CH183265A - Verfahren zur Herstellung von Formstücken mit dichtem Gussgefüge und hoher Warmfestigkeit. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstücken mit dichtem Gussgefüge und hoher Warmfestigkeit.

Info

Publication number
CH183265A
CH183265A CH183265DA CH183265A CH 183265 A CH183265 A CH 183265A CH 183265D A CH183265D A CH 183265DA CH 183265 A CH183265 A CH 183265A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
alloys
production
heat resistance
silicon
high heat
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH183265A publication Critical patent/CH183265A/de

Links

Landscapes

  • Continuous Casting (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Formstücken mit dichtem     Gussgefüge    und hoher  Warmfestigkeit.    In der Technik hat sich das Bedürfnis  für aus Aluminiumlegierungen hergestellte       Formgussstücke    gezeigt, die sich durch Dich  tigkeit des Gefüges gegen den Druck von  Flüssigkeiten oder Gasen auszeichnen sollen.  



  Es wurde gefunden,     .dass    aus der Gruppe  der an sich     bekannten    Legierungen des Alu  miniums mit etwa 3 bis<B>16%</B> Magnesium  und 0,8 bis 3 % Silizium, gegebenenfalls bei  gleichzeitiger Anwesenheit von Mangan bis  zu einem Gehalt von etwa 2,5 %, eine be  schränkte Zahl Legierungen für die Herstel  lung von solchen     Formgussstücken    geeignet  ist, bei denen es auf Dichtigkeit des Gefüges  gegen den Druck von Flüssigkeiten oder  Gasen ankommt.

   Da bei höheren Silizium  gehalten sowohl Festigkeit, wie auch Deh  nung der     Legierungen    in erheblichem Masse       zurückgehen,    ist es, um den handelsüblichen  Anforderungen in dieser Beziehung entspre  chende     Gussstücke    zu erzielen, erforderlich,    bei höheren     Magnesiumgehalten        finit    dem       Siliziumzusatz    unterhalb der in bezug auf  Erzielung eines dichten     Gussgefüges    günstig  sten Werte zu bleiben.

   Unter Berücksich  tigung dieser Verhältnisse werden erfin  dungsgemäss Aluminiumlegierungen vergos  sen, deren     Siliziumgehalt    zwischen 0;8 und  1,5 % und deren     Magnesiumgehalt    zwi  schen 3 und 7% beträgt, wobei zweckmässig  zwischen dem     Magnesiumgehalt    und dem       Siliziumgehalt    der Legierungen das Verhält  nis 4 bis 5 : 1 besteht. Am besten hat sich  eine Legierung mit 5 % Magnesium und 1  bis 1,2 % Silizium bewährt. Die Legierungen  können in an sieh     bekannter    Weise auch  noch Mangan in Mengen von 0,1 bis zu 2,5  vorzugsweise etwa 1%, enthalten.  



  Weiter wurde beobachtet, dass die vor  stehend beschriebenen     siliziumhaltigen    Le  gierungen auch in bezug auf ihre Warm  festigkeit den entsprechenden Legierungen,      die Silizium überhaupt nicht oder nur als  Verunreinigung (das heisst also in Mengen  von höchstens etwa     0,3%)    enthalten, merk  bar überlegen sind, indem nämlich bei  höheren Temperaturen die Zugfestigkeit der  Legierungen in geringerem Masse eine Ver  minderung erfährt, als bei den     siliziumfreien     Legierungen.

   Beispielsweise geht die Festig  keit einer     Legierung    mit     57o        Magnesium,     <B>1,1%</B> Silizium und<B>0,1%</B> Mangan bei Er  wärmung auf etwa 300   C, gegenüber der  Festigkeit bei     Zimmertemperatur    nur um un  gefähr 25 % zurück, während die Festigkeit  bei der gleichen Legierung, jedoch mit nur       0,2%    Silizium, bei<B>300'</B> C bereits einen  Rückgang von über     35%    erfahren hat.

   Mit  dieser Beobachtung dürfte auch die grössere  Dichtigkeit der aus den     siliziumhalhgen        Le-          gierungea    hergestellten     Formgussstücke    we  nigstens teilweise erklärt werden können, da  dank der höheren Festigkeit dieser Legie  rungen     hei    den höheren nach der Erstarrung  durchlaufenen Temperaturen eine Auflocke  rung ihres Gefüges in entsprechend 'gerin  gerem Masse stattfindet.  



       Formgussstücke    aus den genannten Legie  rungen sind selbst bei verhältnismässig ge  ringen Wandstärken (etwa 5 mm) gegen  einen 'Überdruck von mindestens 8     Atm.     praktisch vollkommen dicht.  



  Gelegentlich der Beobachtung, dass Alu  miniumlegierungen mit einem höheren Mag  nesiumgehalt     ausgezeichnete    Korrosionsbe  ständigkeit aufweisen, wurde bereits früher       fesigestellt,    dass man durch einen Zusatz von  Chrom. Kobalt und Silizium die Zähigkeit  und Härte der Legierungen erhöhen könne.  insbesondere wenn die Legierungen einer  Wärmebehandlung unterworfen werden.

   Die  Verwendung solcher     Legierungen    für die  Herstellung von     Formgussstücken    wurde  damals aber nicht erwogen, und man konnte    aus den damaligen Feststellungen auch nicht  entnehmen, dass ein Zusatz von Silizium die  Dichtigkeit des Gefüges bei der Herstellung  von     Formgussstücken,    oder seine Warmfestig  keit in günstigem Sinne beeinflussen würde.  



  Dank der erhöhten -Dichtigkeit ihres     Guss-          gefüges    im Verein mit ihrer bekannten Kor  rosionsfestigkeit eignen sich die beschrie  benen     flegiern    ragen für die Herstellung zahl  reicher     Formgussstücke,    wie zum Beispiel von  Armaturen für Flüssigkeitsleitungen, Gas  verteilern,     hydtaulisehen    Steuerungsteilen,       Kompressorgehäusen,        Flüssigkeits-    und Gas  behältern und dergleichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Form stücl:eg mit dichtem (,ussgefüge und hoher Warmfestigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass Aluminiumlegierungen vergossen wer den, .deren Siliziumgehalt zwischen 0,8 und 1,5%, und deren Magnesiumgehalt zwischen und 7 % beträgt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Mag nesiumgehalt und dem Siliziumgehalt der Aluminiumlegierungen das Verhältnis 4 bis 5 : 1 besteht.
    ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumlegie- rungen noch einen Mangangehalt zwischen 0,1 und 2,5 % aufweisen. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumlegierungen noch einen Mangangehalt von 1 % aufweisen.
CH183265D 1934-05-04 1935-03-19 Verfahren zur Herstellung von Formstücken mit dichtem Gussgefüge und hoher Warmfestigkeit. CH183265A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE183265X 1934-05-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH183265A true CH183265A (de) 1936-03-31

Family

ID=5718471

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH183265D CH183265A (de) 1934-05-04 1935-03-19 Verfahren zur Herstellung von Formstücken mit dichtem Gussgefüge und hoher Warmfestigkeit.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH183265A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2437653B2 (de) Verwendung einer kupferlegierung als werkstoff fuer kokillen
DE1521119B1 (de) Feuerverzinktes Rohr und Vorrichtung zu seiner kontinuierlichen Herstellung
AT145499B (de) Aluminiumlegierungen mit dichtem Gußgefüge und von hoher Warmfestigkeit.
AT160903B (de) Vergütbare Magnesiumlegierung mit Gehalten an Aluminium und Wismut
CH183265A (de) Verfahren zur Herstellung von Formstücken mit dichtem Gussgefüge und hoher Warmfestigkeit.
DE602373C (de) Verfahren zur Herstellung verschleissfester Rohre
AT115617B (de) Kadmiumhaltige Bleilegierung und Wärmebehandlung derselben.
DE337906C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Zinkstaub
DE678582C (de) Feuerbuechsen und Stehbolzen aus verguetbaren Kupferlegierungen
DE975820C (de) Werkstoff fuer Kokillen zum Stranggiessen hochschmelzender Metalle, insbesondere von Eisen und Stahl
AT88575B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Zinkstaub.
AT158098B (de) Herstellung von korrosionsbeständigen Gegeständen aus nichthärtbaren Molybdän-Chrom-Eisenlegierungen durch Tiefziehen in kaltem Zustande.
AT309303B (de) Monoblock-Aerosoldose
DE697951C (de) Verwendung eines legierten Gusseisens fuer solche Gussstuecke, die emailliert werden sollen
AT142097B (de) Rostsichere Molybdän-Kupfer-Chromstähle.
US133098A (en) Improvement in the manufacture of iron, steel
AT62589B (de) Dichtung für Kolbenstangen oder dgl.
AT59036B (de) Verfahren zum Arbeiten mit Wasserstoff unter Druck.
DE616599C (de) Aluminium und Molybdaen enthaltende Stahllegierung und ihre Verwendung
AT133889B (de) Verfahren zum Plattieren von Eisen mit Aluminium oder Aluminiumlegierungen.
DE333125C (de) Gasdruckregler fuer Azetylenapparate mit von der Gasglocke eingestellter Tauchtiefe des Gasauslasses
DE589237C (de) Die Verwendung von Kupferlegierungen fuer Gegenstaende, die tiefen Temperaturen ausgesetzt sind
AT133130B (de) Stahl zur Herstellung von hochwertigen Bohrrohren.
DE725144C (de) Fittings
AT139002B (de) Leichtmetallkolben für Brennkraftmaschinen.