CH183838A - Verfahren zum Entleeren von Vorratsbehältern für körnige und pulverförmige, feuchte oder trockene Materialien mittels gasförmiger Druckmittel. - Google Patents

Verfahren zum Entleeren von Vorratsbehältern für körnige und pulverförmige, feuchte oder trockene Materialien mittels gasförmiger Druckmittel.

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CH183838A
CH183838A CH183838DA CH183838A CH 183838 A CH183838 A CH 183838A CH 183838D A CH183838D A CH 183838DA CH 183838 A CH183838 A CH 183838A
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Rolff Friedrich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C15/00Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
    • B22C15/23Compacting by gas pressure or vacuum
    • B22C15/24Compacting by gas pressure or vacuum involving blowing devices in which the mould material is supplied in the form of loose particles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description


  Verfahren zum Entleeren von Vorratsbehältern für körnige und     pulverförmige,     feuchte oder trockene Materialien mittels gasförmiger Druckmittel.    Gegenstand der Erfindung     ist    ein Ver  fahren zum Entleeren von Vorratsbehältern  für körnige und pulverförmige, feuchte oder  trockene Materialien mittels Druckgas. Das  Entleeren von Vorratsbehältern geschah bis  her entweder durch einfaches     Ablassen    des  Gutes oder dadurch, dass man das Gut durch  Druckluft oder dergleichen herausdrückte       bezw.    förderte. Bei dem zuerst genannten  Verfahren trat häufig über dem Auslauf  eine Brückenbildung des Gutes ein, die den  Auslauf verhinderte.

   Die Förderung des  Gutes mit Druckluft hatte den Mangel, dass  durch die auf die Oberfläche des Gutes wir  kende Druckluft nur der mittlere Teil des  Gutes aus dem Behälter gefördert wurde  und dabei ein Krater entsteht, durch welchen  die Luft zur     Ablassöffnung    gelangen kann,  ohne Gut zu fördern. Das in dem Behälter  befindliche Gut konnte überhaupt nicht  mehr     herausgefördert    werden, weil die  Druckluft dasselbe gegen die Wände des  Behälters festdrückt.    Es ist auch schon vorgeschlagen worden,  durch mechanisch das Gut in Bewegung  haltende Mittel die durch die Druckluft  etwa gebildeten Krater zu zerstören und ein  Festsetzen des Gutes im Behälter zu verhin  dern.

   Alle diese Mittel aber reichen nicht  aus,     um    eine     einwandfreie        Entleerung    des  <B>Y</B>  Vorratsbehälters zu gewährleisten.    Um diese Mängel zu beseitigen, wird ge  mäss vorliegender Erfindung das in dem  Vorratsbehälter befindliche Gut, während es  unter der     Förderwirkung    des Druckgases  steht, unter dem ständigen Druck einer nach  Massgabe der Entleerung des Behälters sich       nachschiebenden    Platte gehalten, die dafür  sorgt, dass das Druckgas nur an der Aussen  sand des Behälters auf das Gut treffen  kann.  



  Auf der     Zeichnung    sind mehrere zur  Durchführung des Verfahrens geeignete  Vorrichtungen beispielsweise dargestellt, und  zwar zeigt:           Pig.    1 einen Vorratsbehälter für Sand  und     körnige    Materialien samt An- und Ein  bauten. im     .Schnitt,          Fig.    2 einen Schnitt durch eine     Vorrich-          tung        mit    zwei nebeneinander angeordneten  Vorratsbehältern, die abwechselnd entleert  werden können,       Fig.3,    einen Schnitt durch den Vorrats  und Füllbehälter eines Sandstrahlgebläses.

         Fig.    4 einen Teilschnitt durch einen  Vorratsbehälter samt einer auf das Material  drückenden Platte,       Fig.        @5    eine Abänderung des     Antriebes     der Druckplatte.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  kann in allen Fällen angewendet werden, in  denen es sich darum handelt, körnige oder  pulverförmige, feuchte     bezw.    trockene Güter  aus einem Vorratsbehälter zu fördern. Es  kann für Getreidesilos oder zur Entleerung  von     .Sammelbehältern    für irgendwelche Gü  ter, welche wenigstens so dicht liegen, dass  das Druckgas nicht zu leicht durch die  Zwischenräume streichen kann, angewendet  werden. Es ist auch genau so gut anwend  bar bei     Giessereimaschinen    zum Fördern des  Sandes     bezw.    allgemein für Sandstrahl  gebläse zur     Förderung    des körnigen Sandes.

    Es kann auch bei     Blasmaschinen    zum Füllen  von Formen aller Art     angewendet    werden.  



  Das in dem Behälter 1 lagernde Gut soll  durch ein Druckgas, vorzugsweise Druck  luft, das durch die Leitung 2 über ein Ven  til 3 regelbar in den Behälter 1 eingeführt  werden kann, zum     Auslass    4 gefördert wer  den. Um hierbei ein Durchschlagen des auf  1-6     Atm.    verdichteten Druckgases durch  das Gut und damit eine     Kraterbildung    zu  vermeiden, wirkt gemäss     Fig.    1 auf die  Oberfläche des Gutes eine     Platte    5, die mit  tels einer Kolbenstange 6 im lösbaren  Deckel 7 des Behälters 1 geführt ist. Die  Kolbenstange 6 trägt am     obern    Ende einen  Kolben 8, der in einem Druckzylinder 9  auf- und abwärts gleiten kann.

   Die Kolben  stange     -6,    ist gegen den Behälter 1 durch eine  Stopfbüchse 10 oder dergleichen abgedichtet.       In.    den Zylinder 9 kann am     obern    Ende eben-    falls ein Druckgas durch die     Leitung    11 und  das Ventil 12 regelbar eingeleitet werden.  Um die Platte 5 nach dem Entleeren des  Vorratsbehälters heben zu können, kann am  untern Ende des Zylinders 9 ebenfalls  Druckgas durch eine mit einem Regelventil  13 versehene Leitung 14 eingeleitet werden.

    Die     Ventile    12 und 13 sind in üblicher  Weise so eingerichtet, dass sie in für den       Zufluss    geschlossener Stellung das Druckgas  aus dem Zylinder 9 entweichen lassen, um  den Kolben 8 durch das Druckgas jeweils  von der entgegengesetzten Seite herbewegen  zu können.  



  Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist  folgende: Nachdem der Behälter 1 mit dem  Gut gefüllt ist, soll dasselbe aus dem Behäl  ter 1 durch die     Auslassöffnung    4 den Ver  brauchsstellen zugeführt werden. Es wird  zunächst das Ventil 12 geöffnet und der  Kolben 8 unter Druck gesetzt.     Hierdurch          wird.    die Platte 5 auf die Oberfläche des  Gutes gepresst. Sobald nunmehr die Druck  gasleitung 2 geöffnet wird, tritt das Druck  gas oberhalb der Platte 5 in den Behälter 1.  Die Platte 5 ist jedoch nicht dicht in dem  Behälter 1 .geführt, sondern lässt einen klei  nen. Ringspalt 15 gegenüber dem Mantel des  Behälters frei.

   Infolgedessen tritt das Druck  gas durch diesen Ringspalt 15 hindurch und  treibt das unter der     Platte    5 liegende Gut  nach dem     Auslass.    Hierbei     muss    die Platte  5 stets dicht auf dem Gut aufliegen, um ein  Durchschlagen des Druckgases durch das  Gut zu verhindern. Entsprechend der durch  das Druckgas stattfindenden Entleerung des  Behälters 1 folgt die Platte 5 elastisch dem  Gut und drückt sich fest gegen dasselbe,  dabei etwa im Gut sich bildende Krater so  fort schliessend. Die Entleerung erfolgt so  lange, bis die Platte 5 den Boden des Be  hälters erreicht hat. In dargestelltem Aus  führungsbeispiel gemäss     Fig.    1 ist der Boden  nach der     Mitte    schwach geneigt.

   Er     kann     aber auch eben sein, und mehrere     Auslass-          öffnungen    4 besitzen.  



  Ist der Behälter 1 entleert, so wird zuerst  die     Druckgaszufuhr    durch die     Leitung    2      mittels des Ventils 3 abgestellt. Ebenso die       Druckgaszufuhr    durch Rohr 11 zum Zylin  der 9. Dann wird Ventil 13 geöffnet, so  dass das hier einströmende Druckgas den  Kolben 8 hebt. Sobald die     Platte    5 ihre  höchste Stellung erreicht hat, kann der Be  hälter mit frischem Gut gefüllt werden.  Dies kann durch eine verschliessbare Füll  öffnung oder nach Abheben des Deckels 7  mit allen     daranhängenden    Teilen geschehen.  



  Die bisher beschriebene Vorrichtung ist  für eine nicht kontinuierlich arbeitende  Einrichtung in der Regel als ausreichend zu  betrachten. Sie ist für die meisten Giesserei  maschinen, wie z. B.     Formblasmaschinen    und  dergleichen, in vollem Umfange ausreichend,  weil das im Vorratsbehälter befindliche Gut  für mehrere Formen ausreicht, die nachein  ander gefüllt werden müssen.  



  Soll aber das Gut in einem kontinuier  lich arbeitenden Betrieb Verwendung finden,  so muss es der Verbrauchsstelle ständig zu  geführt werden können. Für solch einen  Fall ist es zweckmässig, mehrere     Vorrats-          Behälter    1 vorzusehen     (Fig.    2) Jeder der  selben besitzt die zu     Fig.    1 erläuterten Teile.  Die     Auslässe    4 werden zu einem Umschalt  organ 16 geführt, welches entweder -den einen  oder den andern Behälter 1 mit der Ver  brauchsleitung 17 verbindet.

   Die Ventile 3,  12 und 13 des einen     Behälters    sind zweck  mässig mit denen des andern Behälters 1  durch Gestänge 18, 19 und 20 so verbunden,  dass je die     Offenstellung    eines Ventils des  einen Behälters der     Geschlossenstellung    des  entsprechenden Ventils des andern Behälters  entspricht. Diese Verbindungen können auch  nur bei einigen der Ventile angewendet wer  den.    Man kann auch für -den Vorratsbehälter  einen Füll- oder Schleusenbehälter 21 vor  sehen, der während des     Entleerens    des Be  hälters 1 gefüllt werden kann und nach dem  Entleeren des letzteren gestattet, das in ihm  enthaltene Gut schnell in den Vorratsbehälter  1 zu überführen. Eine solche Anordnung  zeigt     Fig.    3.

   Auf :dem     Behälter    1, .der mit    der -gleichen Nebenapparatur     ausgerüstet    ist  wie die Vorrichtung nach     Fig.    1, ist .der Be  hälter 21 so aufgesetzt,     dass    er den Zylinder  9 umgibt. Im Deckel 7 des Behälters 1 sind  eine oder mehrere     bff4ungen    22 vorgesehen,  die durch Kegel 23 verschlossen werden kön  nen. Jeder Kegel hängt an einer Stange 24,  die an einem Hebel 25 aasgelenkt ist. Die  Hebel 25 aller Kegel 2-3 sind zweckmässig  auf einer durch den Behälter 21 gehenden  Achse 26 angeordnet, die durch eine Stell  vorrichtung 27 bewegt werden kann, um die  Kegel 23 zu heben oder zu senken.

   Eine be  sondere Druckgasleitung 28 mit Ventil 20  dient gegebenenfalls zur     Einführung    von  Druckgas in den Behälter     2@1,    um das in die  sem eingeführte Gut in den Behälter 1 zu  überführen. Das Überführen des Gutes aus  dem Behälter 21 in den Behälter 1 kann  nach oder während des     Hochbewegens    der  Platte 5 erfolgen. Das Gut wird .dabei     durch     den Ringspalt 15 unter die Platte 5 geför  dert. '  Anstatt das Druckgas unmittelbar in den  Behälter 1 zu leiten, kann es auch durch eine  hohle     Kolbenstange    6a zu der hohl ausge  bildeten     Platte    5a geführt werden,     Fig.    4.

    In diesem Falle     besitzt    die hohle Platte 5a  schräg nach aussen gerichtete Kanäle 30, die  jedoch oberhalb -der     Unterkante    .der     Platte    5a  münden     müssen.    Da in .diesem Falle das ge  samte     Druckgas    durch die hohle Kolben  stange und damit durch den Zylinder 9  gehen muss, so muss der Kolben 8 so gross  bemessen     ,sein,        dass    er auch in der Lage ist,  die     Platte    5a gegen das im Behälter 1 be  findliche Material zu drücken.  



  An Stelle des Vorschubes der Platte 5       bezw.    5a durch einen Kolben unter Vermitt  lung von     Druckgas    kann auch jede andere  Art einer elastischen     Vorschubeinrichtung     gewählt werden. Es kann beispielsweise an  Stelle der Kolbenstange 6 eine     Spindel.31     treten, deren Mutter 32 mittels eines Elektro  motors 33 angetrieben wird. Hierbei muss       zwischen    Motor 33 und     Mutter    32 eine ein  stellbare Gleitkupplung 34 eingeschaltet  werden, oder der Motor 33 wird mit einem           Belastungsregler    35 versehen, der bei     Über-          lastung    des Motors 33 diesen ausschaltet.

    Der Kolben 9 kann anstatt .durch Druckgas  auch     durch    eine Druckflüssigkeit bewegt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Entleeren von Vorrats behältern für körniges und pulverförmi ges, feuchtes .oder trockenes Gut mittels eines auf die Oberfläche des im Behälter ,eingelagerten Gutes wirkenden gasför migen Druckmittels, dadurch gekenn zeichnet,
    dass das im Vorratsbehälter befindliche Gut während des Heraus drückens durch das Druckgas unter ständigem Druck einer nach Massgabe der Entleerung des Behälters sich nach schiebenden Platte gehalten wird, die dafür sorgt, dass .das Druckgas nur an der Aussenwand des Behälters auf das Gut treffen kann. II. Vorrichtung zur Ausführung .des Ver fahrens piaeh Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet,
    dass eine auf das Gut wirkende Platte vorgesehen ist, die nach Massgabe der Entleerung des Behälters verschoben werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Vorratsbehälter abwechselnd be nutzt werden, um eine fortlaufende Förderung des Gutes zu einer oder meh reren Verbrauchsstellen vornehmen zu können. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zum Nach schieben der Platte Druckgas vorgesehen ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Druck platte in dem Behälter einen Ringspalt freilässt, durch welchen das Druckgas auf die Oberfläche des Gutes einwirken kann. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zum Nach schieben der Platte eine mechanische Antriebsvorrichtung vorgesehen ist.
CH183838D 1934-06-14 1935-06-11 Verfahren zum Entleeren von Vorratsbehältern für körnige und pulverförmige, feuchte oder trockene Materialien mittels gasförmiger Druckmittel. CH183838A (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1258790B (de) * 1966-02-03 1968-01-11 Emil Wolff Maschinenfabrik Vorrichtung zum hydromechanischen Foerdern von Foerdergut, insbesondere Kohle von Unter-nach UEbertage
EP0117922A1 (de) * 1983-02-03 1984-09-12 Ferroplast Gesellschaft für Metall -und Kunststofferzeugnisse mbH Vorrichtung zum Fördern von staubförmigen bis grobkörnigen Gütern, insbesondere Dammbaustoffen im Untertagebergbau
DE3613464A1 (de) * 1986-03-13 1987-10-29 Ferroplast Gmbh Vorrichtung zum transportieren von staubfoermigem oder koernigem gut - baustoffmischungen - (foerdergut)
DE3902564C1 (en) * 1989-01-28 1990-01-25 Ferroplast Gesellschaft Fuer Metall- Und Kunststofferzeugnisse Mbh, 4320 Hattingen, De Apparatus for transporting powdery or granular material - construction-material mixtures - (material to be conveyed)
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