CH182330A - Kocheinrichtung, bestehend aus Kochplatte und zugehörigem Kochgeschirr. - Google Patents

Kocheinrichtung, bestehend aus Kochplatte und zugehörigem Kochgeschirr.

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CH182330A
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  Kocheinrichtung, bestehend aus Kochplatte und zugehörigem Kochgeschirr.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Kocheinrichtung,     bestehend    aus     Kochplatte     und zugehörigem,     wegnehmbarem    Kochge  schirr, insbesondere für     elektrische    Erhit  zung. Sie kann aber auch sehr gut     mittels     Gas oder flüssigem Brennstoff erhitzt wer  den.  



  Elektrische Kochplatten bestehen im all  gemeinen aus einer metallischen Oberplatte  und einem Heizelement mit Isolation usw.       unter    derselben. Bei solchen Kochplatten,  wo die Wärmeübertragung durch -direkte  Wärmeleitung von der Platte zum Kochge  schirr stattfinden soll, ist es von entschei  dender     Bedeutung,    dass für .guten     Kontakt     zwischen     Platte    und Geschirr Sorge getragen  wird.     Bei    den gewöhnlichen elektrischen  Kochplatten soll dies durch vollkommen  ebene     Ausbildung    .der     Oberplatte    erreicht  werden, zu welcher eine vollkommen ebene       Standfläche    der Kochgeschirre gehört.

   Da       indessen    diese Flächen     nie        mathematisch    eben    sind, und da ausserdem sowohl die Koch  platte als das Kochgeschirr während des Ge  brauches meist leicht beschädigt werden, und  zwar durch auftretende Wärmespannungen,  die von ungleicher     Temperaturverteilung    her  rühren, oder durch mechanische Beanspru  chung, sind die     Wärmeübertragungsverhält-          nisse    bei den bekannten gebräuchlichen       Kochplatten    sehr     ungünstig.     



  Sobald aus irgend einem 'Grunde die  Berührungsflächen nicht mehr ganz eben  sind, wird der Kontakt zwischen     Platte    und  Geschirr beträchtlich reduziert, und ge  wöhnlich bleiben nicht mehr als drei Kon  taktflächen verhältnismässig kleinen Umfan  ges. Die Lage dieser Kontaktflächen ist  ausserdem sehr     willkürlich.    Es ist auch     nicht     selten zu beobachten, dass das Kochgeschirr  und die Platte nur eine einzige     Derührune-          stelle    haben.

   Da die Wärme hauptsächlich  durch die kleinen Kontaktflächen durch       direkte        Wärmeleitung        übertragen        wird,    fi:q-           det    die Wärmeübertragung von der Platte  zum Kochgeschirr unter diesen Verhältnissen  in der folgenden Weise statt:  Von dem elektrischen Heizelement wird  die Wärme zuerst zur Oberplatte übertragen.  Die Wärme wird dann durch diese zu den  Kontaktstellen geleitet, wo sie auf den Boden  des     Kochgeschirres    übergeht und sich in  demselben verteilt, um allmählich von dem  Inhalt des Geschirres aufgenommen zu wer  den.

   Das Kochgeschirr erhält also seine  höchste Temperatur an den Kontaktstellen  und die     Temperatur    nimmt von diesen Stel  len zu .den übrigen Teilen des Bodens ab.  Bei der Kochplatte sind die Temperaturver  hältnisse umgekehrt, indem die Temperatur  an den Kontaktstellen am tiefsten ist und  nach den. übrigen Teilen der     Platte    zunimmt.  Wegen dieser schlechten Wärmeübertragung  nimmt die     mittlere    Temperatur der Ober  platte und damit .die mittlere Temperatur  des     Heizelementes    zu, wodurch die Wärme  verluste von<B>-</B>der     Kochplatte    nach unten auch  zunehmen.

   Dasselbe gilt auch für die  übrigen     Wärmeverluste    von der     Kochplatte.     Infolge der     Zunahme    der Temperatur der  Kochplatte findet in der Kochplatte eine       Aufspeicherung    von Wärme     statt,    so     dass'    der  Zeitbedarf für das Kochen und     damit.    der  Energieverbrauch gross wird.  



  Weiter     verursacht,die        ungleiche        Tempera-          turverteilung    in     Oberplatte        und    Kochge  schirr innere Spannungen wegen der Aus  dehnung der Metalle, welche     Spannungen     Deformationen bewirken können, mit der  Folge, dass die Kontaktflächen     weiter    ver  ringert werden.     .Solche    Spannungen können  auch bisweilen den Bruch der     Kochplatte    ver  ursachen.

   Durch     Vergrösserung    der Wand  stärke kann selbstverständlich der Defor  mation der     Oberplatte        und    des     Kochge-          schirres    entgegengewirkt werden, gleichzeitig  tritt dadurch aber eine Steigerung der  Wärmekapazität     ein.     



  Aus dem Vorstehenden geht also hervor,  dass beim Kochen auf     gewöhnlichen,    ebenen,  elektrischen     Kochplatten    Wärmeübertragung,       T'eml)exat4r,        innern        Spannungen,    aufgespei-         cherte    Wärmemenge und Verluste meist sehr       veränderlich    und der     Kochprozess    deshalb  unsicher und unwirtschaftlich ist.  



  Die vorliegende Erfindung beabsichtigt  diese Nachteile bei einer Kocheinrichtung  bestehend aus     Kochplatte    und zugehörigem.       wegnehmbarem    Kochgeschirr, deren gegen  seitige Berührungsflächen aus den Seiten  flächen einer     Kochplattenerhöhung,    respek  tive des     Kochgeschirrbodens    bestehen,     da.-          durch    zu beseitigen, dass die Berührungs  flächen derart geneigt zur     horizontalen          Kochplattenfläche,    respektive Kochgeschirr  bodenfläche angeordnet sind und die Koch  platte und das Kochgeschirr aus solchen Ma  terialien     bestehen,

      dass .die     Kochplatte    und  das Kochgeschirr einander infolge ihrer bei  der Erwärmung auftretenden Ausdehnung  gegenseitig festklemmen.  



  In der     Zeichnung    sind einige Ausfüh  rungsbeispiele ,des Erfindungsgegenstandes  veranschaulicht:       Fig.    1 zeigt einen     Querschnitt    durch eine  Kochplatte mit zugehörendem,     wegnehm-          barem    Kochgeschirr;       Fig.    2 zeigt den Grundriss eines Beispiels  mit einer einzigen Berührungsfläche zwi  schen     Platte    und Geschirr;       Fig.    3 ,zeigt den     Grundriss    eines Beispiels  mit zwei getrennten     Berührungsflächen    zwi  schen Platte und Kochtopf;

         Fig.    4 zeigt einen     Querschnitt    der Koch  platte in Formeines Ringes mit einer     thermo-          statischen        Ausschaltungsvorrichtung    für den  Strom;       Fig.    5 zeigt einen     Querschnitt    nach der  Linie A -B in     Fig.    4;       Fig.    6 zeigt     eine        Modifikation    der Koch  platte gemäss     Fig.    4.  



  Mit Bezug auf     Fig.    1 bis 3 bezeichnet  1 ein elektrisches Heizelement mit Boden  kapsel 2 und     Oberplatte    3     und.    einem auf  derselben stehenden Kochgeschirr 4. Sowohl  die Oberplatte 3, als     auch,    der Boden des     Ge-          schirres    4     sind    mit schrägen Flächen 5 ver  sehen, die zur Anlage gegeneinander gelan  gen,     wenn    da?     Kochges#,bir:r        auf    die     Plaite         gesetzt wird.

   Die erwähnten schrägen Flä  chen können zum Beispiel die Mantelfläche  eines abgestumpften Kegels sein oder,     wie     in     Fig.    3 gezeigt, zwei ebene Flächen die  gegeneinander geneigt sind. Da im wesent  lichen eine Wärmeübertragung von der Koch  platte zum Kochgeschirr     mittels    der er  wähnten Anlageflächen durch     Ileitung    statt  findet, ist die Kochplatte zweckmässig derart:  angeordnet, dass eine möglichst geringe Auf  speicherung von Wärme in ihr stattfindet.  



  Wegen der schrägen Berührungsfläche  zwischen Oberplatte und Kochgeschirr wird  ein sehr guter Kontakt an diesen Berüh  rungsflächen erzielt.  



  Mit     Bezug    auf     Fig.    4 und 5 bezeichnet  10 die eigentliche Kochplatte, die als ein  Ring ausgebildet ist, mit einer äussern, ver  hältnismässig     schwach    konischen Berührungs  fläche 11, welche zur Anlage an eine ent  sprechend konische Fläche 12 des Kochge  schirres kommt. Auf der innern     Seite    des  Ringes kann ebenfalls eine konische Berüh  rungsfläche vorgesehen sein, auf welche ein  kleineres Kochgeschirr mit entsprechend ko  nischer Berührungsfläche gesetzt werden  kann. In der Unterseite des Ringes sind  zwei zylindrische Nuten 13 vorgesehen, in  welche die     Heizelemente    14 eingelegt sind.

    Diese bestehen aus Widerstandsdraht in  Form runder oder flacher Spiralen, die von  der Kochplatte in an sich bekannter Weis  zum Beispiel durch eine elektrische isolie  rende Giessmasse isoliert sind. Während des       Gebrauches    ist die Temperatur an der     An-          lageflä.cbe    selbst am kleinsten und nimmt  mit zunehmender Entfernung von derselben  zu, so dass auch bei. einer solchen Kochplatte  innere Spannungen und dadurch Deforma  tionen auftreten.

   Diese     Deformationen    sind  aber relativ sehr klein, indem erstens der  Weg, den die Wärme von der Kochplatte  zum Kochgeschirr gehen muss, sehr klein  ist, und zweitens das     gezeigte    Profil mit  zylindrischen Rillen für den Heizdraht, im  Vergleich mit einer ebenen Platte, sehr starr  ist,    Die ringförmige     Kochplatte    ist mit einer  Isolationskapsel 16 versehen, die ein Isolier  material 15 umschliesst. Die     erwähnte    Iso  lationskapsel soll ferner die Platte beim  Überkochen schützen. Deshalb ist der obere,  ringförmige Teil 16 der Kapsel dicht in die  Ringplatte 10     hineingepresst.     



  Durch zweckmässige Abmessungen und  passende Wahl der Materialien wird er  reicht, dass Kochplatte und Kochgeschirr bei  ihrer Erwärmung infolge ihrer Ausdehnung  sich an den     Berührungsflächen    gegenseitig  festklemmen, wodurch die Wärmeübertra  gung sehr     günstig    wird.  



  Bei ringförmigen Kochplatten dieser Art  mit kleiner Ausstrahlungsfläche und kleinem  Gewicht kann die     Temperatur    leicht eine für  die Kochplatte schädliche Höhe annehmen,  wenn bei     eingeschaltetem    Strom während  längerer Zeit kein     Kochgeschirr    auf der       Kochplatte    steht. Um diese -Gefahr und un  nötige Stromverluste zu vermeiden, ist eine  selbsttätige Vorrichtung vorgesehen, welche  den Strom ausschaltet,     sobald    die Temperatur  der     Kochplatte    eine bestimmte Grenze über  schreitet.  



  Mit 20 ist ein gewöhnlicher Kippschalter  bezeichnet, der an der Hinterseite des Koch  herdes angeordnet ist. Der Schalter 20  steht unter dem Einfluss einer Stange 21,  die bis zur Vorderseite des Kochherdes reicht  und normalerweise     -den    Schalter .dadurch  ausgeschaltet hält, dass eine     um,die    Stange 21       gelegte        :Schraubenfeder    22 die Stange nach  rechts drückt.

   Die Stange 21 steht     mittels     eines in einem festen Punkt drehbar gelager  ten Winkelhebels 23 und eines Gelenkes 24  mit einem in einer senkrechten Führung auf  und ab beweglichen Sperrarm 25 in Verbin  dung, der mit einem an der ringförmigen       Kochplatte    befestigten     Bimetallstreifen    26  zusammenwirkt. Zwecks Einschaltung des  Stromes wird der Schalter 20 ,durch Ver  schieben der Stange 21     nach    links betätigt.

    Hierbei wird die Feder 22 gespannt und  gleichzeitig bewirken der Winkelhebel 23  und das Gelenk -24, dass der Arm 25 auf  wärts bewegt wird, so     dali        sich.    ein     Sperz=         haken<B>2</B>7 am Ende des Armes 25 in einen  entsprechenden Haken 28 am Ende des Bi  metallstreifens 26 einhakt.

   Wenn nun das  Kochgeschirr von der Platte weggenommen  wird, ohne     dass    .der Strom ausgeschaltet wird,  dann     wird    die     Temperatur    der Platte bis zu  einer     bestimmten,    durch den     Bimetallstrei-          fen        festgelegten    Grenze zunehmen und beim       Überschreiten    dieser     ,Grenze        wird    der Bi  metallstreifen den Haken 27 und dadurch  den Arm 25 freigeben, so dass die Spiral  feder 22 die Stange 21 nach rechts verschiebt  und dadurch den Schalter 20     ausschaltet.     



  Die Ausführungsform nach     Fig.    6 zeigt  eine Abänderung der Kocheinrichtung nach       Fig.    4 und 5, indem der Raum     innerhalb     der Berührungsfläche '11 durch eine nach  oben ebene Platte ausgefüllt ist, ähnlich     wie     bei der Kochplatte nach     Fig.    1.

   Hierdurch  ist es auch möglich,     gewöhnliches    Kochge  schirr mit ebenem Boden zu benutzen, sowie  auch mehrere Kochgeschirre gleichzeitig  teilweise auf die Kochplatte und     teilweise     auf die sie umgebende     Herdplatte,    deren  Oberfläche sich auf derselben Höhe     befindet     wie     die    ebene Fläche der     Platte,        ,zu    stel  len, damit ihr Inhalt     gleichzeitig        weiter-          kochen    kann.

   Da hier die Wärme ausstrah  lende Fläche grösser ist als bei der     Ring-          platte,    kann für diese     Kochplatte    Strom mit  einer :grösseren     Wattzahl    verwendet werden  ohne     beschädigt    zu werden, wenn die Platte  mit eingeschaltetem Strom ohne Kochge  schirr stehen bleibt, so dass eine     selbsttätige          Ausschaltvorrichtung    für den     Strom    nur bei  sehr hohen     Wattzahlen    erforderlich ist.  



  Bei den beschriebenen Kochplatten  klemmen sich Kochgeschirr und     Kochplatte     während der Erhitzung an den Berührungs  flächen     gegenseitig    fest. Um unter solchen       Umständen    das     Kochgeschirr    von der     Platte       abheben zu können, ist zweckmässig eine  Vorrichtung in Form eines gegen den Boden  des     Kochgeschirres        schwingbaren    Hebels  vorgesehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kocheinrichtung, bestehend aus Koch platte und zugehörigem wegnehmbaren Kochgeschirr, deren gegenseitige Berührungs flächen aus ,den Seitenflächen einer Koch plattenerhöhung respektive des Kochge- schirrbodens bestehen, dadurch gekennzeich net, dass die Berührungsflächen derartig geneigt zur horizontalen Kochplattenfläche respektive Kochgeschirrbodenfläche ange ordnet sind und die .Kochplatte und das Kochgeschirr aus solchen Materialien be stehen,
    dass die Kochplatte und das Koch geschirr einander infolge ihrer bei der Er wärmung auftretenden Ausdehnung gegen seitig festklemmen. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Kocheinrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, -dass - die Be rührungsflächen ebene, schräge Flächen sind. 2. Kocheinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum innerhalb der Berührungsfläche respek tive zwischen den Berührungsflächen der Kochplatte durch eine nach oben ebene Platte ausgefüllt ist.
    ä. Kocheinrichtung nach Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass die Koch platte mit einer Vorrichtung versehen ist, mittels welcher das auf der Kochplatte festgeklemmte Kochgeschirr von der Kochplatte abgehoben werden kann.
CH182330D 1932-12-01 1933-11-16 Kocheinrichtung, bestehend aus Kochplatte und zugehörigem Kochgeschirr. CH182330A (de)

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