CH183691A - Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol.

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CH183691A
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Dynamit-Actien-Gesellschaft Co
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Dynamit Nobel Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
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    • C08J2325/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an aromatic carbocyclic ring; Derivatives of such polymers
    • C08J2325/02Homopolymers or copolymers of hydrocarbons
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    • C08J2325/06Polystyrene

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Description


  Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol.    Polystyrol findet auf Grund seiner her  vorragenden isolierenden Eigenschaften in  der Elektrotechnik steigende Verwendung.  Bei einer Reihe von Anwendungsgebieten ist  jedoch die geringe Wärmebeständigkeit des  Polystyrols hinderlich. So war es beispiels  weise bisher nicht möglich, an Gegenständen  aus Polystyrol, in die     b:'fetallteile    eingebettet  sind,     Lötungen    vorzunehmen, da hierbei das  Polystyrol erweichte. Auch traten bei der  Verwendung in der Hochspannungstechnik  bei höheren Temperaturen Wärmedurch  schläge ein.

   Auch solches Polystyrol, das  zwecks Vermeidung der     Haarrissbildung    beim  Lagern einer nachträglichen Wärmebehand  lung unterzogen wurde, zeigte eine ungenü  gende Wärmebeständigkeit, da auch der Er  weichungspunkt des     haarrissfreien    Polysty  rols unterhalb 66   nach     Martens    liegt.  



  Es wurde nun die überraschende und  höchst wertvolle Beobachtung gemacht, dass  man den     Erweichungspunkt    des Polystyrols  auf über 66   nach     Martens    steigern kann,    wenn man Polystyrol einer Wärmebehand  lung bei erhöhter, jedoch unterhalb der     De-          polymerisationstemperatur    liegenden Tem  peratur unterwirft. Die     Angabe    "nach     Mar-          tens"    bezieht sich auf die von     Martens    ein  geführte Prüfungsmethode für elektrische  Isolierstoffe (V. D. E. 0302 [1924]).

   Die  Dauer dieser Nachbehandlung richtet sich  nach der gewünschten Höhe des     Erwei-          chungspunktes;    sie kann durch Anwendung  von     vermindertem    Druck verkürzt werden.  Die Nachbehandlung ist umso rascher been  det, je höher die Temperatur gewählt     wird.     Es ist auch möglich, die Temperatur stufen  weise zu steigern. Je nach Dauer der Be  handlung und Höhe der Temperatur lässt sich  der     Erweichungspunkt    nach     Martens    von  beispielsweise 65   auf 90   steigern.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Handelsübliches Polystyrol mit einem       Erweichungspunkt    von 65   nach     Martens     wird in feingemahlener Form zunächst 8      Stunden lang auf 80  , dann 24     Stunden     lang auf 85  und endlich 72     Stunden    lang  auf<B>90'</B> erhitzt. Der     Erweichungspunkt    des  so nachbehandelten Polystyrols ist auf 81    nach     Martens    gestiegen.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Polystyrol mit dem     Erweichungspunkt     von 65   nach     Martens        wird    zunächst 24  Stunden     läng    auf 120, dann weitere     2.1     Stunden lang auf<B>130'</B> erhitzt. Der     Erwei-          chungspunkt    des Polystyrols liegt nach die  ser Zeit bei<B>88'</B> nach     Martens.     



  <I>Beispiel 3:</I>  Polystyrol mit einem     Eiweichungspunkt     von 65   wird 90     Stunden    auf 105   erhitzt.    Der     Erweichungspunkt    des     Styrols    nach       Martens    beträgt alsdann 86  . Die Wirkung  der hohen Temperatur     kann    durch Anwen  dung von Vakuum unterstützt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wärme beständigem Polystyrol; dadurch gekenn zeichnet, dass man Polystyrol einer Wärme behandlung bei erhöhter, jedoch unterhalb der Depolymerisationstemperatur liegenden Temperatur unterwirft, bis der Erweichungs- punkt auf über 66 nach Martens gestiegen ist.
CH183691D 1935-05-14 1935-05-14 Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol. CH183691A (de)

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