CH182933A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wollähnlichen künstlichen Faserstoffes. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wollähnlichen künstlichen Faserstoffes.

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CH182933A
CH182933A CH182933DA CH182933A CH 182933 A CH182933 A CH 182933A CH 182933D A CH182933D A CH 182933DA CH 182933 A CH182933 A CH 182933A
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Waldhof Zellstofffabrik
Claus Walter
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Waldhof Zellstoff Fab
Claus Walter
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  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

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  Verfahren und     Vorrichtung    zur Herstellung     eines        -wollähnlichen          hünstliehen    Faserstoffes.    Man hat schon vorgeschlagen, wollähn  liche künstliche     Gespinstfasern    zu erzeugen,  durch Einwirkung bewegter flüssiger Medien  auf das Fadenmaterial, sei es im     Fällbade     selbst oder durch besondere Nachbehandlung.

    Die auf diese Weise erzielte Wirkung ist  aber nur verhältnismässig gering, weil die  Stärke der     Kräuselung        naturgemäss    auch von  der Stärke der Wirbelbildung abhängig ist,  das in der Regel verwendete Wasser     bezw.     die verwendeten     wässerigen    Lösungen aber  eine verhältnismässig grosse Trägheit besitzen  und somit der Wirbelbildung einen erheb  lichen     Widerstand    entgegensetzen.  



  Es wurde     gefunden,    dass     man    einen sehr  guten und starken     Kränselungseffekt    erzielen  kann, wenn man das künstliche Fasermaterial  in frisch     koagulierteffi    und also noch sehr  bildsamem Zustand der Einwirkung eines  in     Wirbelbewegung    versetzten nicht flüssigen,  sondern     gasförmigen    Mediums (in der     Regel       Luft) aussetzt.

   Das leicht bewegliche und  dementsprechend auch leicht in starke     Wir-          belung    versetzbare gasförmige Medium be  wirkt, dass der Faden in die Vorrichtung  hineingezogen wird und zugleich bei grösster  Schonung der Faseroberfläche eine sehr starke,  ausserordentlich viele Windungen aufweisende       Kräuselung    erzeugt wird, die auch sehr be  ständig ist, da 'das gasförmige Medium nicht  wie das flüssige dazu neigt, den Faden nach  Heraustreten aus der Wirbelzone zu strecken,  sondern unter Umständen sogar durch Ver  dunsten eines Teils der dem Faden anhaf  tenden Flüssigkeit eine Verfestigung der ge  bildeten     hräuselwindungen    herbeizuführen  vermag.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, dem  aus der Düse austretenden, erstarrenden  Flüssigkeitsstrahl eine Drehung zu verleihen,  indem man das ihn     koagulierende        flüssige     oder gasförmige     Medium,    also (beim 1ass-      spinnverfahren) das     Fällbad    oder (beim     Trok-          kenspinnen)    den die Spinnlösung     koagulieren-          den    Luftstrom in wirbelnde Bewegung ver  setzt. Diese Verfahren haben sich praktisch  nicht bewährt und keinen Eingang in die  Technik gefunden, da sich auf diese Weise  die erstrebte Wirkung nicht oder nur sehr  unvollkommen erzielen lässt.  



  Die     Vorrichtung    für die Durchführung       des    Verfahrens gestaltet sich sehr     einfach.     Beispielsweise Ausführungsformen sind in  der Zeichnung dargestellt. Es zeigen       Fig.    1 eine     Fadenkräuselvorrichtung    im  Längsschnitt;       Fig.    2 eine abgeänderte Ausführungsform  der     Fadenkräuselvorrichtung    im Längs  schnitt,       Fig.    3 die gleiche Ausführungsform in  Draufsicht ;

         Fig.    4 eine weitere abgeänderte     Ausfüh-          rungsform    der     Fadenkräuselvorriehtung    mit  schraubenförmigem Führungseinbau im Längs  schnitt;       Fig.    5 schematisch die Einschaltung der       Fadenkräuselvorrichtung    in einen bekannten       Herstellungsprozess    ;       Fig.    6 die     Fadenkräuselvorrichtung    ist  Verbindung mit einer     Fadenschneidvorric:h-          tung    ;

         Fig.    7 die     Fadenkräuselvorrichtung    in  Verbindung mit einer abgeänderten Faden  schneidvorrichtung ;       Fig.    8 eine abgeänderte     Ausführung    der  in     Fig.7    dargestellten     Schneidplatte.     



  In den     Fig.    1 bis 3 bedeutet a ein zum  Durchleiten des noch plastischen Fadens ge  eignetes Rohr aus Glas,     3Ietall    oder Gummi,  welches an seinem obern Ende     zweckmässig     mit einer     Äusweitung    b versehen ist, die zur  Aufnahme des     ejektorartigen    Einsatzes c  dient und einen seitlichen Ansatz d zwecks  Zuführung des gasförmigen Mediums besitzt.

    Durch entsprechende Anordnung des An  satzes     d    kann die Zuleitung des     -gasförmigen     Mediums, statt radial nach der Mitte des  Gehäuses hin gerichtet     zti    sein. wie in     Fig.    1  und     -1,    auch     tangential    erfolgen, wie in       Fig.    2 und 3, oder in anderer Richtung, wo-    durch der entstehende Wirbelstrom einen  mehr oder weniger stärker ausgeprägten  Drehsinn erhält.

   Ein derartiger     Dralleffeht          kann    in dem Wirbelstrom auch durch Ein  bau eines schraubenartigen     Führungsstückes     e     (Fig.4)    erzielt     bezw.    verstärkt werden,  welches in dem an die Ausweitung b sich  anschliessenden Teil des Rohres     ec    angebracht  ist.    Die     Fadenkräuselvorrichtung    ist     zwecl-          mässig    durch geeignete     Gewindeverbindung     der wesentlichen Teile leicht zerlegbar     aus-          g        aführt.     



       Fig.    5 zeigt eine ohne weiteres     verständ-          lidhe    Einschaltung der     erfindungsgeniäl')en     Vorrichtung     ra    in die Apparatur eines der  üblichen Verfahren zur Herstellung künst  licher Fäden. Der aus der Spinndüse g aus  tretende Faden f wird über die Leitrolle     h     der     Fadenkräuselvorrichtung    a zugeführt, die  er als gekräuselter Faden i     verläl,t,    um ent  weder in bekannter Weise von einer Auf  wickelvorrichtung     aufgenommen    oder in be  liebiger Weise     -weiterverarbeitet    zu werden.  



  Ein besonderer Vorteil der     Kräuselvor-          richtung    ist es, dass sie infolge ihrer eigen  artigen und höchst einfachen Konstruktion       sich.        sehn    gut für die     direlde    Erzeugung von       kurzstapeligeni        Kunstfaserinaterial    (Stapel  faser) eignet, indem sie mit einer entspre  chenden     Schneidvorrichtung        zti        einem    ein  heitlichen Aggregat verbunden     werdest    kann,  wie dies durch     Fig.    6 und 7 in beispiels  weisen Ausführungsformen dargestellt ist.  



  In     Fig.    6 und 7 sind die zur     Führung     des gekräuselten Fasermaterials dienenden,  in einem Kreis oder in einer Reihre ange  ordneten Rohrre     a    unter     Aasbildung    eines  schmalen (in der Zeichnung zur     Verdeutli-          chung    etwas übertrieben breit dargestellten)  Spaltes     k        unterbrochen    :

   ein     Schneidwerlk-          zeug,    in     Fig.    6 ein rotierendes     Messer    1, in       Fig.    7 ein hin- und     lierbeweg        ter    Satz von  Messern oder dergleichen     (?)t.,        irt2,        irt:;

  ,        2114   <I>. . . ),</I>  zerlegt     dann    die unter     den.        Elnfluss    des     durch-          geblasenen    gasförmigen Mediums in die  untern     Rohransätze    geführten     FiI,den    in  Stapel, deren Länge irr     bakannter    Weise      durch das Verhältnis der Geschwindigkeit  der Fadenzuführung zur Zahl der Schnitte  pro Zeiteinheit bestimmbar ist. Auch die  so geschnittenen Fäden können zunächst  direkt in ein Härtebad übergeführt werden.  



       Fig.    8 endlich zeigt in Aufsicht eine dem  in     Fig.    7 dargestellten ähnlichen Schneid  werkzeug, bei welchem an Stelle der zu  einem Satz verbundenen Messer nur eine  einzige mit einer Reihe von Öffnungen o  versehene     Schneidplatte    n verwendet wird,  welche beim Hin- und Hergehen durch die  messerscharfen Kanten der Öffnungen o das  Durchschneiden der Fäden bewirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines wollähn- lichen künstlichen Faserstoffes durch me- chanisobe Einwirkung eines bewegten Mediums auf das-Irisch gebildete Faden material, dadurch gekennzeichnet, dass die noch in plastischem Zustande befind lichen Fäden der Einwirkung eines wir belnden, gasförmigen Mediums ausgesetzt werden, dessen Strömung sie in die Vor richtung hineinzieht, und ihnen eine viel fach gewundene Form verleiht. II. Vorrichtung zur Durchführung des.
    Ver fahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einem zum Durchleiten der in pla stischem Zustande befindlichen Fäden dienenden \Rohr (a) mit Eintrittsöffnung (c) und seitlichem Ansatz '(d) zum Zuleiten des gasförmigen Mediums. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden noch wäh rend der Einwirkung des wirbelnden, gas förmigen Mediums in Stapel geschnitten werden. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine ejektorartige Ausbildung der Eintrittsöffnung (c) des Rohres (a).
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch den Einbau eines schraubenartigen Führungsstückes (e) zur Erzielung eines Dralleffektes in dem ent stehenden Wirbelstrom des gasförmigen Mediums. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Rohre (a), die zur Führung der dem wirbelnden gas förmigen Medium ausgesetzten Fäden dienen, unterbrochen sind, unter Ausbil dung eines zum Durchlassen rotierender oder hin- und hergehender Schneidwerk zeuge (l, 9)-t, n) geeigneten schmalen Spal tes (h).
CH182933D 1935-01-30 1935-06-11 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wollähnlichen künstlichen Faserstoffes. CH182933A (de)

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