CH181915A - Elektrische gasgefüllte Glühlampe. - Google Patents

Elektrische gasgefüllte Glühlampe.

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CH181915A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Elektrische gasgefüllte Glühlampe.    Um die Verdampfung des     Glühfadenma.-          terials    wesentlich herabzusetzen, werden  Glühlampen bekanntlich mit einem indiffe  renten Gas gefüllt. Das Gas an sich ist aber  hinsichtlich der Wärmeableitung schädlich.  Man ist daher bestrebt, ein Gas zu wählen,  das der Verdampfung des     Leuchtkörperma-          terials    am meisten vorbeugt, die Wärme aber  am wenigsten ableitet.  



  Als indifferente Gase stehen Stickstoff  und die sogenannten Edelgase wie Argon,  Krypton und     Xenon    zur Verfügung. Man  stellte schon fest, dass Argon weniger wärme  leitend ist als     Stickstoff,    und     dass    Krypton  und     Xenon    dem     Argongas    in dieser Hinsicht  noch überlegen sind. Auch die     Verdamp-          fungsgeschwindigkeit    des Wolframs ist     bei.     Verwendung des Argons     geringer    als bei  Stickstoff.  



  Anderseits muss die elektrische Durch  schlagfestigkeit dieser Gase berücksichtigt  werden. Bei Argon ist die Sicherheit gegen    Durchschlaggefahr nicht sehr gross. Durch  schlag findet bekanntlich meistens zuerst  zwischen den Enden eines durchgebrannten       Glühfadens    und dann zwischen den Poldräh  ten der     Lampe    statt.     Letztere    Erscheinung  ist sehr schädlich und führt zu     Kurzschluss     und zum Durchschlagen der Schmelzsiche  rungen.

   Reines Argon     lässt    sich daher, wie  sehr es     übrigens    in     Hinsicht    auf die wärme  leitenden     Eigenschaften    und die     Verdamp-          fungsverhinderung    geeignet wäre, als Glüh  lampenfüllung im allgemeinen nicht verwen  den. Man vermischt es demzufolge mit Stick  stoff, das eine sehr gute Durchschlagfestig  keit aufweist.  



  Man hat festgestellt,     dass    die     Durch-          scUlagspannung    von mit reinem     Krypton    und       Xenon    gefüllten Lampen unter vergleichba  ren Umständen grösser ist, als die der mit  reinem Argon gefüllten     Lampen;    jedoch ist  der Unterschied nicht so gross, dass reines  Krypton oder     Xenon    brauchbar wäre für die  Füllung von für verhältnismässig grosse           Spannung    (110 Volt und höher) bestimmten  Lampen.  



  Zweck der Erfindung ist nun, Mittel an  zugeben, die es ermöglichen,     wirtschaftliche,     allen Anforderungen     hinsichtlich    der obenge  nannten     Eigenschaften    entsprechende Glüh  lampen mit einer zur Hauptsache aus Kryp  ton oder     Xenon        bestehenden    Gasfüllung her  zustellen.  



  Erfindungsgemäss sind bei der Füllung  der Lampe dem Krypton oder     Xenon    minde  stens 10 % und höchstens     3,0@%        Stickstoff    zu  gesetzt.  



  Eingehende Versuche haben gezeigt, dass  die     Durchschlagspannung        einer    zur Haupt  sache mit Krypton oder     Xenongas    gefüllten  Lampe erst genügend hoch liegt, wenn dem  Krypton mindestens     10-1/110    Stickstoff zuge  setzt werden.

   Der     Stickstoffzusatz    soll an  derseits aber auch nicht grösser als 30% sein,  weil sonst die     Wärmeleitung    relativ zu gross       wird.    Auch zeigt sich, dass die     Verdamp-          fungsgeschwindigkeit    des     Glühfadenmate-          rials    bei der     erfindungsgemässen    Lampe ge  ringer ist, als zum Beispiel bei einer mit Ar  gon oder mit einer     Argonstickstoffmischung     gefüllten Lampe.  



  Weil die Wärmeableitung bei der erfin  dungsgemässen     Lampe    mit einer bestimmten       Wattgrösse    und die verdampfte Quantität  an     Glühfadenmaterial    beim Durchbrennen  des Glühfadens geringer ist, als bei Lampen  mit den üblichen     Gasfüllungen,    kann der  Glaskolben im Vergleich zu den für eine be  stimmte     Wattzahl    üblichen Kolben kleiner  werden.  



  Bei einer Ausführung der     Prfindungsge-          mässen    Lampe beträgt der Fülldruck des Ga  ses mindestens 2:5 cm Quecksilbersäule.  



  Man hat gefunden, dass der Fülldruck der       erfindungsgemässen    Lampe bei gleichen       Durchschlagspannungsverhältnissen    im Ver  gleich zu den üblichen Lampen bedeutend  niedriger, als bei den bekannten Lampen,  sein kann.  



  Bei den bekannten Lampen mit einem       Argonstickstoffgemisch    als Füllung kann    man mit dem Fülldruck im allgemeinen nicht  weit unter 45 cm Quecksilbersäule herunter  gehen, besonders nicht, wenn die Betriebe  spannung 110 Volt beträgt oder noch höher  liegt.  



  Der grosse Vorteil dieser Ausführungs  art besteht darin, dass die Lampen nicht nur  durch die mögliche     Verkleinerung    des Kol  bens, sondern auch durch den niedrigen  Fülldruck weniger Gas     enthalten    als die üb  lichen Lampentypen; ein Vorteil, der, weil  die Gase Krypton und     Xenon    verhältnismä  ssig teuer sind, sehr beachtlich ist.  



  In der     Zeichnung    sind anhand von gra  phischen Kurven, die die mit einer erfin  dungsgemässen Lampe gegenüber den be  kannten Lampen erreichbaren     günstigen     Wirkungen veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt das Verhältnis zwischen       Durchschlagspannung    und Prozentsatz au  Stickstoff im     Gasgemisch.    graphisch aufge  tragen, einerseits für eine Lampe mit einer  Füllung aus einem     gryptonstickstoffgemisch     und anderseits für     eine    Lampe mit einem Ar  gonstickstoffgemisch als Füllung.  



  Die     Kurve    für     Xenonstickstoff    sieht der  Kurve für     Kryptonstickstoff    ähnlich.  



       Fig.    2 zeigt, wie sich Durchschlagspan  nung und Fülldruck bei diesen zwei Lam  pensorten verhalten.  



  Die graphische Darstellung sind das Er  gebnis einer Reihe von an einer bestimmten       Versuchsanordnung    vorgenommenen, einge  henden Versuchen.  



  Die Kurven nach     F'ig.    1 sind für     Lampen     mit einem Fülldruck von 57,5 cm aufge  zeichnet.  



  Man sieht nun in der     Fig.    1, dass bei  einem Prozentsatz von 10% die     Durchschlag-          spannung    für     Kryptonstickstoff    bedeutend  höher liegt, als für     Argonstickstoff,    und  zwar ungefähr so hoch, als für eine     Lampe     mit einer Füllung aus Argon, dem 14  Stickstoff zugesetzt ist. Dieser Prozentsatz  von     10,        9,0    muss aber wohl als Minimalgrenze  angenommen werden, weil sonst die Durch  schlagspannung zu stark herabsinkt.

        Die gestrichelte Kurve in der     Fig.    2     gilt     für eine     Argonstickstoffüllung    mit     12i%    N  im Gemisch.  



  Die ausgezogene Kurve gilt für Krypton,  dem     20%    N 2 zugesetzt ist.  



  Man ersieht nun, dass bei einem Füll  druck von 30 cm Quecksilbersäule die     Kryp-          tonstickstoffüllung    die gleiche Durchschlag  spannung aufweist, wie     Argonstickstoff    bei  einem viel höheren Fülldruck (nämlich von  etwa 45 cm).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische gasgefüllte Glühlampe, da durch gekennzeichnet, dass die Gasfüllung aus Krypton- bezw. Xenongas besteht. dem mindestens 10 % und höchstens 30 % Stick stoff zugesetzt ist. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Glühlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Fülldruck des Gases mindestens 2-5 cm Quecksilbersäule beträgt. 2. Glühlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Fülldruck minde stens 25 cm und höchstens 45 cm Queck silbersäule beträgt.
CH181915D 1933-07-10 1934-06-28 Elektrische gasgefüllte Glühlampe. CH181915A (de)

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