CH182552A - Ubertragungseinrichtung. - Google Patents

Ubertragungseinrichtung.

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CH182552A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Übertragungseinrichtung.    An Übertragungseinrichtungen wird oft  die Aufgabe gestellt,     Signale    in zwei  Richtungen auf demselben Verkehrsweg  gleichzeitig zu übertragen. Hierfür hat  man bisher entweder zwei Verbindungs  kanäle verwendet, oder man hat die  einzelnen Signale nacheinander auf ein  und denselben Kanal     übertragen,    wobei erst  nach Abwicklung eines vollständigen Über  tragungsvorganges in der einen Richtung  der Übertragungsvorgang in der andern  Richtung angeschlossen wurde. Die erste  Lösung hat den Nachteil, dass man zwei Ver  bindungen benötigt, für deren Bereitstellung  insbesondere bei     Hochfrequenzübertragung     erhebliche Mittel aufgewendet werden  müssen.

   Die zweite Lösung ist in vielen  Fällen deshalb nicht     anwendbar,    weil die  Übertragung mit zu grosser Trägheit erfolgt.  Der letztere Nachteil schliesst deshalb die  Verwendung dieses Systems für Schnell  übertragungen, wie sie zum Beispiel beim       Selektivschutz    und in der     Fernwirktechnik     notwendig sind, aus.

      Bei der Einrichtung gemäss der Erfin  dung wird dadurch ein gleichzeitiger Ver  kehr in beiden Richtungen auf ein und dem  selben     Verbindungskanal    ermöglicht, dass der  als Träger der Signale, zum Beispiel der  Nachricht oder des Kommandos dienende  Strom     nicht    kontinuierlich, sondern in bei  den Richtungen     intermittierend    gesandt  wird, wobei ein Impuls der einen Richtung  zwischen zwei Impulse der andern Richtung  fällt. Zu diesem Zweck steuern sich die       Trägerstromsender    in beiden Stationen  zwangsläufig wechselseitig, zum Beispiel  derart, dass jeder Impuls von der einen  Seite einen Impuls der Gegenseite auslöst.

    Die Impulse können entweder Gleichstrom-,  Wechselstrom- oder     Hochfrequenzimpulse     sein, die durch Verwendung verschiedener  Impulsgruppen, verschiedener Polaritäten  oder     Intensitäten        bezw.    verschiedener     Modu-          lationsfrequenzen    zu Signalträgern gemacht       werden.    Zweckmässig     wird    hierbei Vorsorge  getroffen, dass. ein Signal am Empfangsort  nur dann zustande kommt, wenn es in seiner      Zusammensetzung     einer    vorgeschriebenen  Gesetzmässigkeit entspricht.

   Die gegenseitige       rhythmische    Steuerung der Zeichensender  kann natürlich mit sehr hoher Frequenz  durchgeführt werden. Im Grenzfalle kann  sie soweit getrieben     werden,    dass eine Hoch  frequenzperiode des einen Senders     eine-ent-          sprechende        Hochfrequenzperiode    des andern  Senders auslöst.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist die       Erfindung    beispielsweise dargestellt, und  zwar an einer     Hochfrequenz-Selektivschutz-          einrichtung.    Hierbei besteht die Aufgabe,  einen fehlerbehafteten Leitungsabschnitt  möglichst rasch nach Auftreten eines Feh  lers von dem Netz beiderseitig abzuschalten.  Das Kriterium für die Abschaltung ist  Grösse und Richtung des Überstromes. Ist  an beiden Enden der Leitung die Energie  nach .der zu schützenden Leitung gerichtet,  so liegt der Fehler innerhalb dieses Lei  tungsabschnittes.

   Es besteht also die Auf  gabe für die     Ilochfrequenz-Selektivschutz-          einrichtung,    die     Überstrombedingungen    von  dem einen Ende nach dem andern Ende zu  melden, und dort die Abschaltung der Lei  tung nur dann zuzulassen, wenn eben die  Energierichtungen an beiden Leitungsenden  entgegengesetzt und in die Leitung hinein  gerichtet sind.  



  In der     Abb.    1 sind die entsprechenden       Einrichtungen    der einen Station, und in       Abb.    2 diejenigen der andern Station dar  gestellt. In beiden Stationen befindet sich  ein Richtungsrelais     RR.,    welches über einen  Spannungswandler     Sp    und über die Strom  wandler     StR    und     StT    gespeist wird. Ausser  dem sind noch die     Überstromrelais        ÜR    und       ÜT    vorgesehen.

   In dem angegebenen Bei  spiel ist angenommen, dass die     Hochfre-          quenz-Übertragungseinrichtung    normaler  weise für andere Zwecke, zum Beispiel Fern  schaltung oder Fernmessung, benutzt und  nur bei Auftreten eines Leitungsfehlers für  die Dauer dieses- Fehlers auf die Selektiv  schutzeinrichtung umgeschaltet wird.  



  Spricht in der Station A das Richtungs  relais und eines der     Überstromrelais    an, so    wird der Kontakt     rr    und einer der Kontakte       üR    und     üT    geschlossen. Dadurch wird das       Umschaltrelais.B,    welches Abfallverzögerung  besitzt, an Spannung gelegt. Letzteres  schaltet mit seinem Wechselkontakt     b,.    den       Fernwirksender    ES und mit seinem Wech  selkontakt     b2    den     Fernschaltempfänger    FE  ab.

   Gleichzeitig wird über den Arbeitskon  takt     b4    und die Bürste<I>DA</I> des Wählers<I>D,</I>  welcher sich in der Nullstellung befinden  soll, das Relais Z (Wicklung 3 bis 4) unter  Strom gesetzt, welches     mittels    seines Ar  beitskontaktes z den Antriebsmagneten des  Wählers D erregt, so dass -dessen     Kone'akt-          arme   <I>DA</I> und<I>DB</I> auf den ersten Schritt ge  steuert werden, wobei das Relais Z wieder  stromlos wird.

   Während dieses Wähler  schrittes wurde der Ankerkontakt da des  Wählers D     vorübergehend    geschlossen, so  dass über den Ruhekontakt     e'    des - Hoch  frequenzempfängerrelais E im     Hochfre-          quenzempfänger        HFE    das Impulsrelais<I>7</I>  vorübergehend an     Spannung    gelegt wurde.  Letzteres steuert mit seinem Arbeitskontakt       il    den     Hochfrequenzsender        HFS,    so dass ein       Hochfrequenzimpuls    über den Kopplungs  kondensator     K    und die Fernleitung<I>T</I> nach  der Station B gesandt wird.

   Dieser Hoch  frequenzimpuls kann in dem Hochfrequenz  empfänger der     Station    A nicht empfangen  werden, da durch den Ruhekontakt     i2    das  Empfangsrelais E für die Dauer des Im  pulses abgetrennt ist.  



  In der Station B wird der ausgesandte       Hochfrequenzimpuls    durch den     Hochfre-          quenzempfänger        HEE    aufgenommen, wobei  das Empfangsrelais E     anspricht    und mit  seinem. Arbeitskontakt     e2    das Relais Z  (Wicklung 1-2) über     b2    und     b4    an Span  nung legt.

   Da angenommen wurde,     da.ss    in  der     Sation    B der Überstrom ebenfalls in die  Leitung     hineingerichtet    sein soll, ist der Kon  takt     rr    des Richtungsrelais     RB    und der Kon  takt     üR,        bezw.        üT    der     Überstromrelais        Üa          bezw.        ÜT    geschlossen, so dass für die Dauer  des Überstromes das Relais B, welches eben  falls     Abfallverzögerung    besitzt, an     Spannung     liegt.

        Das Relais Z steuert nun mit seinem Ar  beitskontakt z den Wähler D, so dass dessen  Kontaktarme aus der Nullstellung heraus auf  den ersten Schritt gebracht werden. In dieser  Stellung wird die zweite Wicklung des Re  lais     iZ    (3-4) über den Kontakt 1 der Kon  taktbahn<I>DA</I> des Wählers<I>D</I> an Spannung  gelegt, so     da.ss    über den Arbeitskontakt z die  Antriebsspule D einen neuen Impuls erhält.       1-)ie    Wählerarme<I>DA</I> und DB kommen nun  mehr auf den zweiten Kontakt, wobei über  den Ankerkontakt<I>da</I> und den nunmehr ge  schlossenen Ruhekontakt     e1    das Impulsrelais  J erregt wird.

   In gleicher Weise wie in der  Station<I>A</I> wird durch den Arbeitskontakt     i'     der     Hochfrequenzsender        HFS    gesteuert, so  dass ein Impuls nach der Station A ausge  sandt wird. Während dieses Impulses ist wie  derum das Empfangsrelais E des     Hochfre-           < juenzempfängers        HFE    durch den geöffneten  Ruhekontakt     i'    abgetrennt, so dass der aus  gesandte Impuls in der eigenen Station nicht  wirksam ist.

   Wie ersichtlich, kann das Im  pulsrelais 1 nur ansprechen, wenn der Wäh  ler D einen Schritt macht auf Grund eines  ausgesandten Impulses und nicht auf Grund  eines Empfangsimpulses, da im letzteren  Falle der Ruhekontakt     i'    geöffnet ist.  



  Der nach der Station A zurückgesandte  Impuls bewirkt dort in der gleichen Weise  die Erregung des Empfangsrelais E, welches  über     e2,        b=    und     b4    das Steuerrelais Z (Wick  lung 1-2) unter Strom setzt. Durch den Ar  beitskontakt<I>z</I> erhält der Drehmagnet<I>D</I> wie  derum einen Stromschritt, so dass die Wähler  arme<I>DA</I> und<I>DB</I> ebenfalls auf den zweiten  Kontakt gesteuert werden. In diesem Zeit  punkt stehen also die Kontaktarme der Wäh  ler in beiden Stationen auf dem zweiten  Schritt.  



  Da in der Station A die zweite Wicklung  des Relais Z (3-4) über den zweiten Kon  takt der Wählerbahn<I>DA</I> von neuem an Span  nung gelegt wird, erfolgt über z die weitere  Steuerung des Wählers D, wobei über den  Ankerkontakt<I>da</I> das Impulsrelais J erregt  und ein weiterer Impuls nach der Gegen-    Station B ausgesandt wird. Dieser bringt dort  in der bereits     beschriebenen    Weise die Wäh  lerarme<I>DA</I> und<I>DB</I> auf den dritten Kontakt.  In dieser Stellung spricht wieder das     Relais     Z (Wicklung 3-4) an, steuert den Wähler  D auf den vierten Kontakt, wobei ebenfalls  ein Impuls nach der Station A zurückgesandt  wird, so dass nunmehr beide Wähler auf dem  vierten Kontakt stehen.  



  In diesen Stellungen der Wähler wird in  beiden Stationen das Relais C über Kontakt 4  der Wählerbahn<I>DB</I> unter Strom gesetzt,  welches seinerseits die Auslösung des<B>-</B>nicht  gezeichneten     Ölschalters    durch Einschaltung  des     Auslösemagnetes   <I>AS</I> bewirkt. Da hierbei  der Überstrom verschwindet, werden die Kon  takte     rr    der Richtungsrelais<I>RR</I> und die Kon  takte der     Überstromrelais    geöffnet, so dass die  Relais B stromlos werden und mit     Verzöge-.          rung    abfallen.

   Dies hat zur Folge, dass in  beiden     Stationen    über den Ruhekontakt     b3     und den Wellenkontakt wo, sowie den Selbst  unterbrecherkontakt<I>du</I> der Wählermagnete  D     intermittierend    Strom erhalten, so dass sie  in die Nullstellung transportiert werden, in  welcher die Wellenkontakte wo offen sind.  Gleichzeitig werden durch die Kontakte     b'     und     b2    die     Fernwirksender        FS    und die Fern  wirkempfänger FE wieder angeschaltet, so  dass die     Fernwirkanlage    wieder normal be  trieben werden kann.

      An Stelle der Wähler können auch an  dere Relais, zum Beispiel Röhrenrelais, ver  wendet werden, die eine wesentliche Steige  rung der Impulsfrequenz erlauben. Diese  kann praktisch so weit getrieben werden,  dass     ein        Hochfrequenzstoss    (eine abklingende  Periode) bereits einen gleich grossen Hoch  frequenzstoss von der Gegenseite auslöst, so  dass die Impulsfrequenz auf der Leitung  selbst wieder eine Hochfrequenz ist.  



  Die Einrichtung kann so ausgebildet  werden, dass eine der beiden     Stationen    den  Takt für den Gegenverkehr bestimmt und  dass immer nur eine Station mit dem An  ruf beginnen kann, um zu vermeiden, dass  von beiden Stationen gleichzeitig Impulse      ausgesandt werden.

       Zweckmässig    wird die  Schaltung so ausgebildet, dass der Anruf  impuls mit einer beliebigen Frequenz wie  derholt wird, bis die Gegenstation antwor  tet, wobei die Frequenz der Wiederholung  des Startimpulses     zweckmässig    geringer ge  wählt wird, als die Frequenz der wechsel  seitigen     Sendezeiten.    Dadurch wird verhin  dert, dass bei Unterschlagung des Anruf  impulses durch äussere Störungen oder für  den Fall, dass die Gegenstation noch nicht  empfangsbereit ist, eine     Synchronisierung     der beiden Sender unmöglich wird.

   Wird  einmal ein     Anrufimpuls    von der Gegenseite  beantwortet, so spielen sich automatisch  beide Sender auf die Frequenz ein, die durch  die Konstanten der verwendeten Empfangs  einrichtung (mechanisches Relais     bezw.     Elektronenrelais) gegeben ist.  



  Dieses Verfahren zur     gleichzeitigen    Über  tragung in beiden Richtungen auf ein- und  demselben Übertragungskanal kann selbst  verständlich auch für andere Zwecke als für  den     Selektivschutz    verwendet werden. Es  ist zum Beispiel möglich, gleichzeitig Fern  mess- und     Fernsteuersignale    auf demselben  Kanal zu     übertragen,    wobei die Nachricht  selbst durch entsprechende Modulation der  Trägerimpulse     übermittelt    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur gleichzeitigen Übertra gung von Signalen in beiden Verkehrsrich tungen auf ein und demselben Verbindungs kanal, wobei der als Träger der Signale die nende Strom in beiden Verkehrsrichtungen intermittierend gesandt wird, dadurch ge kennzeichnet, dass die Trägerstromsender in beiden Stationen sich zwangsläufig wechsel seitig so steuern, dass ein Impuls der einen Verkehrsrichtung zwischen zwei Impulse der andern Verkehrsrichtung fällt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur gleich zeitigen Übertragung mehrerer Nachrich- ten wenigstens der von einer Station aus gehende Trägerstrom durch verschiedene Modulationsfrequenzen moduliert wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Träger stromimpulse durch Verwendung ver schiedener Intensität zu Trägern verschie dener Polarität erzeugt werden. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Träger stromimpulse durch Verwendung ver schiedener Intensität zu Trägern verschie dener Signale gemacht werden. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Signal am Emp fangsort nur dann zustande kommt, wenn es in seiner Zusammensetzung einer vorgeschriebenen Gesetzmässigkeit ent spricht. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Hoch frequenzperiode des einen Senders eine Hochfrequenzperiode des andern Senders auslöst. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Richtungs relais von:Selektivschutzeinrichtungen die Aussendung der Hochfrequenzeinzel- impulse jeder Richtung beeinflussen und dass durch eine Modulation des hoch fiequenten Trägers die gleichzeitige Über tragung von Fernmess- und Fernschalt- kommandos ermöglicht wird. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine der bei den Stationen den Takt für den Gegen verkehr bestimmt und dass zu Beginn eines Übertragungsvorganges der Impuls der anrufenden Station so lange wieder holt wird, bis die Gegenstation ge antwortet hat. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass die Frequenz der Wiederholung des Startimpulses geringer gewählt wird, als die Frequenz der wechselseitigen Sendezeiten. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beim Aus senden eines Impulses der Empfänger und bei Empfang eines Impulses der Sender der eigenen Station gesperrt ist.
CH182552D 1933-12-19 1934-12-17 Ubertragungseinrichtung. CH182552A (de)

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