CH183147A - Der Hitze ausgesetztes Mauerwerk aus Beton. - Google Patents

Der Hitze ausgesetztes Mauerwerk aus Beton.

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Ofenfabrik G H Moellhoff
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G & H Moellhoff Ofenfabrik
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  Der Hitze ausgesetztes     Trauerwerk    aus     -Beton.       Es sind bereits Ummantelungen aus Be  ton für Kochkessel und dergleichen bekannt,  die statisch eine gewisse     Dünnwandigkeit     der Ummantelung zulassen und die auftre  tenden Wärmespannungen aufnehmen. Durch  die dauernde     Hitzeeinwirkung    auf die dem  Feuerraum zugekehrten Betonteile verlieren  jedoch die meist hydraulischen Bindemittel  ihre Bindekraft. Der Beton wird mürbe, und  es macht sich eine Einschrumpfung der  Masse bemerkbar. Die Zuschlagstoffe haben  dann keinen festen Halt mehr untereinander  und bröckeln leicht ab.  



  Diese     Zermürbung    dringt bis zu einer  gewissen Tiefe in die Betonwandung ein und  macht dort Halt, weil die zermürbte Schicht,  sofern sie nicht abbröckelt, für die weiteren       Schichten    des Betonmantels eine Isolier  schicht bildet und diese damit vor der Hitze  einwirkung schützt. Es ist daher eine gewisse  Verstärkung des Betonmantels erforderlich,  da die statische Festigkeit von der verblei  benden äussern, gesunden Mantelschicht ab-         hängig    ist. Jedoch wird durch diese Mass  nahme nicht     verhindert,    dass bei längerem  Gebrauch die zermürbte Schicht abbröckelt  und die Zerstörung doch in die bisher ver  schonte Zone des Mantels vordringt.  



  Man hat daher, um die     Hitzeeinwirkung     von dem Beton fernzuhalten, den Betonman  tel innen mit     Asbestplatten    oder einem ähn  lichen Werkstoff verkleidet. Diese Mass  nahme ist jedoch sehr umständlich, auch ist  die dauerhafte Befestigung solcher Platten  auf der Betonfläche überhaupt in Frage ge  stellt.  



       Ferner    ist ebenfalls     bekannt,    aus Beton  bestehende Körper zum Zwecke einer Erhär  tung und Erzielung einer Wetterbeständig  keit mit einer     Silikatlösung    zu tränken. Dem  gegenüber bezieht sich die Erfindung auf  ein der Hitze ausgesetztes Mauerwerk aus  Beton, bei dem     mindestens    die der Hitze  quelle zugekehrte Fläche mit     einem.    Zusatz  stoffe enthaltenden Bindemittel, beispiels  weise     Silikatlösung,        getränkt    ist, das nach      der Zerstörung der hydraulischen Bindung  durch die     Hitze    die Bindung des Betons selb  ständig übernehmen kann.  



  Das Mauerwerk aus Beton, welches zweck  mässig aus     kalkhaltigen,    feuerfesten Zu  schlagstoffen mit hydraulischen     kalkhaltigen          Bindemitteln    besteht, kann beispielsweise  mit     einer    Natron-     bezw.        Kali-Silikatlösung     getränkt sein. Diese Lösung dringt tief in  den Beton ein und geht     mit    dem darin ent  haltenen Kalk eine feuerfeste     Verbindung     ein.

   Das Mauerwerk kann zum Beispiel eine  Ummantelung für Kochkessel sein, bei der  die dem Feuer     zugekehrte        Mantelinnenfläche     mit einem Zusatzstoffe enthaltenden     Binde-          mittel    getränkt ist.  



  .Werden     derartig    behandelte Betonmäntel  der     Feuereinwirkung    ausgesetzt, so über  nimmt nach Zerstörung des hydraulischen       Bindemittels    die vorhandene     Silikat-Kalk-          verbindung    die Aufgabe des zerstörten     Binde-          mittels    in     vollkommenster    Weise, denn sie  hat die     einzelnen    Teilchen der Betonmasse  zu einer feuerfesten Masse zusammengekit  tet.

   Die     Durchtränkung    kann sich zweck  mässig auf die dem Feuer ausgesetzten Teile  des     Betonmaterials    beschränken; dann hält  die isolierende     Wirkung    der behandelten  Schicht die     Hitzeeinwirkung    von dem nur  hydraulisch     gebundenen    Material fern.  



  Um eine besondere     innige    und feuerfeste       Verbindung    zu erzielen, kann die     Mantel-          inuenfläche    zunächst mit reiner     bezw.        wenig     Zuschlagstoffe, alsdann     mit    einer. mehr Zu  schlagstoffe, und zwar zweckmässig     Trass-          Schamottemehl    enthaltenden     Silikatlösung     bestrichen werden.  



  Die auf diese Weise hergestellten Um  mantelungen haben nicht nur den Vorteil  einer besseren Hitzebeständigkeit und damit  eine höhere Lebensdauer, sondern sie können  gegenüber den     bekannten        Ausführungen    er  heblich dünnere Wandstärken aufweisen, da  die bisher auftretende     Zermürbung    und     Ein-          schrumpfung    der Betonmasse vermieden ist.  Die nur teilweise Behandlung des Mantels  gewährleistet zudem eine billige Herstellung;    auch kann die Aussenschicht dann noch einer  besonderen Behandlung gegen äussere Ein  flüsse unterworfen sein.  



  In der beigefügten Zeichnung ist eine       gochkesselummantelung    als     Ausführungs-          beispiel    dargestellt. a     ist    der äussere Mantel  aus Beton, der mit der Armierung f versehen  ist, b das Feuerstück aus Beton mit dem  Rost d, c der Kessel.  



       e-e    ist die dem Feuerraum zugekehrte  erfindungsgemäss ausgebildete Betonschicht.  Die Erfindung ist nicht auf das beschrie  bene Ausführungsbeispiel beschränkt; die       Tränkung    mit dem     genannten    Bindemittel ist  auch überall da angebracht, wo Mauerwerk  aus Beton der Einwirkung heisser Gase aus  gesetzt ist, also zum Beispiel in Betonschorn  steinen usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Der Hitze ausgesetztes Mauerwerk aus Beton, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens die der Hitzequelle zugekehrte Fläche desselben mit einem mindestens einen Zu satzstoff enthaltenden Bindemittel getränkt ist, das nach der Zerstörung der hydrauli schen Bindung des Betons durch die Hitze die Bindung des letzteren selbständig über nehmen kann. UNTERANSPRüCHE 1. Mauerwerk gemäss Patentanspruch, be stehend aus einer Ummantelung aus Beton für Kochkessel, bei der die dem Feuer zu gekehrte Mantelinnenfläche mit einem Zu satzstoff enthaltenden Bindemittel ge tränkt ist. 2.
    Mauerwerk nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelinnenfläche zwecks Erzie lung einer besonders innigen und feuer festen Verbindung mit dem Beton zu nächst mit reiner, bezw. wenig und als dann mit mehr Zuschlagstoffe enthalten der Silikatlösung bestrichen ist. 3. Mauerwerk nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel aus Natronsilikat_- lösung besteht. 4. Mauerwerk nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass das Bindemittel aus Kalisilikatlösung besteht. 5.
    Mauerwerk nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und d, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Zuschlagstoff aus Trass- Schamottemehl besteht. 6. Mauerwerk nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zuschlagstoff aus Trass- Schamottemehl besteht.
CH183147D 1934-09-06 1935-06-12 Der Hitze ausgesetztes Mauerwerk aus Beton. CH183147A (de)

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