CH183056A - Selbsttätige, mittels Wechselstrom betätigte Zündeinrichtung für Quecksilberdampfapparate. - Google Patents
Selbsttätige, mittels Wechselstrom betätigte Zündeinrichtung für Quecksilberdampfapparate.Info
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Description
Selbsttätige, mittels Wechselstrom betätigte Zündeinrichtung für quecksilberdampfapparate. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine selbsttätige, mittels Wechselstrom be tätigte Zündeinrichtung für Quecksilber dampf apparate.
Bekannte selbsttätige Zündeinrichtungen für Quecksilberdampfapparate besitzen fol gende Teile: Eine oder mehrere elektromagnetisch be wegte Tauchzündelektroden, einen Transformator, über welchen der das Eintauchen bewirkende Strom geleitet wird, eine Vorrichtung zur eigentlichen Steue rung und Betätigung der Tauchzündelektro- den, sobald der Quecksilberdampfapparat in Betrieb gesetzt werden soll, und welche so lange wirkt, bis ein Erregerstrom fliesst, eine Vorrichtung, um die erste Vorrich tung so lange ausser Tätigkeit zu halten, als der Erregerstrom fliesst.
Beide Vorrichtungen bestehen aus mecha- nisch-glektromagnetischen Relais, mit fest- stehenden Spulen, beweglichen mechanischen Teilen, feststehenden und beweglichen Kon takten, welche notwendigerweise ziemlich langsam wirken. Solche Relais sind aus Kon struktionsgründen immer gewissen Betriebs störungen ausgesetzt, selbst wenn sie sehr sorgfältig gebaut sind.
Bei der Einrichtung gemäss vorliegender Erfindung, welche ebenfalls eine oder meh rere elektromagnetisch bewegte Tauchzünd= elektroden, einen Transformator, über wel chen der das Eintauchen bewirkende Strom geleitet wird, besitzt, wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass der Transformator mit vier Wicklungen versehen ist, von wel chen die eine zur Wecbselstrommagnetisie- rung seines Kernes und die zweite zur Lie ferung des Stromes zum Eintauchen der Elektrode dient, während die dritte die Wir kung der ersten wenigstens zum Teil kom pensiert, sobald Wechselstrom durch diese Elektrode fliesst,
so dass dann die Lieferung des Stromes zum Eintauchen der Elektrode aufhört und diese letztere unter Entstehen eines Zündfunkens austaucht, wobei die vierte vom entstandenen Erregerstrom durch flossen wird und nun eine Gleichstrommag- netisierung des Kernes hervorruft, so dass der Transformator nicht mehr als solcher wirken kann, und die Zündelektrode dadurch ausge- taueht bleibt.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform der Einrich tung gemäss Erfindung schematisch darge stellt.
Ein Erregertransformator 2 weist eine durch einen Schalter 1 gesteuerte Primär wicklung 2a und zwei Sekundärwicklungen 2b, 2.e auf. Die Sekundärwicklung 2b steht an ihren beiden Enden mit Anoden 11a, llb des Quecksilberventils 11 in Verbindung; ihr Mittelpunkt ist mit dem einen Ende einer Wicklung 5a eines Vierwicklungstransforma- tors 5 verbunden, welche anderseits über ohmsche in Reihe geschaltete Widerstände 3, 4 an das eine Ende der Sekundärwicklung 2b angeschlossen ist. Diese letztere speist so mit die Wicklung 5a' des Transformators 5.
Eine Wicklung 5b dieses letzteren speist über Kontakt 6a eines Relais 6 die Wicklung 7a eines Elektromagnetes 7, welcher, ent gegen der Wirkung einer Feder 9, die Zünd- elektrode 8 in den Quecksilbernapf llc des Ventils 11 zum Eintauchen bringt. Die Wicklung 6b des Relais 6 ist der Wicklung 5a parallel geschaltet und erhält Strom von der rechten Hälfte der Wicklung 2b des Er regertransformators 2 über die Ohmschen Widerstände 3, 4.
Das eine Ende des Wider standes 3 steht mit einem Kontakt 6c des Relais .6, das gemeinsame Ende der Wider stände 3, 4 mit einem weiteren Kontakt 6c in Verbindung, so dass der Widerstand 3 kurz geschlossen werden kann.
Das eine Ende der Sekundärwicklung 2c des Haupttransformators 2 ist über Kontakte 6d des Relais 6 mit der Zündelektrode 8 ver bunden. Der Quecksilbernapf 11c, in wel chem diese Zündelektrode eintauchen kann, ist an eine weitere Wicklung 5c des Trans- formators 5 angeschlossen, welche ihrerseits mit dem zweiten Ende der Sekundärwick lung 2c über einen Omschen Widerstand 10 verbunden ist. Die Wicklung 5c dient zur Kompensierung der Wicklung 5a.
Endlich ist der Mittelpunkt der Sekun därwicklung 2b über eine Drosselspule 12 mit der in der Enleitung erwähnten Wick lung 5d des Transformators 5 verbunden, welche anderseits an den Quecksilbernapf llc angeschlossen ist. Wenn der Erreger gleichstrom durch die Wicklung 5d fliesst, erzeugt er im Kern des Transformators 5 eine hohe Gleichstrommagnetisierung, so dass derselbe nicht mehr als solcher wirken kann.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Ausführungsform ist nun wie folgt: Beim Einlegen des Schalters 1 wird der Erregertransformator 2 unter Spannung ge setzt. Seine Sekundärspannung kann zuerst nur über die Widerstände 3, 4 auf die Wick lung 5a des Transformators 5, sowie auf die Wicklung 6b des Relais 6 wirken. Der Transformator 5 kann vorläufig noch keine Energie aufnehmen, denn alle seine übrigen Wicklungen 5b, <B>5e,</B> 5d sind noch offen. Das Relais 6 zieht hingegen sofort an, schliesst bei 6a den Stromkreis der Wicklung 7a des Elektromagnetes 7, setzt die Zündelektrode 8 unter Spannung und überbrückt gleich zeitig den Widerstand 3.
Der Erregertrans formator 2 kann somit über die Wicklungen 5a, 5b des Transformators 5 auf die Wick lung 7a des Elektromagnetes arbeiten, wel cher die Ziindelektrode 8 in den Quecksilber napf llc zum Eintauchen bringt.
Sobald dieses Eintauchen erfolgt ist, fliesst in der Wicklung 5c des Transforma tors 5 ein Wechselstrom, der bezüglich Rich tung und Stärke derart bemessen ist, dass die Wirkung der Wicklung 5a kompensiert wird. Die Wicklungen 5b und 7a erhalten keine Spannung mehr.
Die Feder 9 zieht die Zündelektrode 8 aus dem Quecksilbernapf lla heraus, wodurch ein Zündfunk entstehen und die Erregung des Ventils durch die Sekundärwicklung 2b zum Einsetzen kom men kann; wenn nun Erregergleichstrom fliesst, wird die Wicklung 5d des Transfor mators 5 von demselben durchflossen, wo durch der Eisenkern 5 eine hohe Gleich strommagnetisierung erfährt und dieser Transformator nicht mehr als solcher wirken kann. An der Wicklung 5a bricht deshalb die Spannung bis auf den sehr geringen Spannungsabfall zusammen, so dass das Re lais 6 abfällt und dieser Wicklung 5a den Widerstand 3 vorschaltet; infolgedessen kann nur ein geringer Strom dauernd über die Wicklung 5a fliessen.
Die Zündelektrode 8 wird sofern sie beim Austritt aus dem Kathodenquecksilber kei nen Funken erzeugt, infolge der sofortigen Bereitschaft des Transformators 5, unmittel bar nach dem Austritt aus dem Quecksilber wieder heruntergezogen, um wieder ins Quecksilber einzutauchen. Solange kein Zündfunke entsteht, sind die Bewegungen der Zündelektrode 8 also sehr geringe, das heisst das untere Ende dieser letzteren schwingt so lange in der Gegend des Queck silberspiegels, bis ein Zündfunke entsteht; sobald dies der Fall ist, kann die Zündelek- trode ihre volle Bewegung nach oben aus führen.
Es geht aus der obenstehenden Beschrei bung hervor, dass der Transformator 5 die Steuerung der Zündanode selbsttätig ohne jegliches weitere Hilfsmittel besorgt. Infolge #zciner rein induktiven Wirkung fällt jegliche mechanische Schaltzeit weg. Die dauernd momentane Ansprechbereitschaft dieser Re laisart hat, wie erwähnt, weiter zur Folge, dass die Zündelektrode, so lange kein Funke entsteht nur sehr geringe Bewegungen aus führt, wodurch die Zündzeit noch weiter ver kürzt wird. Des weiteren ist der Transforma tor 5 weniger Betriebsstörungen ausgesetzt als mechanisch-elektromagnetische Relais.
Reisst die Erregung des Ventils 11 aus irgend einem Grunde ab, so verschwindet der Erregergleichstrom in der Wicklung 5d und somit auch die Gleichstrommagnetisierung des Eisenkernes 5e; es entsteht wieder Span nung an den Klemmen der Wicklung 5a und das Relais 6 zieht wieder an, wie anfänglich. Die Ohmschen Widerstände 4, 10 sind vorgesehen, um die Entstehung eines Kurz schlusses des Erregertransformators 2 im Moment zu verhindern, in welchem die Wicklung c die Wirkung der Wicklung 5a kompensieren soll.
Wenn sie genau gleich dimensioniert wären, so würde die Wicklung 5e die Wicklung 5a, die dieselbe Windungs- zahl hat, volkommen kompensieren, das heisst es würde schon im Moment der Kompen sation an den Klemmen der Wicklung 5a die Spannung praktisch auf Null zusammen brechen, und das Relais 6 zum Abfallen kommen, was zu dieser Zeit noch nicht er wünscht ist.
Aus diesem Grunde werden die Widerstände 4, 10 ungleich bemessen, so dass die Kompensation der Wicklung 5a nur eine teilweise ist; die Zündelektrode 8 geht gleichwohl aus dem Quecksilbernapf 11e heraus, denn die Zugkraft eines Elektromag netes nimmt mit der Erregung quadratisch ab.
Auf ,diese Art wird erreicht, dass das Relais 6 in diesem Moment nicht abfällt. Die Grösse des Transformators 5 ist be stimmt durch die Leistung, die die Wicklung 7a für die Betätigung der Zündelektrode 8 erfordert. Da diese Leistungsabgabe nur sehr kurze Zeit dauert, so kann der Transforma tor 5 während dieser Zeit stark überlastet werden, das heisst seine Nennleistung redu ziert sich auf einen sehr geringen Wert.
Es ist bekannt, dass bei Wechselstrom- Zündeinrichtungen, bei denen die Erreger anoden vom gleichen Transformator aus ge speist werden, wie die Zündelektrode, es immer dieselbe Anode ist, die mit dem Ein setzen des Erregerstromes beginnt, und zwar diejenige, die in Phase mit der Zündelek- trode ist.
Bei der beschriebenen Ausfüh rungsform kann nun die Spule 5d des Trans formators 5 derart angeschlossen werden, dass die Spannung, die in ihr erzeugt wird, durch das nicht vollständig kompensierte magnetische Feld zur Zeit der Zündung, im gleichen Sinne wirkt, wie die Spannung an der oben erwähnten Erregeranode. Diese er hält also zur Zeit der Zündung einen zusätz- liehen Spannungsimpuls, was das Einsetzen der Erregung stark erleichtert.
Das Relais 6 ist nur ein Hilfsrelais und spielt keine Rolle in der eigentlichen Steue rung und Betätigung der Tauchzündelek- trode 8; es wurde der Bequemlichkeit wegen eingeführt, um das Unterspannungsetzen dieser Elektrode und das Kurzschliessen des Ohmschen Widerstandes 3 gleichzeitig zu be wirken; es bleibt 'zu Beginn der Zündung ein- und nach vollendeter Zündung aus geschaltet. Die Wicklung 7a des Elektro magnetes 7 könnte prinzipiell unmittelbar durch die Wicklung 5b des Transformators 5 gespeist werden.
Die beiden Wicklungen "5c, 5d des Trans formators 5 können zu einer einzigen ver einigt werden; in diesem Falle ist der Zünd - stromkreis an die eine der Hälfte der Sekun därwicklung 2b angeschlossen.
Die teilweise Kompensation der Wirkung der Wicklung 5a durch die Wicklung<B>50</B> kann auch durch Einschaltung von un gleichen Drosselspulen in deren Stromkreise, bei gleichen Ampereivindungszahlen beider -Wicklungen, oder durch ungleiche Ampere windungszahlen dieser letzteren erreicht werden.
Die vorliegende Einrichtung kann sowohl angewendet werden für Quecksilberda.mpf apparate mit Metallgehäuse und aussenliegen den Steuermagneten, wie auch für solche mit Glasgehäuse und irgend welchen Steuer mechanismen für die Zündelektrode.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Selbsttätige, mittels Wechselstrom be tätigte Zündeinrichtung für Quecksilber dampfapparate, mit wenigstens einer elektro magnetisch bewegten Tauchzündelektrode und einem Transformator, über welchen der das Eintauchen bewirkende Strom geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Transformator mit vier Wicklungen ver sehen ist, von welchen die erste (5a) zur Wechselstrommagnetisierung seines Kernes und die zweite (5b) zur Lieferung des Stro mes zum Eintauchen der Elektrode dient, während die dritte (5c) die Wirkung der Wicklung (5a) wenigstens zum Teil kompen siert,sobald Wechselstrom durch diese Elek trode fliesst, so dass dann die Lieferung des Stromes zum Eintauchen der Elektrode auf hört und diese letztere unter Entstehen eines Zündfunkens austaucht, wobei die vierte Wicklung (5d) vom entstandenen Erreger strom durchflossen wird und nun eine Gleichstrommagnetisierung des Kernes her vorruft, so dass der Transformator nicht mehr als solcher wirken kann, und die Zünd- elektrode dadurch ausgetaucht bleibt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Selbsttätige Zündeinrichtung gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine teilweise Kompensation der Wir kung der Wicklung (5a) dadurch erreicht wird, dass bei gleichen Amperewindungs- zahlen der Wicklungen (5a und<B>5e)</B> un gleiche Widerstände in deren Stromkreise eingeschaltet sind. 2. Selbsttätige Zündeinrichtung gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine teilweise Kompensation der Wir kung der Wicklung (5a) dadurch erreicht wird, dass bei gleichen Amperewindungs- zahlen der Wicklungen (5a und 5c) un gleiche Drosselspulen in deren Strom kreise eingeschaltet sind. 3.Selbsttätige Zündeinrichtung gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine teilweise Kompensation der Wir kung der Wicklung (5a) dadurch erreicht wird, dass die Wicklungen (5a und<B>5e)</B> ungleiche Amperewindungszahlen be sitzen. 4. Selbsttätige Einrichtung gemäss Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungen (5a und 5d) zusammen fallen, wobei der Zündkreis an den einen Teil der Sekundärwicklung des Erreger transformators angeschlossen ist.
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