert und dann mit dem ebenfalls feinge- pulverten Bettungsmetall der Eisengruppe sorgfältig vermischt. Das Ganze wird als dann angefeuchtet, in Formen gestampft und gesintert. Es liegt auf der Hand, dass man bei diesem Herstellungsprozess an eine be stimmte Menge von Bettungsstoffen gebun den ist, weil die Grundstoffe sich sonst nicht verkitten lassen. Es ist schon vorgeschlagen worden, bis zu 20% Hilfsmetalle mit den Grundstoffen zu vermischen.
Weil aber die Hilfsmetalle die Härte des Werkstoffes her absetzen und man anderseits bisher an eine bestimmte Menge von Hilfsmetallen infolge der Eigenart des Herstellungsverfahrens gebunden war, musste man sich bezüglich der Endhärte des Metalles gewisse Beschrän kungen auferlegen. Nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung wird ein Hartmetall hergestellt, indem man feingepulverte harte Grundstoffe korn weise mit einem Überzug aus mindestens einem weicheren Hilfsmetall versieht, die so behandelten Grundstoffe alsdann verforcnt und sintert.
Nach diesem Verfahren ist es möglich, eine gründliche Verkittung der Hauptbe standteile des Hartmetalles in der Rettungs masse zu erreichen, ohne dabei den Anteil der Hilfsmetalle so hoch wählen zu müssen, dass er eine merkliche Verschlechterung der Güteeigenschaften des Hartmetalles bewirkt.
Man erzielt nämlich, wenn man jedes Korn des feingepulverten Grundstoffes, beispiels weise des Wolframkarbides, vor der Weiter verarbeitung mit einem feinen Überzug aus dem Hilfsmetall versieht, ein aussergewöhn lich gutes Verkitten des Werkstoffes und kommt, was ohne weiteres verständlich ist, mit einem geringen Teil von Hilfsmetallen aus. Nach der Erfindung kann das Über ziehen der gekörnten Grundmasse auf die verschiedenste Weise geschehen, entweder galvanisch oder durch Ausfällen der Hilfs metalle aus einer entsprechenden Lösung oder Suspension, in der die feingepulverten Grundstoffe suspendiert werden.
Es handelt sich also hier um die Anwendung der in der Technik allgemein bekannten Verfahren zum Überziehen von Körpern zur Herstel lung eines Überzuges für jedes der feinen, beispielsweise Wolframkarbidkörner. Als Hilfsmetallüberzug kann ein Überzug aus Chrom, Nickel, Eisen, Kupfer und andern Verwendung finden: Die zu behandelnden Grundstoffe werden entweder in an sich be kannter Weise mit der Kathode eines elek trolytischen Bades in Verbindung gebracht und dabei lose auf der Kathode verteilt oder sonstwie an sie so angeschlossen, dass jedes Korn einen hauchartigen Überzug erhält.
Die Grundstoffe können aber auch in einer Lösung, beispielsweise in einer Kupfer vitriollösung suspendiert gehalten werden, in der sie sich dann von selbst aufs feinste mit. Kupfer überziehen. Der auf die beschriebene Weise behan delte Hartmetallgrundstoff, bei dem also je des der feinen Körner seinen eigenen Hilfs- metallüberzug hat, verkittet sich bei dem an schliessenden Form- und Sinterprozess natür lich weit eher als die durch Mischung und anschliessende Anfeuchtung hergestellte Sin- termasse. Man kommt mit einem viel gerin geren Anteil von Hilfsmetallen aus,
ist aber auch auf der andern Seite weit weniger als bis jetzt von 'der Güte des Misch- und Vor bereitungsprozesses abhängig.
Wesentlich ist auch, dass durch die Be handlung der Grundstoffe ein ganz neuer und für sich selbst bestehender Stoff zur Herstellung von Hartmetallen geschaffen wird, aus dem diese Metalle ohne jede wei tere Vorbereitung in an sich bekannter Weise gesintert werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Hart metalles, dadurch gekennzeichnet, dass man feingepulverte harte Grundstoffe kornweise mit einem Überzug aus mindestens einem weicheren Hilfsmetall versieht, die so behan delten Grundstoffe alsdann verformt und sintert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug gal vanisch hergestellt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug durch Ausfällen aus einer Lösung erzeugt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug durch Ausfällen aus einer Suspension erzeugt wird. . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überzug aus Chrom erzeugt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überzug aus Ei sen erzeugt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überzug aus Kupfer erzeugt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die feingepulverten Grundstoffe in einer Lösung suspendiert werden, aus der sich ohne weiteres ein Metallüberzug auf ihnen abscheidet. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundstoffe in einer Lösung von Kupfersulfat suspen diert werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH181590T | 1935-02-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH181590A true CH181590A (de) | 1935-12-31 |
Family
ID=4430910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH181590D CH181590A (de) | 1935-02-13 | 1935-02-13 | Verfahren zur Herstellung eines Hartmetalles. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH181590A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2872312A (en) * | 1956-01-26 | 1959-02-03 | Sylvania Electric Prod | Electroless plating of non-conductors |
| WO1980001769A1 (en) * | 1979-02-26 | 1980-09-04 | T Johannesson | A process for use when producing a part by powder metallurgymethods |
| DE3425678C1 (de) * | 1984-07-12 | 1985-10-24 | Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München | Verwendung eines zerstäubten Schnellarbeitsstahles |
-
1935
- 1935-02-13 CH CH181590D patent/CH181590A/de unknown
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| AT374713B (de) * | 1979-02-26 | 1984-05-25 | Johannesson Thomas | Verfahren zur herstellung eines werkstueckes auf pulvermetallurgischem weg |
| DE3425678C1 (de) * | 1984-07-12 | 1985-10-24 | Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München | Verwendung eines zerstäubten Schnellarbeitsstahles |
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