CH183077A - Verfahren und Radioempfänger zum Empfang modulierter Trägerwellen. - Google Patents

Verfahren und Radioempfänger zum Empfang modulierter Trägerwellen.

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CH183077A
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  Verfahren und     Radioempfänger    zum Empfang modulierter Trägerwellen.    Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren und einen Radioempfänger für Ein  richtungen zum störungsfreien und selek  tiven Empfang von modulierten Träger  wellen.  



  Erfindungsgemäss wird die gewünschte  Störungsfreiheit und der selektive Empfang  erzielt durch den Gebrauch von Einrichtun  gen, welche insgesamt nur ein Seitenband der  modulierten Trägerfrequenz aussieben und  übertragen. Da im ganzen nur ein Seiten  band an Stelle der üblichen zwei benutzt  wird, brauchen die     Selektionskreise    des Emp  fängers nur für die Hälfte derjenigen     Fre-          quenzbandbreite    bemessen zu werden, welche  im Falle des bisher üblichen doppelten Sei  tenbandempfanges nötig waren. Eine schma  lere, ausgesiebte Bandbreite lässt aber uner  wünschte     Signale    besser vermeiden und gibt  ein Minimum von     Störungen.     



  Obgleich     Einseitenbandempfang    auch bei  andern Empfangseinrichtungen angewendet  werden kann, ist er doch besonders vorteil-         haft    bei     Superheterodyneempfängern.    Daher  wird die nachfolgende Erläuterung von Aus  führungsbeispielen in erster Linie anhand       Superheterodyne    -     Einseitenbandempfängern     gegeben.  



  Ein besonderer Vorteil des Einseiten-     -          bandempfanges    ist es, dass nach Belieben das  eine oder das andere der in üblicher Weise  von der     Sendestation    übertragenen Seiten  bänder ausgewählt werden kann. Falls daher  zufällig störende Signale in dem einen Sei  tenband auftreten, genügt     eine    geringe Ver  änderung der Abstimmung, um das andere  Seitenband auszuwählen, welches dann ge  wöhnlich frei von Störschwingungen ist. Es  ist sehr ungewöhnlich, dass beide Seitenbän  der einer Sendestation durch Schwingungen  einer andern Station gestört werden.  



  Erfindungsgemäss wird aus den die Trä  gerwelle und zwei Seitenbänder enthaltenden  Empfangsschwingungen ein im wesentlichen  der Breite eines einzigen     Seitenbandes    ent  sprechendes Frequenzband ausgesiebt und      dafür gesorgt, dass im Empfänger eine An  zeige     auftritt,    wenn die Abstimmung so ein  gestellt ist, dass die Mitte des ausgewählten  Frequenzbandes einen Abstand von der Trä  gerwelle besitzt, welcher der halben Breite  des ausgewählten     Frequenzbandes    entspricht.  



  Zweckmässig     wird    eine sogenannte selek  tive     Admission    vorgesehen, durch welche die  Hörwiedergabe des Empfängers scharf auf  ein     Maximum    erhöht wird,     wenn    der Emp  fänger in der Weise     unsymmetrisch        abge-          stimmt    ist, dass nur die Trägerwelle     und    das  eine Seitenband gleichmässig empfangen wer  den. Dies     wird    vorzugsweise erreicht durch       Zusammenwirken    eines selektiven Filternetz  werkes und einer automatischen     Lautstärke-          regelung.     



  Es kommt ferner zweckmässig eine auto  matische     Lalltstärkeregelung    zur Anwen  dung,     wt    ehe als sogenannte Grenzwert- oder       Schv,        llwer.regulierung    ausgebildet ist, das  heisst bei der die Regulierung nur     dann    ein  setzt, wenn eine bestimmte Signalstärke über  schritten wird und deren Wirksamkeit unab  hängig von der     Modulation    ist.

   Die Aus  gangsleistung des Empfängers kann unge  wöhnlich gleichförmig erhalten werden mit  Hilfe einer sogenannten automatischen Um  kehrlautstärkeregulierung, welche mit der       selbsttätigen        Lautstärkeregulierung    zusam  menarbeitet - und welche die restlichen       Schwankungen    der Lautstärke durch eine       entsprechende        Gittervorspannungsänderung          beseitigt.     



  Vorteilhaft ist ferner die Benutzung einer       soggenannten        Schweigeeinrichtung    mit Hilfe  deren der Empfänger so lange     unwirksam     gehalten wird, bis die empfangene Signal  stärke einen     bestimmten    Wert überschreitet,       insbesondere    solange der Empfänger noch  nicht richtig abgestimmt ist.

   Sowohl die  automatische     Lautstärkeregulierung,    als auch  die     Schweigeeinrichtung    arbeiten zweck  mässig mit einer     Zeitverzögerung    (Ein  schwingzeit), welche vergleichbar ist mit der  Periode der tiefsten     Modulationsfrequenz.     Die     Einschwingzeit    der     Schweigeeinrichtung     ist zweckmässig ebenso gross oder grösser als    diejenige der selbsttätigen     Lautstärkeregulie-          rung.     



  Im folgenden werden anhand der     Fig.        I     bis 15 der Zeichnung Ausführungsbeispiele  des erfindungsgemässen Verfahrens und eines       erfindungsgemässen    Empfängers erläutert.  



  Ein     Hochfrequenztelephonsignal    umfasst  eine Trägerfrequenz, welche mit Hörfrequen  zen moduliert ist. Diese Modulation ändert  die     Trägerfrequenzkomponente    der Signal  welle nicht, sondern verursacht lediglich, dass  dieser zwei symmetrische Frequenzbänder  überlagert werden, welche     bekannt    sind als  Seitenbänder.

   Das untere dieser beiden Sei  tenbänder enthält für jede Hörfrequenz der  Modulation eine Komponente, deren Fre  quenz 'gleich der Differenz der Trägerfre  quenz und der Hörfrequenz ist, und das obere  Seitenband enthält für jede Hörfrequenz der  Modulation eine     Frequenzkomponente,        @vel-          che    gleich ist der Summe der Trägerfrequenz  und der Hörfrequenz.

   Gewöhnlich kann eine  einzelne     Frequenzkomponente    des Seitenban  des die halbe Amplitude der Trägerfrequenz  schwingung nicht übersteigen; das bedeutet,  dass die Summe zweier symmetrischer Seiten  bandkomponenten gewöhnlich die     Amplitude     der     Trägerfrequenzschwingung    nicht über  steigen kann, andernfalls würde die Modula  tion mehr als<B>100%</B>     betragen.     



  Da beim gewöhnlichen Rundfunkemp  fang die Trägerfrequenz und beide Seiten  bänder benutzt werden, ist für einen derarti  gen Empfang ein Empfänger erforderlich,  welcher ein Frequenzband aussiebt     bezw.     .durchlässt, das doppelt so breit ist wie die  höchste im Empfänger auftretende Hörfre  quenz. Diese beträchtliche Bandbreite be  grenzt die Selektivität des Empfängers ge  genüber Störungen von unerwünschten Sig  nalen, z. B. auch in den Fällen, wenn eines  der     Seitenbänder    ganz frei von Störschwin  gungen ist.  



  Der     Einseitenbandempfang    ist ein Emp  fangsverfahren, welches im ganzen nur eines  der beiden Seitenbänder benutzt, obwohl die  Trägerfrequenz und der     innere    Rand (wel  cher den niedrigen Hörfrequenzen     entspricht)         des andern Seitenbandes mit Vorteil auch  noch mitbenutzt werden kann. Für irgend  ein gegebenes Signal erfordert dieses Emp  fangsverfahren einen Empfänger, welcher  eine Bandbreite besitzt, die nur gleich der  höchsten Hörfrequenz zu sein braucht.

   Dar  aus ergibt sich, dass ein     Einseitenbandemp-          fänger    im Vergleich mit einem Zweiseiten  bandempfänger in bezug auf seine Selektivi  tät weitgehend verbessert werden kann, wo  bei diese Verbesserung nicht durch den Ver  lust einer der gewünschten Hör- oder     Modu-          lationsfrequenzen    erkauft zu werden braucht.    Zum besseren Verständnis des Einseiten  bandempfängers soll die prinzipielle Wir  kungsweise eines     Zweiseitenband-    und eines       Einseitenbandempfängers    beschrieben wer  den, bevor ein Ausführungsbeispiel des er  findungsgemässen     Einseitenbandempfängers     im einzelnen behandelt wird.

   Die allgemeine  Wirkungsweise und die Beziehungen in sol  chen Empfängern werden anhand der     Fig.    1  und 2 erläutert und die folgenden Symbole  benutzt:         f.    = eine     Modulationshörfrequenz,          fb    = die höchste verlangte     Modulationshörfrequenzbreite    eines Seitenbandes,  f     e    = allgemein eine Trägerfrequenz,       f8    = allgemein eine     Radiosignalfrequenz,          fb"    = die auf der Skala.

   des Empfängers eingestellte     Abstimmfrequenz    = der mittleren  Frequenz des Signalfrequenzbandes, welches durch die Gesamtheit der Siebeinrich  tungen des Empfängers bestimmt wird.  



       f5"    = die     Signalträgerfrequenz,          f@d'   <I>- f</I>     @"   <I>-</I>     f.,   <I>=</I> eine untere Seitenfrequenz, also eine Komponente des untern Seitenbandes,       f@@"    =     f@@        -f-        f:

  @=eine    obere Seitenfrequenz, also eine Komponente des     obern    Seitenbandes,  <B>f ,b'</B><I>=<B>f ,e</B> - f</I>     b    = untere Grenze des untern Seitenbandes,       fsb"    = f".     -@--        fb    = obere Grenze des     obern    Seitenbandes.         Fig.    1. zeigt eine Anzahl von graphischen  Darstellungen,     bei    denen entlang der Hori  zontalachse die Frequenz aufgetragen ist.

    Die Ordinaten stellen im Fall der     Fig.    Ja  die relative Intensität dieser Frequenzen dar,  im Fall der     Fig.        1b    bis     1f    einschliesslich der  relativen     Durchlassfähigkeit        bezw.    des Über  tragungsmasses der Filterkreise. In     Fig.    Ja  stellt die Kurve 10 das     Frequenzspektrum     von     Hörfrequenztelephonströmen    und Kurve  11 die Trägerwelle und das Seitenband  spektrum einer hochfrequenten Signalwelle,  welche durch die genannten     Hörfrequenz-          ströme    moduliert ist, dar.  



       Fig.        1b    zeigt die     Siebcharakteristik     eines gewöhnlichen     Zweiseitenbandempfän-          gers.    Kurve 12 zeigt die Charakteristik aller  Siebkreise zusammen. Die Charakteristik ist  gleichförmig über die beiden     Seitenbänder     und fällt ziemlich rasch an den äussern Gren  zen der Seitenbänder ab. Kurve 13 zeigt die         Durchlasscharakteristik    des Empfängers für       Hörfrequenzmodulationen,    welche bestimmt  ist durch diejenigen beiden symmetrischen  Teile der Kurve 12 auf jeder Seite der Trä  gerfrequenz<B>f",</B> welche den Seitenbändern  entsprechen.

   Aus diesen Kurven ist ersieht  lieh, dass ein     Zweiseitenbandempfänger    mit  den beschriebenen     Selektionscharakteristiken     eine gleichmässige Übertragung der Hör  modulation     innerhalb    des verlangten Berei  ches von     Hörfrequenzen    ergibt.  



  In     Fig.        1c    stellen die Kurven 14 und 15  die     Selektionscharakteristiken    für Signal  und Hörfrequenzen eines     Zweiseitenband-          empfängers    dar, welcher zu selektiv ist. Die  Kurve 14 ist nur halb so breit im Frequenz  massstab wie die Kurve 12, wodurch die  äussere Hälfte jedes Seitenbandes abgeschnit  ten wird. Kurve 15 zeigt die Wirkung auf  die Hörfrequenzen,     nämlich    die     Beeinträch-          tigung    der höheren Hörfrequenzen.

             Fig.        1d    zeigt die     Selektionscharakteristi-          ken    eines     Einseitenbandempfängers.    Kurve  16 ist identisch mit der Kurve 14; sie ist  jedoch nach     tieferen    Frequenzen hin verscho  ben um einen Betrag, der etwa der halben  Breite eines Seitenbandes entspricht. Dies  wird dadurch erzielt, dass man die Signal  selektionskreise ausserhalb des Mittelpunktes  (bezogen auf die     Signalträgerfrequenz        f")     einstellt, so dass also das ganze untere Sei  tenband eingeschlossen, dagegen das obere       Seitenband    im     -wesentlichen    ausgeschlossen  wird.

   Die Kurve 17 zeigt die resultierende  Wirkung auf die Hörfrequenz, nämlich dass  der Empfänger mehr oder weniger alle ver  langten Hörfrequenzen getreu wiedergibt. Die  tiefe     Hörfrequenzmodulation    entspricht den  Seitenfrequenzen, die sehr nahe der Träger  frequenz liegen, wobei der Empfänger auf  Frequenzen beiderseits der Trägerfrequenz  anspricht, während die hohen Hörfrequenzen  den äussern Seitenfrequenzen entsprechen,  wobei jedoch der Empfänger nur diejenigen  auf der einen Seite der Trägerwelle auf  nimmt. Die Übertragung der hohen Hörfre  quenzen ist daher auf die Hälfte des Wertes  heruntergedrückt, welcher im Falle des Zwei  seitenbandempfanges auftreten würde.

   Diese  Benachteiligung der höheren Hörfrequenzen  kann indessen vorteilhaft ausgeglichen wer  den dadurch,     da,ss    man die Verstärkung des       Hörfrequenzverstärkers    bei den höheren  Hörfrequenzen verdoppelt. Die resultie  rende gleichförmige Ü     bertragungscharakte-          ristik    wird durch die Kurve 18 dargestellt.  



       Fig.    je     entspricht-derjenigen    von     Fig.        1d,       mit dem Unterschied, dass die Kurve 19 die  Abstimmung ausserhalb des     Mittelpunktes     (bezogen auf die     Signalträgerfrequenz)    in  der entgegengesetzten Richtung von derjeni  gen in     Fig.    1 d zeigt, so dass das obere anstatt  das untere Seitenband durchgelassen wird.  Die resultierende     Hörfrequenzcharakteristik,     dargestellt durch die Kurven 17 und 18, ist  dieselbe wie in dem Fall, der durch     Fig.        1d     dargestellt wurde.  



       Fig.        1f    zeigt ein Verfahren zur Erzielung  einer gleichförmigen Übertragung bei einem       Einseitenbandempfänger    ohne Ausgleichs  massnahmen im     Hörfrequenzverstärker.    Ver  glichen mit der     Fig.        1d    ist die Kurve 20  nicht ganz so breit wie die Kurve 16, ob  gleich die Verstimmung gegenüber der Trä  gerfrequenz f     "    genau so gross ist;

   indessen  ist der Empfänger für die Trägerfrequenz  welle und die unmittelbar benachbarten Sei  tenfrequenzen nur halb so empfindlich als im  Fall der     Fig.        1d.    Für eine gegebene     Hörfre-          quenzmodulation    ist die Gesamtwiedergabe  aller     Seitenfrequenzen    die gleiche, wie durch  die Kurve 21 dargestellt ist.  



  Die Wirkungsweise des Zweiseiten- und       Einseitenbandempfanges    bei     Superhetero-          dyneempfängern    soll anhand der     Fig.    2 er  läutert werden. Zu diesem Zweck werden  die folgenden, zusätzlichen Bezeichnungen  benutzt, wobei vorausgesetzt wird, dass der       Superheterodyneoszillator    eine Frequenz lie  fert, die grösser ist als die empfangene Trä  gerfrequenz, aber kleiner als die, doppelte  Signalfrequenz.         fi    = allgemein eine Zwischenfrequenz,       fio    = die nominelle Zwischenfrequenz = die mittlere Frequenz des Zwischenfrequenzban  des, welches durch die     Zwischenfrequenzfilter    festgelegt ist.  



       fo    =     fso        -I-        fio    = die     Oszillatorfrequenz,     fix _ f -     fs@    = die     Zwischenträgerfrequenz,

            fiä    =     fo    -     fsa    =     fie        +        fas          fia        @    =     fo    -     fsa        @    =     fic    -     fas          fib   <I>=</I>     f.   <I>-</I>     fsb'    =     fic        +        fb,

            fib"    -     f.    -     fsb   <B>"</B> =     fic    -     fb.       Die Kurven der     Fig.    2 sind ähnlich denen  der     Fig.    1 beschriftet, wobei auf der hori-         zontalen    Achse die Frequenz aufgetragen ist,  während die Ordinaten der     Fig.    2a und     2c         die relativen Frequenz     intensitäten,    die Ordi  naten der     Fig.    2b und 2d diese einschliesslich  des relativen Übertragungsmasses angeben.

    Die Kurven, welche denen der     Fig.    1 glei  chen, sind in gleicher Weise     numeriert.     



  Die     Fig.    2a und 2b entsprechen den       Fig.    l a und I b und zeigen die all  gemeine Wirkungsweise und die Charak  teristiken gewöhnlicher     Superheterodyne-          Zweiseitenbandempfänger.    Die     Oszillatorfre-          quenz    f     o    ist oberhalb der     Signalträgerfre-          quenz    f     S@    gewählt durch entsprechende Wahl  der nominalen Zwischenfrequenz     fio.    Die     Os-          zillatorfrequenz    wird durch die Kurve 22  dargestellt,

   welche einer Skalenangabe     fso     des Empfängers entspricht, welche gleich der       Signalträgerfrequenzf"ist.    Die Signal- und       Oszillatorfrequenzen    sind in dem     Superhetero-          dynemodulator    gemischt und ergeben die       Differenzfrequenzkomponenten,    welche durch  die Kurve 23 dargestellt werden, wobei die  umgewandelte Trägerfrequenz     fi,    gleich der  nominalen Zwischenfrequenz     fio    ist. Es ist  zu bemerken, dass die untern und obern Sei  tenbänder bei dem Vorgang der Umwand  lung des Signals in Zwischenfrequenz ver  tauscht werden.

   Dies kommt daher, weil die  obern     Seitenbandfrequenzen    des Signals  näher der     Oszillatorfrequenz    liegen und daher  tiefere Differenzfrequenzen hervorrufen.  



  Die Kurve 24 in     Fig.    2b, welche sym  metrisch zu der nominalen Zwischenfrequenz  <B>f</B>     i"    liegt, zeigt, dass die     Zwischenfrequenzsieb-          kreise    gleichförmig über ein Frequenzband  wirken, welches beide Zwischenfrequenz  seitenbänder umfasst. Die Kurve 12 in     Fig.    2b  zeigt die Übertragungscharakteristik der     Mo-          dula.tor-    und     Zwischenfrequenzsiebkreise,    un  ter Rückbeziehung auf die Signalfrequenz,  wobei die Tatsache in Betracht gezogen ist,  dass die letztere Frequenz in die Zwischen  frequenz durch den     Modulator    umgewandelt  werden muss.

   Die resultierende Hörfrequenz  abhängigkeit, welche durch die Kurve 13  dargestellt ist, ist dieselbe wie im Fall     1b.     



  Die     Fig.    2e und     2d    zeigen die Wirkungs  weise und die Charakteristiken eines     8uper-          heterodyne    -     Einseitenbandempfängers.    Die         Fig.    2d entspricht der     Vig.        1d.    Die     Oszilla-          torfrequenz    ist tiefer abgestimmt als im Fall  des     Zweiseitenbandempfanges    nach     Fig.    2a  und 2b, und zwar um     einen    Betrag, der halb  so gross ist wie die höchste verlangte Hörfre  quenz.

   Die     Oszillatorfrequenz    ist in diesem  Fall durch die Linie 25 dargestellt und ent  spricht einer Skaleneinstellung     f"),    welche  gleichfalls niedriger ist als die Signalträger  frequenz     f".    Die Signal- und     Oszillatorfre-          quenzen    ergeben zusammen Differenzfre  quenzen entsprechend der Kurve 26.

   Die um  gewandelte Trägerfrequenz     fi,    ist niedriger  als im Fall der     Fig.    2a und 2b, und zwar  um den halben Betrag der Frequenz     fb;    sie  ist gleichfalls niedriger als die-     Frequenz        fio.-          Die    Kurve 27 in     Fig.    2d zeigt, dass die       Zwischenfrequenzsiebkreise    gleichförmig wir  ken über ein Frequenzband, welches nur  eines der beiden Seitenbänder umfasst, wobei  die Kurve 27 im     Frequenzmassstab    halb so  breit ist wie die Kurve 24.

   Die Kurve 27  liegt symmetrisch zu der Frequenz     fio,    wie  in dem Fall des     Zweiseitenbandempfanges     nach     Fig.    2b, umfasst jedoch nur eine Seiten  bandbreite durch eine entsprechend andere  Abstimmung des Empfängers. In der     Fig.    2d  zeigt die Kurve 16 die     Übertragungscharak-          teristik    der     Modulator-    und     Zwischenfre-          quenzsiebkreise,    rückbezogen auf die Signal  frequenz.

   Die resultierende Hörfrequenz  übertragungscharakteristik, wie sie die Kurve  17 darstellt (oder 18, wenn die     Hörfre-          quenzkompensation    angewandt wird), ist die  gleiche wie im Fall der     Fig.        1d.            Fig.    2 zeigt genau, wie ein     Superhetero-          dyneempfänger    bei     Zweiseiteuband-    und       Einseitenbandcharakteristiken    entsprechend  den     Fig.        1b    oder     1d    arbeitet.

   Aus dieser Be  schreibung ist ersichtlich, wie man einen     Su-          perheterodyneempfänger    mit den Charak  teristiken der     Fig.        1d,        1e    oder     1f    entwerfen  oder betreiben soll.  



  Bei     Superheterodyneempfängern    sind die  folgenden Tatsachen zu berücksichtigen:  1. Die     Signalträgerfrequenz    f     "    ist beim  Sender fest eingestellt und kann nicht durch      Abstimmung des Empfängers verändert wer  den;  2. Die nominale Zwischenfrequenz     fio    ist  vorher bestimmt durch die Ausbildung der       Zwischenfrequenzsiebkreise    und kann nicht  durch die     Abstimmeinrichtung    des Empfän  gers eingestellt werden. Die     Bandbreite    der       Zwischenfrequenzsiebkreise,    dargestellt durch  die Kurve 24 oder 27, ist ebenfalls vorher  festgelegt;  3.

   Die nominale     Abstimmfrequenz        fso,     welche auf der Skala angezeigt wird, kann  nach Belieben geändert werden. Die Haupt  funktion der     Abstimmeinrichtung    liegt in  der Veränderung der     Oszillatorfrequenz        f",     welche normalerweise gleich     fso        +        fio    ist.

   Die       unmittelbare    Wirkung einer Veränderung des       Oszillators    ist die Veränderung der Zwi  schenfrequenz     fi,    im Verhältnis zur nomina  len Zwischenfrequenz     fio.    Die mittelbare  Wirkung der Veränderung des     Oszillators    ist  die Änderung der Lage der Kurve 12 oder  16 in den     Fig.    2b oder 2d, welche durch den       Oszillator    und die     Zwischenfrequenzsieb-          kreise    festgelegt ist und welche symmetrisch  zu<B>f</B>     ,o    liegt, unter der Voraussetzung,

   dass die       Oszillatorfrequenz        f"    stets =     fgo        +        fio    ist;  4. Der     Superheterodyneempfänger    kann  für die meisten Zwecke als ein einfacher  Empfänger betrachtet werden, unter der Vor  aussetzung, dass die     Oszillatorfrequenz    stets  =     fso        -f-        fio    ist.  



       Stromkreise   <I>und</I>     allgemeine        Wirkungsweise.          Fig.    3 ist ein allgemeines Schema, wel  ches die Anordnung eines     Superheterodyne-          gerätes    als Ausführungsbeispiel der vorlie  genden Erfindung für     Einseitenbandempfang     zeigt. Der Übertragungsweg der Signale von  der     Antenne    zu dem Lautsprecher ist weit  gehend in üblicher Weise ausgebildet.

   Eine       Antenne    30, sowie eine Erde 31 ist vorgese  hen für das Auffangen der Signale, die dann  in üblicher Weise einem     Hochfrequenzver-          stärker    32 zugeführt werden. Weiterhin ist  vorgesehen ein örtlicher Schwingungserzeu  ger und     Modulator    33,     Zwischenfrequenzver-          stärker    34 und 36,     zwischen    denen eine         Lautstärkeregeleinrichtung    35 zwischen  geschaltet ist, ein     Diodengleichrichter    37, ein       Hörfrequenzverstärker    38 und der Lautspre  cher<B>39.</B>  



  Mit Bezug auf diesen     Hauptsignal-weg     werden die     Hochfrequenzsignale    in der übli  chen Weise durch die Antenne 30 empfan  gen und ausgesiebt und auf der Signalfre  quenz selbst in dem     Hochfrequenzverstärker     32 verstärkt, welcher für Rundfunkempfang  über einen     Frequenzbereich    von ungefähr  550 bis 1500     kHz    abgestimmt werden kann.  Die     Oszillator-    und     l@lodulatoreinrichtung        33     wandelt die Signalfrequenz in eine Zwischen  trägerfrequenz in der allgemein     bekannten     Weise um.

   Als Zwischenfrequenz kommen  zwei Frequenzen in Betracht, je nachdem  welches der beiden Seitenbänder ausgewählt  werden soll. Diese beiden wahlweisen Zwi  schenfrequenzen unterscheiden sich daher um  die Breite eines     Seitenbandes,    das heisst um  etwa 4     kHz.    Die Frequenzen mögen in übli  cher Weise 110 oder 114     kHz    betragen, je  nachdem welches     Seitenband    benutzt wird.  Das Signal wird ferner in dem Zwischen  frequenzverstärker verstärkt, wobei die Trä  gerwelle und ein Seitenband     ausgewählt    wer  den, indem die Bandbreite, die von diesem  Verstärker durchgelassen wird, für die be  trachtete Zwischenfrequenz von 110 bis 114       kHz    reicht.

   Der Leistungspegel wird durch  die     Pegelregelungseinrichtung    35 geregelt,  welche zwischen den beiden     Zwischenfre-          quenzverstärkern    34 und 36 eingeschaltet ist.  



  Der     Diodengleichrichter    37 liefert von  der Trägerwelle und dem einen     Zwischenfre-          quenzseitenband    die Hörfrequenzen der Mo  dulation, welche dann in der üblichen Weise  durch den     Hörfrequenzverstärker    38 ver  stärkt werden, von wo sie auf den Lautspre  cher 39 übertragen werden.

   Um die Aus  gangsleistung des Empfängers möglichst       lronstant    zu halten, auch wenn grosse     Ände-          rizngen    der empfangenen Signalstärke auf  treten, ist eine automatische     Lautstärkerege-          lung    vorgesehen, welche über die Verbindun  gen 40 von den Ausgangsklemmen des     Zwi-          schenfrequenzverstärkers    34 angeschlossen      ist und folgende Elemente enthält, die hin  tereinander geschaltet sind:

   Ein     Zwischen-          f'requenzfilter    41, ein     Zwischenfrequenzver-          stärker    42, ein     Diodengleichriehter    48 und  ein     Diodengrenzwertregler    44. Die Wir  kungsweise des     Zwischenfrequenzfilters    41  und des     Diodengrenzwertreglers    44 wird im  folgenden angedeutet.  



  Durch die automatische Leistungsrege  lungseinrichtung wird an den     Diodengrenz-          wertregler    44 eine Gleichspannung geliefert,        ,elche    mit der empfangenen Signalstärke       :ieli    ändert. Diese Gleichspannung wird über       :lie    automatische     Leistungsregelungsleitung     45 den Steuergittern der Verstärker 32 und  34 und des     Modulators    33 zugeführt.

   Zur  Vermeidung einer Veränderung der Regel  vorspannung über einen     tveiten    -Frequenz  bereich empfangener Signale ist eine Verbin  (lung 46 von dem     Zwischenfrequenzverstär-          ker    34 des     Hauptübertragungsweges    zu  einem Steuergitter des     Zwischenfrequenzver-          stärkers    42 in der automatischen     Leistungs-          regelungseinrichtung    vorgesehen. Die Funk  tion und Wirkungsweise dieser umgekehrten       Regelvorspannung    wird weiter unten noch  näher erläutert.  



  Es ist ausserdem eine sogenannte Schweige  einrichtung vorgesehen, welche ebenfalls über  die Verbindungen 40     gesteuert    wird. Diese  Schweigeeinrichtung enthält hintereinander  einen     Diodengleichrichter    47 und einen  Gleichstromverstärker 48, in welchem eine  Gleichspannung     erhalten    wird, die einem  Steuergitter des     Zwischenfrequenzverstärkers     36 zugeführt wird, um diesen letzteren Ver  stärker unwirksam zu halten, bis die     Signal-          ..;tärke    in den Verbindungen 40 einen vorher  bestimmten Wert überschreitet.

   Diese Un  wirksamkeit des Verstärkers 36 bei schwa  chen Signalen kann verwirklicht werden  durch die Verwendung einer hohen negativen       Vorspannung    am Steuergitter. Wenn die  Signalstärke grösser wird, wird die Schweige  vorspannung des Steuergitters herabgesetzt,  so dass eine normale Wirkungsweise gestattet  wird. Mit der     Schweigeeinrichtung    ist wei  terhin ein     Abstimmanzeiger    50 vorgesehen,    welcher mit dem Ausgang des Verstärkers  48 verbunden ist. Dieser     Abstimmanzeiger     gibt dem Bedienenden die Möglichkeit,  schnell die genaue Stellung der     Abstimm-          einrichtung    festzustellen.  



  Ferner ist eine     sogenannte    selektive Ad  niission geschaffen. Dies wird erzielt durch  die Wirkung des     Zwischenfrequenzfilters    41  der automatischen     Leistungssteuerungsein-          richtung    und wird vervollständigt durch das  Zusammenwirken mit der Schweigeeinrich  tung.

   Der Filter 41 enthält eine Anzahl von  Siebkreisen, welche so bemessen sind, dass  der Pegel der automatischen Leistungsrege  lung in dem Leiter 45 teilweise abgeschwächt  wird, wenn der Empfänger so abgestimmt  ist, dass die Zwischenfrequenz genau auf dem  einen oder andern Ende des von dem     Zwi-          schenfrequenzverstärker    übertragenen Fre  quenzbandes liegt, im vorliegenden Fall 110  oder 114     kHz.    An diesen     Abstimmpunkten,          welche    die genaue Abstimmung des Emp  fängers darstellen, wird die Spannung der       Zwischenträgerfrequenz,    die an den Leitun  gen 40 auftritt,

   auf einem viel höheren Pegel  gehalten als im Falle irgendwelcher anderer       Abstimmpunkte.    Das bedeutet, dass, wenn  der Empfänger auf den einen oder andern  der genauen     Abstimmpunkte    eingestellt ist,  die Ausgangsleistung des Empfängers 34  plötzlich ansteigt und dadurch bewirkt, dass  die Signale an den Leitungen 40 den Grenz  wert überschreiten, oberhalb dessen die  Schweigewirkung aufhört. Bei diesen ge  nauen     Abstimmpunkten    zeigt der optische  Indikator plötzlich     eine        maximale    Anzeige,  um die genaue Abstimmung anzuzeigen.  



       Fig.    4 ist eine Einzeldarstellung des Aus  führungsbeispiels nach     Fig.    3. Die in     Fig.    3  dargestellten Rechtecke sind in     Fig.    4 ge  strichelt gezeichnet und in entsprechender  Weise numeriert.  



  Vor der Beschreibung der     Fig.    4 im ein  zelnen sollen einige der dort benutzten Be  zeichnungen und Symbole erklärt werden.  Die wichtigeren dieser Symbole sind in den       Fig.        4a    bis 4f dargestellt. Die Röhre 118  stellt eine Triode dar mit einer Kathode 121,      einem Steuergitter 122, welches, bezogen auf  die Kathode, gewöhnlich negativ ist, und  einer Platte oder Anode 123, welche gewöhn  lich positiv gegenüber der Kathode gehalten  ist.

   Die Röhre 119 ist die symbolische Dar  stellung für     eine        Doppel-Diodentriode,    in  welcher die     Triodenelemente    die Kathode  131, das Steuergitter 122 und Platte 123  sind, während die     Platten    124 und 124'     Di-          odenplatten        bezw.        -anoden    sind.

   Die Röhre  120 ist das benutzte Symbol für eine     Pent-          odenröhre    mit einer Kathode 121, einem  Steuergitter 122, einem Schirm 125, welcher  normalerweise positives Potential gegenüber  der Kathode besitzt, einem Unterdrückungs  gitter 126 (Fanggitter), welches gewöhnlich  mit der Kathode verbunden ist, und einer  Platte     bezw.    Anode 123. Das Symbol für  einen veränderlichen     Abstimmkondensator    ist  verschieden. 127 entspricht einem Konden  sator zur Abstimmung des Empfängers, wäh  rend 128 das Symbol für einen einstellbaren,  nach seiner einmaligen Einstellung jedoch  nicht mehr zu verstellenden Kondensator ist.

    Die Batterie 129 stellt eine Quelle für eine  Gleichspannung dar, wobei die positive Seite  in üblicher Weise durch einen langen Strich  bezeichnet ist.  



  Obgleich Batterien nach Art derjenigen  von 129 an vielen Stellen der     Fig.    4 gezeich  net sind, ist es natürlich selbstverständlich,  dass diese irgend eine Quelle     einer    Gleich  spannung darstellen, und dass die gleiche  Quelle gleichzeitig an mehreren oder sehr  vielen Stellen benutzt werden kann, wo das  Symbol 129 gezeichnet ist. Es ist auch zu       beachten,    dass die     Doppel-Diodentriode    119  eine, Röhre mit mehreren     Verwendungszwek-          ken    ist, das heisst die     Triodenelemente    kön  nen in einem Teil der Einrichtung benutzt  werden und jedes der     Diodenelemente    in an  dern Teilen..

   Indessen wird überall da, wo  eine Röhre 119 benutzt wird, an jeder Stelle  der     Fig.    4 gezeigt, wo die einzelnen Ele  mente benutzt werden.  



  In     Fig.    4 umfasst der     Hochfrequenzver-          stärker    32 eine     Pentodenröhre    51, die in ge  eigneter Weise mit der Antenne 30 gekoppelt    ist; damit     verbunden    sind drei gleichzeitig       abstimmbare    Siebkreise, von denen zwei, mit  64 und 65 bezeichnet, vor dem Verstärker  und der andere, 66, zwischen dem Verstärker  und dem     Modulator    52 angeordnet ist.  



  Die     Oszillator-Modulatoreinrichtung    33  umfasst die örtliche     Oszillatorröhre    53 und  die     Modulatorröhre    52. Der allgemeine Auf  bau dieser Einrichtung ist wie üblich. Be  sondere Merkmale werden in der Folge be  schrieben.  



  Der Ausgang des     Modulators    ist der Ein  gang des     Zwischenfrequenzverstärkers    34,  welcher zwei     Verstärkerröhren    54 und 55  und die drei     Zwischenfrequenzkopplungs-          systeme    160, 161 und 162 umfasst, die vor;  zwischen und hinter den     Verstärkerröhren     angeordnet sind.  



  Die     Leistungsregelungseinrichtung    35  umfasst eine bewegliche Spule 80 im Ein  gangskreis der folgenden     Zwischenfrequenz-          verstärkerstufe    36. Die Spule 80 ist mit der  Spule 78 des Kopplungssystems 162 gekop  pelt und ist vorzugsweise koaxial mit die  sem. Daher     kann    die Zeichenstärke, welche  der Röhre 56 der     Stufe    36 zugeführt wird,  nach Belieben durch     axiale    Bewegung der  Spule 80 verändert werden.  



  Die Signale werden gleichgerichtet in  dem     Diodenteil    der     Doppel-Diodentriode    57'  in Stufe 37. Nur eine der Dioden wird für  die     Signalgleichrichtung    benutzt. Diese Di  ode besteht aus der Kathode<B>163</B> und einer  der     Diodenanoden    164. Die     Triodenelemente     dieser Röhre werden als erster Teil des Hör  frequenzverstärkers 38 benutzt. Zur Veran  schaulichung ist deshalb die Röhre 57' in  dem     Hörfrequenzverstärker    38 nochmals dar  gestellt, wo sie als Röhre 57 bezeichnet ist.

    Diese zweite Darstellung desselben physika  lischen Elementes ist zulässig und zweck  mässig, weil, soweit die     Schaltungswirkung     betrachtet wird, sie wie zwei getrennte und  unabhängige Röhren arbeitet.  



  Der gleichgerichtete Strom fliesst durch  einen Widerstand 165. Die aus der Gleich  richtung resultierende     Hörfrequenzspannung     wird dem Steuergitter der Röhre 57 über den      Leiter<B>166</B> aufgedrückt. Die Anode der     Ver-          stärkerröhre    57 ist mit der zweiten     Hörfre-          quenzverstärkerröhre    58 über ein System von  Widerständen und     Reaktanzen    gekoppelt,       welche    den Widerstand 84 und den Konden  sator 85 enthalten.

   Die Funktion der letz  teren beiden Elemente besteht darin, einen  vollständigen Ausgleich der     Hörfrequenzcha-          rakteristik    zu erzielen, wie dies in der  Folge noch näher beschrieben wird. Die Hör  frequenzsignale werden weiterhin verstärkt  i n dem Gegentaktverstärker, welcher die  Röhren 59 und 159 enthält; hernach werden  sie dem Lautsprecher 39 zugeführt werden.       Ei-nseitenbandbeziehungen.     



  Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass  der Empfänger ein Frequenzband aussiebt,  welches eine Breite von ungefähr gleich der  höchsten verlangten     Modulationshörfrequenz     hat. Diese Selektion wird erzielt durch die  fest abgestimmten     Zwischenfrequenzkopp-          lungssysteme    des     Zwischenfrequenzverstär-          kers    34. Die Kopplungssysteme 160,     161,     <B>162</B> enthalten jedes einen doppelt abgestimm  ten Transformator, dessen Primär- und Se  kundärkreise auf die Zwischenfrequenz ein  gestellt sind.

   Die Kopplung ist vorzugsweise  so bemessen, dass sie über dem optimalen  Wert     liegt,    um eine gleichmässige     Übertra-          gungscharakteristik    über ein Frequenzband  zu erhalten, welches der Breite eines Seiten  bandes entspricht. In dem in Rede stehen  den Empfänger ist das durch den Zwischen  frequenzfilter ausgesiebte Band 110 bis  114     kHz.    Die resultierende Siebcharak  teristik ist durch die Kurve 134 in     Fig.    7  dargestellt, welche über eine Bandbreite von  4     kHz    innerhalb von zwei     Decibel    flach ver  läuft und symmetrisch zu der Frequenz       fi.    = 112     kHz    liegt.

   Die     Signalfilterkreise     des     Hochfrequenzverstärkers    32 können nicht  so scharf abgestimmt werden wie die     Zwi-          schenfrequenzkopplungssysteme    und sind da  her absichtlich breiter abgestimmt.

   Daher  wird die Siebwirkung in der Hauptsache im       Zwischenfrequenzverstärker    entsprechend der  Kurve von     Fig.    7 erzielt. wie Übertragungs-         charakteristik    des     Hochfrequenzverstärkers     kann und soll gleichmässig innerhalb eines       Decibel    über die Breite des entsprechenden       Hochfrequenzseitenbandes    sein und ist daher  so bemessen, dass sie ein doppelt so breites  Band durchlässt.  



  Oben in     Fig.    7 ist das     Frequenzspektrum     des gewünschten Signals mit 26 bezeichnet.  Die     Zwischenfrequenzträgerwelle    und die  beiden     Seitenbänder    sind durch die Angaben  f k, f     ib    und f     ib"    gekennzeichnet. Ferner sind  die     Zwischenfrequenzträgerwelle    und die bei  den Seitenbänder 135 und 136 von zwei be  nachbarten     Rundfunksendern    dargestellt.

   Die  Kurve 134 zeigt, dass der Empfänger so ab  gestimmt ist, dass der     Zwischenfrequenzver-          stärker    das obere     Zwischenfrequenzseiten-          band    (das untere     Hochfrequenzseitenband)     überträgt. Für das vorliegende Beispiel ist  angenommen, dass das Signal 135 stärker ist  als das Signal 136, jedoch ist der Empfänger  so dargestellt, dass er auf das Seitenband ab  gestimmt ist, welches am weitesten von dem  stärksten Signal entfernt liegt.

   Die     Zwi-          schenfrequenzträgerwelle    des Signals 135 ist  um 20     Decibel    schwächer als diejenige des  Signals 136, und die nächste     Seitenbandfre-          quenz    des Signals 135 ist um 30     Decibel     schwächer als die nächste     Seitenbandfrequenz     des Signals 136.

   Beide benachbarten Signale  sind viel mehr geschwächt, als sie es sein  würden, wenn die Kurve 134     in    ihrer Breite  verdoppelt würde, wie dies für doppelten       Seitenbandempfang    notwendig ist, und es ist  gezeigt, dass der Empfänger so abgestimmt  sein kann, dass er von dem stärkeren der bei  den benachbarten Signale möglichst weit ent  fernt liegt.  



  Jeder der     Zwischenfrequenztransformato-          ren    160, 161, 162 ist     mit    zwei koaxialen, ge  schlossenen Spulen 74, 74' versehen, welche  zu     demjenigen    Ende jeder Transformator  spule benachbart liegen, welches von der an  dern     Transformatorspule    entfernt ist. Diese  beiden geschlossenen Spulen sind mit den  entsprechenden Transformatoren mässig ge  koppelt; sie liegen vorzugsweise in einem  mit den     Transformatorspulen        koaxialen,    zy-           lindrischen    Schirm und dienen dazu, die  Breite der Kurve 134 bis auf den verlangter  Wert zu erhöhen.

   Die gewünschte Wirkung  kann erzielt werden durch Veränderung der  Lage der geschlossenen Windung oder durch  Änderung der Drahtstärke. Für jede Art von  Draht lässt sich eine Stärke finden, welche  die günstigste Wirkung hervorbringt.  



  Zwei der     wichtigsten    Aufgaben, welche  bei der Benutzung des vorliegenden Empfän  gers auftreten, sind: 1. Den Bedienenden zu  veranlassen, dass er den Empfänger so ab  stimmt, dass die     Zwischenträgerfrequenz    auf  dem einen Ende des ausgesiebten Frequenz  bandes liegt, wie dies in     Fig.    7 dargestellt  ist, und 2. die Unterdrückung fast des gan  zen einen Seitenbandes zu kompensieren.    Die erste dieser beiden Aufgaben wird  gelöst durch die Einrichtung der selektiven       Admission,    welche die Empfangswirkung des  Empfängers bei ungenauer     Abstimmung    sehr  stark schwächt oder ganz unterdrückt.

   Diese  Einrichtung, welche bereits     oben    erwähnt  wurde, und welche in der Folge im einzel  nen beschrieben wird, ist     notwendig    oder zu  mindest wünschenswert, weil der Ton des  Lautsprechers rauh und unangenehm ist,       wenn    die Trägerfrequenz zu weit abseits von  der Seite des     übertragenen    Seitenbandes  liegt.  



  Die zweite der Aufgaben wird gelöst  durch die     Verwendung    des Widerstandes 84  und des Kondensators 85 in dem     Hörfre-          quenzverstärker    38. In     Fig.    9, welche die       Durchlasscharakteristik    in Abhängigkeit von  der Hörfrequenz angibt, zeigt die Kurve 140  den     Hörfrequenzverlust,    welcher durch das  Abschneiden des grössten Teils des einen Sei  tenbandes entsteht.

   Dieser Verlust ist mit  ungefähr 3     Decibel    bei 1     kHz,    und 6     Decibel     bei 4     kHz    angegeben worden.     Entsprechend     sind die Elemente 84 und 85 so bemessen,  dass sie eine Übertragungscharakteristik der  Hörfrequenz liefern, welche gemäss der  Kurve 141 verläuft. Die letztere Verände  rung ist komplementär derjenigen von Kurve  140, so dass eine gleichmässige Gesamthörfre-         quenzcharakteristik    gemäss Kurve 142 erzielt  wird.  



       Automatische        Leistungsregelung.     



  Die gute Wirkungsweise der Schweige  einrichtung erfordert, dass der Ausgang des       Zwischenfrequenzverstärkers    34 auf einem  vorher bestimmten Wert konstant gehalten  wird, welcher im besonderen unabhängig so  wohl von der empfangenen Signalstärke, als  auch von dem     Modulationsgrad    ist. Soweit  bekannt, werden durch die üblichen     Lei-          stungssteuerungseinrichtungen    bisher niemals  beide Forderungen erfüllt. Die neuartige  Leistungssteuerung, welche in dem vorlie  genden Empfänger benutzt wird, erfüllt die  genannten Forderungen. Die     Einrichtung     und Wirkungsweise dieses neuen Systems  wird anhand der     Fig.    3, 4, 12 und 13 be  schrieben.

   Zur     Konstanthaltung    der Aus  gangsleistung des Verstärkers 34 an der  Spule 78 in-     Fig.    4 ist die Spule 79 mit der  Spule 78 gekoppelt und durch die Verbin  dung 40' an den     Zwischenfrequenzfilter    41  angeschlossen. Von dort wird die Spannung  in den     Zwischenfrequenzverstärkerröhren    60  und 61 verstärkt und in der Gleichrichter  röhre 63' gleichgerichtet. Die Kopplungsein  richtungen 98, 99, welche diese letzteren  drei Röhren hintereinander koppeln, sind  jede auf ein breites Band abgestimmt, wel  ches symmetrisch zu der mittleren Frequenz       f;"    des     Zwischenfrequenzbandes    liegen, im  vorliegenden Fall zu 12     kHz.     



  Der Gleichrichter 63' ist als Teil der       Doppel-Diodentriode    gezeichnet, jedoch wird  für die Gleichrichtung nur der     Diodenteil     mit der Kathode 170 und der Anode 171  benutzt. Die restliche     Diodenanode    172 ist  mit der Kathode verbunden, so dass sie un  wirksam ist, und das Gitter 173 und die  Platte 174 werden als die Elemente des       Triodenverstärkers    63 benutzt, welcher mit  der optischen Anzeige in dem Schweige  system     verbunden    ist, wie dies weiter unten  beschrieben     wird.     



  Dem     Diodengleichrichter    63' ist ein  Brückenkreis zugeordnet, welcher durch die      Widerstände 104 und 105 gebildet wird,  welche in Reihe quer zu den     Gleicbspan-          nungsquellen        1_0l,    1(l2,<B>103</B> liegen. Der  Punkt 157 zwischen diesen Widerständen ist  zu dem untern Ende der Sekundärspule der  Kopplungseinrichtung 99 geführt und das  untere Ende des Widerstandes 105 liegt an  der     Diodenachse    1.75 der andern Diode 62",  welche als     Grenzw        ertdiode    bezeichnet ist.  Der Punkt zwischen den Spannungsquellen  102 und 103 ist mit der Kathode 170 ver  bunden.  



  Die     Grenzwertdiode    62" ist physikalisch  gleich der Röhre 63', das heisst sie enthält  ebenfalls eine Triode mit einem Steuergitter  176 und einer Platte 177. Diese Trioden  elemente werden in dem     Triodenverstärker     62 des Schweigesystems, das weiter unten  beschrieben wird, benutzt. Obgleich die  Spannungsquellen 101 und 102 in dem     Di-          odengleichrichterteil    43 als unmittelbar in  Reihe geschaltet dargestellt sind, ohne irgend  ein anderes Element zwischen ihnen, so be  steht doch in Wirklichkeit eine Verbindung  von dem Punkt zwischen diesen beiden Span  nungsquellen zur Anode 177 der Triode 62.  



  Jede der Dioden 62" und 63' besitzt,  wenn. ihre Anode positiv ist, einen innern  Widerstand, bezogen auf die Kathode, wel  cher wesentlich niedriger ist als der Wert  jedes der Widerstände 104 oder 105. Daher  ist die     Diodenanode    175     bezw.    der Punkt<B>107</B>  tatsächlich mit der Kathode 178     bezw.    mit  Erde so lange verbunden, -als der Punkt 157  eine positive Spannung gegenüber Erde be  sitzt. Bei Abwesenheit eines Signals liegt  der Punkt 157 an einer positiven Spannung  durch die     Spannungsquellen    101, 102, 103;  der resultierende Strom fliesst durch die Wi  derstände 104. 105 und die Diode 62".

   Diese  Widerstände und Spannungsquellen sind so  bemessen, dass die Spannung des offenen  Kreises an der Verbindung 157 praktisch die  gleiche ist wie diejenige der Verbindungs  stelle der     Spannungsquelle    102 und 103. Da  her ruft eine Verbindung der Kathode 170  und der Anode 171 der Diode 63' zwischen  diesen Punkten der Brücke nur eine geringe    oder gar keine Wirkung hervor, wenn Sig  nale nicht vorhanden sind, da in diesem  Falle nur ein kleiner oder gar kein Strom  durch diese Diode fliesst.  



  Wenn eine     Zwischenfrequenzspannung    an  die Diode 63' durch die Kopplungseinrich  tung 99 gelegt wird, wird ein gleichgerich  teter Strom erzeugt, welcher über die Brücke  fliesst und sich auf die Widerstände 104 und  105 verteilt, indem er den Strom in dem  ersten Widerstand erhöht und in dem letz  teren Widerstand und der Diode 62" vermin  dert. Es wird also der Eingangsspannung an  dem Verbindungspunkt 157 eine gleichgerich  tete Spannung überlagert, welche ungefähr  dem quadratischen Mittelwert der Zwischen  frequenzspannung, welche der Diode auf  geprägt wird, entspricht.

   Dies bedeutet eine  Art lineare Gleichrichtung und die gleich  gerichtete Spannung ist eine     unverzerrte     Wiederholung der     Zwischenfrequenzhüll-          kurve.    Um dies Ergebnis zu erzielen, ist der  Kondensator 100, welcher zwischen der Ka  thode 1.70 und dem     Anschlusspunkt    157     liegt,-          so    klein, dass sein Ladestrom für Hörfrequen  zen     vernachlässigbar    ist;

   jedoch ist der     Kön-          densator    106, welcher zwischen dem An  schlusspunkt 107 und Erde liegt, so gross,  dass sein     Hörfrequenzwiderstand    beträchtlich  kleiner ist als derjenige des Widerstandes  105. Deshalb ist die     Hörfrequenzspännung     am Punkt 107 stets     vernachlässigbar,    unab  hängig von dem     Impedanzwert    der Diode 62".  



       Fig.    12 ist eine graphische     Darstellung;     in welcher die gleichgerichtete Spannung  abhängig von der Spannung der Zwischen  frequenzträgerwelle aufgetragen ist, und  zeigt die ungefähren Verhältnisse im Gleich  richter und dem     Schwellwertreglerkreis    als  Funktion der     Zwischenfrequenzträgerwellen-          spannung,    welche an die Diode 63' gelegt ist.  Die gerade Linie 146 zeigt den Spannungs  mittelwert am Punkt 157 gegenüber Erde.  Diese     Spannung    ändert sich     in    negativer.

    Richtung im Verhältnis zur aufgedrückten       Trägerwellenspannung.    Es wird bemerkt,  dass die Gesamtheit der     Spannungsquellen     <B>101,</B> 102 und 103 90 Volt beträgt; 101 und      102 haben zusammen 30 Volt und 103 be  sitzt 60 Volt. Bei Abwesenheit von     Zwi-          schenfrequenzsignalen    ist die Spannung am  Punkt 157 gegen Erde     -f-    30 Volt, wie dies  am     obern    Ende der Kurve 146 angegeben ist.  Wenn     eine        Zwischenfrequenzspannung    irgend  einer Grösse dem Gleichrichter zugeführt  wird, zeigt die Strecke 147 die Spannung  an dem Widerstand 104 an und die Strecke  148 die Spannung an dem Widerstand 105.

         \'(renn    die Signalintensität bis zu einem  Punkt wächst, wo die Spannungen des An  schlusspunktes 157     negativ    werden, wird der  Strom     in.    der Diode 62" auf Null herab  gesetzt, und die mittlere Spannung des Punk  tes 107 wird dann gleich der mittleren Span  nung am Punkt 157. Die Spannung am       Punkt    107 gegen Erde wird durch die Strecke  149 angezeigt. Es ist in dem betrachteten  Beispiel dargestellt, dass sie von Null ins  Negative wächst, wenn die     Zwischenfre-          quenzträgerwellenspannung    30 Volt über  steigt.

   Die     Spannung    des Punktes 107 wird  über die     Leitung    45 an die Steuergitter der       Zwischenfrequenzverstärkerröhren    54 und 55  angelegt und über die Leitung 45' an das  Steuergitter des     Modulators    52 und des Hoch  frequenzverstärkers 51. Die Wirkung dieser       selbsttätigen    Leistungsregelung zur Steue  rung der     Ausgangsleistung    von Verstärkern  und     Modulatoren    ist in der Technik all  gemein bekannt und     bedarf    an dieser Stelle  keiner näheren Erläuterung.

   Es genügt, fest  zustellen, dass die Verbindung 45 die Steuer  gitter der gesteuerten Röhren negativer  macht, wenn die Signalstärke über einen vor  her     bestimmten    Wert anwächst und dadurch  den Ausgangspegel     praktisch    konstant hält.  



  Ein Einfluss auf die automatische Laut  stärkeregelung infolge     Änderungen    des     Mo-          dulationsgrades    der empfangenen Signale  wird auf folgende Weise     vermieden:    Die  gleichgerichtete Spannung am Punkt 157 ist  eine     unverzerrte    Wiederholung der     Zwi-          schenfrequenz-Modulationshüllkurve.    Daher  ist die mittlere gleichgerichtete Spannung  gleich der gleichgerichteten     Zwischenfre-          quenzträgerspannung    für jeden Modulations-    grad bis zu     100%    .

   Wenn die     Modulations-          frequenzkomponente    bei der Gleichrichtung  durch den Kondensator 106 ausgefiltert sind,  hängt die Einstellung der automatischen Lei  stungsregelung und die Wirkung der Diode  62" nur noch von der     Zwischenfrequenz-          trägerwellenspannung    ab. Diese Art der       Schwellwert-Leistungsregelung    unter Be  nutzung einer     Schwellwertdiode    62", bei  welcher irgend ein Einfluss auf die Lei  stungsregelung nicht stattfindet, ehe die     Trä-          gerwellenspannung    einen vorher bestimmten  Wert überschreitet, ist ein vorzugsweises  Verfahren zur Erzielung dieses Ergebnisses.

    Dieser Vorteil zuzüglich der Freiheit von       Modulationseinflüssen    wird bei keinem an  dern bekannten Verfahren erreicht.  



  Bei dem betrachteten Empfänger ist es  wünschenswert, dass die Verstärkung durch  die automatische     Leistungsregelung    um 100       Decibel    geändert werden kann, so dass emp  fangene Signale mit einer Intensität von  10 Mikrovolt bis zu 1 Volt eine gleichför  mige Ausgangsleistung besitzen. Hierfür ist  erforderlich, dass der Ruhewert, welcher  durch die Strecke 149 in     Fig.    12 dargestellt  wird und der den Steuergittern der Röhre  51, 52, 54 und 55 aufgedrückt wird, von  Null bis zu - 30 Volt gegenüber Erde sich  ändert, entsprechend den oben erwähnten  Mindest- und Höchstwerten der empfangenen  Signalspannung.

   Die Erzielung dieser weiten       Änderung    der     Steuervorspannung    erfordert,  dass die     Zwischenfrequenzträgerwellenspan-          nung,    welche an den Anoden der Röhre 63'  liegt, von 30 bis 60 Volt sich ändert über  denselben Bereich der empfangenen     Signal-          intensitäten,    wobei geringere Intensitäten  keine     Kontrollvorspannung    liefern. Diese Be  ziehungen sind in     Fig.    12 dargestellt.  



  Die     gewünschte    hohe Gleichförmigkeit  der     Ausgangsleistung    des Zwischenfrequenz  verstärkers 34 wird erzielt mit Hilfe einer  umgekehrten, automatischen Leistungsrege  lungsspannung, welche durch eine Verbin  dung 46 entsteht, die von der Kathode der       Verstärkerröhre    55 zu der Kathode der     Ver-          stärkerröhre    60 der     selbsttätigen    Lautstärke-           regelungseinrichtung    führt. Diese gemein  same Kathodenverbindung 46 ist mit Erde  verbunden über einen Widerstand 76, wel  cher den Emissionsstrom beider Röhren  führt.

   Infolgedessen steuert der Emissions  strom der Röhre 55 teilweise die     Gitter-          kathodenspannung    der Röhre 60 und daher  die Verstärkung dieser Röhre. Die     Vorspan-          nung    der Röhre 60 indessen verändert sich  entgegengesetzt derjenigen der gesteuerten  Verstärker- und     Modulatorröhren    des Haupt  signalübertragungsweges. Wenn die Gitter  kathodenspannung des Verstärkers 55 durch  die Wirkung der selbsttätigen Leistungs  steuerung grösser wird, nimmt ihre Verstär  kung und der Emissionsstrom ab. Daher  sinkt auch die     Gitterkathodenspannung    der  Röhre 60, welche     bewirkt,    dass die Verstär  kung der letzteren Röhre etwas ansteigt.

   So  mit wird die erhöhte     Zwischenfrequenzspan-          nung,    welche durch die Röhre 63' gezwun  gen wird, die Verstärkung des Verstärkers  34 herabzusetzen, durch die erhöhte Verstär  kung der Röhre 60 und ohne irgend     eine     Erhöhung der Eingangsleistung oder der  Ausgangsleistung des Verstärkers 34 hervor  gerufen. Diese     Wirkung    wird umgekehrte  automatische Leistungsregelung genannt,  weil die Verstärkung der Röhre 60 automa  tisch umgekehrt derjenigen der Röhre 51,  52, 54 und 55 geändert wird.

   Quantitativ  kann die Verstärkung der Röhre 60 gerade  ungefähr verdoppelt werden durch die um  gekehrte automatische     Lautstärkeschaltung.     Dies genügt, um die     Zwischenfrequenzspan-          nung    einer Diode 63' über den oben erwähn  ten Bereich von 30 bis 60 Volt zu ändern,  ohne nennenswerte Änderung der     Zwischen-          frequenzeingangsleistung    an der Röhre 60.  



  Die vorhergehende Beschreibung erläu  tert die Wirkungsweise der umgekehrten  und der     Schwellwertleistungsregelung.    Diese  wirken zusammen in der Weise, dass sie die  Ausgangsleistung des     Zwischenfrequenzver-          stärkers    34 nahezu völlig konstant halten  innerhalb der Grenzen von     -I--    oder - 1     De-          cibel,    während die empfangenen Signalstär  ken Veränderungen bis zu 100     Decibel    auf-    weisen, so dass beinahe eine 99%ige An  näherung an eine vollständige selbsttätige  Leistungsregelung erzielt wird.

   Für das be  stimmte beschriebene Zahlenbeispiel ist die  resultierende     selbsttätige    Leistungsregelung  durch die Kurve<B>150</B> in     Fig.    13 veranschau  licht, welche die relative     Hörfrequenzaus-          gangsleistung    in     Decibel    in Abhängigkeit  von der     Hochfrequenzeingangsspannung    in  Mikrovolt zeigt.  



  Die     Einstellung    des Ausgangspegels am  Verstärker 34 wird durch den Widerstand 76  bewirkt, welcher die Verstärkung der Röhre  60 beeinflusst und daher den Ausgangspegel  des Verstärkers 34 bestimmt, welcher erfor  derlich ist, um die selbsttätige Leistungs  regelung zu betreiben. Der     einstellbare    Wi  derstand 76 wird vorzugsweise vorher auf  den genauen Wert gebracht und während des  Arbeitens des Empfängers nicht geändert.  Seine genaue Einstellung wird durch die  Wirkung des Schweigestromkreises fest  gelegt, welcher im folgenden näher beschrie  ben werden soll.  



  Die     Empfindlichkeitsregelung    des Emp  fängers wird durch einen Widerstand 75 er  zielt, welcher zwischen der Kathode (und  dem äussern Schirm) und der Erde der     Ver-          stärkerröhre    54 eingeschaltet ist. Hierdurch  wird eine Regelung der Gitterspannung der  Röhre von Hand ermöglicht, welche deshalb  die Verstärkung steuert; der Widerstand ist  in der Lage, diese Röhre unwirksam zu  machen für Signale, welche zu schwach sind,  um brauchbar benutzt werden zu können.

         Wenn    der Widerstand 75 auf geringste Emp  findlichkeit des Verstärkers eingestellt ist, so  wird die Charakteristik der selbsttätigen Lei  stungssteuerung des Empfängers etwas ge  ändert, wie dies durch die Kurve 150' in       Fig.    13 dargestellt worden ist, welche die  Änderung der     Hörfrequenzausgangsleistung     in Abhängigkeit von der     Hochfrequenzein.-          gangsleistung    zeigt. Es mag erwünscht sein.

    die Empfindlichkeitsregelung 75, wie durch  die gestrichelte Linie 179 dargestellt ist, me  chanisch mit einem Schalter 112 zu verbin  den, der dem Verstärker 62 der Schweige-           einrichtung    zugeordnet ist, so dass der letz  tere Schalter     automatisch    geöffnet wird,  wenn die     Regelungseinrichtung    75 auf oder  über die höchste Empfindlichkeit eingestellt  wird, wodurch die Schweigeeinrichtung un  wirksam gemacht wird und der Empfänger  so eingestellt wird, dass er auf alle Signale  und die schwächsten Impulse anspricht.  



       Selektive        Admission.     



  Die selektive     Admission,    die bereits oben  erwähnt wurde, ist vorgesehen, um die Be  dienungsperson zu veranlassen, den Empfän  ger genau für den     Einseitenbandempfang     abzustimmen. Sie umfasst     Mittel,    durch wel  che der     Hörfrequenzausgang    einen scharfen       Maximalwert    annimmt, wenn die Zwischen  frequenzträgerwelle auf das eine Ende des  im     Zwischenfreqenzverstärker    34 ausgewähl  ten     Seitenbandes    abgestimmt ist.

   Diese Wir  kung ist eine Folge der     Frequenztrennkreise     des Filters 41 im Zusammenhang mit den  andern Stufen 42, 43 und 44 des automati  schen     Lautstärkeregelungskanals    und wird       vervollständigt    durch das Zusammenwirken  mit der     Schweigeeinrichtung.     



  Kurve 145 in     Fig.    11 zeigt das Übertra  gungsmass der Trennkreise 41. Die Ordina  ten stellen das relative Übertragungsmass in       Decibel    dar und die Abszissen die Frequen  zen des ausgewählten Zwischenfrequenzban  des. Die Kurve 145 stellt dann die relative       Übertragungscharakteristik    des Übertragungs  weges zwischen der Ausgangsspule 78 der       Verstärkerröhre    55 und dem Gitter der Röhre  60 dar, wobei der     Verstärkerausgang    mit der  Filterkette über die Leitung 40' und die Spule  79 verbunden ist, welche mit der Spule 78 ge  koppelt ist.

   In den Filterkreisen ist die Spule  92 mit dem     Kondensator    94 genau auf das  obere Ende des ausgewählten Seitenbandes  (im vorliegenden Fall f     1o        +,    f b/2 = 112     +    2  = 114     kHz)    abgestimmt, wodurch das rechte       Minimum    der Filtercharakteristik 145 hervor  gerufen wird. Die Spule 93 und der Kon  densator 95 sind scharf auf das untere  Ende des Seitenbandes (im vorliegenden Fall       fio-fb/2        -1l2-2    =110     kHz)    abgestimmt,    wodurch das linke Minimum der Filterkurve  hervorgerufen wird.

   Die vier Elemente 92,  93, 94 und 95 bilden     zusammen    einen Paral  lelkreis, der auf die mittlere Frequenz des  Bandes (im vorliegenden Fall     fio    = l12     kHz)     abgestimmt ist und dienen zur Erzielung  des mittleren Maximums bei der Frequenz  <B>f</B>     i".    Die Spulen 79 und 96 und der Konden  sator 97 sind in Parallelschaltung ebenfalls  auf die Frequenz     fio    abgestimmt und arbei  ten mit den andern vier     Elementen    des Fil  terkreises derart zusammen, dass sie die  höheren Maxima an beiden Seiten des Ban  des erzeugen.  



  Bei dieser Einrichtung ist die Spule 79  nur mässig mit der Spule 78 gekoppelt, so  dass sie die Selbstinduktion der letzteren in  dem abgestimmten     Zwischenfrequenzkreis     nicht wesentlich beeinflusst. Der Spannungs  verlust in den Filterkreisen wird mehr als  aufgewogen durch die Verstärkung in dem  Verstärker 42. Die Filterkreise sind vorzugs  weise in einen Schirm     eingeschlossen,    und  die Verbindungen der Elemente 92 und 94  und der Elemente 93 und 95 sind hierin mit  eingeschlossen, so dass eine zufällige äussere  Kopplung mit diesen Elementen vermieden  wird. Diese Elemente sollten auch vonein  ander abgeschirmt sein.

   Ein besonderer Vor  teil dieser Einrichtung ist, dass die     Gitter-          Kathodenkapazität    der Röhre 60 oder irgend  welche andern Verhältnisse der äussern  Kreise in     keiner    Weise die Frequenzen der       Minimumdurchlassstellen    der Filterkette be  einflussen.  



  Die Wirkung der selektiven     Admissions-          erscheinung    auf die Ausgangsleistung des       Zwischenfrequenzverstärkers    34 wird durch  die Kurve 152 der     Fig.    14 und die Kurve  155 der     Fig.    15 veranschaulicht. Diese bei  den letzteren Abbildungen haben die nega  tive, gleichgerichtete     Zwischenfrequenzspan-          nung    als Ordinate und die Frequenzen als  Abszissen. Die Kurven 152 und 155 sind  umgekehrt proportional den Kurven 145 in       Fig.    11.

   Diese stellen die Wirkung des Fil  terkreises dar, durch welche die selbsttätige  Leistungsregelung abhängig gemacht wird      von der     Zwischenfrequenzträgerwelle    und da  her von der Abstimmung des Empfängers.  Kurve 152 von     Fig.    14 stellt die gleich  gerichtete Spannung der Diode 62' des  Schweigekanals dar, welche von der Ver  bindung 40" des Verstärkers 34 zu dem  Schweigekanal hervorgerufen wird.

   Für einen  gegebenen Pegel der     Leistungsregelungsein-          richtung    80     zeigt    die Kurve 155 in     Fig.    15  die Veränderung der gleichgerichteten Span  nung an dem     Diodengleichrichter    57' infolge  der     Zwischenfrequenzspannung,    die ihr von  dem Verstärker 56 aufgedrückt wird. In       Fig.    15 sind die Ordinaten proportional der       Hörfrequenzlautstärke    des Empfängers.         Automatische        Schweigeeinrichtung.     



  Die automatische Schweigeeinrichtung  enthält zunächst die Verbindung 40",     die     Röhren 62' und 62 und die Schweigeverbin  dungen 49 und 49'. Durch diese Mittel wird  der Empfänger stets unwirksam gemacht,  ausgenommen dann, wenn er genau auf ein  Signal abgestimmt ist, dessen Intensität über  dem Geräuschpegel liegt. Diese Einrichtung  bringt unerwünschte Geräusche und Stör  signale zum Schweigen, welche sonst hervor  gerufen werden würden, wenn der Empfän  ger nicht genau auf ein Nutzsignal abge  stimmt ist. In dem vorliegenden Empfänger  wird die Schweigeeinrichtung im Zusammen  hang mit dem Filterkreis und der selbsttäti  gen Leistungssteuerung benutzt, um die se  lektive     Admission    zu verwirklichen.  



  Die Schweigeeinrichtung wird vervoll  kommnet durch die selbsttätige Veränderung  der     Vorspannung    der     Zwisehenfrequenzver-          stärkerröhre    56, wobei die     Vorspannung    so  stark negativ gehalten wird, dass sie bei Ab  wesenheit von Signalen oder zu schwachen  Signalen die Röhre unwirksam macht.

   Wenn  die Signalstärke einen vorher bestimmten  Schwellwert überschreitet, stellt die Verbin  dung 49 die     Vorspannung    auf ihren nor  malen Arbeitswert ein und die Röhre 56       wird    wirksam.     Vorspannung    ist festgelegt  durch die Spannung der Quelle 102 und  durch die zusätzliche Spannung, welche    durch den Widerstand 112 infolge des Ano  denstromes- der Triode 62 hervorgerufen   wird, unter der Voraussetzung, dass der  Schalter 112 geschlossen ist. Wenn dieser  Anodenstrom beträchtlich ist, genügt die       Vorspannung    der Röhre 56, um ihre Aus  gangsleistung auf Null herunterzusetzen.  



       Im    Betrieb wird die Zwischenfrequenz  spannung an der Verbindungsleitung 40"  durch die Anode 62' gleichgerichtet; sie  arbeitet genau linear und liefert eine     un-          verzerrte    Wiedergabe der     Modulationshüll-          kurve.    Die     Hörfrequenzmodulationskompo-          nenten    dieses     Gleichrichters    werden ausgefil  tert durch den Widerstand 110 und den Kon  densator, welcher in der oben     beschriebenen     Weise zwischen die Anode 180 und Erde  geschaltet wird.

   Die     Gleichspannungskompo-          nente,    welche proportional der Trägerwellen  intensität, jedoch unabhängig von der Modu  lation ist,     wird    dem     Gitter    176 der Triode 62  von dem Verbindungspunkt des Widerstan  des 110 und des     Kondensators    111 zugeführt.  



  Wie oben gezeigt, dient der Anodenstrom  der Triode<B>62'</B> dazu, bei     Abwesenheit    von  Signalen eine übergrosse     Vorspannung    an die  Röhre 56 zu legen, so dass der Empfänger  dadurch zum Schweigen gebracht wird. Aber  wenn die verstärkte     Zwischenfrequenzträger-          spannung    an der     Verbindung    40" wächst,  wächst auch der gleichgerichtete Strom des  Gleichrichters 62', das Gitter 176 wird nega  tiver und der Anodenstrom der Röhre 62,  welcher durch den Widerstand 113     fliesst,     wird verringert.

   Wenn die verstärkte     Trä-          gerwellenspannung    einen bestimmten Wert  überschreitet, wird- der Anodenstrom der  Röhre 62 praktisch auf Null heruntergesetzt,  und die     Vorspannung    des Verstärkers 56  wird dadurch im wesentlichen auf ihren Nor  malwert heruntergesetzt, bei dem die Röhre  als Verstärker arbeitet.  



  Die Schweigewirkung bei schwachen  Signalen und Geräuschen wird in     Fig.    13  durch die Kurven 151 und 151' veranschau  licht, welche den Kurven 150 und 150' glei  chen, mit Ausnahme der gestrichelten Teile.  Die Kurven 151 und 151' zeigen, dass, wenn      die Signalstärke unterhalb eines gegebenen  Schwellwertes fällt, der     Empfänger    zum  Schweigen gebracht wird durch Verringe  rung der     Hörfrequenzausgangsleistung    auf  Null. Der Schwellwert der Signaleingangs  spannung ist festgelegt durch die Einstel  lung des Widerstandes 75, wie oben erwähnt.  Die Schweigeeinrichtung wird unwirksam  gemacht, wenn man den Widerstand 75 auf  seinen Mindestwert einstellt und dadurch  den Schalter 112 öffnet.

   In diesem Fall wird  die Arbeitsweise des Empfängers durch die  Kurve 150 veranschaulicht. Die Kurve 150'  kann erhalten werden durch eine unabhängige  Betätigung des Schalters 112, wenn der Wi  derstand 75 auf einen hohen Wert eingestellt  ist.  



  Die Schweigeeinrichtung wirkt mit dem  Filterkreis 41 zusammen zur Erzielung der  selektiven     Admission    während des Empfan  ges irgend eines Signals, welches stark genug  ist, um die selbsttätige     Lautstärkeregelungs-          einrichtung    zu betätigen. Dieses Zusammen  wirken ist graphisch in     Fig.    14 und 15 ge  zeigt. In     Fig.    14     zeigt    die Kurve 152 die  Veränderung der gleichgerichteten Zwischen  frequenzspannung in der Diode 62' als Funk  tion der     Zwischenträgerfrequenz.    Kurve 158  zeigt die entsprechende Änderung der nega  tiven     Gittervorspannung    an dem Gitter der  Röhre 56 über die Verbindung 49.

   Diese  Kurve gleicht dem obern Teil der Kurve 145  in     Fig.    11. Kurve 154 veranschaulicht die  entsprechende Änderung des Anodenstromes  der Röhre 56 und zeigt, dass der Röhren  strom nur fliesst, wenn die negative     Gitter-          vorspannung,    die durch die Verbindung 49  aufgedrückt wird, auf einen geringen Wert  fällt. Dies veranschaulicht die Schweigewir  kung dieser Röhre. Die     selektive        Admission     ohne die Schweigeeinrichtung verursacht an  der Diode<B>57'</B> eine Veränderung der gleich  gerichteten     Zwischenfrequenzträgerwellen-          spannung,    welche durch die Kurve 155 in       Fig.    15 dargestellt ist.

   Wenn die Schweige  einrichtung gleichfalls wirksam ist, verän  dert sich die gleichgerichtete Spannung an  der Diode 57'     entsprechend    der Kurve 156.    Wenn der Bedienende den Empfänger  abstimmt, verändert er die Zwischenträger  frequenz und die     Seitenbandfrequenzen.    Die       Fig.    11, 14 und 15 zeigen daher die Arbeits  weise der Schweigeeinrichtung und der selek  tiven     Admission    während der Abstimmung  des Empfängers. Die Kurve 156 zeigt ins  besondere, dass das Signal nur hörbar ist,  wenn der Empfänger sehr genau auf die Fre  quenz     f;o    abgestimmt ist.  



  Wenn eine schwache ferne Station ein  gestellt ist und zu gleicher Zeit eine starke  Station in einem benachbarten Wellenband  sendet, verursacht die letztere Station, dass  der Empfänger zum Schweigen gebracht  wird, wenn er auf dasjenige     Seitenband    der  fernen Station abgestimmt ist, welches näher  der örtlichen Signalfrequenz liegt. Diese  Wirkung ist wünschenswert, weil unter die  sen Umständen die ferne Station nur dann  frei von     Überlagerungen    gehört werden  kann, wenn sie auf das     Seitenband    abge  stimmt ist, welches von der Welle des ört  lichen Senders entfernt liegt.

           Sichtbarer        Abstimmungsanzeiger.       Mit der Anode der Röhre 62 ist das Git  ter 178 der Triode 63 des Gleichstromverstär  kers 48 verbunden. Im Anodenstromkreis  der Röhre 63 liegt ein optischer Abstim  mungsanzeiger in Form einer Schwachstrom  glühlampe 50. Durch die Lampe fliesst ein  Ruhestrom über den Widerstand 117 von der       Gleichspannungsquelle   <B>116,</B> welcher den  Glühdraht der Lampe bis zum Beginn einer       Leuchterscheinung    vorheizt, wenn kein Ano  denstrom in der Röhre 63 fliesst.

   Die Gitter  spannung der Triode 68 verändert sich in der  gleichen Weise wie diejenige der Röhre 56,  dass kein Anodenstrom in der Röhre 63 fliesst,       his    die Signalstärke einen vorher bestimmten  Wert erreicht. Der Anodenstrom der Röhre  63 variiert gleichförmig mit dem der Röhre  56, da beide an die Anode der Röhre 62 an  geschlossen sind. Daher ist die     relative     Leuchtstärke der Lampe durch die Kurve  154 in     Fig.    14 gegeben. Die grösste     Leucht-          stärke    zeigt die genaue Abstimmung an. Der      Schalter 112 muss geschlossen sein, um den.  Abstimmungsanzeiger wirksam zu machen.  



  Die     Leuchtfadenlampe    ist ausreichend,  weil die Veränderung ihres Stromes während  des     Abstimznvorganges    mehrere     Milliampere     betragen kann. Eine Neonröhre oder derglei  chen kann ebenfalls für den gleichen Zweck  mit gutem Erfolg benutzt werden.         Zeätverzögerungsbeziehungen.     Für ein gutes Arbeiten des Empfängers  ist es erforderlich, dass die     selbsttätige    Lei  stungsregelung in einer Zeit wirksam wird,  welche vergleichbar ist mit der Periode der  niedrigsten     Hörfrequenzmodulation,    welche  wiedergegeben werden soll.

   Diese Zeitver  zögerung der automatischen Leistungsrege  lung ist in der Hauptsache durch den Wider  stand 1(15 und den Kondensator 106 fest  gelegt, deren Zeitkonstante     1/4o    Sekunde be  tragen mag.  



  Die Zeitverzögerung in der Wirkungs  weise der Schweigeeinrichtung soll minde  stens so gross, vorzugsweise sogar grösser sein  als diejenige der automatischen Leistungs  regelung, so dass, wenn auf ein Signal ab  gestimmt wird, der Empfänger so lange  schweigt, bis die selbsttätige Leistungsrege  lungseinrichtung Zeit gehabt hat, um wirk  sam zu werden.  



  Die Zeitverzögerung der Schweigeeinrich  tung ist in der Hauptsache durch den Wi  derstand 114 und den Kondensator 115 fest  gelegt und in zweiter Linie durch den Wi  derstand 110 und den Kondensator 111. Die  Zeitkonstante der ersten beiden     Elemente     kann die gleiche sein wie die der     automati-          sehen    Leistungsregelung,     1/4"    Sekunde. Die  Zeitkonstante der beiden letzteren Elemente  kann     1/,""        Sekunde    betragen. Die Gesamt  zeitkonstante der Schweigeeinrichtung ist bei  diesen Verhältnissen daher etwa 0,035 Se  kunden, das heisst 40% grösser als die der  selbsttätigen Leistungsregelung.  



  Die Lampe 50 hat eine genügende Zeit  verzögerung durch die thermische     Anheiz-          dauer,    so dass eine (zusätzliche) elektrische  Zeitverzögerung     unerwünscht    ist. Die elek-         trische    Zeitverzögerung wird heruntergesetzt  durch Anschluss des Gitters der     Triode        6\?     oberhalb der Elemente 114 und 115, so dass  die gesamte elektrische Zeitkonstante für die  Lampen diejenige der Elemente 110 und 111,  also     1/10o    Sekunde, ist.  



       Regelung   <I>des Leistungspegels.</I>  



  Es soll nun die Regelung des Leistungs  pegels beschrieben werden. Die Spulen 78,  79, 80 sind vorzugsweise     koaxial    innerhalb  eines     unmagnetischen,    metallischen und zy  lindrischen Schirmes angeordnet. Eine Win  keldrehung des Regelknopfes verursacht  eine     achsiale    Verschiebung der Spule 80. Da  her ergibt sich, dass die gegenseitige     Induk-          tanz    zwischen den Spulen 78 und 80 expo  nentiell mit deren Verschiebung sich ändert.  Diese Beziehung, aufgetragen als     Änderung     in     Decibel    der Ausgangsleistung in Ab  hängigkeit von der Winkeldrehung, ist durch  die gerade Linie 137 in     Fig.    8 dargestellt.

    Dies ist die ideale Beziehung zwischen der  Verstellung und der     Hörfrequenzausgangs-          leistung.    Kurve 138 zeigt die entsprechende  Änderungskurve für ein lineares (an Stelle  eines     exponentiellen)        Potentiometer    und  Kurve 139 die entsprechende Charakteristik  für ein lineares     Potentiometer,    welches zur  Hälfte einen hohen und zur Hälfte einen  niedrigen Widerstand besitzt. Die bessere  Wirkung der     exponentiellen    Veränderung ist  ersichtlich.  



  Das     Potentiometer    86 wird, wie dies durch  die     gestrichelte    Linie 181 angedeutet ist,  gleichzeitig durch den gleichen Knopf ge  steuert, durch welchen     dieLeistungspegelrege-          lungseinrichtung    35 gesteuert wird. Dieses       Potentioineter    dient dazu, die Hörfrequenz  wiedergabe gleichzeitig mit der Leistungs  regelung zu verändern. Versuche haben ge  zeigt, dass das normale Ohr geringere In  tensitätsänderungen bei den höheren und tie  fen Hörfrequenzen als bei den mittleren  Hörfrequenzen wünscht. Die Wiedergabe  regelung soll diesen Wunsch des Ohres be  friedigen.

   Bei dem grössten Leistungspegel  ist der Kontakt des     Potentiometers    86 auf      das obere Ende eingestellt. Bei dieser Stellung  sind die Elemente so bemessen, dass die Wie  dergabe der Kurve 143 in     Fig.    10 entspricht.  welche die relative Stärke der Wiedergabe  in Abhängigkeit von der Hörfrequenz an  gibt. Bei dem niedrigsten Leistungspegel  befindet sich der Kontakt auf dem untern  Ende und bei dieser Stellung verursacht der  Kondensator 90, dass die Wiedergabekurve  bei tiefen Frequenzen sich hebt, wie dies  durch die Kurve 144 gezeigt ist. Der Kon  densator 88 und der Widerstand 89 bewirken  gleichzeitig, dass die Kurve bei den höheren  Frequenzen, wie dargestellt, sich ebenfalls  hebt.

   Bei     einem        mittleren    Leistungspegel  erfolgt die Wiedergabe     entsprechend        dei     Kurve 142 vollständig gleichmässig.  



       Oszillator-Modudator.     Der     Abstimmkondensator    des abgestimm  ten Kreises 67 der     Oszillatarröhre    53 gleicht  denen der     Hochfrequenzsiebkreise    64, 65 und  66. Alle     sind    auf derselben Achse angeord  net, wie dies durch die gestrichelte Linie  182 angedeutet ist, und alle haben den glei  chen Kapazitätsgang. Die     Oszillatorfrequenz     muss stets grösser sein als die der     Hochfre-          quenzsiebkreise,    und zwar um einen konstan  ten Betrag, welcher im vorliegenden Fall  112     kl3z    beträgt.

   Dies wird gewöhnlich er  zielt durch Einstellung dreier Grössen des       Oszillatorkreises,    und zwar: .  



  a) ein verhältnismässig grosser, einstell  barer Kondensator 190 ist in Reihe und mit  dem abgestimmten     Oszillatorkreis    geschaltet,  b) die abgestimmte     Oszillatorinduktivität     191 ist     etwas        kleiner    gemacht als diejenige  der     Signalsiebkreise,     c) das Minimum des     Oszillatorabstimm-          konden'sators    ist so eingestellt, dass es etwas  grösser ist als das der übrigen     Abstimmkon-          densatoren.     



  Die oben erwähnten drei Freiheitsgrade  gestatten, die Eichung des     Oszillators    für  drei Punkte innerhalb des     Abstimmbereiches     genau zu machen, doch können Abweichun  gen bei den übrigen     Frequenzen    innerhalb  des Bereiches noch auftreten. Dies ist dar  gestellt durch die     guive    130 in     Fig.    5, in    welcher die     Oszillatorabweichungen    in Ab  hängigkeit von der     Abstimmfrequenz    auf  getragen werden. Die Punkte, durch die die       Kurven    die horizontale     Nullachse    schneiden,  sind die drei Punkte, wo die Eichung in  folge der drei Einstellungen genau ist.  



  Der     Eichfehler    kann     ferner    herabgesetzt  werden durch einen vierten Freiheitsgrad,  nämlich:  d) ein oder mehrere Widerstände 68 und  69 können parallel zu Spulen geschaltet wer  den, welche ziemlich eng mit dem abgestimm  ten     Oszillatorkreis    gekuppelt sind.  



  Die resultierenden     Eichfehler    im Falle  der Verwendung des vierten Freiheitsgrades  sind durch die Kurve 131 in     Fig.    5 angedeu  tet, welche die Nullachse in vier Punkten  schneidet und welche erheblich geringere       Eichfehler    zeigt. Von den oben erwähnten  Freiheitsgraden war gezeigt, dass sie eine  abnehmende Wirkung bei tieferen Frequen  zen - und eine     zunehmende    Wirkung bei  höheren Frequenzen besitzen. Die letztere  Einrichtung ist besonders     wirksam    an dem  höheren Ende des     Abstimmbereiches.     



  Der     Kathodenleitwert    des     Modulators    52  ist genau seinem     Gesamtleitwert    sm. Der  Strom ist über den Widerstand 68 geführt.  Nenn der     Gesamtleitwert    sich mit der auto  matischen     Leistungsregelungsvorspannung     des     Steuergitters    des     Modulators    ändert, hat  die Leistungsregelung eine gewisse uner  wünschte Wirkung auf die     Oszillatorfre-          quenz.    Es ist wünschenswert, diese uner  wünschte Wirkung herabzusetzen.  



  Die Kurve 132 in     Fig.    6 zeigt den     Ge-          samtleitwert    sm des     Modulators    52 in Ab  hängigkeit von der Spannung des Schirmes  195 für den Fall einer geringen negativen  Anfangsspannung am     Steuergitter    194. Wäh  rend der     Gesamtleitwert    die     geradlinige    Ver  stärkung der Röhre bestimmt, wird ihre  Modulation bestimmt durch die Gleichung  
EMI0018.0059     
    worin     e,    die     Gitterkathodenspannung    bedeu  tet.

   Die     Veränderung    des Wertes     sm    mit der           Schirmgitterspannung    ist durch die Kurve  133 veranschaulicht.  



  Es ist für den betrachteten Fall zu be  merken, dass eine Verringerung der Schirm  gitterspannung von 100 auf 40 Volt den  Wert     sm    ersichtlich nicht beeinflusst, da  gegen dem     Gesamtleitwert        s",    im     Verhältnis     5 : 1 verringert. Diese Tatsache ist von gro  ssem Vorteil, um Änderungen der     Oszillator-          frequenz    möglichst     gering    zu halten.

   Es hat  ferner Vorteile, die     Zwischenfrequenzverstär-          kung    der Röhre herabzusetzen, während eine  derartige Verstärkung nicht wünschenswert  ist in einem     Nodulator,    wo hierdurch Ge  räusche und     Überlagerungen    begünstigt  würden.  



  Die Benutzung einer festen niedrigen       Schirmgitterspannung    ist nicht wünschens  wert, weil die     Gittervorspannungsregelung     weniger geradlinig werden würde und daher  Verzerrungen im     Modulator    vermehrt wür  den. Das beste Ergebnis wird erhalten durch  Benutzung eines Widerstandes 71 mit einer  Überbrückungskapazität 72, welche dem  Schirm 195 zugeordnet ist. Der Widerstand  setzt die Schirmspannung bei tiefen Werten  der Gitterspannung     herunter,    bewirkt jedoch,  dass die Schirmspannung ihren Normalwert  wieder annimmt, wenn der Schirmstrom her  untergesetzt wird durch die Anwesenheit  einer grösseren automatischen Leistungsrege  lungsspannung.

   Als     Ergebnis    dieser Anord  nung werden alle Vorteile einer niedrigen       Schirmgitterspannung    erzielt, wenn die Git  terspannung auf ihrem untern Grenzwert  sich befindet und ebenfalls die Vorteile einer  hohen     Schirmgitterspannung,    wenn die     Git-          terspannung    stark negativ ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Empfang modulierter Trägerwellen, dadurch gekennzeichnet, dass aus den die Trägerwelle und zwei Seitenbänder enthaltenden Empfangs schwingungen ein im wesentlichen der Breite eines einzigen Seitenbandes ent sprechendes Frequenzband ausgesiebt wird, und dass im Empfänger eine An- zeige auftritt, wenn die Abstimmung so eingestellt ist, dass die Mitte des aus gewählten Frequenzbandes einen Ab stand von der Trägerwelle besitzt, wel cher der halben Breite des ausgewählten Bandes entspricht.
    Il. Radioempfänger zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Siebkreisanord- nung vorgesehen ist, welche einen gleich mässigen Empfang über ein Frequenz band liefert, welches im wesentlichen der Breite eines Seitenbandes entspricht, und dass ferner Mittel vorgesehen sind, um den Frequenzabstand zwischen der Trä gerwelle und der Mitte des empfangenen Frequenzbandes zu ändern und eine Se lektionsanordnung vorhanden ist, welche bewirkt, dass eine Anzeigevorrichtung, welche durch die Trägerwelle betätigt wird,
    eine Anzeige dann vornimmt, wenn der genannte Frequenzabstand die halbe Breite des Frequenzbandes beträgt. UNTERANSPRüCHE 1. Radioempfänger nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Selek- tionskreise so eingestellt sind, dass das eine Seitenband und die Trägerwelle - gleichmässig empfangen werden. 2.
    Radioempfänger nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur automa tischen Lautstärkeregulierung eine Grenz- wertregulierung vorgesehen ist, bei der die Regulierung nur dann einsetzt, wenn eine bestimmte Signalstärke überschrit ten wird. 3. Radioempfänger nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet dass die Laut stärkeregulierung lediglich in Abhängig keit von der Amplitude der Trägerweile und unabhängig von der Modulation er folgt. 4.
    Radioempfänger nach Unteranspruch ;3. dadurch gekennzeichnet, dass ausser der genannten Regulierung noch eine LTm- kehrlautstärkeregulierung vorgesehen W, welche mit der ersteren zusammenarbei- tet und welche die restlichen Schwan kungen der Lautstärke durch eine Gil: - tervorspannungsänderung beseitigt. 5.
    Radioempfänger nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schweigeeinrichtung vorgesehen ist, mit Hilfe deren der Empfänger unwirksam gehalten wird, solange die empfangene Signalstärke einen bestimmten Wert un terschreitet. 6. Radioempfänger nach Unteranspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dass die Lau.t- stärkeregelung und die Schweigeeinrich tung mit einer Zeitverzögerung arbeiten. welche vergleichbar ist mit der Periode der tiefsten Modulationsfrequenz. 7.
    Radioempfänger nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Schweigeeinrichtung ein Abstimmanzei- ger (50) verbunden ist, welcher dem Be dienenden die Möglichkeit gibt, die rich tige Stellung der Abstimmeinrichtung festzustellen. B. Radioempfänger nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur willkür lichen - Lautstärkeänderung eine Kopp lungseinrichtung vorgesehen ist, die aus Kopplungsspulen besteht, die axial ein ander genähert oder entfernt werden können. 9.
    Radioempfänger nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Transfor matoren vorgesehen sind, zu deren Trans formatorspulen je ein kurzgeschlossener Ring koaxial angeordnet ist, und zwar so, dass zwischen den beiden Ringen die Transformatorspulen liegen, das Ganze zum Zwecke, eine gewünschte Breite des von den Transformatoren übertragenen Frequenzbandes einstellen zu können. 111.
    Radioempfänger nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Selektionskreise das eine Seitenband, die Trägerwelle und die den tieferen Modu- lationsfrequenzen entsprechenden Teile des andern Seitenbandes übertragen wer den. <B>11.</B> Radioempfänger nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Übertragung benachteiligten Niederfre quenzen durch eine umgekehrte Übertra- gungscharakteristik des Niederfrequenz teils kompensiert werden. <B>12?.</B> Radioempfänger nach Unteranspruch 11. dadurch gekennzeichnet, dass die Regel spannungen für die Lautstärkeregelung einem linearen Gleichrichter entnommen werden. 13.
    Radioempfänger nach Unteranspruch 12. dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitver zögerung der Schweigeeinrichtung min destens so gross ist als die der automa tischen Leistungsregelung. 14. Radioempfänger nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitver zögerung der automatischen Leistungs regelung '/4o Sekunde, die der Schweige einrichtung 0,035 Sekunden beträgt.
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