CH181798A - Vorrichtung zum Verdampfen. - Google Patents

Vorrichtung zum Verdampfen.

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CH181798A
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


  Vorrichtung zum     Verdampfen.       Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung  zum Verdampfen, gegebenenfalls zum De  stillieren, insbesondere von Flüssigkeiten, die,  wie     Wasserstoffsuperoxyd,    wegen ihrer  leichten     Zersetzlichkeit    bei der     Verdamp-          fungstemperatur        und/oder    ihrer     Einwirkung     auf das Material der Heizflächen nur mög  lichst kurz der Einwirkung der     Verdamp-          fungstemperatur    und des Materials der Heiz  flächen ausgesetzt sein sollen.  



  Die bekannten zylindrischen Vakuumver  dampfer,     beispielsweise    die bekannten     Zuk-          kersaftverdampfer,    oder zum Beispiel der       Zirkulationsverdampfer    nach     gestuer,    der  eine sehr beschleunigte Verdampfung ge  stattet, sind in gewissen Fällen der Konzen  tration saurer     Lösungen    oder solcher Flüs  sigkeiten, die während der     Eindampfung     eine Säuerung erleiden     bezw.    eine     Steigorung     ihres     Säuregrades    erfahren, nicht verwend  bar.

   Derartige     Verdampfungsprodukte        bezw.     derartige Ausgangsmaterialien erfordern zu-    meist weitgehende Rücksichten bei der Aus  wahl des Werkstoffes. Es ist daher erfor  derlich, für die Heizflächen     besonders    be  ständige Werkstoffe, und zwar vorzugsweise  Metalle, welche, wie zum Beispiel edle Me  talle, wie Platin,     unveränderbar    sind, zu  verwenden oder die Heizflächen mit geeig  neten     Schutzüberzügen,    zum Beispiel von  Email,     Verbleiüngen    oder dergleichen zu  versehen.  



       ;Diese    und andere Nachteile bekannter  Vorrichtungen zum Verdampfen und Destil  lieren     können    vermieden werden bei Anwen  dung der Vorrichtung nach der Erfindung,  die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihr     Ver-          dampfungsraum    von zwei in einem im Ver  hältnis zur Höhe geringen Abstand vonein  ander ineinander angeordneten     aufrechtste-          henden    und oben durch Hauben abgeschlos  senen Rohren     begrenzt    ist,

   wobei das äussere  Rohr mit einem Heizmantel und seine die       Abschlusshaube    des     innern    Rohres überra-           gende    domartige     Abschlusshaube    mit einem       Auslass    für die abgehenden Dämpfe und auf  der Innenseite mit mindestens einer Prall  fläche zur Verhinderung des     Eintrittes    von  im Dampfstrom mitgerissener Flüssigkeit in  die     Dampfauslassöffnung,    und das innere  Rohr mit Zu- und Ableitungsorganen für       Heizmittel    versehen ist.  



  Wo im vorhergehenden oder folgenden  von     "aufrechtstehenden"    Rohren     bezw.        Ver-          dampfungsräumen    die Rede ist, sollen darun  ter nicht nur senkrecht     a.ufrechtstehende,     sondern auch in schräger     Richtung    aufrecht  stehende Rohre     bezw.        Verdampfungsräume     verstanden sein.  



  Durch     diese    Anordnung     kann    infolge des  geringen     Abstandes    der Heizwände vonein  ander und der Zuführung der Wärme zu  dem     Verdampfungsraum    sowohl von aussen,  als auch von     innen    erreicht werden, dass bei       ausserordentlich    schneller Verdampfung die       Verweilzeit    der Flüssigkeit in dem     Verdamp-          fungsraum        eine    so kurze -ist, dass die dort  durch die     Verdampfungstemperatur    bedingte       Zersetzung,

      ebenso wie eine etwaige Wech  selwirkung zwischen der     destillierten    Flüs  sigkeit und dem     Material    der Heizwände,  auf ein Minimum reduziert     wird.    Ausser  dem sind Wärmeverluste durch     Strahlung     für die von der Innenseite des innern Heiz  rohres     zugeführte    Wärme ausgeschlossen.  



  Die Verdampfung selbst kann unter ge  wöhnlichem, vermindertem oder erhöhtem  Druck vor sich gehen. Als Werkstoff für  den Verdampfer, insbesondere die Heiz  flächen, kann. sowohl Stahl, wie Guss, Kupfer  oder jedes andere Material verwendet werden  und gegebenenfalls auch für Schutzüberzüge  in dünnster Schichtlage aus geeigneten Ma  terialien Sorge     getragen    werden. Für diese  Schutzüberzüge können Stoffe verwendet  werden, die jedem chemischen Angriff durch  das     Verdampfungsgut    gewachsen sind, und  zwar geeignete Metalle, Legierungen oder  Emailüberzüge,     Verbleiungen    und derglei  chen.  



  Die den     Verdampfungsraum    begrenzen  den Rohre können sowohl senkrecht, als    auch schräg gerichtet angeordnet sein.  Sie können mit     beliebigem    zum Beispiel  kreisrunden     Querschnitt    ausgebildet, sowie  konzentrisch     bezw.    parallel zueinander oder  auch nicht konzentrisch     bezw.    im Winkel  zueinander angeordnet sein. Ihre Heiz  flächen können gleich oder voneinander ver  schieden gestaltet sein. So kann zum Bei  spiel die Heizfläche des einen Rohres ganz  oder teilweise glatt und die Heizfläche des  andern Rohres ganz oder     teilweise    gekröpft       ausgebildet    sein.  



  Die Aufbringung dünnster Schichtüber  züge, insbesondere auf den Heizflächen,     kann     nach bekannten Verfahren, vor allem aber  nach neueren Verfahren durchgeführt wer  den, die es gestatten, ohne besondere Schwie  rigkeit auf Stahl, Guss, Kupfer oder der  gleichen eine gut anhaftende, homogene und  doch sehr dünne Auflageschicht, insbeson  dere von Edelmetallen, Email oder Blei auf  zubringen, was vor allem für die Herstellung  von     Wasserstoffsuperoyxd    besonders zweck  mässig ist.  



  Der Apparat nach der Erfindung kann  aber auch für verschiedene andere     Ver-          dampfungs-    oder     Eindampfungsprozesse    ver  wendet werden, beispielsweise für die Ein  dickung von Milch, Traubenmost, gewissen       Pflanzensäften,    Fruchtsäften usw., sowie für  die Destillation natürlicher oder     künstlicher     Extrakte.

   Der Apparat ist auch geeignet für  die     Konzentration    saurer Lösungen,     wie          Schwefelsäure,    für die Konzentration von  Salzlösungen,     wie        Ammoniumchlorid,    vor  allem aber für die Behandlung von Per  schwefelsäure, und von sauren Lösungen der       Persalze,    für die Herstellung von Wasser  stoffperoxyd.  



  In der beigefügten Zeichnung ist eine  beispielsweise Ausführungsform des Appa  rates nach der Erfindung dargestellt. Die  Zeichnung zeigt in     Fig.    1 den     Verdanipfei-          körper    mit einer mittleren     Unterbrechung    in  einem     Längsschnitt;        Fig.    2 bis 4 und 6 zei  gen im Horizontalschnitt besondere Ausbil  dungsformen der den     Verdampferraum    im      wesentlichen einschliessenden     Reizrohrwände;          Fig.    5 veranschaulicht den gleichen Gegen  stand in einem Längsschnitt einer Körper  seite.  



  Im einzelnen ist 1 ein zylinderförmiger  Hohlkörper mit Randflanschen von belie  biger Höhe mit einem     Heizmantel,    in des  sen Innerem mit .gewissem Abstand von der  Innenfläche ein zylindrisches Heizgefäss 2  angeordnet ist, welches nach oben geschlos  sen ist und in dem flachen Boden     zentriseh     einen Rohrstutzen 3 trägt, der bis zu einer  gewissen Länge mit Aussengewinde versehen  ist.  



  Der Heizkörper 1 trägt auf seiner Unter  seite eine Hohlschale 7, die ebenfalls einen  flachen Boden besitzt und zentrisch im Bo  den einen Rohrstutzen 8 aufweist, der um  einen gewissen Betrag nach innen und nach  aussen den Boden überragt. Der Heizkörper  2 ruht unter Zwischenschaltung einer Dich  tung 9, die je nach der Art des zu verar  beitenden Materials aus geeignetem Werk  stoff gewählt werden kann, auf dem erwähn  ten Rohrstutzen 8 der Hohlschale 7 und ist  mit Hilfe der Verschraubung 10, auf dem  Gewinde des     .Stutzens    3 in Lage gehalten,  so dass die nötige Abdichtung durch die  Dichtungseinlage 9 sichergestellt wird. Die  Einführung des Heizdampfes in den zen  tralen Heizkörper 2     und.    die Abführung des  Kondenswassers werden durch die Rohrver  bindung 12, 1.3 am Stutzen 3 erreicht.

      Die den     Verdampfungsraum    begrenzen  den Heizrohre 1 und 2 können zum Beispiel  gemäss dem     Schnitt    nach     Fig.    2 auf der dem       Verdampfungsraum    zugekehrten Seite glatt  ausgebildet oder auch mit Ansätzen, Rippen  und dergleichen zur Vergrösserung der     Ver-          dampfungsoberfläche        ausgestattet    sein.

   Der  artige Ausführungsformen sind beispiels  weise in den     Schnitten    nach den     Fig.    3, 4       und    6 dargestellt;     Fig.    3 zeigt eine Aus  führungsform, wobei das innere Heizrohr  auf seiner Aussenfläche mit Rippen 4 ver  sehen ist, während nach     Fig.    4 das innere       Heizrohr    eine glatte Aussenfläche hat und    Rippen auf der Innenseite des     äussern    Heiz  rohres vorgesehen sind.

   Nach der in     Fig.    6  dargestellten     Ausführungsform        sind    die den       Verdampfungsraum    begrenzenden Flächen  der beiden Heizrohre mit     Rippen    in gegen  einander verschobener Stellung versehen. Die  am innern und/oder äussern Heizrohr vorge  sehenen Rippen können das Heizrohr zum  Beispiel auch schneckenförmig umziehen,  wodurch dem im     Verdampfungsraum    erzeug  ten Dampfgemisch eine die     Trennung    des  Dampfes von der Flüssigkeit begünstigende       kreisende    Bewegung erteilt wird.

   Auch kön  nen, falls beide Heizrohre auf den den     Ver-          dampfungsraum        begrenzenden    Seiten mit  Rippen versehen sind, diese     Rippen    gege  benenfalls in voneinander verschiedener  Richtung verlaufen.  



  In jedem Fall soll jedoch der Abstand  zwischen den beiden Heizflächen, welche im  wesentlichen den     Verdanipfungsraum        bilden;     im     Verhältnis    zur Länge des Apparates nur  gering sein und sich zweckmässig zwischen  2 und 40 mm bewegen; sofern allerdings an  der. Heizrohren Rippen oder dergleichen vor  gesehen sind, kann der Abstand der Wände  selbst auch etwas grösser gewählt werden.  



  Als besonders zweckmässig hat es sich er  wiesen, insbesondere zur Erleichterung der  Dampfabführung die Heizflächen gegenein  ander geneigt anzuordnen, und zwar ent  weder derart, dass die Heizelemente konisch       ausgebildet    sind, oder auch, wie durch     Fig.    5  veranschaulicht. derart, dass die Wände stu  fenweise ihren Abstand bei zum Beispiel  paralleler Stellung nach einer Richtung hin  vergrössern. Bei einer     derartigen    Anordnung  kann beispielsweise die Entfernung der  Wände im untern Teil des     Verdampfungs-          raumes    nur etwa 2 .bis 10 mm     betragen     und nach oben hin, gegebenenfalls in meh  reren Stufen von 10 bis zu 40 mm zuneh  men.

   Die Entfernung     zwischen    den Heiz  flächen ist letzten Endes abhängig von der  Zusammensetzung der zu verdampfenden  Flüssigkeit oder Lösung, der     gewünschten          Verdampfungsgeschwindigkeit,    der     Ileiz-          dämpftemperatur    und schliesslich der Ver-           dampferhöhe,    die zum Beispiel zwischen  2 bis 5 m schwanken kann.  



  Der Apparat gestattet die Verwendung  von hochgespanntem Heizdampf und von  überhitztem Dampf, was insbesondere vor  teilhaft ist für die Verdampfung von Flüs  sigkeiten mit hohem Siedepunkt oder zur  Erzielung einer hohen Verdampfung bei ge  ringer Heizfläche.  



  Die Einführung der zu verdampfenden       FIüssigkeiten    erfolgt am Unterteil des Ap  parates durch die Rohre 14 und 15, wobei  zweckmässig eine grössere Anzahl derartiger       Einlassstutzen    auf dem Umfang der Boden  schale 7 angeordnet wird, um eine gleich  mässige     Zufuhr    zu gewährleisten.  



  Die Menge der eingeführten Flüssigkeit       wird    zweckmässig nach dem Gesichtspunkt  bemessen, dass in dem ringförmigen     Ver-          dampfüngsraum    eine lebhafte Verdampfung  stattfindet und die gebildeten Dampfmassen  unter Mitnahme der konzentrierten Flüssig  keit aus der     Verdampfungszone    herausge  bracht werden.

   Zur Erzielung einer schnel  len     Trennung    des in dem engen     Verdamp-          fungsraum    aufsteigenden Dampfes von mit  gerissener Flüssigkeit und zur Vermeidung  des     Übertrittes    solcher Flüssigkeit in die  weiteren Teile der     Apparatur    ist noch die  folgende     Anordnung    vorgesehen: .  



  Am obern Ende     ist,das        äussere    Heizrohr  1 durch eine domartige Haube 16 abgeschlos  sen, die oben eine     Dampfauslassöffnung    18  besitzt und     etwas        darunter    auf der Innen  seite mit einer in der aus der Zeichnung  ersichtlichen Weise nach dem     Auslass    18 zu       etwas    gewölbten und in derselben     Richtung     schräg zur Fläche der Haube gestellten ring  förmigen Rippe 20 versehen ist,

   die als       Prallfläche    zur Abtrennung des Dampfes  von der gegen die innere Wand des Domes       aus    dem     Verdampfüngsraum    geschleuderten  Flüssigkeit wirkt.  



  Dieses Anprallen-des     Flüssigkeit-Dampf-          gemisches    gegen die Domwand wird bei der  in der Zeichnung dargestellten Ausführungs  form der     Vorrichtung    dadurch verstärkt,     däss     das     innere    -     Heizrohr    2 oben durch eine in    der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise  pilzartig verbreiterte Haube abgeschlossen  ist, während an einem zwischen den Flan  schen des Domes und des äussern Heizrohres  zwischengeschalteten Winkelring das senk  recht .gerichtete ringförmige Ansatzstück in  der Verlängerung des äussern Heizrohres  nach oben angeordnet ist,

   das so nahe an die  pilzförmige Erweiterung der     Abschlusshaube     des innern Heizrohres herangeführt ist, dass  das an seinem obern Ende zwischen ihm und  dem innern Heizrohr austretende Flüssig  keit-Dampfgemisch durch die     unmittelbar     darüber befindliche pilzförmige     Erweiterun7     der Haube des     innern    Heizrohres schroff  nach aussen abgelenkt und auf diese Weise  gegen die Innenwand des Domes 16 ge  schleudert wird.  



  Die hierbei nach oben strömende Flüssig  keit wird durch die ringförmige     Prallfläche     20 alsdann nach unten abgelenkt, von wo sie  über die     Abschlusshaube    des innern Heiz  rohres 2 wieder in den     Verdampfungsraum     gelangen kann. Die an der Innenwand des  Domes 16 nach unten fliessende Flüssigkeit  gelangt zunächst in die     zwischen    dem vor  erwähnten ringförmigen     Ansatzstück    des       Flanschringes    und dem     untern    Ende des  Domes 16 gebildete Rinne 17, von der aus  sie durch den     Auslass    19 nach aussen ab  fliessen kann.  



  In die Rinne 17 mündet zweckmässig ein  Stutzen 21, um auf diese Weise     heisses    Was  ser oder andere Flüssigkeiten für die Reini  gung des Apparates einleiten zu können.  oder auch für den Fall, dass nur der frei  gesetzte Dampf das eigentliche Endprodukt  darstellt, die Flüssigkeit oder konzentrierte  Lösung in     gewünschtem    Masse immer wieder  auflösen zu können, oder schliesslich um  Salzansätze oder andere Verkrustungen     zix     vermeiden.  



  Der Apparat nach der Erfindung besitzt  gegenüber bekannten Typen, insbesondere       igegeriüber    den     bekannten    Zylinderverdamp  fern, den     Vorteil    leichter Montage, leichter  Reinigungsmöglichkeit und bequemer Kon  trolle.     Ausführungsfarmen    von grosser Höhe      können auch aus Einzelzargen zusammen  gesetzt werden, die durch     Verflanschung     miteinander verbunden sind.  



  Da Flüssigkeit und Dampf nur sehr  kurze Zeit im Apparat verweilen, so ist die       Mö        gliebkeit    einer Zersetzung der Flüssigkeit  oder des freigesetzten Dampfes praktisch  vollkommen     beseitigt.     



  Selbstverständlich können im Rahmen des  Erfindungsgedankens, wie erwähnt, im ein  zelnen. sowohl die     Heizwände    in ihrer gegen  seitigen Stellung zueinander, in ihrer Aus  bildung, als auch der Querschnitt des     Ver-          dampfungsraumes    beliebig gestaltet werden.  



  Bei der Durchführung von     Destillations-          arbeiten    und dergleichen, insbesondere     bei.     der Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd  durch Destillation von     Persalzlösungen,    zum  Beispiel     Persulfaten    oder entsprechenden  Salzen, hat es sich als besonders zweckmässig  erwiesen, für eine besondere Regelung des  gleichmässigen Betriebsganges Sorge zu tra  gen, und zwar die zur Regulierung der  stündlichen     Zuflussmenge    zu den     Destilla-          tionsgefässen    üblichen     Kapillarrohrzuführun-          gen    durch eine andere Anordnung zu er  setzen.

   Die Anordnung von     Kapillarrohren     hat bekanntlich den Zweck, wie beispiels  weise im amerikanischen Patent Nr. 1851961       beschrieben,    je nach Abmessung, das heisst  Länge und Querschnitt der Rohre, durch den  ausgeübten Reibungswiderstand zusammen  mit einem hinreichend gleichmässigen Va  kuum eine selbsttätige     Regulierung    des Ver  hältnisses zwischen Flüssigkeitszufuhr und       Destillatabgabe    im     Destillationsgefäss    herbei  zuführen.  



  Die eingeführten Flüssigkeitsmengen be  tragen im allgemeinen pro Stunde     etwa    20  bis 25 Liter, das heisst     etwa    5,5 bis 7 cm'  Lösung pro Sekunde. Störungen des Gleich  gewichtes in Zuführung und Abgang müssen  daher zu schwerwiegenden Folgen in der  Ausbeute führen, die von     normalerweise     etwa 90 1 bis auf 50 und weniger fallen  kann. Derartige     Kapillarleitungen    unter  liegen insbesondere der Gefahr leichter Ver-         stopfung    durch suspendierte     Verunreinigun-          gen    in der Lösung und dergleichen.  



       Ein.    Ersatz der     Kapillarrohre    durch  Rohre grösseren     Querschnittes    und die Ver  wendung von     Dosierhähnen    beseitigt diese  Nachteile nicht, da auch Hähne leicht der  Verstopfung unterliegen und, wenn sie auch  leichter zu reinigen sind, somit Veranlassung  zu störenden     Betriebsunterbrechungen    geben.  Insbesondere     gestatten    diese Vorrichtungen  in keiner Weise die Kontrolle des Flüssig  keitsniveaus .in den Destillierapparaten.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass, wenn man  einen oder mehrere Rezipienten vor dem Zu  fluss eines oder mehrerer     Verdampfungsge-          fässe    anordnet, und mit denselben so in Ver  bindung bringt,     da.ss    sie sowohl eine Zulei  tung zum Flüssigkeitsraum, als auch zum  Abzugsraum für die Dämpfe besitzen, eine  weit grössere Stabilität     ;des    Prozesses, ein  grösseres Ausbringen und vor allem ein we  sentlich vereinfachter und sicherer Betriebs  gang erzielt werden kann.  



  Der Zustrom der Lösung aus dem Vor  ratsbehälter zum     Verdampfungsgefäss    geht  sodann nicht direkt, sondern über den zwi  schengeschalteten Rezipienten. Hierbei ist es  ohne Bedeutung, ob die Lösung frei von oben  in den Rezipienten einfliesst und gegebenen  falls mit Hilfe einer     Verteilvorrichtung    ver  teilt wird oder durch das Vakuum im Rezi  pienten angezogen wird. Der Rezipient dient  im wesentlichen. als     Zwischenbehälter    für die  Lösung, die in das     Verdampfungsgefäss    zu  führen ist, was sich besonders vorteilhaft       auswirkt,    wenn die     Leitung    vom Reservoir  bei .der üblichen     Drosselung    sich verstopfen  will.

   Durch seine Verbindung sowohl mit  der     Flüssigkeits-,    als auch der Abdampf  seite des     Verdampfungsgefässes    stellt sich  bei Verdampfung durch die Freibeweglich  keit der Flüssigkeit in der geeignet bemes  senen     Verbindungleitung    zwischen Verdamp  fer und Rezipient     ein    Gleichgewicht zwi  schen den Flüssigkeitshöhen ein. Gleich  zeitig ist dadurch eine Kontrolle über den  Flüssigkeitsstand im Verdampfer erreicht.  Zweckmässig wird hierzu der Rezipient min-           destens    zum Teil aus durchsichtigem oder  durchscheinendem     Material    hergestellt oder  mit einem Flüssigkeitsanzeiger versehen.  



  Durch Drosselung der Verbindungslei  tung zwischen Rezipient und Verdampfer  kann leicht jedes     Druckverhältnis        zwischen     beiden Apparaten eingestellt werden. Da       schliesslich    häufig die zu behandelnde Flüs  sigkeit dem Verdampfer bei solchen Tem  peraturen zugeführt werden soll, die ein un  mittelbares Sieden bei ihrem Eintreffen in  dem unter Vakuum stehenden Apparat ver  anlassen, so kann man auch die Lösung noch  im Rezipienten     bezw.    auf dem Leitungsweg  von .diesem zum     Verdampfungsgefäss    noch  besonders erwärmen.  



  Es hat sich in einigen Fällen gezeigt,  dass eine leicht     gerauhte    Oberfläche eben  falls die Veranlassung für eine beschleunigte  Entwicklung des     Wasserstoffsuperoxydes,     und zwar selbst bei geringeren Temperaturen  bildet. Es ist deshalb zweckmässig, für das  Vorhandensein einer solchen Oberfläche so  wohl     imRezipienten,    als auch in d .er Verbin  dungsleitung zwischen dem Flüssigkeitsraum  des     Verdampfungsgefässes    und diesem Sorge  zu tragen. Im übrigen eignet sich für Lei  tungen und Rezipienten als     Werkstoff    vor  allem Glas, Quarz, Steingut, da diese gegen  Säure und Wasserstoffsuperoxyd beständig       sind.     



  Die     Fig.    7 und 8 zeigen Anordnungen  der     vorerwähnten    Art, bei denen vor dem  Verdampfer in die     Verbindungsleitung    vom       Flüssigkeitsvorratebehälter    zum Verdampfer  ein Rezipient und Niveauanzeiger einge  schaltet ist.  



       Fig.    7 zeigt dabei im     einzelnen    einen  Vorratsbehälter 22, beispielsweise für Am  moniumsulfatlösungen, mit möglichst kon  stantem Niveau, von dem     eine    Leitung 23  nach dem Rezipienten 24 führt, der gleich  zeitig, aus durchsichtigem Material beste  hend, als Niveauanzeiger dient. Im Zuge  dieser Leitung ist ein     Dosierhahn    25 einge  schaltet. 26 ist     eine    Verbindungsleitung,  welche vom Rezipienten 24 zu den Einfüh  rungsstutzen 27 leitet und der Zuführung    der Behandlungsflüssigkeit in das     Verdamp-          fungsgefäss    dient.

   Die Leitung     2$    ist eine  Verbindungsleitung     zwischen    .dem Rezipien  ten und dem Saugrohr 29, das sieh während  des     Betriebes        unter    Vakuum befindet. 30  ist ein     Flüssigkeitsabscheider    im Zuge der  Ableitung aus dem Verdampfer, 31 ein     Kon-          densiergefäss    und Absorptionsapparat, 32 ein       Schlusskondensator    und     33        die        unmittelbar     zur Vakuumpumpe führende     Leitung.     



  In     Fig.    8 ist ein     Ausschnitt    aus einer  Anordnung gemäss     Fig.    7     dargestellt,    bei wel  cher der Rezipient und seine Verbindungs  leitung zum -     Verdampfungsgefäss    beheizt  werden, und zwar der Rezipient 24 in seinem       untern    Teile. Dabei ist 34 der Flüssigkeits  eintritt zum     Rezipienten,    35 eine     Heizkam-          mer,    36 die Verbindungsleitung     zwischen     dem Rezipienten     bezw.    Indikator 24 und dem  Verdampfer 37 mit dem Heizmantel 38.

   Das       Verdampfungsgefäss,    welches hier im     Schnitt     gezeichnet ist, ist mit     39,        bezeichnet,    die  äussere Reizkammer mit 40, der Kernheiz  körper mit 41.  



  Es hat sich gezeigt, dass bei Zwischen  schaltung eines derartigen Rezipienten, der  im übrigen je nach den gegebenen Verhält  nissen     hinsichtlich    Werkstoff und Ausbil  dung entsprechend ausgebildet werden kann,  die bei der bisherigen direkten Zuleitung der  Verarbeitungsflüssigkeiten oder Lösungen zu       Destillations-    oder     Verdampfungsgefässen    mit       gapillarreglern    oder     Dosierhähnen    unver  meidlichen Betriebsstörungen und derglei  chen     praktisch    ausgeschlossen werden kön  nen und bei     übersichtlicherer    Handhabung  und sicherer     Betriebskontrolle        ein    störungs  

  loses Arbeiten, insbesondere bei der Gewin  nung von Wasserstoffsuperoxyd, gewähr  leistet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Verdampfen, gekenn zeichnet durch einen Verdampfungsraum, der von zwei in einem im Verhältnis zur Höhe geringen Abstand voneinander inein ander angeordneten aufrechtstehenden und oben durch Hauben abgeschlossenen Rohren begrenzt ist,
    wobei das äussere Rohr mit einem Heizmantel und seine die Abschluss- haube des innern Rohres überragende dom artige Abschlusshaube mit einem Auslass für die abgehenden Dämpfe und auf der Innen seite mit mindestens einer Prallfläche zur Verhinderung des Eintrittes von im Dampf strom mitgerissener Flüssigkeit in die Dampfauslassöffnung und das innere Rohr mit Zu- und Ableitungsorganen für Heiz- mittel versehen ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch vertikale Lage der den Verdampfungsraum begrenzenden Rohre. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch schräge Lage der den Verdampfungsraum begrenzenden Rohre. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch kreisrunden Quer- ,schnitt mindestens eines der den Ver- dampfungsraum begrenzenden Rohre. 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand der den Verdampfungsraum begrenzen den Rohre voneinander nicht weniger als mm und nicht mehr als 40 mm beträgt. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die dem Ver- dampfungsraum zugekehrte Fläche min destens eines der den Verdampfungs- raum begrenzenden Rohre mit die Wärmeübertragungsfläche vergrössern den Vorsprüngen versehen ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand der den Verdampfungsraum begrenzen den Rohre voneinander in verschiedenen Abständen von den Rohrenden ein ver schiedener ist. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand der den Verdampfungsraum begrenzen den Rohre voneinander nach oben zu nimmt. F. .Vorrichtung nach Patentanspruch, da- durc)i gekennzeichnet, dass der Abstand der den Verdampfungsraum begrenzen den Rohre voneinander nach oben stufen weise zunimmt. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die das innere Rohr oben absehliessende Haube so ge formt ist, dass die an dem innern Rohr entlang aufsteigenden Dämpfe gegen die = Abschlusshaube des äussern Rohres abge lenkt und so von mitgerissenen Flüssig keitsteilchen ,getrennt werden. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das äussere Rohr nach unten durch eine Hohlschale (7) abgeschlossen ist, deren flacher Bo denteil (8) gleichzeitig als Träger des innern Rohres (2) dient und durch Schraubenverspannung (10) auf dem Auslassstutzen (3) des Innenheizkörpers mit diesem fest verbunden ist. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Er zielung eines konstanten Verhältnisses zwischen Flüssigkeitszufuhr und Ver dampfung einem Verdampfungsgefäss nach dem Patentanspruch mindestens ein Rezipient vorgeschaltet ist, der, in die Leitung für die Zuführung der Flüssig keit zum Verdampfungsgefäss einge schaltet, sowohl mit der Flüssigkeits seite, als auch mit der Abdampfseite des Verdampfungsgefässes in Verbindung steht. 12.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch .gekennzeich net, dass einer Mehrzahl von Verdamp- fungsgefässen nach dem Patentanspruch mindestens ein Rezipient vorgeschaltet ist, der in die Leitung für die Zufüh rung der Flüssigkeit zu den Verdamp- fungsgefässen eingeschaltet ist, und so wohl mit der Flüssigkeitsseite, als auch mit der Abdampfseite der Verdamp- fungsgefässe in Verbindung steht. 13.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11; dadurch gekennzeich- net, dass der Rezipient als Niveauan zeiger für das Verdampfungsgefäss min destens zum Teil aus durchscheinendem Werkstoff besteht. 14. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass der Rezipient als Niveauan zeiger für das Verdampfungsgefäss mit einem Standanzeiger versehen ist. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass der Rezipient beheizbar ausge bildet ist. 16.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 11 und 15, dadurch ge kennzeichnet, dass der Rezipient sowie jdie Verbindungsleitung für die Flüssig keit zum Verdampfungsgefäss beheizbar ausgebildet sind. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass der Rezipient auf seiner flüssig keitsführenden Oberfläche geraubt aus gebildet ist. 18. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 11 und 17, dadurch ge kennzeichnet, dass der Rezipient und die Verbindungsleitung für die Flüssigkeit auf ihren flüssigkeitsführenden Ober flächen geraubt ausgebildet sind. 19.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11., dadurch gekennzeich net, dass die Verbindungsleitungen zwi- schen dem Rezipienten und dem Ver- dampfungsgefäss mit zur Druckregelung tzwischen den genannten Behältern ge eigneten Organen ausgestattet sind. 20.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor einem Verdampfungsgefäss nach dem Patentan spruch ein als Niveauanzeiger ausgebil deter Rezipient in'die Flüssigkeits-Zu- füUrungsleitung des Verdampfungsge-- fässes eingeschaltet ist.
CH181798D 1933-10-28 1934-10-26 Vorrichtung zum Verdampfen. CH181798A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3209812A (en) * 1959-09-22 1965-10-05 Ralph G Sargeant Apparatus for removing water from liquid mixtures

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3209812A (en) * 1959-09-22 1965-10-05 Ralph G Sargeant Apparatus for removing water from liquid mixtures

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