Elektrischer 'Regler für in Abhängigkeit -von Druck, Temperatur oder Feuchtigkeit <B>zu</B> steuernde Organe.<B>.</B> Die Erfindung betrifft einen elektrischen Regler für in Abhängigkeit von Druck, Temperatur oder Feuchtigkeit zu steuernde Organe und besteht darin, dass mindestens einer der Grenzkontakte auf elektromagneti schem Wege während der Zeit der Verstel <U>lung</U> des elektrisch angetriebenen Steuer- organes bewegt wird und während des Still standes des letzteren in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt wird. Die Sehnelligkeit eines Grenzkontaktes kann durch eine oder mehrere Bremsvorrichtungen einstellbar sein.
Elektrische Regler sind bekanntlich sol che, bei denen die Übertragung eines Im pulses von der Impulsstelle zum Steuerorgan auf elektrischem Wege erfolgt. So kann bei spielsweise die Erzeugung von Dampf in einem durch Heisswasser beheizten Dampf erzeuger in der Weise durchgeführt werden, dass die Konstanthaltung des Druckes da durch erfolgt, dass bei steigendem Druck ein Manometer einen obern Kontakt schliesst und das Schliessen eines in der Heisswasserleitung angebrachten, elektrisch angetriebenen Steuer- organes bewirkt,
und dass umgekehrt bei fallendem Druck ein unterer Kontakt ge schlossen wird und dadurch das -Öffnen des besagten Steuerorganes veranlasst wird. Der Nachteil bekannter solcher Regler bestellt darin, dass infolge Fehlens einer Rückführung ein ständiges Überregulieren stattfindet und der Druck nur annähernd konstant gehalten wird. Als nachteilige Folge des Überregu- lierens tritt ein häufiges Ansprechen des Steuerorganes und damit ein rascher Ver schleiss desselben auf.
Diese Nachteile werden durch mit Rückführung ausgerüstete Regler behoben. Bekanntsind Regler, bei denen die Rückführung durch Verändern der Zeiger lage erfolgt, und in der Weise zustande kommt, dass während der Zeit der Verstöl- lung des elektrisch angetriebenen Steuer- organes gasgefüllte Kammern elektrisch be heizt werden, von denen sich<B>je</B> eine am Ende eines quecksilbergefüllten U-Rohres be findet. Je nachdem, ob das Steuerorgan ge- öffnet oder geschlossen wird, wird die eine oder die andere Kammer beheizt.
Durch die Ausdelinung des Gases wird die Quecksilber säule verdrängt, welche an einem im U-Rohre befindlic'hen Widerstande mehr oder weniger Windungen kurzschliesst. Dieser Widerstand ist ein Teil eines Brückenkreuzspul-Instru- mentes. Eine andere Widerstandspule der Brückenkreuzspulsolia,Itung ist dem Einfluss deg zu regelnden Sollwertes ausgesetzt, in dessen Abhängigkeit die Grösse des Wider standes verändert wird.
Der Zeigerausschlag des Kreuzspulinstrumentes wird in bekann ter Weise mittels Grenzkontakten zum Aus lösen der Regulierimpulse verwendet. Die Anordnung ist so getroffen, dass infolge der Rückführung der Zeiger stets die Tendenz hat, in die Sollwertstellung zurückzukehren; auf diese Weise wird ebenfalls eine recht zeitige Unterbrechung des Kontaktes erreicht und Überregulierung verhindert.
Diese Rückführung hat jedoch den Nach teil, dass sie nur in Verbindung mit einem Brückenkreuzspul-Instrument anwendbar ist. Diese Instrumente werden zumeist mit Ska len ausgerüstet, die anhand der jeweiligen Zeigerstellung eine Ermittlung des Sollweries ermöglichen sollen. Es ergibt sich aber der weitere Nachteil, dass der Messwert mit dem Eifektivwert nicht jederzeit identisch ist. Schliesslich ist noch der Nachteil anzuführen, dass die Schnelligkeit mit der die Wirkung der Rückführung rückgängig gemacht wird.
von Ader Grösse der Wärmeabfuhr aus den gasgefüllten Kammern iabhängig -Lind des halb keine Möglichkeit besteht, diese in ein facher Weise einstellbar zu machen.
Diese Nachteile werden durch die Erfin dung behoben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes in All- #yendung auf einen Druckregler schematisch dargestellt. Der angegebene Regler könnte auch zur Konstanthaltung einer Temperatur oder Feuchtigkeit ausgebildet sein.
Die Druchleitung <B>1</B> führt zum Manometer 2. Am Zeiger<B>3</B> des Manometers sind in bekannter Weise zwei Kontakte 4 und<B>5</B> an- Cre <B>,</B> bracht, deren Gegenkontakte <B>6</B> und<B>7</B> jedoch nicht fest, sondern beweglich sind. Da die Ausführung der Rückführung für beidem Kontakte dieselbe ist, soll zunächst nur die Rückführung für den obern Kontakt<B>6</B> beschrieben werden.
Der Kontakt<B>6</B> ist in Verbindung mit einem Eisenkern<B>8,</B> der sich im Wirkungsbereich, einer Magnetspule<B>9</B> befindet; diese Spule erhält jedesmal dann Strom, wenn die Kontakte 4 und<B>6</B> sich be- rührer, das heisst wenn das Steuerorgan in schliessendem Sinne angetrieben wird. Ent gegen der von der Magnetspule auf den Eisenkern ausgeübten Kraft wirkt die Kraft der Feder<B>10.</B> Die Bewegung des Kontaktes <B>6</B> mit Eisenkern<B>8</B> wird durch eine einstell bare Dämpfungsvorrielitung abgebremst.
Zu diesem Zweck ist der Eisenkern<B>8</B> in Verbin dung mit der Zahnstange<B>11,</B> welche über .das Zahnrad<B>12,</B> den Fliehkraftregler <B>13</B> an treibt, dessen Bremsseheibe 14 sieh bei zu nehmender Geschwindigkeit gegen,den Brems klotz<B>15</B> bewegt, und so das Ansteigen der Drehzahl Über einen bestimmten Wert ver hindert. Dieser Wert ist abhängig von der Stellung des Bremsklotzes<B>15</B> und kann durch die Verstellvorriehtung <B>16</B> beeinflusst werden, so dass damit die Schnelligkeit der Rückführung eingestellt werden kann.
Die Arbeitsweise des Reglers ist die folgende: Steigt beispielsweise der Dampfdruck in dem mit Heisswasser beheizten Dampferzeu ger<B>17</B> als Folge eines verminderten Dampf konsums, so bewegt sieh der Kontakt 4 gegen den Grenzkontakt<B>6.</B> Sobald sieh die Kon takte 4 und <B>6</B> berühren, wird das im Heiss- -,vasservorlauf eingebaute Ventil<B>18</B> in scUlie- ssendem Sinne verstellt. Gleichzeitig setzt sieh der Grenzkontakt <B>6</B> mit allmählich zu nehmender Geschwindigkeit in Bewegung.
Die Grösse dieser Geseliwindigkeitszunahme ist einerseits durch die durel-i die Magnet spule<B>9</B> ausgeübte Kraft und anderseits durch die Massenträgheit des Systems bedingt. Die Geschwindigkeit des Grenzkontaktes #6 nimmt jedoch nicht beliebig zu, sondern sie ist be grenzt durch den Gesellwindigkeitsregler <B>13,</B> Bewe-,t sieh nun der Kontakt 4 mit einer 'bestimmten Geschwindigkeit gegen den Grenzkontakt<B>6,</B> welche umso grösser ist,<B>je</B> grösser die Belastungsänderung war, so findet erst Trennung der Kontakte 4 und<B>6</B> dann statt,
wenn der Grenzkontakt <B>6</B> eine grössere Geschwindigkeit hat als der Kontakt 4. Dies heisst also, dass die Kontaktgabe und dem zufolge die Verstellung des Steuerorganes umso grösser ist,<B>je</B> grösser -die Belastungs änderung -war. Naehder Loslösung der Kon takte 4 und<B>6</B> kommt der Grenzkontakt<B>6</B> nicht sofort zur Ruhe, sondern er bewegt .sieh infolge der Trägheit noch ein Stück weiter.
Unter dem Einfluss der von der Feder <B>10</B> ausgeübten Kraft hat er jedoch das Be streben, wieder in seine ursprüngliche End- la,ge zurückzukehren. Hat die erste Kontakt gabe genügt, den Sollwert des Druckes wie der herzustellen, so kann der Grenzkontakt <B>6</B> in seine Endlage zurückgelangen; ist jedoch der Sollwert des Druckes beispielsweise in folge einer vermehrten Entlastung des Dampferzeugers nocli nicht erreicht, so er folgt eine neue Kontaktgabe, und die Ar beitsweise beginnt von neuem.
Die Geschwin- digkeitszunaIme der Grenzkontakte kann durch Veränderung der Massenträgheit des Systems, beispielsweise #durcli Anbringen oder Verstellen der Massen<B>19, -</B> eingestellt werden.
Mit den Schrauben 20 und 21 können die Endla'-,en der Kontakte<B>6</B> und<B>7</B> und damit die 1-I6he des Solldruches, sowie das Inter- vall, in welchem kein Ansprechen der Rege- kn lung erfolgen soll, eingestellt werde n.
Die Abbremsung der Grenzkontakte ist auch auf anderem an und für sieh bekannten Wege denkbar (zum Beispiel Ölkatarakt, Propeller oder elektrische Bremsung).
Soll die Beschleunigung und maximale Schnelligkeit der Grenzkonfakte in den bei den Bewegungsrichtungen verschieden gross sein, so kann dies dadurch, erreicht werden, dass pro Grenzkontakt -zwei Bremsvorric'h- tungen vorgesehen werden, von denen<B>je</B> eine für jede Bewegungsvorrichtung vorge sehen ist. In der Abbildung ist dies auf der linken Seite des Reglers zum Ausdruck gebracht. Der Grenzkontakt <B>7</B> ist mit dem Eisenkern 22, der Magnetspule<B>23,</B> der Feder 24 und der Zahnstange<B>r25</B> in der bereits be schriebenen Weise in Verbindung.
In die Zahnstange<B>25</B> greifen die, beiden Zahnräder <B>26</B> und<B>27,</B> welche ihrerseits<B>je</B> mit einer Klinkvorrichtung <B>28</B> und<B>29</B> in Verbindung sind. Der Antrieb der Geschwindigkeits regler<B>30, 31,</B> deren Wirkungsweise mit der früher beschriebenen identisch ist, erfolgt also über zwei Klinkvorrichtungen, von denen<B>je</B> eine für die beiden Bewegungs richtungen vorgeselien ist.
Bewegt sieh der Grenzkontakt <B>7</B> nach links, so wird der Ge- schwiudigkeitsregler <B>30</B> angetrieben, wäh rend der Gesehwindigkeitsregler <B>31</B> durch die Klinkvorrielituug <B>2,9</B> stillgesetzt ist. Umge kehrt wird bei der rückläufigen Bewegung der Geschwindigkeitsregler <B>31</B> angetrieben; der G.eschwindigkeitsregler <B>30</B> ist durch die Klinkvorrichtung <B>28</B> ausser Betrieb gesetzt. Auch hier kann die Geschwindigkeit und Beschleunigung in gleicher Weise, wie be reits erläutert, geregelt werden.
Schliesslielt ist noch darauf hinzuweisen, dass die hin- und hergehende Bewegung der Kontakte sowohl als auch des elektromag netischen Antriebes-,duroli einedrehende Be wegung ersetzt werden kann.