CH182056A - Schmiermittel. - Google Patents

Schmiermittel.

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CH182056A
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Inventor
C C Wakefield Company Limited
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C C Wakefield & Company Limite
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  Schmiermittel.    Es ist bekannt, dass Schmieröle, wenn sie  hohen Temperaturen in     Gegenwart    von Sauer  stoff ausgesetzt werden, die Tendenz haben,  sich zu verschlechtern, was darauf zurück  zuführen ist, dass sich im Öl harzartige Sub  stanzen bilden, welche seine Schmierfähigkeit  nachteilig beeinflussen. Diese Verschlechte  rung zeigt sich am ausgeprägtesten bei der  Schmierung der Kolben von     Verbrennungs-          kraftmaschinen,    da sich dort die harzartigen  Substanzen in den Rillen der Kolbenringe  ablagern und so den Abschluss der Zylinder  gase verringern und eine rasche Zerstörung  des Motors oder eine Verminderung seiner  Leistung bewirken.

   Man glaubt; dass die  Bildung der harzartigen Substanzen in den  Schmierölen teils auf die Tendenz der me  tallischen Flächen des Motors, mit denen  das Öl in Kontakt ist, zum Beispiel der  Zylinderwände, die Oxydation katalytisch  zu beschleunigen, teils auf die direkte  Oxydation des Öls durch den anwesenden       Sauerstoff    und weiterhin auf die plötzliche    Entzündung oder das     Cracken    des Öls bei  hohen Temperaturen und hohem Druck zu  rückgeführt werden muss.  



  Vorliegende Erfindung betrifft nun ein  Schmiermittel, bestehend aus     einemSchmieröl,     welches eine geringe Menge einer organischen  Chromverbindung und     gewünschtenfalls    eine  geringe Menge wenigstens einer weiteren, die  Schlammbildung vermindernden Metallver  bindung enthält. Vorzugsweise wählt man  eine öllösliche Verbindung des Chroms, damit  dieselbe leichter mit dem Öl vermischt und  vollkommen gleichmässig in ihm verteilt wer  den kann. Als sehr geeignet hierzu hat sich       Chromoleat    erwiesen.  



  Vorteilhaft verwendet man die     Chrom-          verbindung        in        einer        Menge,        die        ungefähr    1     %     des Ölgewichtes ausmacht.  



  In einem Versuch wurde     Chromoleat    in  einer Menge von ungefähr     1/s    Gewichtspro  zent einem Mineralöl zugesetzt, und es wurde  festgestellt, dass die Ausscheidung bei Tem-           peraturen,    die innerhalb der     Grenzen    lagen,  welche bei     Verbrennungskraftmaschinen    auf  treten, nicht nur vermindert wurden, sondern  dass diese Ausscheidungen sich deutlich von  den normalerweise erhaltenen harten     firnis-          artigen    Produkten, die bei gleicher     Beband-          lung    von reinem Mineralöl erhalten wurden,  unterschieden, indem sie einen weichen und  nicht anhaftenden Habitus besassen.

    



  Es wurde weiterhin beobachtet, dass bei  Verwendung eines eine organische Chromver  bindung enthaltenden Öls die     .Korrosion    der  Stahl- und Eisenoberflächen gegenüber der  Verwendung von reinem, keine organische  Metallverbindungen enthaltenden Öl bedeu  tend herabgemindert wurde. Daraus folgt,  dass die Verwendung dieser Verbindungen  die Abnutzung der     Stahlzylinderwände    und  der     Gusseisenkolben    von Verbrennungskraft  maschinen wesentlich vermindern.  



  Wie schor) oben gesagt, ist die Bildung  von harzartigen Substanzen im Schmieröl  auch teilweise der direkten Oxydation des  Öls durch den     Luftsauerstoff        zuzusehreiben     und es ist daher zweckmässig, ausser der  Chromverbindung auch noch eine geringe  Menge einer weiteren, die Schlammbildung  vermindernden Metallverbindung, zum Bei  spiel einer organischen Zinnverbindung, mit  zuverwenden.  



  Ein weiterer Grund für die Verschlechte  rung der Schmieröle liegt in der spontanen  Verbrennung und der Zersetzung des Öls bei  den hohen Temperaturen, wie sie in     Ver-          brennungskraftmasehinen    vorkommen und es  empfiehlt sich daher zusammen mit der Chrom  verbindung     entweder    eine Zinnverbindung oder  eine Substanz zu verwenden, welche die Ent  zündungstemperatur oder die Zersetzungs  temperatur des Öls heraufsetzt.

   Hierzu eig  nen sich insbesondere     Tetraäthylblei    oder  andere geeignete Bleiverbindungen oder beide  Zusatzmittel dieser Art. ,  Vorzugsweise verwendet man öllösliche  Verbindungen der oben genannten Metalle,  wie     Chromoleat,        Zinnoleat,_        Tetraäthylblei.     Diese Substanzen können dem     0I    in Mengen    bis zu ein Gewichtsprozent von jeder Ver  bindung zugesetzt werden, wobei sich die  Anteile nach der Natur des zu behandelnden  Öls richten.

   So wurde zum Beispiel experi  mentell festgestellt, dass durch einen Zusatz       von        bis        zu        0,1        %        Zinnoleat,        bis        zu        0,5        %          Chromoleat        und        bis        zu        0,1        %        Tet)

  -aäthylblei     zu einem gemischten vegetabilischen und  mineralischen Öl die Tendenz der Harzbil  dung im 01e bei Verwendung in     Verbrenn-          nungskraftmaschinen    beträchtlich reduziert  wurde.  



  Es wurde weiterhin festgestellt, dass es  bei gewissen Ölen jedoch nicht notwendig  ist alle drei     Metallverbindungen    zu verwen  den, so kann man zum Beispiel eine Mischung  aus einer Chrom- und einer Zinnverbindung  oder     gewünschtenfalls    einem öllöslichen Chrom  verbindung und einer     öllöslichen    Zinnverbin  dung mit Vorteil zusetzen.

   Zum Beispiel  wurde bei einem     paraffinischen    Mineralöl  festgestellt, dass ein Zusatz von bis zu 0,4 0%       Chromoleat        und        bis        zu        0,1%        Zinnoleat        dieHarz-          bildung    im Öl, bei dessen Verwendung in     Ver-          brennungskraftmaschinen        v@esentlich    zurück  drängte.

   Bei einem     Naphtenöl    wurde ein  ähnlicher Vorteil bezüglich der     Zurüekdrän-          gung    der Harzbildung festgestellt, wenn     dem-          selben        bis        zu        0,5        %        Ohromoleat        und        bis        zu          0,1%        Tetraäthylblei        zugesetzt        wurden.     



  Infolge der weitgehend verschiedenen che  mischen Zusammensetzung der einzelnen Mine  ralöle ist es empfehlenswert jedes Öl ent  sprechend seiner besonderen     Zusan)menset-          zung    zu behandeln und obschon bereits gewisse  Vorteile erzielt werden können, wenn ein  bestimmtes Schmieröl nur eine organische  Chromverbindung enthält, kann doch ein  verbesserter     Effekt    erzielt werden, indem  man die geeigneten Mengen eines Gemisches  der verschiedenen erwähnten Metallverbin  dungen in Anwendung bringt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schmiermittel, bestehend aus einem Schmieröl, welches eine geringe Menge einer organischen Chromverbindung enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schmiermittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schmieröl ausserdem eine geringe Menge wenigstens einer weiteren, die Schlammbildung ver mindernden Metallverbindung enthält. ?. Schmiermittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schmieröl eine organische Chromverbindung enthält, die öllöslich ist. 3. Schmiermittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass das Schmieröl eine geringe Menge Chromoleat enthält. 4.
    Schmiermittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schmieröl die organische Chromverbindung in einer Menge von etwa ein Gewichtsprozent enthält. 5. Schmiermittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Schmieröl als weitere Metall verbindung eine organische Zinnverbin dung enthält. 6. Schmiermittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeieh- net, dass das Schmieröl als weitere Metall verbindung eine organische Bleiverbindung enthält. 7. Schmiermittel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmieröl eine organische Chromverbindung, eine orga nische Zinnverbindung und eine orga nische Bleiverbindung enthält. B.
    Schmiermittel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 5, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmieröl die organische Chromverbindung, die orga nische Zinnverbindung und die organische Bleiverbindung in Mengen bis zu ein Gewichtsprozent des Öls je Verbindung enthält. 9.
    Schmiermittel nach Patentansprucb, da durch gekennzeichnet, dass das Scbmieröl ein Gemisch aus einem Mineralöl und einem vegetabilischen Öl darstellt,- das bis zu 0,1 % Zinnoleat, bis zu 0,5 % Chromoleat und bis zu 0,1% Tetraäthyl- blei enthält.
    10. Schmiermittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schmieröl ein paraffinisches 01 ist, das bis zu 0,4 % Chromoleat und bis zu 0,1% Zinnoleat enthält. 11.
    Schmiermittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Scbmieröl ein naphthenisches Öl ist, das bis zu 0,5 % Chromoleat und bis zu 0,1 % Tetraäthylblei enthält.
CH182056D 1933-12-30 1934-10-27 Schmiermittel. CH182056A (de)

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