CH183348A - Schaltungsanordnung für Fernsehempfang mittelst Braunscher Röhre. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsehempfang mittelst Braunscher Röhre.

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CH183348A
CH183348A CH183348DA CH183348A CH 183348 A CH183348 A CH 183348A CH 183348D A CH183348D A CH 183348DA CH 183348 A CH183348 A CH 183348A
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  Schaltungsanordnung für Fernsehempfang mittelst Braunseher Röhre.    Die     Steuerempfindlichkeit    der in bekann  ter Weise als     Fernbilderzeuger    dienenden       Braunschen    Röhre ist in letzter Zeit so er  höht worden, dass wenige Volt zur Aussteue  rung der Schirmhelligkeit zwischen dem  dunkelsten und dem erforderlichen hellsten  Wert ausreichen. Anderseits hat durch Über  gang zu feineren Rastern, das heisst höheren       Bildzeilenzahlen,    das zu verstärkende Fre  quenzband erheblich an Breite zugenommen.

    Erfindungsgemäss wird die erstgenannte Tat  sache dazu ausgenutzt, um mit Mehrgitter  röhren, welche eine Primärsteilheit (Zu  nahme des das erste     Gitter    einer Mehrgitter  röhre passierenden Stromes bei einer Zu  nahme der Spannung dieses ersten     Gitters)     von über 3,5     mA/V    im     Arbeitspunkt    be  sitzen, die durch den Bildinhalt     modulierte     Trägerfrequenz zu verstärken und sodann  mit der so verstärkten Welle die Intensi  tätssteuerung der     Braunschen    Röhre ohne    Beseitigung der Trägerfrequenz vorzuneh  men. Die Trägerfrequenz kann dabei sowohl  ,die Hochfrequenz, als auch die Zwischen  frequenz sein.

   Die     Zwischenfrequenz    kann  im Empfänger in     bekannter    Weise durch  Überlagerung gebildet werden; sie muss die  höchste Bildfrequenz natürlich um ein Mehr  faches     übertreffen,    das heisst bei zum Bei  spiel 5. 105 Hertz als schnellste Helligkeits  schwankung von einer Grössenordnung ober  halb 106 Hertz sein.  



  Die     Erfindung    nutzt hierbei den Vorzug  moderner     Schirmgitterröhren        (Tetroden,        Pen-          thoden,        Hegoden,        Hepthoden    usw.) aus, eine  sehr .geringe Anodenrückwirkung     und    eine  ausserordentlich verkleinerte Kapazität     zwi-          s        P,

          'hen        St        eueroitter        t'        und        Anode        neben        hoher     Steilheit zu besitzen.

   Auf     diese    Weise ist es  möglich,     in        abgestimmter    oder     halbaperio-          discher        Hochfrequenzverstärkung    diejenigen  Amplituden     durchzusteuern,    die     urimittelbar         zur Steuerung der     Kathodenstrahlintensität     in der Braunsehen Röhre     ,genügen,

      ohne dass  eine störende Rückwirkung auf die Vor  stufen des Empfangsverstärkers     bezw.    die  bei niederfrequenter     Verstärkung    so breiten       Frequenzbänder    unvermeidlichen Verzerrun  gen einträten.  



  Es hat sich als zweckmässig erwiesen, bei       Anwendung    von     Zwischenfrequenzverstär-          kung,        wie    von     Hochfrequenzverstärkung,    die  Ausgangsröhre als Anodengleichrichter zu  schalten und das     Intensitätssteuersystem    der  Braunsehen Röhre     unmittelbar    mit den  gleichgerichteten, in ihrer Amplitude vom  Bilde modulierten zwischenfrequenten Im  pulsen zu betreiben.  



  Bei Verwendung von     Hegoden    oder     Hep-          thoden,    das heisst Röhren mit vier oder fünf       Gittern    zwischen Anode und Kathode, ist be  kanntlich in der gleichen Röhre eine     zweite     Steuerung des durch das erste     Gitter    beein  flussten Elektronenstromes möglich, die man  zur Rückkopplung, das heisst     Entdämpfung     des Ausgangskreises verwenden kann.

   Da  vor dem zweiten Steuergitter eine virtuelle  Kathode liegt und jenes nur die Verteilung  der aus der virtuellen Kathode     stammenden     Elektronen bewirkt, besteht in bezug auf das  von der Kathode aus gesehen vor dem zwei  ten     Steuergitter    liegende     Hilfsanodennetz     eine negative Steilheit, und die Rückkopp  lung muss nullphasig sein, das heisst Gitter  wechselspannung und Anodenwechselspan  nung sind in gleicher Phase und nicht, wie  bei einer normalen     rückgekoppelten    Röhre,  um 180       gegeneinander    verschoben.

   Es ist  deshalb     möglieh,    eine aperiodische Rück  kopplung und somit für das ganze     breite     Fernsehfrequenzband eine gleichmässige     Ent-          dämpfung    und Verstärkung     mit    Hilfe einer       Hegode    oder     Hepthode    zu erreichen, die  zweckmässig in einer     Zwischenfrequenzstufe          arbeitet.     



  Die anliegende Zeichnung     zeigt    ein Aus  führungsbeispiel der erfindungsgemässen  Schaltung.  



  In     Fig.    1     isst    mit M ein Mischrohr be  zeichnet, in welchem eine geeignete Zwi-         schenfrequenz        .gebildet    wird. Diese     wird    in  den beiden     nachgeschalteten        Penthoden        V1,     F, verstärkt. Bezüglich der einzelnen     Schalt-          elemente    ist zu bemerken, dass die Anoden  widerstände     R        frequenzunabhängig,    also       ohmisch    sind.

   Die Kopplungskondensatoren  C zwischen den Anoden und dem Steuergit  ter der jeweils nachgeschalteten Verstärker  stufe sind so gross, dass hierfür die durch  gehenden Frequenzen praktisch einen Kurz  schluss darstellen. Die Widerstände<I>r, r'</I> bil  den einen Spannungsteiler,     mittels    dessen  eine passende     Schirmgitterspannung    her  gestellt wird. Die Widerstände r' sind durch  Kapazitäten     K    überbrückt, so dass sich das  Schirmgitter     hochfrequenzmässig    auf Katho  denpotential befindet.

   Die im     Steuerelektro-          denkreis    der     Penthoden        bezw.    Kathoden  strahlröhre liegenden     Induktivitäten    L sind  zusammen mit den Kapazitäten<B>C</B>, die  aus den verteilten Kapazitäten der Schal  tung, sowie der     Gitter-Kathodenkapazität     der Röhren bestehen, auf die Trägerfrequenz  der zu verstärkenden Schwingungen abge  stimmt. Die     Dämpfung    dieses Kreises ist im all  gemeinen so gross,     dass        eine        Frequenzabhänig-          keit    nicht im merklichen Umfange auftritt.

    Man kann die einzelnen Gitterkreise auch  um verschiedene Beträge gegen die Träger  frequenz verstimmen, so dass die Summe  aller     Gitterkreise        einen        Bandfiltereffekt    er  gibt. Selbstverständlich wird die Anoden  batterie für die Verstärkung in an sich be  kannter Weise durch eine grosse Kapazität  überbrückt, so dass sie für die Wechselströme  keinen Widerstand darstellt.  



  In     Fig.    2 ist     eine        Abänderung    der in       Fig.    1 mit einer strichpunktierten Linie um  randeten Teile dargestellt, und zwar wird  an Stelle der Röhre     Yl    eine     Hegode    verwen  det, welche die     Anwendung    einer     frequenz-          unabhängigen    Rückkopplung ermöglicht. So  weit es sich     um    die gleichen Schaltelemente  wie in     Fig.    1 handelt,     sind    diese mit den  selben Buchstaben bezeichnet.

   Das der Ka  thode zunächst liegende Gitter dient wieder  als Steuerelektrode, während das zweite Git  ter als     Schirmgitter    ausgebildet ist. Das      dritte Gitter wirkt als Nutzelektrode und  dementsprechend liegt der     frequenzunab-          bängigeWiderstand        R    im Stromkreis dieser  Elektrode. Um eine Rückkopplung herzu  stellen, ist das vierte     Gitter    über eine grosse  Kapazität     Cl    mit dem     dritten    Gitter gekop  pelt und über einen Widerstand r" und eine  negative     Vorspannungsbatterie    zur Kathode  abgeleitet.

   Die äusserste Elektrode wird auf  konstantem positiven Potential gehalten, zum  Beispiel mit dem Schirmgitter verbunden.  Diese Rückkopplungsschaltung wirkt in der  Weise, dass das untere Ende des Widerstan  des R     Potentialschwankungen    ausführt; wel  che dem vom dritten Gitter     aufgenommenen     Strom entsprechen. Hierdurch wird die Ver  teilung des durch das zweite Gitter hindurch  tretenden Elektronenstromes auf das dritte  Gitter und auf die Anode gesteuert.

   Ist  nämlich der zum     dritten    Gitter fliessende  Strom gross, senkt sich das Potential am un  tern Ende des Widerstandes     R    stark in nega  tiver Richtung und das vierte Gitter, welches  über den Widerstand     r"    seine negative Vor  spannung erhält, wird stark negativ, so dass  der vom zweiten Gitter hindurch gelassene  Strom zum     grössten    Teil auf das     dritte    Git  ter und nur zum kleinen Teil auf die Anode  der Röhre gelangt.

   Ist dagegen der auf das  dritte Gitter gelangende Strom klein, so ent  fernt sich das Potential am untern Ende des  Widerstandes R nur wenig von dem festen  positiven Potential der     Anodenspannungs-          quelle    und das vierte Gitter     wird    daher weni  ger negativ als bei starker     Stromaufnahme     des     dritten        Gitters.    Infolgedessen gelangt  jetzt ein grösserer Teil des durch das zweite  Gitter     hindurchtretenden    Stromes auf die  Anode.

   Man     erkennt    also, dass in der dar  gestellten Schaltung das     vierte    Gitter     eine     rückkoppelnde Wirkung ohne Phasenumkehr  besitzt, das heisst dass es eine Tendenz des       dritten    Gitters zur Vergrösserung     bezw.    Ver  kleinerung des Stromes noch unterstützt. Der  Kondensator     Cl    kann     wieder    so gross ge  wählt werden, dass er für die zu verstärken  den Frequenzen praktisch einen Kurzschluss  darstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung für Fernsehemp fang mittels Braunscher Röhre, dadurch ge kennzeichnet, dass Mehrgitterröhren mit einer Primärsteilheit im Arbeitspunkt von über 3.5 mA/V zur Verstärkung der durch den Bildinhalt modulierten Trägerfrequenz An wendung finden, und dass die Intensitäts steuerung der Braunschen Röhre mit der so verstärkten Welle ohne Beseitigung der Trä gerfrequenz erfolgt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochfrequenz zunächst gleichgerichtet wird und die gleichgerichteten, vom Bilde modulierten Trägerimpulse unmit telbar der Steuerelektrode der Braun scheu Röhre zugeführt werden. 2. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenfrequenz zunächst gleichgerich tet wird und die gleichgerichteten, vom Bilde modulierten Trägerimpulse unmit telbar der Steuerelektrode der Braun scheu Röhre zugeführt werden.
    Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstufe des Hochfrequenz- Empfangsverstärkers als Anodengleich richter betrieben wird: 4. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstufe des Zwischenfrequenz- Empfangsverstärkers als Anodengleich richter betrieben wird.
    5. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 3, gekennzeichnet durch die Anwendung von Röhren mit mindestens vier Gittern in der Hochfrequenz unter Ausnutzung einer aperiodischen Rückkopplung zur gleichmässigen Entdämpfung des Aus gangskreises über das ganze Fernseh frequenzband.
    6. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 2 und 4, gekennzeichnet durch die Anwendung von Röhren mit mindestens vier Gittern in der Zwischenfrequenz unter Ausnut zung einer aperiodischen Rückkopplung zur gleichmässigen Entdämpfung des Ausgangskreises über das ganze Fern sehfrequenzband.
CH183348D 1933-07-27 1934-07-19 Schaltungsanordnung für Fernsehempfang mittelst Braunscher Röhre. CH183348A (de)

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