CH183052A - Gitterförmige Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
Gitterförmige Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zu deren Herstellung.Info
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Description
Gitterförmige Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zu deren Herstellung. Die Erfindung bezieht sich auf gitterför- mige Elektroden für elektrische Entladungs röhren, und auf ein Verfahren zu deren Her stellung. Bei der Verwendung von elektrischen Entladungsröhren mit einem oder mehreren Gittern und einer oder mehreren Anoden begegnet man häufig dem Übelstand, dass diese Gitter und Anoden während des Be triebes der Röhre Elektronen zu emittieren anfangen, und zwar infolge des Umstandes, dass Elektronen der Kathode die genannten Elektroden mit grosser Geschwindigkeit tref fen und aus ihnen Elektronen auslösen. Diese Erscheinung ist als Sekundäremission be kannt. Es sind bereits mehrere Mittel zur Be seitigung oder wenigstens zur erheblichen Herabsetzung dieser Erscheinung bekannt. So wurde bereits vorgeschlagen, die Gitter elektrischer Entladungsröhren mit Silber oder Gold zu überziehen oder diese Elektroden mit einer Chromoxydschicht zu versehen, wobei das Chrom in Metallform auf das Gitter aufgebracht und dann oxydiert wird. Diese Verfahren können vielleicht theoretisch gute Ergebnisse liefern, in der Praxis jedoch haben sie sich als sehr schlecht brauchbar erwiesen, und ausserdem wird die Herstellung derartiger Gitter erheblich umständlicher und komplizierter. Ein weiteres bekanntes Verfahren besteht darin, ein drahtförmiges Gitter oder eine solche Anode aus Zirkoniumdraht herzustellen. Da derartige Elektroden den Übelstand auf weisen können, dass sie mechanisch zu schwach sind und daher in der Röhre die gewünschte Gestalt verlieren und Kurzachluss oder sonstige Unannehmlichkeiten verursachen können, so hat man vorgeschlagen, solche Elektroden anstatt aus nur aus Zirkonium bestehenden Drähten, aus sogenannten Zir- koniummanteldräbten herzustellen, die aus einem Kerndraht aus irgendeinem geeigneten Material und aus einem Zirkoniummantel bestanden. Obwohl mit Elektroden der letztgenannten Art sehr gute Ergebnisse erreichbar sind, können in einigen Fällen Übelstände auf treten. So ist es zum Beispiel nicht ausge schlossen, dass ein dünner Zirkoniummantel, der vorher, das heisst vor der Formgebung der Gitter und der Anoden, um den Draht herum_angebracht werden muss, bei der Nach bearbeitung ganz oder teilweise abgestreift wird, so dass Stellen entstehen können, an deren Oberfläche sich kein Zirkonium be findet und der Kerndraht vollkommen frei liegt. Auch ist es nicht möglich, als Kern material alle Stoffe zu verwenden, die sich aus andern Gründen dazu eignen würden, da nicht jeder Kernkörper auf einfache Weise und in Massenherstellung mit Zirkonium über zogen werden kann. . Diese Übelstände können nun durch Ver wendung einer erfindungsgemässen Elektrode beseitigt werden. Eine derartige gitterförmige Elektrode ist wenigstens teilweise an der Oberfläche mit einer Zirkoniumoxydschicht versehen. Die Erfindung betrifft hauptsächlich Elektroden, die aus Drähten oder Bändern, zum-Beispiel aus einem Wolfram- oder Molyb- dändraht bestehen, der mit einer Zirkonium- oxy dschicht versehen ist. Durch die Erfindung werden nicht nur die obenerwähnten Nachteile der bekannten Bauarten vollkommen vermieden, sondern es können auch besondere Vorteile erreicht werden. So ist es möglich, dem Gitter oder der gitterförmigen Anode zunächst die ge wünschte Gestalt zu geben und dann deren Oberfläche mit Zirkoniumoxyd zu überziehen. Sind diese Elektroden aus Drähten oder Bändern hergestellt, so können letztere erst aufgewickelt und in die gewünschte Elektro- denform gebracht werden, bevor sie mit einer Zirkonitimogydschicht überzogen werden. Letzteres kann durch Aufspritzen, Eintauchen oder auf elektrolytischem Wege erfolgen. Es ist also möglich, die Zirkoniumoxydschicht, die, wie sich herausgestellt hat, auf die Ver meidung der Sekundäremission einen sehr günstigen Einfluss hat, in einem solchen Zeit punkt auf die Elektrode aufzubringen, dass eine Beschädigung dieser Schicht nicht mehr möglich ist. Ausserdem bildet das Zirkonium- oxyd mit der metallenen Unterlage eine emailartige Verbindung mit sehr günstigen Eigenschaften. Die Zeichnung veranschaulicht schematisch als Ausführungsbeispiel einer erfindungsge mässen Elektrode ein Gitter einer elektrischen Entladungsröhre. In dieser Figur ist ein um Stützen 2 und 3 gewickelter Gitterdraht 7 dargestellt, der aus einem lern 4 besteht, der mit einer Zirkoniumoxydschicht 5 überzogen ist. Das Aufbringen dieser Schicht kann in der Weise erfolgen, dass, nachdem der Gitterdraht um die Stützen gewickelt worden ist, das Gitter mit Zirkoniumoxyd bespritzt wird oder dass zum Beispiel das ganze Gitter in ein Bad eingetaucht wird, in dem sich dieses Oxyd in Suspension befindet. Es ist einleuchtend, dass die Erfindung nicht auf das beschriebene Ausfübrungsbeispiel beschränkt ist, sondern dass verschiedene andere Ausführungsformen, die sich zum Beispiel auf gitterförmige Anoden elektrischer Entladungsröhren be ziehen, möglich sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Gitterförmige Elektrode für elektrische Entladungsröhren, dadurch gekennzeichnet, doss wenigstens auf einem Teil der Oberfläche dieser Elektrode Zirkoniumogyd vorhanden ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass diese Elektrode aus einem drahtförmigen Kernkörper besteht, der mit einer Zirkoniumoxydschicht ver sehen ist. 2. Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass diese Elektrode aus einem bandförmigen Kernkörper besteht, der mit einer Zirkoniumschicht versehen ist. 3.Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode aus Wolfram besteht und an der Oberfläche mit einer Zirkoniumoxydschicht versehen ist. 4. Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode aus Mo lybdän besteht und an der Oberfläche mit einer Zirkoniumoxydschicht versehen ist. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung von Elektroden für elektrische Entladungsröhren nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass diese Elektroden an der Oberfläche mit einer Zirkoniumoxydachicht versehen werden. UNTERANSPRt1CHE 5.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode in die für ihre Verwendung gewünschte Gestalt gebracht wird, worauf auf der Oberfläche dieser Elektrode eine Zirkoniumoxydschicht angebracht wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkoniumoxyd- schicht durch Aufspritzen angebracht wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkoniumoxyd- schicht durch Eintauchen der Elektrode in ein Zirkoniumoxyd in Suspension ent haltendes Bad angebracht wird. B.Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkoniumoxyd- schicht auf elektrolytischem Wege ange bracht wird.
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