Zinkenfräsmaschine. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Zinkenfräsmaschine mit Schablone.
Bisher wurden kammartige Schablonen verwendet, an denen der Fräser mittels einer Rolle geführt wurde. Derartige Schablonen sind teuer, so dass die Anlagekosten bedeu tend gesteigert wurden, wenn. man eine An zahl derartiger Schablonen zur Herstellung von Zinken verschiedener Grösse halten wollte.
Erfindungsgemäss wird eine Schablone verwendet, die bloss einem Ausschnitt zwi schen den Zinken entspiicht und ein mit ihr zusammenarbeitender Stift wird von einem hin- und herbewegbaren Schieber getragen, der mittels von Hand einschaltbaren Mit nehmerorganen mit dem Fräser gekuppelt werden kann.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungs beispiel der erfindungsgemässen Zinkenfräs- maschine dargestellt. Fig. 1 stellt den Aufriss der Maschine dar, Fig. 2 den Grundriss mit einem Schnitt längs der Linie I-I in Fig. 1, und Fig. 3 den Seitenriss, wobei der Deutlichkeit halber ein Hebelsystem fortgelassen ist;
Fig. 4 stellt eine Einrichtung zum Kuppeln eines Fräser- rahmens dar.
Am Rahmen 30 der Maschine ist die Schablone '1 in nicht gezeichneter Weise be festigt, die mit einem einzigen Ausschnitt 2' versehen ist. Die Bretter 2, 3, in welchen halbrunde, kegelförmige Zinken respektive Ausnehmungen in einem Arbeitsgang herge stellt werden sollen, werden mittels -nicht eingezeichneter Einspannvorrichtungen senk recht zueinander eingespannt.
Der Fräser 7 sitzt auf der Welle des Elektromotors 8 und dieser ist mit der Welle vertikal in einem Rahmen 9 befestigt, wel cher auf zwei Achsen 19, 20 verschiebbar ist, die auf beiden Seiten in Schlitten 21 gelagert sind. Die Schlitten 21 laufen in Führungen 29 am Rahmen 30 der Maschine.
Dem Motor 8 und damit auch dem Frä- ser 7 können unabhängig voneinander zwei zueinander senkrechte Bewegungen erteilt werden. Die eine Bewegung erfolgt durch Verschieben der Schlitten 21 in den Führun gen 29 und wird mittels des Handhebels 18 bewirkt, wie aus Fig. 3 zu ersehen ist. Auf der Achse 19 ist der zweiarmige Hebel 18, 22 aufgekeilt. Der Arm 22 ist mit dem auf dem Zapfen 24 am Maschinenrahmen 30 drehbar gelagerten Lenker 23 gelenkig ver bunden.
Bewegt man den Hebel 18, so er folgt eine Verschiebung der Schlitten 21 auf den Führungen 29 und damit auch die Be wegung des durch die Achsen 19, 20 mit den Schlitten verbundenen Motors 8 und des Frä- sers 7.
Die zu dieser Bewegung senkrechte Be wegung des Motors 8 erfolgt durch Verschie bung des Rahmens 9 auf den Achsen 19, 20. Zu diesem Zwecke ist ein mit den Achsen 19, 20 paralleler Schieber 4 durch den Rah men 9 geführt, der mit dem Rahmen gekup pelt werden kann. und dann bei seiner Bewe gung den Rahmen mitnimmt. Der Schieber 4 ist in den Lagern 6, 25 gelagert, die auf den Schlitten 21 angeordnet sind. Die Bewegung des Schiebers 4 erfolgt mittels des zweiarmi gen Hebels 5, 27 (Fug. 2), der im Schieber 4 gelagert ist. Der Arm 27 ist mit dem am Schlitten 21 gelagerten Lenker 28 verbunden.
Bei einer Bewegung des Hebels 5 wird eine Verschiebung des Schiebers 4 in den Lagern 6. 25 bewirkt.
I Die Kupplung des Schiebers 4 mit dem Rahmen 9 erfolgt mittels des am Handhebel 5 angeordneten Hebels 10 (Fug. 2). Dieser He bel ist mittels des Zugdrahtes 11 mit dem Exzenterhebel 13 (Fug. 4) verbunden. Drückt man auf den Hebel 10, so wird die Bewegung auf den Bolzen 12 übertragen, der sich ent gegen der Feder 14 bewegt und den Exzenter- hebel 13 so verdreht, dass das Exzenter den Schieber 4 an die im Rahmen 9 angeordnete Zahnbacke 15 andrückt.
Wird dagegen der Hebel 10 losgelassen, so dreht sich infolge der 'Wirkung der Feder 14 der Exzenterhebel 13 wieder zurück, und der Schieber 4 wird von der Zahnbacke 15 gelöst.
Da der Schieber 4 und die ihn betätigen- den Organe auf den Schlitten 21 gelagert sind, sind beide Bewegungen des Motors un abhängig voneinander.
Das Zinkenfräsen mit der Maschine geht wie folgt vor sich: Am Schieber 4 ist ein Stift 3' angeordnet, der aus einem Ausschnitt 26 des Lagers 6 her ausragt und sich bei der Bewegung des Schie bers 4 in diesem Ausschnitt bewegt. Der Stift 3' arbeitet mit der Schablone 1 zusam men. Wenn eine Ausnehmung zwischen zwei Zinken gefräst werden soll, so wird der He bel 18 in Fig. 3 nach oben bewegt, so dass der Stift 3' infolge der dadurch bewirkten Be wegung der Schlitten 21 in den Ausschnitt 2' der Schablone 1 eindringt.
Dabei dringt der Fräser in die Bretter 2, 3 ein und schneidet die Ausnehmung aus. Die Tiefe des Ein schnittes wird durch nicht eingezeichnete einstellbare Anschläge begrenzt. Durch Rück bewegung des Hebels 18 wird der Stift 3' wieder aus dem Ausschnitt 2' und der Fräser 7 aus der gefrästen Ausnehmung herausge führt.
Nach dem Verlassen des Ausschnittes 2' wird durch Andrücken des Hebels 10 der Rahmen 9 des Motors mit dem Schieber 4 ge kuppelt, so dass der Fräser 7 mitgenommen. wird und dann wird der Stift 3' noch um die Zinkenteilung nach rechts bewegt,
bis die ein stellbare Schraube 17 durch Anstossen an den am Lager 6 angeordneten Anschlag 16 die Weiterbewegung des Schiebers 4 und des Fräsers 7 verhindert. Damit nun der Fräser 7 die andere Seite der Zinke und die nächste Ausnehmung fräsen kann, wird der Stift 3' wieder in seine Anfangslage zurückgeführt, wobei jedoch der Fräser 7 in seiner Stellung verbleibt.
Es wird daher vorher durch Los lassen des Hebels 10 die Kupplung zwischen dem Rahmen 9 und dem Schieber 4 gelöst und dann der Stift 3' mittels des Hebels 5 in seine Anfangsstellung zurückgeführt, Durch. entsprechende Betätigung der Hebel 18, bezw. 5, 10 werden nunmehr die zweite Zinkenhälfte, die nächste Ausnehmung und die eine Hälfte der nächsten Zinke gefräst.
Derart kann durch wiederholte Hin- und Her bewegung des durch die Hebel 5 und 18 ge steuerten Stiftes 3' die ganze Seite der Bret ter mit Zinken und Ausnehmungen versehen werden. Nachher wird das Brett 2 umgedreht und kann nun mit dem Brett 3 zusammenge fügt werden.