CH182934A - Krimmerartiges Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Krimmerartiges Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung.

Info

Publication number
CH182934A
CH182934A CH182934DA CH182934A CH 182934 A CH182934 A CH 182934A CH 182934D A CH182934D A CH 182934DA CH 182934 A CH182934 A CH 182934A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
pile
threads
fabric
base fabric
wefts
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Davistan Kr Aktiengesellschaft
Breitschaedel Franz
Original Assignee
Davistan Krimmer Pluesch Und T
Breitschaedel Franz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Davistan Krimmer Pluesch Und T, Breitschaedel Franz filed Critical Davistan Krimmer Pluesch Und T
Publication of CH182934A publication Critical patent/CH182934A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D11/00Double or multi-ply fabrics not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description


      Krimmerartiges    Gewebe und Verfahren zu dessen     ff        erstellung.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  neues     krimmerartiges    Gewebe und ein Ver  fahren zu dessen Herstellung.  



       Krimmergewebe,    die in der Hauptsache  zur Herstellung von Mänteln, Jacken, Müt  zen und Besätzen dienen, bestehen bisher aus  einem Grundgewebe mit Kette und     Schuss     und aus einer über diesem Grundgewebe lie  genden     Florkette    aus gekräuseltem Material,  der     sogenannten        Poilkette.    Die     Poilkette    wird  im Grundgewebe durch eine beliebige     Abbin-          dung    mit einzelnen Grundschüssen festgehal  ten.

   Die geschlossenen Noppen der     Poilkette     kommen dadurch zustande,     dass    in das     Poil-          fach    Stahlruten von beliebiger Höhe     jg    nach  der gewünschten Höhe der     Flornoppen    ein  gelegt werden. Die     Poilfäden    umschlingen  den eingelegten     Rutenstab    und werden dann  abgebunden. Schliesslich wird die Stahlrute  aus der betreffenden     Noppenreihe    heraus  gezogen.  



  Je nach der Qualität des     Krimmers    wird    mehr oder weniger     Poilmaterial    verwendet.  Bei geringerer Ware stehen die Noppen ver  einzelt, so     dass    das Grundgewebe nicht ge  deckt wird. Ferner hat     bie    bekannte     Krim-          merware,    bei der die     Poilfäden    ja nur in       Kettrichtung    verlaufen, den Nachteil,     dass    an  den Nähten und Aussensäumen des verarbei  teten Stoffes infolge des     Umbiegens    die  Längszwischenräume als kahle Stellen sicht  bar werden, an denen das Grundgewebe     zuin     Vorschein kommt.

       Auc'li    diejenigen     Schuss-          fäden    des Grundgewebes, die die     Poilkette     einbinden, sind nicht abgedeckt. Bei leichten       Krimmergeweben    zieht sich ausserdem der  nur durch einzelne     Schussfäden    im Grund  gewebe festgehaltene     Florfaden    verhältnis  mässig leicht heraus, wodurch das ganze Ge  webe unbrauchbar wird.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung sind  diese Übelstände beseitigt, und es ist ein  neuartiger, gestrickter Stoff im Charakter  nahekommender Stoff erzielt.      Erfindungsgemäss sind nämlich unter die  Noppen der     -Poil'kette    vollständig oder zum  grössten Teil über dem Grundgewebe ver  laufende Schüsse aus einem dem     Poilketten-          material    gleichartigen     Florfadenmaterial    be  liebiger Stärke eingelegt.

   Unter solchem, dem  Material der     Poilketten    gleichartigen     Flor-          fadenmaterial    ist jeder Faden zu verstehen,  der. aus hochwertigen     Wollfasern    oder der  gleichen locker zu einem verhältnismässig  dicken Faden so versponnen und weiterhin so  behandelt ist,

       dass    er in Aussehen und Fär  bung dem Material der     Poilketten        nahe-          kommt.    Zweckmässig wird das Material der       Florschüsse    vor dem Verweben in der glei  chen Weise wie das     Poilkettenmaterial        ge-          gekräuselt.     



  Es ist     allerdino#S    bei andern Gewebe  arten bereits bekannt, -durch     Einschlag-          schüsse    Noppen zu bilden. Bei den bekannten  Geweben sind aber derartige     Einschlag-          schüsse,    um den Charakter des Ursprungs  gewebes zu erhalten, stets so angeordnet,     dass     sie von den     Florketten    vollkommen verdeckt  werden, also unsichtbar sind. Dement  sprechend wird auch für derartige Schüsse  bisher niemals gekräuseltes     Flormaterial    ver  wendet.  



  Beim     Erfiudungsgegenstand    kommt es  dagegen gerade darauf an, an denjenigen  Stellen, an denen die     Florkette    zur<B>Ab-</B>  deckung des Grundgewebes nicht ausreicht,  ein der     Florkette    im Charakter gleichartiges  gekräuseltes oder auch     ungekräuseltes        Flor-          material    sichtbar anzuordnen.

   Die     Floriaden-          schüsse    tragen demnach erfindungsgemäss  nicht nur die Noppen der     Poilkette,    sondern  füllen zugleich auch die Zwischenräume zwi  schen den einzelnen Noppen der     Poilkette    aus  und überdecken die     Längszwischenräume     zwischen den     Florkettfäden.        Aucli    an Bruch  stellen kann das     Grundge-webe    nicht sichtbar  werden.  



  Gemäss einer besonders zweckmässigen  Ausführungsform der Erfindung sind die  Noppen der einzelnen     Poilkettfäden    in an  sieh bekannter Weise gegeneinander versetzt,  und die eingelegten     Florfadenschüsse    über-    laufen jeweils diejenigen Stellen, an denen  die     Poilkette    mit dem Grundgewebe abge  bunden ist. Auf diese Weise werden demnach  ausser den Lücken zwischen den einzelnen  Noppen und den Längszwischenräumen auch  die     Abbindestellen    unsichtbar, so     dass    das  Grundgewebe vollkommen durch das     Flor-          material    abgedeckt ist.

   Die     Abbindung    der       Poilkette    selbst kann dabei eine ganz be  liebige sein und auch von der bisher bei der       Krimmerfabrikation    üblichen     Abbindung     abweichen. Beispielsweise können die     Poil-          fäden    an jeder     Abbindestelle    mit drei oder  mehr Schüssen im Grundgewebe festgehalten  werden. Die bei einer solchen     Abbindung     auftretenden grossen Zwischenräume zwi  schen den einzelnen Noppen machten ihre  Anwendung bei den bekannten     Krimmerge-          weben    unmöglich.

   Beim Erfindungsgegen  stand dagegen ist eine solche stärkere     Ab-          bindung    ohne weiteres anwendbar, weil die  Zwischenräume von den     Florschüssen    voll  <U>kommen</U> abgedeckt werden.  



  Das neue, der Erfindung entsprechende  Gewebe steht seinem Charakter nach etwa in  der Mitte zwischen einem     Krimmergewebe     und einem Gestrick. Die Haltbarkeit     gegen-          übe'r    dem bekannten     Krimmergewebe    ist  wesentlich verbessert, weil die     Poilkette,    die  doppelt abgebunden ist, sich nicht mehr her  ausziehen kann. Auch bietet das neue Ge  webe für die im Gebrauch auftretenden und  zur Zerstörung des Gewebes führenden Be  anspruchungen wesentlich weniger Angriffs  punkte.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist die Er  findung perspektivisch veranschaulicht. Um  sowohl das Ober-, als auch das Untergewebe  darstellen zu können, sind dabei die Fäden  des Obergewebes dünner und die zwischen  diesen Fäden vorhandenen Zwischenräume  grösser dargestellt als es den natürlichen     Ver-          hältnissen    entspricht.  



       Fig.   <B>1</B> zeigt ein bekanntes     Krimmer-          gewebe,    während       Fig.    2 in einem Ausführungsbeispiel ein  der Erfindung entsprechendes Gewebe dar  stellt.      In den Abbildungen sind<B>1,</B> 11, 111, IV  und V fünf     Kettfäden    des Grundgewebes,       tlie    mit<B>16</B>     Schussfäden   <B>1</B> bis<B>16</B> abbinden.

    Zwischen<B>je</B> zwei     Kettfäden    I, 11<B>11,</B> 111111,  TV TV, V liegen noch weitere Fäden der  Grundkette, die der grösseren Deutlichkeit  wegen nicht     mitgezeichnet    sind.<B><I>A,</I></B><I> B,<B>C, D</B></I>  und<B>E</B> sind fünf über den     Grundkettfäden     1-V verlaufende Fäden der gekräuselten       Poilkette.    Beispielsweise ist dabei sowohl in       Fig.   <B>1.</B> als auch in     Fig.    2 die Anordnung so       (retroffen,        dass    der     Poilfaden   <B>A.</B> mit den  Schüssen<B>1</B> und<B>3,</B> der     Poilfaden    B mit den  Schüssen<B>5</B> und<B>7,

  </B> der     Poilfaden   <B>C</B> mit den  Schüssen<B>13</B> und<B>15,</B> der     Poilfaden   <B>D</B> mit  den Schüssen<B>9</B> und<B>11</B> und der     Poilfaden   <B>E</B>  wieder mit den Schüssen<B>1</B> und<B>3</B> im Grund  gewebe abgebunden ist. Gemäss     Fig.   <B>1</B> sind  zwischen den einzelnen     Poilfäden        A-E    er  hebliche Zwischenräume vorhanden. Auch  werden Fäden des Grundgewebes an all den  Stellen sichtbar, an denen die     Poilkette    im  Grundgewebe abgebunden ist.  



  Demgegenüber sind gemäss     Fig.    2 unter  die     Poilkettfäden        A-E    und über das Grund  gewebe     I-V,   <B>1-16</B> Schüsse     ä-d    aus ge  kräuseltem     Poilmaterial    eingelegt. Diese  Schüsse unterlaufen die von den     Poilkett-          fäden    gebildeten Noppen und überdecken  jeweils die Stellen, an denen die     Poilkette    im  Grundgewebe abgebunden ist.

   Beispielsweise  liegt der     Poilschuss    a über dem     Poilfaden   <B>A,</B>  verläuft alsdann unter den     Poilfäden   <I>B,<B>C, D</B></I>  und liegt über dem     Poiliaden   <B>E.</B> Der     Poil-          schuss   <B>b</B> unterläuft die     Poilkettfäden   <B><I>A, C,</I></B>  <B><I>D, E,</I></B> während er den     Poilfaden    B an der  Stelle, an der er im Grundgewebe abgebun  den ist, überdeckt.

   Der     Poilschuss        c        überläuft     lediglich den     Poilfaden   <B>D,</B> und der     Poilschuss     <B>d</B> deckt den     Poilfaden        C    an der Stelle seiner       Abbindung    im Grundgewebe. Infolge dieser  Anordnung ist das Grundgewebe sowohl in  den Lücken zwischen den einzelnen Noppen,  als auch     in'den    Längszwischenräumen und  an den Stellen, an denen die     Poilkette    im  Grundgewebe abgebunden ist, völlig von       Poilmaterial    überdeckt.

   Zugleich sind die  einzelnen Fäden im Gewebe dauerhaft fest-    gelegt, und die Haltbarkeit; des Materials ist  wesentlich verbessert, zumal der Raum un  ter den Noppen durch die     Poilfadenschüsse     ausgefüllt ist, so     dass    beim Gebrauch auf  tretende zerstörende Kräfte nicht unter die  Noppen greifen können.  



  Weiterhin betrifft wie erwähnt, die Er  findung ein Verfahren zur Herstellung des  neuen Gewebes. Gemäss diesem Verfahren  werden Fäden aus dem Material der     Poil-          kette    gleichartigem     Flormaterial    unter die  flott liegenden, das heisst über dem Grund  gewebe verlaufenden Fäden der     Poilkette          eing,eschossen.    Unter solchem, dem Material  der     Poilketten    gleichartigen     Florfadenmate-          rial    ist jeder Faden zu verstehen, der aus  hochwertigen Wollfasern oder dergleichen  locker zu einem verhältnismässig dicken Fa  den so vorspannen und weiterhin so behandelt  ist,

       dass    er in Aussehen und Färbung dem  Material der     Poilketten        nahekommt.    Zweck  mässig wird das Material der     Florschüsse    vor  dem Verweben in der gleichen Weise wie das       Poilkeitenmaterial    gekräuselt.  



  Die     Florfadenschüsse    werden dabei     vor-          7u-sweise    vollständig über dem Grund  gewebe eingetragen. Gegebenenfalls können  sie aber auch an einzelnen Stellen mit Fäden  der Grundkette abbinden, zum grössten Teil  liegen sie aber stets über dem Grundgewebe.  



  Schliesslich ist es beim Erfindungsgegen  stand auch möglich, eine     Poilkette    zu ver  wenden, die mindestens zum Teil aus     unge-          kräuseltem    Material besteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Kriminerartiges Gewebe, dadurch ae- kennzeichnet, dass unter die Noppen der Poilkettfäden vollständig oder zum gröss ten Teil über dem Grundgewebe ver laufende Schüsse aus dem Material der Poilkette gleichartigem Flormaterial ein gelegt sind, die die Lücken zwischen den Noppen der Florkette und die zwischen den Florkettfäden verbleibenden kahlen Längszwischenräume überdecken.
    II. Verfahren zur Herstellung des krimmer- artigen Gewebes gemäss Patentanspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass Fäden aus einem dem Poilmaterial gleicharti gen Floriadenmaterial unter die flott lie genden, das heisst über dem Grundgewebe sichtbaren Fäden der Poilkette, einge schossen werden.
    UNTERANSPRüCIIE <B>1.</B> Krimmerartiges Gewebe nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass -die eingelegten Florschüsse mindestens teilweise aus gekräuseltem Materiafbe- stehen. <B>2.</B> Krimmerartiges Gewebe nach Patentan- spruell I, dadurel-1 gekennzeichnet, dass die Noppen der einzelnen Poilkettfäden in Kettrielitung gegeneinander versetzt sind,
    und die eingelegten Florschüsse diejenigen Stellen überlaufen, an denen die Poilkette mit dem Grundgewebe ab gebunden ist. <B>3.</B> Krimmerartiges Gewebe nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Poilkeitfäden an jeder Abbindestelle mit mindestens drei Schüssen des Grund gewebes abgebunden sind.
CH182934D 1935-05-20 1935-05-20 Krimmerartiges Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung. CH182934A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH182934T 1935-05-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH182934A true CH182934A (de) 1936-03-15

Family

ID=4431908

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH182934D CH182934A (de) 1935-05-20 1935-05-20 Krimmerartiges Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH182934A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH182934A (de) Krimmerartiges Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung.
AT149128B (de) Krimmerartiges Gewebe.
DE641671C (de) Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung
AT137470B (de) Gewebe, insbesondere für Teppiche oder Möbelstoffe.
DE536532C (de) Ruten-Kettenflorgewebe mit durchgewebtem Rueckenmuster
DE550486C (de) Verfahren zur Herstellung von gemusterten Jacquard-Doppelplueschgeweben
AT121836B (de) Auf der einfädigen Klöppelmaschine hergestellte Nachahmung einer Valenciennesspitze und Verfahren zu ihrer Herstellung.
AT113210B (de) Chenillegewebe und Verfahren zur Herstellung desselben.
DE851930C (de) Belag fuer Filter u. dgl., bestehend aus einem einschichtigen Gewebe, sowie Verfahren zur Herstellung desselben
DE3707139A1 (de) Frottiergewebe, verfahren zu seiner herstellung und webmaschine zur durchfuehrung des verfahrens
AT138281B (de) Verfahren zum Herstellen von Geweben.
AT132302B (de) Verfahren zur Herstellung von Schußflorgeweben.
AT112032B (de) Gekrümmtes Band und Verfahren zur Herstellung desselben.
DE585242C (de) Verfahren zum Herstellen von doppelschuetzig gewebten Doppel-Kettenflorgeweben
AT206822B (de) Schotterkorb (Schanzkorb), insbesondere für Schutzbauten bei der Wildbachverbauung, bei flußbauten od. dgl.
DE553889C (de) Verfahren zur Herstellung von Axminsterteppichen mit gemusterter Rueckseite
DE844274C (de) Leiterartiges Gurtgewebe
DE497995C (de) Verfahren zur Herstellung von Valenciennesspitze auf einfaedigen Kloeppelmaschinen
DE502541C (de) Verfahren zur Herstellung von gemusterten Schussflorgeweben
DE2148577A1 (de) Verfahren zum herstellen von kordgeweben und nach diesem verfahren hergestelltes kordgewebe
AT47214B (de) Filz für Papier-, Pappen-, Holzstoff- und Zellulosemaschinen.
DE618087C (de) Verfahren zum Herstellen von Kettenflorgeweben mit Perserknoten auf Rutenwebstuehlen
DE595225C (de) Verfahren zur Herstellung eines durch Figurschuesse verstaerkten Gewebes
DE4300306C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Doppelplüschgewebes
CH306233A (de) Topfpflanzenstab-Halter.