Schaltvorrielitnng, insbesondere für Kälteanlagen. Die Erfindung betrifft eine Schaltvor richtung, die sich insbesondere für die Regelung von Tiä,lteanla:gen eignet. Es ist bekannt, bei Schaltvorrichtungen zur ruck artigen Herbeiführung von Schaltbewegungen eine Schnappfeder zu verwenden, die zwei stabile Endlagen besitzt. Diese Schnapp feder wird von einem Steuerglied, durch das in Abhängigkeit von seiner Stellung der Schaltvorgang herbeigeführt werden soll. angestossen und schnappt von ihrer einen in die andere Endlage über und schaltet hier bei irgend einen Stromkreis ein oder aus.
Zwischen der Schnappfeder und dem Steuer glied, durch das in Abhängigkeit von seiner Stellung ein Schaltvorgang herbeigeführt werden soll, ist bisweilen ein elastisches Ver- hindungsstüek angeordnet worden. Hier durch wird erreicht, dass nicht bereits schon bei jeder kleinsten Bewegung des Steuer gliedes ein Regelvorgang einsetzt.
Bei den bisher bekannten Regeleinrich tungen dieser Art besteht das Steuerglied aus einem schwenkbaren Hebel, an dessen dem Boden des Schaltgehäuses zugekehrten Seite das elastische Verbindungsstück in Form von Blattfedern mit senkrecht zum Gehäuseboden gerichteten Seitenflächen be festigt ist. Bei dieser Ausbildung bean spruchen diese beiden Steuerteile verhältnis mässig viel Raum. Da sie übereinander und auch über der von ihnen betätigten Schnapp feder liegen, bedingen sie eine grosse Bau höhe des Schaltergehäuses. Ausserdem muss der Steuerhebel eine breite Fläche parallel zum Schalterboden haben, damit er ge nügend Platz zum Befestigen des Haltebol zens der Blattfeder gewährt.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Schaltvorrichtung ist ebenfalls, mit einer zwei stabile Endlagen besitzenden Schnappfeder versehen und weist ein an einem Steuerglied befestigtes, mit seinen freien Enden die Schnappfeder um greifendes Bl attf ederpaar auf.
Die Bauart dieser Schaltvorrichtung wird nun wesentlich vereinfacht und zu sammengedrängt, indem gemäss der Erfin dung das Steuerglied als ein in Schwenk- richtung schmaler flacher Hebel ausgebildet wird, an dessen Seitenflächen die Blatt federn mit ihren Breitflächen anliegend be festigt werden. Dieser Hebel kann zum Bei spiel durch einen Blechstreifen gebildet sein.
Ein Ausführungsbeispiel gemäss der Er findung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig.l eine Draufsicht bei abgenomme nem obern Schalterdeckel, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig.l, und Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1.
10 ist ein Thermostat, der auf die Tempe ratur des Kühlraumes einer Kälteanlage an spricht. Er besteht aus einem Balg 11, der mit einer bei Temperaturwechsel das Volu men stark ändernden Flüssigkeit gefüllt ist und durch eine Feder 12 belastet wird, deren Spannung duich Drehen eines Bedienungs knopfes 13 verändert werden kann. Das Innere des Balges 11 ist durch eine Leitung 14 mit .einem (nicht gezeichneten) Wärme fühler verbunden, der in dem Raum ange ordnet ist, dessen Temperatur geregelt wer den soll.
Der Federbalg 11, sowie die Gegen feder 12 zusammen mit dem Bedienungs knopf 13 sind auf einer Platte 15 befestigt, die in .den untern Teil 16 des Schaltergehäu ses eingesetzt und mit diesem. durch Schrau ben verbunden ist.
Die durch Temperatur änderungen hervorgerufenen Bewegungen des Federbalges 11 werden mit Hilfe eines Bolzens 18 auf Idas Steuerglied übertragen, das iri einem um einen Zapfen 19 schwenk baren, aus einem Metall-(Blech-)Streifen hergestellten, in Schwenkrichtung schmalen, flachen Hebel 20 besteht, an dessen Seiten flächen zwei Blattfedern 21 mit ihren Breit flächen anliegend angenietet ,sind. Die Blatt federn 21 .greifen an einer Schnappfeder 22 an, deren Enden in zwei Lagerzapfen 23 ge lagert sind.
Die Lagerzapfen sind ebenfalls auf der- Platte 15 befestigt. Die Schnapp- feder 22 trägt einen Kontakt 2.1, dessen Gegenkontakt 25 auf einem an der Platte 15 . befestigten Kontaktträger 26 federnd 'sitzt. Der Hebel 20 ist mit dem Bolzen 18 des' Thermostaten 10 nicht starr verbunden, son dern liegt lose gegen einen durch den Bolzen 18 geführten Stift 27 an, gegen den ihn das abgebogene gerade Ende einer Schrauben feder<B>28</B> ,drückt. Eine derartig nachgiebige Kupplung hat den Vorteil, dass keine grossen Reibungskräfte bei der Bewegung des Ther- mostatbalges entstehen.
Die Schraubenfeder 28 ist auf einen Bolzen 29 gesteckt, der wie -die übrigen Schalterteile auf der Platte 15 befestigt ist. Mit der Schalterplatte 15 ist ausserdem .noch ein Träger 30 für einen Bimetallstreifen 31 verbunden.
Dieser Bi metallstreifen dient als Überstromsicherung. In ein Loch 32 des Bimetallstreifens greift ,das eine freie Ende eines Winkelhebels 33 ein, dessen anderes Ende am Hebel 2,0 an liegt, tder die Schnappfeder 22 des Schalters betätigt. 34 ist .eine Drahtwicklung, die bei Überstrom den Bimetallstreifen erhitzt. 35 ist ein Anlassschalter, der zusammen mit den übrigen Teilendes Schalters indem Gehäuse 16 untergebracht ist.
In Fig. 1 sind die Kontakte geschlossen. Sinkt jetzt die Temperatur in dem Kühl raum, dann wird das Volumen der Ausdeh nungsflüssigkeit kleiner und die Feder 12 vermag :den Balg 11 zusammenzudrücken. Infolgedessen wird der Bolzen 18 nach links bewegt und dadurch der Hebel 20 nach links geschwenkt, so dass die eine :
der Blattfedern 21 gegen die Schnappfeder 22 drückt, .die jetzt von der einen in die andere Endlage überschnappt und dadurch die Kontakte 2l1-, 2,5 voneinander trennt. Soll der Strom von Hand ausgeschaltet werden, so wird der Schaltknopf entsprechend gedreht, wodurch das eine Ende des Hebels 33 aus der Üff- nun,g 32 heraussehnappt und :das andere Ende des Hebels 33 mittels einer Feder 36 gegen .den Hebel 20 gedrückt wird, der die Schnappfeder 22 in die andere Lage zum Umschnappen bringt, wodurch die Kontakte 24, 25 gelöst werden.
Bei Überstrom erhitzt der Widerstandsdraht 34 den Bimetallstrei- fen 31, :der sich infolge der Erwärmung krümmt, worauf da.s eine Ende des Hebels 33 aus dem Loch 32 herausspringt und das andere Ende mittels der Kraft .der Feder 36 gegen den Hebel 20 gedrückt wird, der die Schnappfeder 22 zum Umschnappen bringt, so dass .der Strom ausgeschaltet wird.
Die Blattfedern 21 werden zweckmässig von der Annietstelle ausgehend gegen das freie, mit der Schnappfeder im Eingriff stehende Ende hin gleichmässig verjüngt, da mit beim Verschieben des Reiters 37 die Federungslzurve der Blattfedern gleichmässig ansteigend oder abfallend geändert wird. Dadurch kann die Schaltvorrichtung bei deren Montierung sehr feinfühlig eingestellt werden.
Es ist ferner zweckmässig, .den verstell baren Reiter 37 gemäss Fig.3 U-förmig mit einem ösenförmigen Steg auszubilden. Da durch wird erreicht, dass der Reiter für das Verschieben griffig ist und trotzdem in jeder Stellung die Blattfedern 21 federnd an die Seitenflächen des Hebels 20 andrückt. Im Zusammenhang mit der seitlichen Anord nung der Blattfedern 21 bringt diese Reiter form ausserdem noch den Vorteil, dass der Reiter schon allein @durcli seine eigene Fede rung an den Blattfedern 21 und dem Hebel -Z0 gehalten wird.