CH183549A - Quecksilberschalter. - Google Patents

Quecksilberschalter.

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CH183549A
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CH
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mercury
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plunger
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switching
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Inventor
Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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      Quecksilberschalter.       Es sind Flüssigkeitsschalter mit durch  ein     Solenoid    gesteuertem Tauchkern bekannt,  welche Schaltvorgänge verzögert ausführen.  Diese Verzögerung wird erreicht, weil sich  der durch ein     Solenoid    elektromagnetisch  beeinflusste Tauchkern wegen des Wider  standes der Flüssigkeit nur langsam bewegen  kann.  



  Bei den Schaltern bekannter Art muss die  Flüssigkeit durch eine kleine Öffnung hin  durchfliessen, so dass ein Ausgleich nur lang  sam vor sich geht. Diese Anordnungen haben  den Nachteil, dass sie sowohl bei der Ein  schaltung, als auch bei der Ausschaltung  eine Verzögerung bewirken. Um diesen Nach  teil zu beseitigen, sind Anordnungen herge  stellt worden, bei denen ein Ventil in den  Tauchkern eingesetzt ist, so dass der Flüs  sigkeitswiderstand nur in einer Richtung  auf den Tauchkern     einwirkt.    In diesem  Falle ist es jedoch nicht möglich, die gleiche  Vorrichtung ohne wesentliche bauliche Ver  änderungen entweder zur verzögerten Ein-    Schaltung oder aber zur verzögerten Aus  schaltung zu benutzen. Weiterhin bereitet es  Schwierigkeiten, die Verzögerungszeit den  jeweiligen Verhältnissen anzupassen.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zu  grunde, Schalter der     obgenanuten    Art so  auszubilden, dass sie ohne     wesentliche    bau  liche Änderungen entweder zur verzögerten  Einschaltung oder -aber zur verzögerten Aus  schaltung verwendbar sind.

   Sie löst diese  Aufgabe dadurch, dass der Tauchkern aus  zwei gegeneinander verschiebbaren Teilen  besteht, und zwar     einem        innern    und einem  äussern, wobei der     innere    als Napf für das  Quecksilber dient, und dass durch gegensei  tiges Verschieben beider Teile beim Aus  führen einer     Schaltbewegung    der     Durchfluss-          querschnitt    eines durch zwei Nebenöffnun  gen gebildeten Kanals gesteuert wird. Unter  Quecksilberschalter sind im vorliegenden  Falle auch Relais mit durch ein     Solenoid     gesteuertem Tauchkern zu verstehen.

   Da  solche Relais     neuerdings    in immer verstärk-           tem    Masse in der     Schaltungstechnik    Eingang  finden, hat diese     Vereinheitlichung        ganz     wesentliche Vorteile für die Schaltungstech  nik. Die     Lagerhaltung    wird, wie ohne wei  teres einzusehen ist, ganz wesentlich verein  facht, da nur eine Art von Relais vorrätig  gehalten zu werden braucht. Hinzu kommen  noch die     fabrikatorischen    Vorteile der Er  höhung der Stückzahlen.  



  Die Erfindung ist im folgenden mit Be  zug auf die     beiliegenden        Fig.    1 bis 4 er  läutert, durch welche     .Schnittansichten    zweier  Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Die       Fig.    1     und    2. zeigen     ein    Relais in der     Ruhe-          und    Arbeitsstellung mit geringer Ansprech  zeit     und    verzögertem Abfall, während die       Fig.    3     und    4 ein Relais zeigen, das langsam  anzieht und schnell abfällt.  



  Es sei zunächst die Bauart des Relais er  läutert.     In    allen Figuren sind für gleiche  Teile die gleichen     Bezugszeichen    ,gebraucht.  Als Flüssigkeit dient Quecksilber 11, das  sich in einer Glasröhre 1 befindet. Die Glas  röhre ist evakuiert oder mit einem Gas ge  füllt, das keinen -Sauerstoff enthält. Der  Tauchkern besteht aus zwei     Teilen    2     und    6,  3, 12. Der Teil 2 ist aus     magnetischem    Ma  terial und in seinem obern Teil verdickt, so  dass er von dem     Solenoid    angezogen wird,  sobald dieses     stromdurchflossen    ist.

   In dem  Teil 2 verschiebt sich die Hülse 6, die vor  zugsweise aus nichtmagnetischem Material,  wie     Steatit,    Porzellan oder dergleichen be  steht. Das untere Ende der Hülse 6 ist durch       einen        Boden    3 abgeschlossen, der in der Mitte  durchbohrt ist.     In    den dargestellten Beispie  len ist keine einfache     Durchbohrung    vorhan  den, sondern ein schraubenförmiger Gang.  Dieser ist dadurch erzielt, dass ein Bolzen 12,  der eine     Einkerbung    von der Form eines  Schraubengewindes hat, in die Bohrung des  Bodens der     Hülse    6 eingesetzt ist.

   Durch  die     Querschnittsbemessung    des schrauben  förmigen Ganges und durch die Längen  bemessung     können,    beliebige     Einflusszeiten     für das Quecksilber erzielt werden. Die Be  wegung des innern Teils     6@    ist begrenzt, einer-         seits    durch Anschlag an den Teil 2, ander  seits durch den Stift 7.  



  Sowohl in dem Teile 2, als auch in der  Hülse 6, die gegeneinander verschiebbar     sind,     befinden sich Nebenöffnungen 4 und 5. Diese  Öffnungen werden durch die gegenseitige  Verschiebung der beiden Teile gesteuert.  Beim Relais der     F'ig.    1 und 2 sind die Öff  nungen 4, 5 geschlossen, wenn das Relais in  Ruhe ist, beim Relais der     Fig.    3 und 4 da  gegen- offen. Das Relais nach den     Fig.    1  und 2 wirkt in folgender Weise:  In     Fig.    1 ist das     Relais,    das schnell an  zieht, das heisst den äussern an den Stiften  9 und 10     angeschlossenen.    Stromkreis schnell  unterbricht, im     Ruhezustande    dargestellt.

    Die Quecksilberfüllung 11 verbindet die Kon  taktstifte 9 und 10 miteinander, so dass der  äussere     Stromkreis    geschlossen ist. Der     innere     Teil des Tauchkernes ist in den äussern Teil  2 ganz hineingeschoben. Wird das     Solenoid     8 erregt, so wird der Teil 2 aufwärts gezo  gen, der Teil 6,     .3,    12 jedoch mit Bezug auf  den     Teil    2, abwärts verschoben, da er mit  Quecksilber gefüllt ist.

   Die Folge ist, dass  die     iÖffnungen    4,     .5    einander gegenüber  gestellt werden, so dass das Quecksilber sehr  schnell aus dem Tauchkern herausläuft, das       heisst    der äussere     Stromkreis    sehr schnell un  terbrochen wird. Wird jetzt das     Solenoid     wieder     aberregt,    so fällt der Teil 2 des  Tauchkernes abwärts. Die Teile 2 und 3,  6, 12 werden hierdurch so gegeneinander ver  schoben, dass die     Öffnungen    4, 5 wieder ge  schlossen werden. Der Tauchkern kann nur  langsam     sinken,    weil das Quecksilber durch  den     schraubenförmigen    Gang nur langsam  eindringt.

   Der     ,Strom    wird also mit Ver  zögerung geschlossen.  



  Bei der Anordnung der     Fig.    3     und    4 ist  genau das Umgekehrte der Fall. Die Öff  nungen 4, 5 stehen im     Ruhezustande    einan  der gegenüber. Wird das     Solenoid    8 erregt  und daher der Tauchkern hochbewegt, so  werden die Öffnungen 4, 5     infolge    der gegen  seitigen     Verschiebung    der Teile 2, 6 geschlos  sen, das heisst das     Quecksilber        kann    nicht  mehr durch diese Öffnungen abfliessen, son-      lern nur durch den schraubenförmigen Gang.  In der     Fig.    4 ist der Zustand gezeigt, der  unmittelbar nach dem Hochziehen des Tauch  kernes besteht.

   Der Teil 3, 6, 12 ist noch  mit Quecksilber gefüllt. Das Relais unter  bricht also den äussern Stromkreis verzögert.  Bei der     Aberregung    des     Solenoids    erfolgt das  Umgekehrte, das heisst die Öffnungen 4, 5  werden schnell geöffnet, und der Tauchkern  sinkt daher rasch.  



  Diese beiden Bauarten weichen also ledig  lich in der gegenseitigen Lage der Öffnun  gen     .I,    5 voneinander ab. Durch Bemessen  der Grösse der Öffnungen 4, 5, 12 können  ohne wesentliche Arbeit die verschiedensten  Schaltzeiten erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Quecksilberschalter mit in einem S<U>inn</U> verzögerter Schaltbewegung, mit einem Tauchkern, den ein Solenoid beherrscht, da durch gekennzeichnet, dass der innere Teil (3, 6, 12) eines aus zwei gegeneinander ver schiebbaren Teilen bestehenden Tauchkernes als Napf für das Quecksilber dient, und dass durch die Verschiebung des innern Teils des Tauchkernes gegenüber dem äussern Teil (2) beim Ausführen einer Schaltbewegung der Durchflussquerschnitt eines durch zwei Nebenöffnungen (4, 5) gebildeten Kanals gesteuert wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verwendung des Schalters zum verzögerten Ausschal ten die Nebenöffnungen (4, 5) gegenein ander so angeordnet sind, dass sie beim Hochbewegen des Tauchkernes den Durch fluss absperren, bei seiner Niederbewegung dagegen den Durchfluss freigeben. 2.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verwendung des Schalters zum verzögerten Einschalten die Nebenöffnungen (4, 5) gegeneinander so angeordnet sind, dass sie beim Hochbe- wegen des Tauchkernes den Durchfluss freigeben, bei seiner Niederbewegung da gegen den Durchfluss absperren.
CH183549D 1934-07-03 1935-06-21 Quecksilberschalter. CH183549A (de)

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CH183549D CH183549A (de) 1934-07-03 1935-06-21 Quecksilberschalter.

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