Gummifaden sowie Verfahren zu seiner 1-lerstellung. Die Erfindung betrifft einen Gummifaden und die Herstellung von Gummifäden, wie sie zur Herstellung von Hosenträgern oder andern elastischen Bändern oder Stoffen be nutzt werden. Diese Gummifäden werden vielfach vor dem Verweben mit feinem Tex tilgarn umsponnen. Solche Gummifäden sol len verhältnismässig leicht eindrückbar sein, damit die Umspinnung auf den Fäden nicht rutscht. Anderseits sollen die Fäden glatt sein, damit beim Reiben der Fäden keine Risse entstehen.
Gemäss der Erfindung werden die Gummi fäden so gestaltet, dass sie beide Eigen schaften, gutes Haften der Umspinnung und hohe Aufreibfestigkeit vereinen, was dadurch erzielt wird, dass die Fäden aus mehreren; jedoch miteinander verbundenen Einzelfäden zusammengesetzt werden. Der Gesamtfaden hat dadurch einen Querschnitt, der Einbuch tungen aufweist, so dass zwischen je zwei Einbuchtungen abgerundete Kanten verblei- ben, die sich beim Umspinnen eindrücken lassen, aber durch ihre Rundung gegen Auf reiben gesichert sind.
Es ist wichtig, dass die einzelnen Fäd chen miteinander fest verbunden sind., denn aus mehreren unverbundenen Einzelfäden be stehende Stränge haben viel geringere Festig keit, weil sie sich beim Spannen ungleich mässig ziehen.
Die Herstellung des Gummifadens nach e indung kann in der Weise erfolgen, d r' Erf dass zwei oder mehr aus unvulkanisiertem Gummi bestehende Fäden im Moment des Austritts aus den Düsen zusammengeführt und vereinigt werden.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 bis 5 ver schiedene Querschnittsformen im Schnitt, während in Fig. 6 bis 11 die zugehörigen Düsenplatten in Ansicht bezw. im Schnitt gezeigt sind.
Es können beispielsweise, wie in Fig. 1 gezeigt, die Einzelfäden f zusammengeführt werden, die dort, wo sie zusammenstossen, ineinander übergehen. Es entstehen dadurch vier Einbuchtungen lt, sowie im Innern der Fäden ein Hohlraum g, der das Gewicht des Fadens pro laufenden Dieter verringert und die Weichheit des Fadens erhöht. Es kön nen jedoch auch, wie in Fig. 2 dargestellt, vier Fäden n so aneinander geführt werden, dass sie vollkommen ineinander überlaufen.
. Es entsteht dann ein massiver Querschnitt. mit Einbuchtungen i.
Eine wirtschaftlich günstige, weil volumi nöse Ausführung ergibt sich beim Zusammen führen von fünf Einzelfäden<I>o, p</I> in stern förmiger Anordnung. Der Mittelfaden kann dabei, wie in Fig. 3 dargestellt, grösseren Durchmesser als die Aussenfäden aufweisen, oder es können alle Einzelfäden etwa glei chen Durchmesser zeigen, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Eine sehr günstige Fadenform, die einen sehr ruhigen Spiegel im Gummigewebe er gibt, wird beim Zusammenführen von sieben Einzelfäden f gemäss Fig. 5 erreicht. Diese Einzelfäden sind so angeordnet, dass die Aussenkanten auf einem umschriebenen Kreise liegen, so dass der Gesamtquerschnitt des Fadens von der Kreisform nicht viel abweicht, aber doch Einbuchtungen bezw. halbkreis förmige Kanten aufweist, die die Eindrück- barkeit des Fadens gegenüber der Umspin- nung sichern.
Die Herstellung der Fäden kann in sehr günstiger Weise nach dem Pressverfahren vorgenommen werden, nach welchem eine Kautschuklösung oder eine Kautschukdisper sion (Latex) von entsprechender Konsistenz durch Düsen ausgepresst wird. Beim Verlassen sind die Einzelfäden bereits so fest, dass ein Verlaufen, das heisst eine Änderung des ge wünschten Querschnittes nicht mehr von selbst eintritt, so dass das Zusammenführen der Teilfäden schon in der Düse oder sofort anschliessend an diese erfolgen kann. Eine Düsenform zur Herstellung des Fadenquer schnittes nach Fig. 1 ist in Fig. 6 in Ansicht, in Fig. 7 im Schnitt g-A der Fig. 6 dar gestellt.
In der Düsenplatte c sind die zweck- mässig kegeligen Düsenbohrungen a ange ordnet. Der aus den Düsenöffnungen a aus tretende Einzelfaden b quillt etwas beim Aus tritt aus der Düse und legt sich daher an die nächstliegenden Gummifäden d, e, so dass die Fäden an den Berührungsstellen inein ander übergehen.
Je nach dem Abstand der Düsenbohrungen a voneinander, entstehen im Innern des Gesamtfadens mehr oder minder grosse Hohlräume cg. Sind, wie in Fig. 8 in Ansicht, in Fig. 9 im Schnitt A-A gemäss Fig. 8 dargestellt, die Achsen l der Düsen bohrungen k einander zugekehrt, so dass sie in der Richtung der Fadenbewegung zu sammenlaufen, so pressen sich die Einzel fäden besonders fest aneinander.
Um die Rollen zwischen den einzelnen Fäden besonders tief auszubilden, kann an der Aüstrittsseite in der Düsenplatte eine Aussparung vorgesehen werden, wie in Fig. 10 in Ansicht, in Fig. 11 im Schnitt A-3 der Fig. 10 gezeigt wird. Bei dieser Ausfüh rung ist die Düsenplatte c mit einer A us- drehung m versehen. Die zwischen den ein zelnen Düsenöffnungen sonst entstehenden Brücken sind dadurch verkürzt und die Quellung des Einzelfadens geht dann im wesentlichen nur nach innen.
Es entsteht die in Fig. 2 dargestellte Querschnittsform.
Die einzelnen Düsenbohrungen müssen nicht rund sein. Es ist in manchen Fällen vielmehr zweckmässig, besonders bei der Herstellung von Fäden grösserer Stärke un- runde Teilfäden zusammenzuführen und zu verkitten.