CH182006A - Einrichtung zum Reinigen von tierischen Fasern wie Vliesswolle und gerupfte Wolle. - Google Patents
Einrichtung zum Reinigen von tierischen Fasern wie Vliesswolle und gerupfte Wolle.Info
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Description
Einrichtung zum Reinigen von tierischen Fasern wie Vliesswolle und gerupfte Wolle. Die vom lebenden Schaf abgeschorene Vliesswolle und die vom Fell geschlachteter Schafe abgerupfte Wolle, sowie ähnliche Fasern, wie zum Beispiel Kamelwolle, An- goraschafwolle, Lamawolle, Alpakawolle und Ziegenwolle enthalten sämtlich Horn stoff, Schweiss (Transpirationssalze) und Fett oder Wollschweiss, sowie Fremdstoffe, welche aus Sand, Schmutz, Staub,
Vegetabi- lien verschiedener Art und aufgesaugter Feuchtigkeit bestehen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung, die es ermöglicht, aus der Vliess- oder Rupfwolle oder dergleichen Fasern einen Teil des Wollschweisses oder Fettes und mindestens den grössten Teil der anhaftenden Fremdstoffe wie Sand, Schmutz, Staub, Vegetabilien und dergleichen zu ent fernen.
Es hat sich herausgestellt, dass so genannte Vliesswolle oder Rupfwolle oder andere verwandte Fasern von anhaftenden Fremdstoffen und einem Teil des Fettes (Wollschweiss) etc. ohne Befeuchtung oder sonstige Vorbehandlung gereinigt *erden kann, indem man eine Einrichtung verwen det, die gekennzeichnet ist durch eine Kühl v orrichtung, um die Fasern auf eine ge nügend tiefe Temperatur zu bringen, bei welcher auf denselben befindliches Fett und Fremdstoffe gefrieren, und .durch eine Vor richtung,
in welcher die gefrorenen Produkte durch mechanische Einwirkung mindestens teilweise von der Faser entfernt werden. Als Vorrichtung zur Entfernung der gefrorenen Produkte von der Faser eignen sich zum Beispiel Entstaubungsmaschinen, in denen ein Teil des kalten Fettes und praktich der gesamte Anteil Fremdstoffe von den Fasern getrennt werden, so dass die letzteren die Vorrichtung befreit von Kletten, Spreu und andern Pflanzenstoffen, Sand und Schmutz, sowie einer beträchtlichen Menge Fett ver lassen.
Natürliche, unbehandelte Vliess- oder Rupfwolle und anderes ähnliches Fasermate rial enthält mehr oder weniger viel natür liches Fett und dieses Fett hüllt die Kletten, Pflanzen- und Fremdstoffe mehr oder weni ger ein, und wenn nun das Fasermaterial einer genügend tiefen Temperatur unterwor fen wird, um das Fett zu härten oder zum Gefrieren zu bringen, werden auch diePflan- zen- und Fremdstoffe genügend fest, um leicht von den Fasern gelöst werden zu kön nen. In den Pflanzenstoffen kann auch natür liches Wachs enthalten sein, was deren Ent fernung bei Gefriertemperaturen noch unter stützt.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung ist folgende: Zur Aufnahme der ungewaschenen und nicht angefeuchteten Vliess- oder Rupfwolle oder eines andern tierischen Fasermaterials ist eine Aufgabevorrichtung vorgesehen, die mit einer Fördervorrichtung vorzugsweise in ,Form eines endlosen Bandes in Verbindung steht, durch die das Fasergut zu einer Kühl vorrichtung gebracht wird, die zum Beispiel als Küblkammer, in welche das Förderband eintritt, oder als Vorrichtung,
die einen Kalt luftstrom in das Fasergut einbläst, ausgebil det ist. Nach der Kühlvorrichtung, deren Einwirkungsdauer nur sehr kurz zu sein braucht, da das Fett sehr rasch gefriert und hart wird, ist die mechanische Reinignings- vorrichtung angeordnet, die eine Entstau- bungs- oder Reinigungsmaschine sein kann, in der die gefrorenen Fett- und Fremdstoffe von den Fasern abgelöst werden.
Durch praktische Versuche hat sieb ge zeigt, dass die Einrichtung am besten mit Kühltemperaturen zwischen -9 C und 1-1,5 C arbeitet. Die Zeit der Einwirkung der Niihlvorrichtung kann hierbei manchmal weniger als eine Minute manchmal zehn Mi nuten oder mehr betragen, was von der Na tur des Fasermaterials und der Temperatur abhängt. Das Fett muss soweit abgekühlt sein, dass es hart genug ist, um die pflanz= liehen Verunreinigungen festzuhalten, so dass diese Fremdstoffe mit dem gefrorenen Fett entfernt werden können und nicht im Faser material zurückbleiben.
Im rohen oder unge waschenen Zustand sind die Kletten und Fremdkörper nicht so stark mi-t dem Faser material verflochten, wie wenn das Faserma terial von der Kältebehandlung entfettet oder gewaschen wird, und infolgedessen können die Fremdkörper viel leichter daraus ent fernt werden.
Nach der Behandlung in der Einrichtung gemäss der Erfindung kann das Fasermate rial ohne jede weitere Behandlung gelagert oder versandt werden, oder kann in den üb lichen Wasch- oder Entfettungsmaschinen behandelt und dann getrocknet oder für die Weiterverarbeitung in die Fabrik verbracht werden. Die gesamte Reinigung kann rascher, mit weniger Aufwand an Reinigungsmitteln und mit geringeren Kosten erfolgen als bei den bisherigen Verfahren.
Bei Anwendung derEinrichtung gemäss der Erfindung ist es daher weder erwünscht noch erforderlich, das Fasermaterial vor dem Ein bringen in die Reinigungsvorrichtung anzu feuchten, zu waschen oder zu entfetten, und auch die bisher gebräuchlichen Behandlungs massnahmen wie das Entstauben oder Öffnen und Reinigen vor der Kältebehandlung und Trennung sind überflüssig, so dass das Fa sermaterial in einem für die nachfolgende Behandlung günstigeren Zustand bleibt.
Bei Versuchen für die Behandlung wurde mit der erfindungsgemässen Einrichtung ein im Ofen vollständig getrocknetes Fasermaterial mit dem gleichen Erfolg verwendet wie Faser material mit natürlicher (aufgesaugter) Feuchtigkeit, indem ein grosser Teil des Fet tes und im wesentlichen alle Fremdstoffe aus geschieden wurden.
Da das Fasermaterial vor der Kältebe handlung nicht befeuchtet oder gewaschen werden muss, erspart man sich auch die Not wendigkeit einer genauen Feuchtigkeitskon trolle vor dem Gefrieren und die Verwendung eines Wasserüberschusses in den Fasern, welcher die Behandlungszeit verlängern und die Kosten der Kältebehandlung erhöhen würde. Man hat festgestellt, dass die Spiral- oder Uhrfederklette sehr schwach und abge flacht wird und eine Tendenz zum Aufrollen erhält, wenn sie das Beuchen durchmacht und die Quetschwalzen durchläuft.
Wenn die Be handlung des Fasermaterials mit der Ein richtung nach der Erfindung vor dem Beu- chen vorgenommen wird, behalten die Klet ten ihre natürliche Gestalt und Stärke wäh rend der Behandlung. Durch das Fehlen von Wasser mit Ausnahme der aufgesaugten Feuchtigkeit der Fasern ergibt sich eine ge ringere Abnützung der maschinellen Einricb- tung und eine geringere Ausgabe zum Besei tigen der durch die Entstaubungsmaschine ausgeschiedenen Feuchtigkeit.
Deshalb bringt diese Einrichtung auch die Kosten einer Trockeneinrichtung in Wegfall, und das Pro dukt kann ohne weitere Behandlung gelagert oder versandt werden, was bei Nass-Kältever- fahren nicht der Fall ist.
Die Einrichtung ist einfach und kann in bestehende Anlagen von Wollwäschereien leichter als jene für das Nassverfahren einge baut werden, da eine viel geringere Kältewir kung erforderlich ist, und sie kann eher an beliebiger Stelle der Anlage angeordnet wer den, da dieselbe nicht iin Anschluss an das Beuchen aufgestellt werden muss, wie beim Nass-Gefrierverfahren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Reinigen von tierischen Fasern, wie Vliesswolle und gerupfte Wolle. von darin enthaltenen Fremdkörpern und natürlichem Fett, gekennzeichnet durch eine Kühlvorrichtung, um die Fasern auf eine ge nügend tiefe Temperatur zu bringen, bei wel cher auf denselben befindliches Fett und Fremdstoffe gefrieren, und ferner durch eine Vorrichtung, in welcher die gefrorenen Pro dukte durch mechanische Einwirkung minde stens teilweise von den Fasern entfernt wer den. UNTERANSPRüCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als Kühl- vorrichtung eine Kühlkammer aufweist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine Kühl vorrichtung aufweist, die einen Kaltluft strom in das Fasergut einbläst. . Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als Vor richtung zur mechanischen Reinigung eine Entstaubungsmaschine aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US182006XA | 1932-09-15 | 1932-09-15 |
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| CH182006A true CH182006A (de) | 1936-01-31 |
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| CH182006D CH182006A (de) | 1932-09-15 | 1933-07-18 | Einrichtung zum Reinigen von tierischen Fasern wie Vliesswolle und gerupfte Wolle. |
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| CH (1) | CH182006A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996002690A1 (en) * | 1994-07-13 | 1996-02-01 | Aktsionernoye Obschestvo Kriogennogo Mashinostroeniya (Ao Kriogenmash) | Process and plant for cleaning wool |
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1933
- 1933-07-18 CH CH182006D patent/CH182006A/de unknown
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