CH183535A - Leichtmetallkolben an Brennkraftmaschinen. - Google Patents

Leichtmetallkolben an Brennkraftmaschinen.

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CH183535A
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CH
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piston
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Inventor
Corporation Bohn Aluminu Brass
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Bohn Aluminium & Brass Corp
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  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description


      Leichtmetallkolben    an     Brennkraftmaschinen.       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  einen Kolben mit Kolbenbolzen für     B'renn-          kraftmaschinen.     



  Der Zweck der Erfindung ist ein aus  Leichtmetall, zum Beispiel einer Aluminium  legierung, bestehender Kolben mit vermin  derter Ausdehnung der Tragflächen des       Kolbens.    .  



  Leichtmetalle, wie Aluminiumlegierun  gen, haben für Kolben manche Vorteile. Ihr  Hauptnachteil liegt     darin,    dass sie eine  höhere Wärmedehnung haben als das Guss  eisen, aus welchem die Zylinder gewöhnlich  hergestellt sind. Wenn die Kolben wie ge  wöhnliche     Gusseisenkolben    gebaut und mit  genügend Spiel zur Verminderung des     An-          fressens    bei     heissem.lotor    versehen sind, ver  ursachen sie bei kaltem     :Motor    ein schäd  liches Klopfen des Kolbens, so dass der Ho  tor für den Gebrauch bei einem Automobil  ungeeignet ist.

      Es ist schon vorgeschlagen worden, Kol  ben mit     Bimetallstreifen,    die aus zwei Me  tallen von verschiedener Wärmedehnung be  stehen, zu bauen, bei denen der Mantel einen  ovalen Querschnitt mit in der Richtung der       Kolbenbolzenaxe    kürzerem Durchmesser hat,  und bei denen der Mantel mit mindestens  einem an einem oder zwei Orten gespaltenen  Ring versehen ist, welcher Ring aus einem  Metall besteht, dessen Ausdehnungskoeffi  zient von jenem des Materials des Mantels  verschieden ist.  



  Bei einem Leichtmetallkolben in Zylin  dern von     Brennkraftmaschinen    mit einem  Kopf, mit einem Mantel, der Augen für  einen Kolbenbolzen und zwischen ihnen  Tragschuhe an einem Ring besitzt, welcher  Ring mit den Tragschuhen in kaltem Zu  stande oval und in der Richtung der     Kol-          benbolzenage    im Durchmesser etwas     kleiner     als in der dazu senkrechten Richtung ist, und  mit auf beiden Seiten der Tragschuhe zwi-      sehen diesen nebeneinander angeordneten  Verbindungen, von denen jeweils die äussere  aus Metall grösserer Wärmedehnung als die  innere besteht und mit dieser wie ein Bi  metallstreifen     ivirlit,

      so dass infolge der Tem  peraturerhöhung im Betriebe der Mantel  ring nahezu zylindrisch gebogen wird, haben  gemäss der Erfindung die     innern    Verbindun  gen die Form von dünnen Platten, sind in  der Zone des     Kolbenzapfens    in Richtung  einer     Mantelringsehne    zwischen den Trag  schuhen angeordnet und stehen mit bei  den Rändern über die     Kolbenbolzenaugen     vor.  



  Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.       Fig.    1 ist ein Aufriss eines Kolbens nach  der Erfindung;       Fig.    2 und 3 sind Schnitte nach den  Linien 2-3 und 3-3 in     Fig.    1;       Fig.    4 ist ein Diagramm, welches die  Kolbenausdehnung erläutert;       Fig.    ' 5 und- 6 sind Schnitte nach den Li  nien 5-5 in     Fig.    1 und 6-6 in     Fig.    5;

         Fig.    7 ist ein der     Fig.    6     ähnlicher    Schnitt  eines zweiten Kolbens und       Fig.    8 ist ein Schnitt     nacli    der Linie  8-8 der     Fig.    7.  



  Der Kolben nach     Fig.    1 bis 6 besitzt  einen Boden 10 und einen Mantel 11, die  beide miteinander aus Leichtmetall, beispiels  weise aus einer     Aluminiumle,("ierung,    ge  gossen sind. Der Mantel 11 besitzt Augen 12  für den Kolbenbolzen, deren Verbindung mit  dem Boden 10 durch Rippen 13 verstärkt ist.  Zu beiden Seiten der Verbindungen zwischen  dem. Boden 10 und den Augen 12 ist der  Mantel vom Boden 10 durch Schlitze 15 ge  trennt.  



  Die symmetrisch zum rechtwinklig zur       Age    der     Kolbenbolzennaben    liegenden Durch  messer B     (Fig.    4) an einem äussern Ring  22 des     Mantels    angeordneten Tragschuhe 11  übertragen den von der Schrägstellung der  Pleuelstange herrührenden Normaldruck auf  die Zylinderwandung. Deshalb ist es zweck  mässig, wenn der Durchmesser B bei allen    im Betriebe     auftretenden        Temperaturen    genau  in die Zylinderbohrung passt.  



  Dem Mantel des Kolbens wird beispiels  weise durch Schleifen, aussen eine ovale  Form erteilt, so     class    die kleine Ase     .1    des  Ovals mit der     Axe    des Kolbenbolzens zu  sammenfällt, und die grosse     Axe    ss recht  winklig zur     Bolzenaxe    liegt, wie es in     Fig.4     durch die voll ausgezogene Linie dargestellt  ist. Das Oval besitzt     zweckmässig    über die  ganze Länge des Mantels das gleiche Aus  mass, der Mantel nimmt also nicht von oben  nach unten zu.  



  Der Boden 10 wird im Betriebe von allen  Teilen des Kolbens am heissesten und dehnt  sich daher mehr als der Mantel aus. Er er  hält daher zweckmässig mehr Spiel als der  Mantel, um eine Berührung des Bodens in  der Zylinderbohrung zu vermeiden.  



  Die schematische     Fig.        .1    zeigt, dass der  Durchmesser B bei einer Temperaturände  rung konstant bleibt, und dass der Kolben  sich beim Erwärmen rundet. Es ist aber  wünschenswert, dass der Durchmesser B des  Kolbens ungefähr die gleiche Wärmeausdeh  nung wie die     Zylinderbohrung    besitzt, so  dass das Spiel zwischen den Enden des  Durchmessers B und der Zylinderwandung  bei allen Temperaturen konstant bleibt.

   Dies  kann durch entsprechende Wahl der ovalen  Form des kalten Kolbens, dar Materialien  und der Dimensionen der     Bimetallstreifen     erreicht werden, welch letztere durch auf bei  den Seiten der Tragschuhe     1.1    zwischen die  sen nebeneinander angeordnete Verbindun  gen gebildet werden, von denen jeweils die  äussere aus Metall grösserer Wärmedehnung  als die innere     besteht.     



  Die oben erwähnten innern Verbindungen  werden von Einsätzen 16 gebildet, welche  die Form von ebenen Platten haben, in der  Zone des Kolbenzapfens in der Richtung  einer     Mantelringsehne    zwischen den Trag  schuhen angeordnet sind und mit den bei  den Rändern über die     Kolbenbolzenaugen     vorstehen. Die Mantelwandung ist um jedes       Bolzenauge    bis auf Stege 20 weggeschnitten,  welch letztere mit den     Einsätzen    16 die Bi-           meta.llstreifen    bilden. Jedes     Bolzenauge    ist  mit dem äussern Mantelring 22 durch einen       Steg    21 verbunden; dieser stört aber das Bie  gen des Mantels bei dessen Erwärmung  nicht.

   Die Stege 20 und 21 führen die  Hitze vom Boden zu den Tragschuhen und  zum     Iring    22 von wo sie auf die Zylinder  ivandung übertragen wird. Mit Einsätzen 16  aus gewöhnlichem Stahl kann die Wärme  ausdehnung des Durchmessers B sogar noch  geringer als die des aus     Gusseisen    bestehen  den Zylinders gehalten werden.  



  Da der Durchmesser A sich schneller als  der Zylinder ausdehnt, ist der Kolben derart  bearbeitet oder geschliffen, dass dieser  Durchmesser selbst bei abnormal hohen  Temperaturen die Zylinderwand höchstens  leicht berührt. Daher wird der     .Kolbenman-          tel    bei normalen Betriebstemperaturen nicht  ganz zylindrisch. Doch ist die Abweichung       zwecl@mässig    so gering, als es der Sicher  heitsfaktor gestattet.  



  Nach Anlassen eines mit diesem Kolben       .jusgestatteten    kalten Motors wird kein Klop  fen auftreten, da sich an den Enden des  Durchmessers B nur ein kleines     iSpiel    be  findet.  



  Der äussere Ring 22 ist ausserhalb der       Kolbenbolzenaugen    12 durch normal zur       Kolbenaxe    angeordnete Rippen 23 verstärkt.  



  Nach den -     Fig.    7 und 8 erstreckt sich  ,jeder Einsatz 16 längs der innern Stirnseite  des     Kolbenbolzenauges    und ist mit beiden  Enden im Mantel eingegossen.  



  Lappen 24 überdecken innen die Enden  der Einsätze 16 und sind durch     Brücken    25  mit dem Metall ausserhalb der Einsätze ver  bunden. Sie halten die Einsätze dicht an den  Stegen 20. Diese     Lappen    verringern auch die       Biegewirkung    der Einsätze, indem sie die  wirksame Länge des     Bimetallstreifens    ver  kürzen.  



  Bei den beiden gezeichneten Kolben ist  die Mantelausdehnung in allen Durchmesser  richtungen praktisch     unabhängig    von der  Bodenausdehnung.  



  Bei bekannten Leichtmetallkolben ist der  Kolbenboden mit dem Kolbenmantel in den    axialen Zonen der     Bolzenaugen    zusammen  gegossen, so dass diese Teile des Kolbenman  tels sich mit dem Kolbenboden ausdehnen  und eine schädliche Verwindung und Ver  drehung des Mantels     bewirken.    Bei den dar  gestellten Kolben werden beim Erwärmen  die     Bolzenaugen    durch die Einsätze unab  hängig vom Boden nach aussen geführt.  



  Im normalen Betrieb der     Maschine    ist  der Boden heisser als der Mantel, der höheren  Temperatur des Bodens hält aber praktisch  die durch die     Einsätze    bewirkte raschere       Auswärtsbewegung    der     Bolzenaugen    das  Gleichgewicht, so dass sich Boden und     Bol-          zenaugen    miteinander nach aussen bewegen  und keine Verwindung der     Bolzenaugen     stattfindet. Dies bewirkt ein gleichmässiges  und gleichförmiges Anliegen des Kolben  mantels an der Zylinderwandung.  



  Ein weiterer bedeutsamer Vorteil der  dargestellten Kolben besteht darin, dass die  Wärmedehnung des Mantels korrigierend  gegen überschüssige Erwärmung wirkt, weil  die Einsätze bei jeder Temperaturerhöhung  arbeiten, ob die Hitze ihre Ursache in einer  unzulässigen hohen Bodentemperatur, einer  hohen Öltemperatur oder einer übermässigen  Mantelreibung hat.  



  Wenn ein gewöhnlicher Kolbenmantel in  folge unrichtigen     Einpassens    gegen die Zy  linderwandung drückt, so kann die hierdurch  bewirkte übermässige Reibung den Mantel  auf eine Temperatur erwärmen, die höher  ist als die normale Temperatur des Bodens.  Gewöhnlich erhöht sich die Reibungswärme  in diesem Falle immer mehr, da die grössere  Temperatur eine vergrösserte Ausdehnung  hervorruft, die ihrerseits wieder eine Tem  peraturerhöhung veranlasst und so weiter, bis  der Kolben sich     festfrisst.    Beim dargestellten  Kolben     veranlasst    jedoch eine infolge Mantel  reibung übermässige Hitze die Einsätze den  Mantel weiter in die zylindrische Form zu  biegen und entlastet ihn dadurch vom über  mässigen Druck,

   und da die erzeugte Hitze  den Zylinder ungefähr im selben Masse     wie     den Mantel ausdehnt, wird sich der Mantel  allmählich einschleifen.      Zweckmässig ist im Mantel kein axialer       Schnitt    angebracht, denn der     ungeschlitzte     Mantel besitzt einen grösseren Widerstand  gegen Biegung durch den Normaldruck und  gegen ein Schwingen in der Bohrung. Die  vergrösserte Stabilität des Kolbens ergibt  eine bessere Wirtschaftlichkeit im Öl  verbrauch bei hohen     Maschinengeschwindig-          keiten    und gestattet den Kolbenringen rich  tig zu arbeiten, ohne sich übermässig abzu  nutzen.  



  Zweckmässig wird der Kolben mit dem       ungesehlitzten    Kolbenmantel mit einem sehr  genauen     Passsitz    am Durchmesser B in die  Zylinderbohrung     eingepasst.    Bei einem Ver  suche wurden Kolben in Automobilzylinder  einer bekannten Marke mit weniger als  0,038 mm Spiel     eingepasst,    und der Wagen  wurde ohne das übliche Einfahren am zwei  ten Tag mit mehr als 128 km/Std. laufen  gelassen, ein Beweis dafür, dass die mit dem  Versuch betrauten Ingenieure volles Ver  trauen in die Kolben hatten, über irgend  welche Schwierigkeiten infolge der Kolben  ausdehnung wegzukommen. Am dritten Tag  wurden     Spitzengeschwindigkeitsversuche    mit  mehr als 144 km/Std. erfolgreich durch  geführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Leichtmetallkolben in Zylindern von Brennkraftmaschinen, mit einem Kopf, mit einem Mantel, der Augen für einen Kolben bolzen und zwischen ihnen Tragschuhe an einem Ring besitzt, welcher Ring mit den Tragschuhen in kaltem Zustande oval und in der Richtung der Kolbenbolzenaxe im Durch messer etwas kleiner als in der dazu senk rechten Richtung ist, und mit auf beiden Seiten der Tragschuhe zwischen diesen neben einander angeordneten Verbindungen, von denen jeweils die äussere aus Metall grösserer Wärmedehnung als die innere besteht und mit dieser wie ein Bimetallstreifen wirkt,
    so dass infolge der Temperaturerhöhung im Be- trieb der Mantelring nahezu zylindrisch ge bogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die innern Verbindungen die Form von ebenen Platten haben, in der Zone des Kolbenzap fens in der Richtung einer Mantelringsehne zwischen den Tragschuhen angeordnet sind und mit beiden Rändern über die Kolben bolzenaugen vorstehen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Leichtmetallkolben nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die äussern Verbindungen zwischen den Tragschuhen a <B>,</B> us <B>'</B> dem Leichtmetall des Kolben m antels bestehen und an den innern Verbindungen auf der ganzen Länge anliegen. ?. Leichtmetallkolben nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel in kaltem Zustande mit den Tragschuhen in. den Zylinder eingepasst ist.
    Leichtmetallkolben nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die innern Verbindungen aus .Stahl bestehen und an den Enden in der Mantelwand verankert sind. 1. Leichtmetallkolben nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel ring auf der dem Kolbenkopf entgegen gesetzten Seite des Mantels angeordnet ist und dass die Tragschuhe auf der Kolben kopfseite am Mantelring sitzen. . 5. Leichtmetallkolben nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch. gekenn zeichnet, dass die Tragschuhe durch Schlitze vom Kolbenkopf getrennt sind. 6.
    Leichtmetallkolben nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben bolzenaugen mit den Verbindungen zwi schen den Tragschuhen starr verbunden sind, so dass eine Erwärmung des Kolbens eine Vergrösserung des Abstandes zwi schen den Kolbenbolzenaugen bewirkt.
CH183535D 1934-07-19 1934-09-04 Leichtmetallkolben an Brennkraftmaschinen. CH183535A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963912C (de) * 1950-06-28 1957-05-16 Mahle Kg Leichtmetallkolben fuer Brennkraftmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE963912C (de) * 1950-06-28 1957-05-16 Mahle Kg Leichtmetallkolben fuer Brennkraftmaschinen

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