CH182215A - Hochfrequenzabstimmspule mit magnetischem Kern für Rundfunk-Empfänger. - Google Patents

Hochfrequenzabstimmspule mit magnetischem Kern für Rundfunk-Empfänger.

Info

Publication number
CH182215A
CH182215A CH182215DA CH182215A CH 182215 A CH182215 A CH 182215A CH 182215D A CH182215D A CH 182215DA CH 182215 A CH182215 A CH 182215A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
coil
core
magnetic core
tuning coil
coil according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Vogt Hans
Original Assignee
Vogt Hans
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vogt Hans filed Critical Vogt Hans
Publication of CH182215A publication Critical patent/CH182215A/de

Links

Landscapes

  • Coils Or Transformers For Communication (AREA)

Description


      Hochfrequenzabstimmspule    mit magnetischem Kern für     Rundfunk-Empfänger.       Die Entwicklung der Rundfunkübertra  gung und die damit verbundene     Steigerung     der Anzahl der Sender brachte es mit sich,       class    der Selektivität der     Radioempfangsappa-          ra.te    erhöhte Beachtung zugewendet werden  musste. Für die Erzielung einer guten Trenn  schärfe ist das Vorhandensein verlustarmer  Schwingungskreise die entscheidende Forde  rung.

   Die Verwendung hochwertiger     Litzen-          drahtspulen    in den modernen Empfangsappa  raten wurde erschwert durch die Grösse und  die hohen Herstellungskosten, vor allem aber  durch die erforderliche Abschirmung der  Streufelder, mit der stets     eine    Erhöhung der  Dämpfung parallel ging, wenn man nicht  zu übergrossen Dimensionen gelangen wollte.  Dieses Dilemma liess eine     grundsätzliche    Lö  sung nicht zu, es blieb für den Techniker  nur übrig, entweder grosse und verlustarme  oder kleine und verlustreiche Spulen zu ver  wenden.

   Eine grundsätzliche Lösung schien  die Verwendung von magnetischen Kernen,  wie sie etwa für die Herstellung von so-         genannten        Pupinspulen    benötigt werden, zu  bieten. Aber trotz der vielen Versuche, die       unternommen    wurden, um die hier gewon  nenen Erfahrungen auf das Rundfunkgebiet,  das mit Frequenzen arbeitet, die etwa tau  sendmal höher sind, zu übertragen, wurden  noch keine befriedigenden Resultate erzielt.  



  Erst durch meine Arbeiten wurden in der  letzten Zeit     Massekerne    hergestellt, die sich  für     Hochfrequenzzwecke,    insbesondere für  die Herstellung von Radioeinzelteilen, schon  gut eigneten. Der Verwendung derartiger  Spulen in Radiogeräten standen aber ihre  immer noch beträchtliche räumliche Ausdeh  nung, ihre technisch zu schwierige und teuere  Herstellung, das hohe     Magnetkerngewicht     und die immer noch zu hohen Verluste ent  gegen.  



  Die     vorliegende    Erfindung löst das Pro  blem einer in jeder Weise für den Bau von  Radiogeräten geeigneten     Magnetkernspule     für den Rundfunkwellenbereich von 200 bis      600 m und selbstverständlich auch für den  Langwellenbereich.  



  Wie erwähnt, waren die bisher benutzten       Magnetkernspulen    immer noch von einer  nicht unerheblichen Grösse, und zwar wurden       Toroidspulen,    wie in der     Pupinspulentechnik     üblich, mit einem Durchmesser von etwa  5 cm und einem Kerngewicht von etwa 60 g  verwendet. Diese Spulen schienen das nun  mehr erreichte Minimum an möglicher Klein  heit von     Empfängerspulen    darzustellen.

   Eine  weitere     Verkleinerung    schien nur auf Kosten  einer Erhöhung der Verluste möglich, denn  aus den bei Luftspulen gemachten Erfah  rungen, sowie aus den Erfahrungen im       Transformatorenbau,    war es     bekannt,    dass die  Höhe der Verluste mit der Verkleinerung der  Spule     bezw.    des     Magnetkernes    parallel ging.  



  Gegenüber dieser herrschenden Anschau  ung, die dazu führte, dass längere Zeit nach  Schaffung eines geeigneten Magnetstoffes  Spulen der gekennzeichneten Dimensionen  verwendet     wurden,    beruht vorliegende Erfin  dung auf der grundsätzlich neuen Erkennt  nis, dass gerade durch eine Verkleinerung  des Magnetkernes und der     Spulendimensio-          nen    die Verluste verkleinert werden können.  Auf diese Weise war es möglich, eine Spule  zu bauen, die bei Einhaltung des erforder  lichen     Selbstinduktionswertes    und bei sehr  kleinen Verlusten viel     kleiner    ist und ent  sprechende geringe     Material-    und Herstel  lungskosten erfordert.

   Ein weiterer Vorzug  einer solchen     verkleinerten    Spule besteht  darin, dass auch das- Streufeld entsprechend  kleiner, ist und die Spule daher nicht abge  schirmt zu werden braucht,     bezw.    ohne Er  höhung der Verluste einen sehr kleinen Ab  schirmmantel erhalten kann.  



  Gemäss vorliegender Erfindung besteht  die mit einem magnetischen Kern versehene       Abstimmspule    aus der Kombination eines  niedrige Wirbelstrom- und     Hysteresisverluste     aufweisenden Magnetkernes mit einem ver  lustarmen, aber räumlich kleinen     und    kom  pakten     Spulenaufbau,    indem einerseits der  Magnetkern je nach den Wirbelstromver-         lusten    des Magnetmaterials aus Partikeln  von bis zu     0,6.10--4    mm' Grösse besteht,  welche mit dünnen     Isolierbäutchen    versehen  und unter einem diese Isolierung nicht zer  störenden Druck zu     Formlingen    verdichtet  worden sind, derart,

   dass die     Permeabilität     etwa 5 bis 18 beträgt, und anderseits der       Spulenaufbau    so gewählt ist, dass der innere       Magnetkernquerschnitt    etwa 1,5 cm' und die  mittlere     Windungslänge    der Zylinderspule  etwa 6 cm nicht übersteigt und die Draht  spule bei weitgehender Unterteilung des  Kupferquerschnittes durch besonders dazu  getroffene Massnahmen kapazitätsarm und  durch viel- und     englagige    Zusammendrän  gung so gestaltet ist, dass der     mittlere    Kraft  linienweg des mit Rücksicht auf kleines  Streufeld möglichst weitgehend im Magnet  kern verlaufenden Flusses     höchstens    5 cm  lang ist.  



  Nachstehend seien Angaben über eine  zweckmässige Herstellung des Kernmaterials  und einen zweckmässigen konstruktiven Auf  bau der Spule mitgeteilt.  



  Der Magnetkern besteht zweckmässig aus  reinem Eisen,     Carbonyl-Eisen,        Silizium-          Eisen    oder     Nickel-Eisenlegierungen    in Pul  verform und soll geringe     Hysterese-    und       \Wirbelstromverluste    bei schwachen     Hochfre-          quenzfeldern    aufweisen. Die     Partikelgrösse     soll in der Grössenordnung von     0,5.10-7     bis 0,6     .10-4    mm' liegen, und zwar sind  kugelförmige Partikel oder solche     mit    abge  rundeten Ecken besonders vorteilhaft.

   Diese  werden zweckmässig hergestellt mittels me  chanischer     Zerkleinerung    und Abrundung  (z. B. in einer Kugelmühle), mittels chemi  scher Verfahren (Ausfällung) durch     Al--          scheidung    aus - der Gasphase     (Carbonyl-          Eisen)    oder durch Reduktion aus den     Oxy-.     den. Die Partikel werden mit einer     Isolier-          haut    überzogen, welche durch Oxydieren,  chemische Behandlung oder durch Über  ziehen mit einer lackartigen oder glasartigen  Isolationshaut hergestellt wird. Vielfach be  sitzen die Partikel bereits eine dünne natür  liche     Oxydhaut,    die ausreichend sein kann.

        Die Oxydation erfolgt durch langsames Er  hitzen des Pulvers bei Temperaturen von 300  bis 400   C, z. B. in einem     Drehrohrofen.     Eine andere Methode besteht im Auflösen       von    (     )len    in einem verdunstenden Lösungs  mittel und Überziehen der Partikel mit der  Lösung und eventuell nachträgliches Ein  brennen.  



  Die Magnetpartikel werden mittels eines  isolierenden     Bindemittels,    welches chemisch  neutral gegen die andern Bestandteile des       Mischkörperkernes    ist, zu einem festen Kör  per verbunden. Hierzu werden lackartige  Substanzen von hoher Viskosität verwendet,  welche durch Verdunsten des Lösungsmittels  verfestigt werden (z. B. Lösungen von Nitro  zellulose, Kolophonium, Harz und derglei  chen) oder Bindemittel, welche warmflüssig  sind, wie Paraffin,     Ceresin    und dergleichen.  wobei der Schmelzpunkt 50 bis<B>100'</B> C oder  darüber betragen soll.  



  Die Herstellung des Kernes erfolgt zweck  mässig in der Weise, dass das Magnetpulver  mit dem isolierenden Bindemittel gemischt  und dann in Formen gefüllt wird, in wel  chen die Mischung trocknet     bezw.    abkühlt  und so verfestigt wird. Auf diese Weise er  hält man einen Kern mit einer     Permeabilität     von 5 bis 18, wie er sich für die in Rund  funkempfängern in Frage kommenden Fre  quenzen als am günstigsten erwiesen hat.  



  Um eine nachträgliche     Permeabilitäts-          änderung    zu vermeiden, ist es zu empfehlen,  den so hergestellten Kern einer nachträg  lichen Hitzebehandlung zu unterwerfen, z. B.  einen mit Hilfe von trocknenden Bindemit  ieln hergestellten Kern auf 70 bis<B>80'</B> C zu  erwärmen während einer Zeitdauer von 48  Stunden. Es kann auch zweckmässig sein,  den Kern leicht zu pressen, jedoch nur so,  dass die Isolierhäute der Partikel nicht ver  <I>letzt</I> werden und die     Permeabilität    innerhalb  der zulässigen Werte bleibt.  



  Andere Verfahren, die zu dem gleichen  Ziele führen, können natürlich ebenfalls an  gewendet werden; z. B. kann man die isolier  ten Magnetpartikel in eine der Gestalt des    Kernes entsprechende Form     schütten,    durch       Erschütterung    verdichten und durch Vergie  ssen mit einem     dünnflüssigen,    verlustarmen  Isoliermittel (z. B. Paraffin,     Ceresin,        Zellu-          loselösungen,        Kohlenwasserstoffe)    zu einem  festen Körper vereinigen; auch kann man die  Magnetmasse um die mit einer Isolierhülle  versehene Drahtspule herum     anlagern,    z. B.  durch Tauchen, Giessen. und dergleichen.

   Eine  andere Möglichkeit besteht darin, die Wick  lung in einer als isolierende Schutzhülle aus  gebildeten Form anzuordnen und mit der  Magnetmasse zu umgiessen. Die isolierende  Form bleibt dann nach dem Erstarren     bezw.     Trocknen der Magnetmasse als Schutzhülle  erhalten, so dass das Herausnehmen der Mag  netmasse aus der Form, welches Schwierig  keiten verursachen kann, vermieden wird.  Man kann auch das lose Magnetpulver in  einer Form leicht zusammenpressen, so dass  es zusammenbackt, und den so verfestigten  Kern in eine Isoliermasse tauchen, die nach  dem Trocknen oder Härten     .einen    feuchtig  keitsdichten, eng anschliessenden - Überzug  und die erforderliche mechanische Festigkeit  ergibt.  



  Die Tatsache, dass eine Spule von so enor  mer Kleinheit trotzdem     geringe    Verluste be  sitzt, widerspricht zunächst gänzlich den Er  fahrungen der Elektrotechnik. Sowohl beim  Bau von     Eisenkern-Transformatoren,    als  auch beim Bau von Luftspulen für Rund  funkempfänger gilt,     wie    erwähnt, herkömm  licherweise die Regel, dass eine Spule um so  schlechter ist, das heisst um so höhere Ver  luste besitzt, je kleiner sie ist.

   Der über  raschend gute Effekt der     erfindungsgemässen     Spule kann nur so seine Erklärung finden,  dass infolge der schwachen     Ströme    in Schwin  gungskreisen von Rundfunkempfängern und  infolge der sehr kleinen     Permeabilität    ver  lustarmer     Kernmaterialien    die magnetische Be  lastung des     Kernes    so klein ist, dass eine Über  belastung desselben und Sättigungserschei  nungen selbst bei so extremer     Verkleinerung     des Kernes nicht auftreten     können.    Ferner  dürfte die Tatsache von     Bedeutung    sein,

   dass  bei Verkleinerung des     Kernquerschnittes    und           Anordnung    der Wicklung als     mehrlagige     Spule sowohl der Kupferweg, das heisst die  mittlere Länge einer Windung, als auch der       Magnetweg,    das heisst die mittlere Länge des  geschlossenen Magnetflusses, entsprechend  kleiner wird.     Hierdurch    ergibt sich eine  Verkleinerung der erforderlichen Kupfer  menge     (Gesamtdrahtlänge    zur Erreichung  des erforderlichen     Selbstinduktionswertes),     so dass die Kupferverluste entsprechend her  untergehen.

   Offenbar sinken ferner mit der       Verkleinerung    des Magnetkernes auch die  Verluste     im    Kern selbst.  



  Es ergibt sich also     die    überraschende Tat  sache, dass bei derartigen     Magnetkernspulen     im Gegensatz zu Luftspulen nicht ein     Kom-          promiss    zwischen Grösse, Höhe der Verluste  und Preis der Spule geschlossen zu werden  braucht, sondern dass     vielmehr    Grösse, Ver  lust und Preis gleichzeitig klein gemacht  werden können.  



  Der Erfolg     einer    beschriebenen Spule mit       mehrlagiger    Wicklung gegenüber den frü  heren     Toroidspulen    dürfte auch in folgen  dem zu finden sein:     Toroidspulen    wiesen  aus     wickeltechnischen    Gründen einen langen       Magnetweg    (mittlere Länge des geschlos  senen Magnetflusses) auf. Es hat sich aber  gezeigt, dass bei     Hochfrequenzspulen    mit Ei  senkern die Länge des     Magnetweges        bezw.     das Verhältnis zwischen Eisenweg und Ei  senquerschnitt besonders     kritisch    ist.

   Je län  ger der Eisenweg bei gleichem Eisenquer  schnitt ist, um so mehr Windungen sind er  forderlich, um einen bestimmten     Selbstinduk-          tionswert    zu erhalten. Es steigen also die       Kupferverluste,    gleichzeitig steigen aber  auch die Eisenverluste, welche dem Kern  volumen annähernd     proportional    sind. Lautet  bei     Starkstromtransformatoren    die Forde  rung: Möglichst viel Eisen, möglichst wenig  Kupfer, so kann man bei     Hochfrequenzspu-          len    beinahe die Bedingung     aufstellen:    Mög  lichst wenig Eisen, möglichst wenig Kupfer.

    Der grundsätzliche     Unterschied    zwischen den  Verhältnissen bei Starkstrom und denen bei       Hochfrequenzspulen    liegt eben darin, dass bei    Starkstrom, z. B. bei Transformatoren, die  Masse     und        Querschnitte    durch die aufzuneh  mende     Belastung,    die zulässige     Erwärmung     bei der Maximalbelastung, sowie die Sätti  gung bestimmt werden,

   bei     Abstimmspulen     für Empfänger dagegen     vornehmlich    durch  die     Hochfrequenzverluste    infolge der ausser  ordentlichen starken induktiven und     kapazi-          tiven    Nebenwirkungen, während eine Be  lastung durch nennenswerte Ströme oder  Feldstärken und. Erwärmung ganz ausschal  tet.

   Es ist daher durch Verwendung geeig  neten Magnetmaterials möglich, die infolge  des hohen Preises des     Magnetstoffes    höchst  erwünschte Verkleinerung der     Spulendimen-          sionen    immer weiterzutreiben und gleichzei  tig statt der zu erwartenden Verschlechte  rung eine Verbesserung der elektrischen Ei  genschaften der Spule zu erzielen. Die     untere     Grenze für die Verkleinerung erwies sich als  nur durch Herstellungsrücksichten und den  erforderlichen     Mindestwickelraum    gesetzt.  



  Diese der     Erfindung        zugrundeliegende     Erkenntnis, dass bei geeignetem Magnetmate  rial und geeigneter     Spulenform    durch stän  dige     Verkleinerung    der     Magnetweglänge    eine  Verringerung der     Windungszahl    und des  Wickeldurchmessers und damit die er  wünschte Verkleinerung und     Verbilligung    der       Spule    mit der ebenfalls verlangten Verbes  serung der elektrischen Eigenschaften ver  knüpft werden kann, steht im grellen Gegen  satz zu der herrschenden Anschauung, wo  nach Grösse und Güte der Spule parallel  gehen.  



  Besondere Aufmerksamkeit ist der An  ordnung der Wicklung auf dem Kern     za     schenken. Infolge der Kleinheit der erfin  dungsgemässen Spule ergibt sich eine grosse  Häufung von Kupfer auf kleinem Raum.  Dies bedingt hohe Kupferverluste, hohe Pa  rallelkapazitäten und schädliche Nebenwir  kungen durch die unmittelbare Nähe des  Magnetkernes. Die Anordnung wird daher       zweckmässigerweise    wie folgt getroffen: Die  Wicklung besteht aus     Litzendraht    besonders  feiner Unterteilung,     vorzugsweise    10 bis 40      isolierten und verdrillten Adern von 0,04 bis  0,08 mm     lÖ,    und ist in mehreren Kammern  angeordnet. .

   Vom Magnetkern ist sie durch  eine Isolierschicht von zirka 1     mm    Dicke ge  trennt, die     vorteilhafterweise        gleichzeitig    als  Wicklungsträger ausgebildet und in mehrere  Kammern     unterteilt    ist. Infolge der starken  statischen Felder in einer derartig kleinen  Spule wirken sich diese Massnahmen weit  stärker verlustmindernd aus, als     etwa    bei  Luftspulen die Verwendung von Litzen  draht ausmacht. Aus dem gleichen Grunde  empfiehlt es sich, den     Spulenkörper    aus  einem besonders verlustarmen Isolierstoff  herzustellen, der einen     Verlustwinkel    von       tgd   <I>=</I> 0,005 oder darunter besitzen soll.

   Be  sonders günstig ist Polystyrol, ein     spritz-          fähiges    Kohlenwasserstoffderivat, welches  einen     Verlustwinkel    von     tgb   <I>=</I> 0,002 besitzt  bei einer     Dielektrizitätskonstante    von 2,5.  



  Überhaupt sollen aus diesen Gründen       vorteilhafterweise    alle Konstruktionsteile der  Spule, die nicht magnetisch oder elektrisch  leitend sind, möglichst geringe     Hochfre-          quenzverluste    und eine kleine     Dielektrizitäts-          konstante    besitzen. Die im Bau von Luft  spulen üblichen Hartpapiere     erwiesen    sich  beispielsweise als gänzlich ungeeignet, da sie  die Verluste bei     Verwendung    in Magnetkern  spulen in ungeahntem Masse erhöhen.  



  Der     Magnetkern    besitzt     vorteilhafter-          weise    eine solche Form, dass er die Spule  durchdringt und aussen     umschliesst.    Die ge  eignetste     Spulenform    ist eine sogenannte  Mantelspule, bei welcher die Wicklung auf  dem mittleren Schenkel eines     dreischenkligen          Mantelkernes    angeordnet ist oder eine topf  artige Spule, bei welcher der Magnetkern die  ring- oder zylinderförmige Spule in Form  eines Hohlringes oder     Hohltoroides    um  schliesst.  



       Zweckmässigerw    eise wird der Kern in  zwei Hälften hergestellt, so dass die Wick  lung auf die Kernteile aufgesteckt und der       3lagnetweg    dann durch     Zusammenfügen    der  Kernteile geschlossen werden kann. Der zwi  schen den Kernteilen verbleibende Luftspalt    kann veränderlich gestaltet werden und dient  dann zur Einstellung des     Selbstinduktions-          wertes.     



  Die     Zeichnung    zeigt in den     Fig.    2     bis    6  einige Ausführungsbeispiele erfindungsgemä  sser Spulen, während       Fig.    1 eine der üblichen abgeschirmten  Luftspulen zeigt.  



  Die beiden Spulen nach     Fig.    1 und 2  sind im gleichen Massstab gezeichnet und be  sitzen die gleichen     Selbstinduktionswerte     (zirka 200 000 cm) und die gleichen logarith  mischen     Dämpfungsdekremente    bei 1000     khz     = 0,024). Bei der in     Fig.    1 gezeigten Luft  spule ist die 'auf dem     Spulenkörper    2 lie  gende, als     einlagige,        langgestreckte    Spule       ausgebildete        Wicklung    1 von einem Gehäuse  4 umgeben, das durch den Boden 3 abge  schlossen ist.

   Dieses Gehäuse, welches in  folge der grossen Streufelder der Luftspule  unerlässlich ist, wirkt bekanntermassen stark       dämpfungserhöhend    und vergrössert überdies  den Raumbedarf der     Spule        ausserordentlich.     



  Bei einer gemäss     Fig.    2 ausgeführten       Hochfrequenzspule    kommt eine     Dämpfungs-          erhöhung    durch Abschirmung nicht in Frage,  da die Spule praktisch     streufeldfrei    ist. Hier  ist die     Wicklung    1 eingebettet in     einen    Mag  netstoff 5     und    von demselben Magnetstoff  aussen umschlossen. Die Wicklung sitzt auf  dem in zwei Kammern     unterteilten    Spulen  körper z. Beide Spulen     (Fig.    1 und 2) sind  in natürlicher Grösse gezeichnet.

   Der durch  die kleine     Magnetkernspule    selbst gegenüber  den früher verwandten     Toroidspulen    oben  gekennzeichneter Grösse erzielte Fortschritt  ist ganz unverkennbar. Der Magnetweg  (mittlere Länge des geschlossenen Magnet  kreises) besitzt eine Länge von etwa 5 cm.  



  Die     Fig.    3 bis 6 zeigen in grösserem       Massstabe    zwei beispielsweise Ausführungs  formen von Spulen gemäss vorliegender Er  findung, aus welchen die Konstruktionsein  zelheiten näher hervorgehen.  



       Fig.    3 zeigt einen     E-förmigen    Magnet  kern 1, auf welchem der     Spulenkörper    3 aus  verlustarmem Material mit der Litzendraht-           wicklung    4, welche in mehreren Kammern  verteilt ist, sitzt. Nachdem die maschinell  gewickelte Spule auf den Kern 1 aufgebracht  ist,     wird    der Magnetkreis durch das Joch     .\?     geschlossen. Es ergibt sich so ein Magnet  kreis, der die Spule durchdringt und aussen  umschliesst. Der zwischen den Kernteilen  verbleibende Luftspalt 5 kann variabel ge  staltet und so zur     Einstellung    des Selbst  induktionswertes verwendet werden.  



       Fig.    4 zeigt die gleiche Spule im Grund  riss, teilweise geschnitten.  



       Fig.    5 zeigt eine sogenannte Topfspule.  Die beiden zylindrischen     Magnetkernteile    6  und 7 besitzen an den einander zugewandten  Flächen ringförmige Vertiefungen, in denen  die auf dem     Spulenkörper    8 angeordnete  Wicklung 9 untergebracht ist. Der Luft  spalt 10 dient auch hier zur Regelung der  Selbstinduktion.         Fig.    6 zeigt die gleiche Spule im Grund-    riss.  Spulen, wie die     soeben    als Ausführungs  beispiele der     Erfindung        beschriebenen,    können  auf der     Grundplatte    des Apparates an jeder  beliebigen Stelle angebracht und auf das ein  fachste befestigt werden.

   Es ergibt sich also  durch Verwendung dieser Spulen eine ausser  ordentliche     Vereinfachung    und Verbilligung  im Aufbau der Radioapparate bei erhöhter       Selektivität    und     Resonanzspannung.    Ab  stimmspulen der beschriebenen Art können       unter    Einhaltung kleinster Dimensionen ge  baut werden, so dass zum Beispiel das Ge  wicht des Magnetkernes nur etwa 15 g be  trägt und die Drahtspule einen Durchmesser  von weniger als 20 mm und eine Quer  schnittsfläche von höchstens 0,5 cm' besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochfrequenzabstimmspule mit magneti schem Kern für Rundfunkempfangsschaltun- gen, gekennzeichnet durch die Kombination eines niedrige Wirbelstrom- und Hysteresis- verluste aufweisenden Magnetkernes mit einem verlustarmen, aber räumlich kleinen und kompakten Spulenaufbau, indem einer- seits der Magnetkern je nach den Wirbel stromverlusten des Magnetmaterials aus Par tikeln von bis zu 0,6 -10--4 mm, Grösse be steht,
    welche mit dünnen Isolierhäutchen versehen und unter einem diese Isolierung nicht zerstörenden Druck zu Formlingen ver dichtet worden sind, derart, dass die Permea- bilität etwa 5 bis 18 beträgt, und anderseits der Spulenbau so gewählt ist, dass der innere Magnetkernquerschnitt etwa 1,
    5 cm= und die mittlere Windungslänge der Zylinderspule etwa 6 cm nicht übersteigt und die Draht spule bei weitgehender Unterteilung des Kupferquerschnittes durch besonders dazu getroffene Massnahmen kapazitätsarm und durch viel- und englagige Zusammendrän gung so gestaltet ist, dass der mittlere Kraft linienweg des mit Rücksicht auf kleines Streufeld möglichst weitgehend im Magnet kern verlaufenden Flusses höchstens 5 cm lang ist. UNTERANSPRIUCHE 1. Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Spulen wickelraum in Kammern unterteilt ist.
    2. Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wicklung näherungsweise quadratischen Querschnitt besitzt. '3'. Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Drahtspule einen Durchmesser von weniger als 20 mm und eine Querschnittsfläche von höchstens 0,5 cm@ besitzt. 4. Abstimmspule nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch fein unterteilten Lit zendraht, der aus 10 bis 40 isolierten Adern von 0,04 bis 0,07 mm Durchmesser besteht.
    5. Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Spulenkör- per aus Polystyrol besteht. 6. Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der magne tische Kern die Spule durchdringt und sie aussen allseitig oder teilweise umgibt, wo bei sein Gewicht etwa 15 g beträgt. i . Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spule in bezug auf ihren Selbstinduktionswert ein stellbar ausgebildet ist.
    B. Abstimmspule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Verlust winkel sämtlicher Isolierteile den'Wert tg ö = 0,005 nicht übersteigt.
CH182215D 1933-02-06 1934-02-05 Hochfrequenzabstimmspule mit magnetischem Kern für Rundfunk-Empfänger. CH182215A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE182215X 1933-02-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH182215A true CH182215A (de) 1936-01-31

Family

ID=5718023

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH182215D CH182215A (de) 1933-02-06 1934-02-05 Hochfrequenzabstimmspule mit magnetischem Kern für Rundfunk-Empfänger.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH182215A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973387C (de) * 1951-01-12 1960-02-04 Siemens Ag Schalenkern aus Masse- oder Ferritkernwerkstoff mit einem Luftspalt im Mittelsteg
DE976763C (de) * 1951-04-20 1964-04-16 Siemens Ag Magnetisierbarer Schalenkern fuer Spulen der Nachrichtentechnik

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973387C (de) * 1951-01-12 1960-02-04 Siemens Ag Schalenkern aus Masse- oder Ferritkernwerkstoff mit einem Luftspalt im Mittelsteg
DE976763C (de) * 1951-04-20 1964-04-16 Siemens Ag Magnetisierbarer Schalenkern fuer Spulen der Nachrichtentechnik

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69613794T2 (de) Gemischter Magnetkern
WO2002101763A1 (de) Induktives bauelement und verfahren zu seiner herstellung
DE2119950C3 (de) Funk-Entstördrossel
DE2825235C2 (de) Drosselspule mit ringförmigem Eisenkern
DE69107904T2 (de) Gesinterter Transformatorkern aus MnZn-Ferrit und Transformator mit einem solchen Kern.
DE4025159C2 (de) Durchführungsfilter
DE739209C (de) Verlustarme Hochfrequenzabstimmspule mit Magnetkern
DE479292C (de) Verfahren zur Herstellung von Induktionsspulen, vorwiegend fuer Fernsprechzwecke
CH381592A (de) Verfahren zur Herstellung eines magnetisierbaren Bauelementes
DE2505080C3 (de) Funkentstördrossel und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH260717A (de) Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Kernes, und nach diesem Verfahren hergestellter magnetischer Kern.
DE2811227A1 (de) Magnetischer kern fuer induktionsspulen und verfahren zu seiner herstellung
WO2023139204A1 (de) Entstördrosselkern, entstördrossel mit einem solchen entstördrosselkern und verfahren zum bilden eines entstördrosselkerns
DE2736963B2 (de) Funkentstördrossel und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT160743B (de) Hochfrequenz-Induktionspule, deren Wicklung ortsfest auf einem magnetisierbaren Massekern angeordnet ist.
DE686052C (de) Ringfoermiger Magnetkern
DE669078C (de) Eisenkernspule veraenderlicher Induktivitaet fuer Fernmeldegeraete, vorzugsweise fuer Hochfrequenzempfaenger
DE1109268B (de) Klein- und Kleinstspule auf einem zylindrischen Spulenkoerper aus magnetisierbarem Blech
CH630199A5 (en) Radio suppression inductor for semiconductor switches which are controlled by phase gating
AT204795B (de) Verfahren zur Herstellung magnetisierbarer Kerne
DE495640C (de) Induktionsspule zur Belastung von Fernsprechleitungen
AT164994B (de) Magnetischer Formling und damit ausgerüstete Selbstinduktionsspule
AT142019B (de) Wicklungsträger aus keramischem Material für Hochfrequenzspulen.
DE576509C (de) Verfahren zur Beeinflussung der magnetischen Eigenschaften nickel- oder siliziumhaltiger Eisenlegierungen
AT243915B (de) Elektromagnetische Spule für Transformatoren, Drosseln u. dgl.