Radioprogramm. Die bekannten Radioprogramme, die normalerweise einmal wöchentlich als Zeit schriftenheft erscheinen, werden nach der Reihenfolge der einzelnen Sender in ver schiedenster Anordnung eingeteilt oder in zeitlicher Reihenfolge, das heisst dass die Darbietungen aller Sender in der Zeit von zum Beispiel 8 bis 9 Uhr morgens nach einander aufgeführt werden, vielleicht in der alphabetischen Folge der Anfangsbuchstaben der Sender.
Bei der Fülle des Stoffes ist es ausserordentlich schwer für den Leser, der sich für ein bestimmtes Gebiet interessiert, sich in einem solchen Programm zurecht zufinden und festzustellen, was die einzelnen Sender auf einem bestimmten Sachgebiet, für das er ein besonderes Interesse hat, während der Woche bringen.
Dieser Übelstand wird durch die vor liegende Erfindung beseitigt, die darin besteht, die Materie der Rundfunkprogramme nach der (an sich schon bekannten) Dezimal- Klassifikation anzuordnen und die die ein- zelnen Klassen bezeichnenden -Zahlen nach aussen deutlich sichtbar zu machen, sodass es möglich ist, das gesuchte Gebiet leicht auf zufinden.
Die Dezimal-Klassifikation besteht be kanntlich darin, dass sämtliche Wissensge biete und sämtliche Gebiete menschlicher Betätigung in Klassen eingeteilt sind, die mit den Ziffern 0 bis 9 bezeichnet werden. Die einzelnen Klassen sind wieder in 10 Unterklassen unterteilt, die wieder Ziffern von 0 bis 9 erhalten, die hinter die Ziffern der übergeordneten Klasse gesetzt werden. So würde beispielsweise die Logik die Ziffer 16 erhalten, da sie ein Teil der Philosophie (Hauptgruppe 1) ist und innerhalb dieser Gruppe die 6.
Stelle einnimmt. Die weitere Unterteilung der Logik ist wieder mit den Ziffern 0 bis 9 vorgenommen, sodass sich die Ziffern 160 bis 169 ergeben und zum Bei spiel die wissenschaftliche Systematik als Untergruppe der Logik die Kennziffer 168 erhält.
So sind sämtliche Gebiete in ausser- ordentlich übersichtlicher und anschaulicher Weise in Zahlen aufgelöst, die, angewendet auf ein Radioprogramm, auch nach aussen leicht sichtbar zu machen sind, beispielsweise durch überstehende Fahnen, welche an den einzelnen Blättern angebracht sind, oder durch stufenweise Ausschnitte der Ränder der einzelnen Blätter, wobei die einzelnen Stufen mit diesen Dezimalzahlen versehen sind.
In der Zeichnung sind drei Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Wochenprogrammheft mit seitlich überstehenden und untereinander angeordneten Fahnen, Fig. 2 ein Wochenprogrammheft mit abreissbaren Tagesblättern, Fig. 3 ein Wochenprogramm in Form eines Kalenderblockes.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist das Programm einer Woche nach der internationalen Dezimal-Klassifikation an geordnet und die einzelnen Hauptgruppen bezw. Untergruppen auf den überstehenden Fahnen nach aussen sichtbar gemacht, so dass durch einen Handgriff die Sendungen auf einem bestimmten Gebiet aufgeschlagen wer den können.
Andere Mittel zur Kenntlichmachung der Gruppen und Untergruppen bestehen darin, dass die Ränder der Blätter mit stufenweisen Ausschnitten versehen sind, auf welchen die betreffenden Zahlen angebracht sind.
Die Unterscheidung der einzelnen Grup pen bezw. die Erhöhung der Übersichtlich keit kann noch dadurch erzielt werden, dass die einzelnen Hauptgruppen von 0 bis 9 durch besondere Farben gekennzeichnet wer den, so dass zum Beispiel Hauptgruppe 0 = weiss, Hauptgruppe 1 = gelb, Haupt gruppe 2 = rosa, Hauptgruppe 3 = blau erhält, oder bei Zusammenfassung zum Bei spiel die Hauptgruppen 1 bis 3 = weiss, die Hauptgruppen 4 bis 6 = grün, die Haupt gruppen 7 bis 9 = rot, oder dergleichen erhalten und schon allein durch den Farb- unterschied der einzelnen Blätter die ver schiedenen Gruppen erkenntlich sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist das Programm einer Woche zunächst nach Tagen unterteilt und die Tagesprogramme nach der internationalen Dezimal-Klassifi- kation angeordnet. Die einzelnen Blätter sind durch Perforationen mit dem Heft verbun den, so dass sie nach Ablauf der Tage ab gerissen und fortgeworfen oder in Registra turen gesammelt werden können.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind die über einen bestimmten Zeitraum sieh erstreckenden Programme zu einem Block nach Art eines Kalenderblockes zusammen gefasst, der auf einem von Zeit zu Zeit mit zuliefernden Karton in an sich bekannter Weise aufgesteckt werden kann. Natur gemäss kann auch am Radioapparat selbst eine Vorrichtung vorgesehen sein, an welcher diese Blocks befestigt werden können. Diese Ausbildung des Programmes hat den Vorteil grosser Übersichtlichkeit und den einer festen Anbringung am oder in der Nähe des Appa rates, so dass es immer zur Hand ist.
Werden die in verschiedene Haupt- oder Untergruppen der Dezimal-Klassifikation einzuordnenden Darbietungen der verschie denen Radiostationen auf einem einzelnen Blatt zusammen abgedruckt, so ist eine Über sicht zur Unterscheidung der einzelnen Haupt- und Untergruppen voneinander dadurch zu erreichen, dass für jede Gruppe besondere Felder mit den zur Kenntlichmachung er forderlichen Überschriften versehen gebildet werden,
entweder positiv durch entsprechende Drucklinien oder negativ durch eine zweck entsprechende Druckanordnung mit ange messenen Zwischenräumen, oder aber durch andere Markierungs-Hilfsmittel, wie die Trennung der verschiedenen Haupt- und Untergruppen voneinander neben den erfor derlichen - Sachbezeichnungen in Überschrif ten durch Sterne, Punkte, punktierte Linien oder dergleichen,
so dass durch diese Hilfs mittel die gewünschte schnelle Übersicht über die einzelnen Hauptgruppen und die Unterteilung der Hauptgruppen in die Unter- gruppen und die Abgrenzung der Unter gruppen untereinander erzielt wird.
Ein in dieser Weise ausgebildetes Pro grammheft ermöglicht es, jede gewünschte Sendung durch einen Handgriff und einen kurzen Blick ohne grosse Mühe und ohne viel Zeitverlust mit Sicherheit zu finden.