CH181607A - Wärmeisolierendes Rohr, insbesondere für Flüssigkeits- und Gasleitungen. - Google Patents
Wärmeisolierendes Rohr, insbesondere für Flüssigkeits- und Gasleitungen.Info
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Description
Wärmeisolierendes Rohr, insbesondere für Flüssigkeits- und Gasleitungen. Die Erstellung ortsfester Leitungen, die gegen Wärmeaustausch isoliert sein müssen, erfolgt üblicherweise derart, dass die nackten Rohre verlegt und sodann zum Beispiel durch Umwicklung mit Isolierschnur aufge- iragen wird. Diesem Verfahren haften ver schiedene Mängel an. Das Aufwickeln der Isolation ist zeitraubend und die Erzielung einer gefälligen Oberfläche der Isolation in zu weitgehendem Masse von der Sorgfalt des Monteurs abhängig. Die sorgfältige und ge wissenhafte Ausführung der Isolationsarbeit ist schwierig zu kontrollieren, namentlich an schlecht zugänglichen Stellen der Isolation.
Voraussetzung einer guten Isolationsarbeit ist, dass die Leitungen zwecks guter Zugäng lichkeit in einem verhältnismässig grossen Abstand von Wänden etc. verlegt werden, was jedoch in vielen Fällen unerwünscht ist.
Gegenstand der Erfindung, durch den diese Nachteile vermieden werden können, ist ein wärmeisolierendes Rohr, insbesondere für ortsfeste Flüssigkeits- und Gasleitungen, welches durch wenigstens eine in sich zu- sammenhängende rohrförmige Schicht aus nichtmetallischem, wärmeisolierenden Mate rial gekennzeichnet und biegsam ist, zum Zwecke leichterer Verlegung.
Die Verwendung des erfindungsgemässen Isolierrohres an Stelle der üblichen Isolie rung hezw. der Metallrohre selbst, ermög licht, die Leitungen ganz nahe an Wänden etc. oder direkt anliegend zu verlegen, wo durch nicht nur eine gefällige und raum sparende Installation, sondern durch Ver minderung der Montagearbeit eine entspre chende Reduktion der Anlagekosten erzielt wird.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Aus führungsformen des Erfindungsgegenstandes in schematischer Darstellung.
Das Isolierrohr 1 nach Fig. 1 besteht in seiner innern Schicht aus einer schrauben förmig mit \aneinanderliegenden Windungen zu einem Rohr gewundenen Schnur aus Fa serstoff, insbesondere Papier, .deren Windun gen durch die Hanf- oder Baumwollfäden ss verbunden sind. 4 ist eine Umhüllung der ersten Lage, bestehend aus mehreren Lagen Krepp-Papier, welche wiederum durch eine Lage 5 aus geklöppeltem Baumwollgarn eingeschlossen ist. 6 sind zwischen den Win dungen der Schnur ? und der Umhüllung I liegende luftgefüllte Zwischenräume, welche die Isolierfestigkeit des Gefüges erhöhen.
Je nach den Anforderungen, welche an die Iso lation zu stellen sind, kann dieselbe aus mehr oder weniger konzentrisch einander um schliessenden Lagen zweckmässig abwechseln der Struktur bestehen. Neben besonders ge eigneten Faserstoffen kann auch Gummi Verwendung finden.
Ist das Rohr fertiggestellt, so kann es je nach dem Verwendungszweck mit einem flüssigen Dichtungsmittel imprägniert wer den, derart, dass eine glatte und porenfreie Innenfläche entsteht. Die Dichtungsflüssig keit kann gegebenenfalls unter Druck -ein geführt werden.
Je nach dem Verwendungszweck der Lei tung kann das flexible Rohr als Selbstleiter oder aber als Mantelrohr für ein in dasselbe einzuziehendes Leitungsrohr verlegt werden, welches - beispielsweise aus dünnwandigem und daher biegsamen Kupferrohr bestehen kann.
Die Möglichkeit, Isolierrohre und nackte Metallrohre gesondert auf Lager zu halten, schafft eine grössere Freiheit in der Auswahl des für jeden Sonderfall geeigneten Mate rials.
Die Möglichkeit, die metallenen Lei tungsrohre, sofern solche überhaupt noch verwendet werden, erst auf der Baustelle in das Isolierrohr einzuziehen, verhindert, dass die empfindlichen Leitungsrohre durch den Isolierungsprozess Schaden leiden, indem sie durch mechanische Überbeanspruchung eine Formveränderung erleiden.
Isolierte Leitungen haben oft den Nach teil, dass dieselben unansehnlich sind und dass ihre rauhe Oberfläche das Anhaften von Staub, der mit den üblichen Reinigungsmit teln nicht oder nur unzulänglich entfernt werden kann, begünstigt. Wo an eine Lei- tungsanlage aus ästhetischen oder hygieni schen Gründen erhöhte Ansprüche gestellt werden, kann das Isolierrohr durch ein das selbe konzentrisch umschliessendes, ebenfalls biegsames Metallrohr eingeschlossen werden, dessen Oberflächenbeschaffenheit im übri gen den jeweiligen Verhältnissen entspre chend gewählt werden muss.
Da die Installa tion solcher Mantelrohre ein Minimum an Zeit in Anspruch nimmt, weil eine Verbin dung der aiieinanderstossenden Mantelrohre in der Regel nicht erforderlich sein wird, so besteht der Mehraufwand für das Mantelrohr praktisch lediglich aus dem Materialauf wand, der durch die Vorteile der Installation gerechtfertigt wird.
Die Fig. 2 und 3 der Zeichnung zeigen zwei beispielsweise Ausführungsformen von verschalten Isolierrohren.
Die Isolierrohre 1 schliessen die bieg samen Kupferrohre 7 ein, welche durch die Muffe 8 miteinander verbunden sind. Über die derart erstellte Leitung ist das biegsame Mantelrohr 9 derart geschoben, dass unter Finschluss der Verbindungsstelle ein Rohr strang mit glatter, nicht unterbrochener Oberfläche entsteht.
Wird Wert darauf ge legt, dass die Verbindungsstelle je zweier Lei tungsrohre leicht zugänglich bleibt, so wird dies zweckmässig dadurch erzielt, dass man, wie Fig. 3 zeigt, die Verbindungsstelle durch einen schmalen, aufgeschlitzten Ring 10 überbrückt, der, sofern die Mantelroh rwand- stärke entsprechend gewählt wird, leicht derart ausgeweitet werden kann, dass er sich über die angrenzende Rohrstelle schieben lässt, wie aus der Zeichnung ersichtlich, wo durch die Verbindungsstelle freigelegt wird.
Besteht zwischen dem Isolierrohr 1 und dem Mantelrohr 9 ein Zwischenraum, der nicht, wie in Fig. 2 dargestellt, stellenweise durch die Verbindungsmuffen ausgefüllt wird, welche die Zentrierung des Mantelroh res übernimmt, so werden zweckmässig auf das Isolierrohr entsprechend bemessene Di stanzringe, beispielsweise aus Hartgummi bestehend, aufgesetzt. Die Anwendung eines Mantelrohres emp fiehlt sich, abgesehen von den erwähnten Fällen insbesondere auch da, -,v o die Isolie rung schädlichen äussern Einflüssen durch Wasser, Glase oder Dämpfe etc. möglichst entzogen werden soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wärmeisolierendes Rohr, insbesondere für ortsfeste Flüssigkeits- und Gasleitungen, gekennzeichnet durch wenigstens eine in sich zusammenhängende rohrförmige Schicht aus nichtmetallischem, wärmeisolierendem Ma terial und dadurch, dass das Rohr biegsam ist, zum Zwecke leichterer Verlegung. UNTERANSPRüCHE: 1. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe wenigstens zum Teil aus Faserstoff besteht. 2. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe wenigstens zum Teil aus Papier besteht. 3. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe wenigstens zum Teil aus schraubenförmig gewun denen Isolierschnüren besteht. 4.Rohr nach Patentanspruch und Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe wenigstens zum Teil aus Pa pierschnur besteht. 5. Rohr nach Patentanspruch und Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen der Schnüre unter sich durch achsial wellenförmig verlaufende Fäden verbunden sind. 6. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es wenigstens eine rohrförmige Schicht aus Krepp-Papier besitzt. 7. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es wenigstens eine rohrförmige Schicht aus geklöppeltem Baumwollgarn besitzt. B. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es wenigstens eine rohrförmige Schicht aus Gummi besitzt. 9.Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wandung dessel ben luftgefüllte Zwischenräume (6) auf weist. 1U. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in die rohrförmige Isolierschicht ein biegsames Metallrohr eingezogen ist. 11. Rohr nach Patentanspruch und Unter ' anspruch 1U, dadurch gekennzeichnet, dass in die rohrförmige Isolierschicht ein biegsames Kupferrohr eingezogen ist. 12. Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Innenwandung desselben mit einem Dichtungsmittel im prägniert ist. 13.Rohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die rohrförmige Iso lierschicht durch ein dieselbe konzen trisch umschliessendes biegsames Metall rohr eingeschlossen ist. 14. Rohr nach Patentanspruch und Unter anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Isolierschicht und dem Mantelrohr ein Luftzwischenraum be steht. 15. Rohr nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 13 und 14, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen der Isolierschicht und dem Mantelrohr Distanzringe einge schaltet sind. 16.Rohr nach Patentanspruch und Unteran spruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei den Verbindungsstellen der innerhalb der Isolierschicht liegenden Leitungs rohre die benachbarten Mantelrohre durch einen kurzen, aufgeschlitzten Ring über brückt sind, welcher zwecks Zugänglich machung der Verbindungsstelle aufge- weitet und über das eine oder andere an schliessende Mantelrohr geschoben wer den kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH181607T | 1934-08-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH181607A true CH181607A (de) | 1935-12-31 |
Family
ID=4430931
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH181607D CH181607A (de) | 1934-08-15 | 1934-08-15 | Wärmeisolierendes Rohr, insbesondere für Flüssigkeits- und Gasleitungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH181607A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099291B (de) * | 1957-09-20 | 1961-02-09 | Ingenieur Buero Karl Kempf G M | Vorrichtung und Verfahren zum Aufbringen einer schlauchfoermigen Kunststoff-Ummantelung auf einer mit Segmentschalen isolierten Rohrleitung |
| DE1186287B (de) * | 1958-03-18 | 1965-01-28 | Eternit Ag | Verfahren zum Verbinden von Mantelroehren und Fertigteile dazu |
-
1934
- 1934-08-15 CH CH181607D patent/CH181607A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099291B (de) * | 1957-09-20 | 1961-02-09 | Ingenieur Buero Karl Kempf G M | Vorrichtung und Verfahren zum Aufbringen einer schlauchfoermigen Kunststoff-Ummantelung auf einer mit Segmentschalen isolierten Rohrleitung |
| DE1186287B (de) * | 1958-03-18 | 1965-01-28 | Eternit Ag | Verfahren zum Verbinden von Mantelroehren und Fertigteile dazu |
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