CH184017A - Verfahren zur Darstellung eines Oxazolfarbstoffes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Oxazolfarbstoffes der Anthrachinonreihe.

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CH184017A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     Darstellung    eines     Ogazolfarbstof%s    der     Anthrachinonreihe.       Es wurde gefunden, dass man     Ogazol-          farbstoffe    der     Anthrachinonreihe    erhält,

    wenn man     1-Ogy-2.4-diaminoanthrachinone     mit aromatischen Säurechloriden zweckmässig  in Gegenwart von hochsiedenden     Verdün-          nungsmitteln    und vorteilhaft in Anwesen  heit eines sauren     Kondensationsmittels    er  hitzt und     gewünschtenfalls        in    den so erhal-         tenen    Kondensationsprodukten die am Stick  stoff befindlichen     Azylgruppen    gegen andere       Azylgruppen    auf bekannte Weise austauscht.  



  Verwendet man zur     Farbstoffherstellung     1     Mol        1-Ogy-2.4-diaminoanthrachiuon    und  2     Mol    eines Säurechlorids, so können die ein  tretenden Reaktionen vielleicht folgender  massen     formuliert    werden:  
EMI0001.0021     
      Es tritt zuerst zweimalige     Azylierung    der  beiden     Aminogruppen    und in zweiter Phase  der Reaktion unter Austritt von 1     Mol    Was  ser     Bildung    des     Oxazolringes    ein.  



  Die beiden Phasen können     entweder    jede  für sich ausgeführt, sie können aber auch  beide in einer     Operation    vereinigt werden.  



  Im ersten Fälle erhitzt man die     1-Oxy-          2.        4-diaminoanthrachinone    in einem hochsie  denden     Lösungsmittel,    wie zum Beispiel     Ni-          trobenzol,    mit zum     mindesten    2     Mol    eines  Säurechlorids so lange,     bis    keine Salzsäure  mehr     entweicht,    lässt erkalten     und    saugt die  gebildeten     1-Oxy-2.4-diazyldiaminoanthra-          chinone    ab.

   Diese Verbindungen stellen ge  trocknet gut ausgebildete rotbraune Kristalle  dar, die sich in     konz.    Schwefelsäure mit cha  rakteristischer blauroter Farbe lösen. Diese       1-Oxy-2.4-diazyldiaminoanthrachinone    wer  den dann zweckmässig in Gegenwart eines  sauren     Kondensationsmittels,    wie zum Bei  spiel Chlorzink, oder einer organischen     Sulfo-          säure,    wie zum Beispiel     p-Toluolsulfosäure     oder     Naphthalin-1.        4-disulfosäure,    in einem  geeigneten     Verdünnungsmittel,    zum Beispiel  in     Chlornaphthalin,    so lange zum Sieden er  hitzt,

   bis die     anfangs    rotgelbe Lösung nach  Gelb umgeschlagen ist und sich eine Probe  des Kondensationsproduktes in     konz.    Schwe  felsäure nicht mehr blaurot, sondern rotgelb  löst. Ist dies der Fall, so lässt man erkalten,  saugt die     kristallin    abgeschiedenen Farb  stoffe ab, wäscht mit etwas     Chlornaphthalin     nach und trocknet. Die Reaktionsprodukte  stellen dann wohl ausgebildete gelb bis gelb  braun gefärbte Kristalle dar, die sich in kon  zentrierter Schwefelsäure rotgelb lösen.  



  Noch einfacher kann man so arbeiten,       da.ss    man die     1-Oxy-2.4-diaminoanthrachi-          none    zum Beispiel in     Chlornaphthalin    mit  zum mindesten 2     Mol    eines Säurechlorids in  Gegenwart eines sauren Kondensationsmit  tels,     wie    zum Beispiel     p-Toluolsulfosäure     oder     Naphthalin-1.        5-disulfosäure    so lange  erhitzt, bis sich die gebildeten Reaktionspro  dukte in     konz.    Schwefelsäure rotgelb lösen.  



  Nimmt man dagegen .auf 1     Mol        eines          1-0$y-2        .4-diamino-anthrachinons    zum min-         desten    3     Mol    eines Säurechlorids, zum Bei  spiel     Benzoylchlorid,

      so bildet sich anschei  nend eine     Tribenzoylverbindung    und der       Oxazolringschluss    erfolgt hier     unter    Abspal  tung von     Benzoesäure.    Sehr häufig tritt  diese Kondensation noch leichter ein und lie  fert     reinere    Produkte als bei Verwendung  von nur 2 Molen eines Säurechlorids auf  1     Mol    eines     1-Oxy-2.4-diaminoanthrachinons.     



  Man erhält so in sehr guter Ausbeute  kristallisierte reine     Verbindungen.    Die     Ox-          azolverbindungen    färben Baumwolle aus roter  bis blauroter     Küpe    in schwarzbraunen Tönen  an, die     beim    Oxydieren an der Luft in leb  hafte farbstarke Gelbs von guten Echtheits  eigenschaften, besonders aber guter Licht  echtheit, übergehen.

   Durch Verseifen der  Farbstoffe der Formel     II    erhält man in be  kannter Weise Verbindungen der allgemei  nen Formel:  
EMI0002.0065     
    Diese Verbindungen sind an sich schon rote  bis blaurote     Küpenfarbstoffe,    die .ihrerseits  wieder auf bekanntem Wege durch Umset  zung mit Säurechloriden     in    neue     Küpenfarb-          stoffe    von der Formel:

    
EMI0002.0070     
    worin R und R' beliebige     Arylreste    darstel  len,     überführbar        sind.    Man kann auf diese  Weise Verbindungen herstellen,     in    denen die  Reste R und R' gleich oder verschieden von  einander     sind.     



  Es sind damit sehr viele Kombinations  möglichkeiten" gegeben, die erlauben, so Farb  stoffe von sehr wertvollen technischen Eigen  schaften herzustellen.      Ein     Oxazol,    wahrscheinlich von der For  mel     III,    in dem R den Rest     C"H,    bedeutet,  kann nach den     Angaben    des     DRP.        Nr.    252839  (Beispiel 2) durch Kondensation von     1-Oxy-          2.        4-diaminoanthrachinon    mit     Benzaldehyd     erhalten werden, jedoch nur,     wie    die     Nach-          arbeitung    ergab,

   mit höchstens 20% Aus  beute und in sehr unreiner Form. Es schmilzt  trotz wiederholter Umkristallisation     etwa    14'  tiefer als das entsprechende nach dem vor  liegenden Verfahren hergestellte Produkt, es  sieht schmutzig gelbbraun statt rein rot aus  und färbt Baumwolle statt rosa orange.

   Auch  der durch Umsetzung mit     Benzoylchlorid     daraus erhaltene Farbstoff, der vielleicht der  Formel     II    entspricht, färbt Baumwolle viel  röter und trüber als der durch Umsetzung  von     1-Oxy-2.        4-diaminoanthrachinon    mit     Ben-          zoylchlorid    in einer     Operation    und in sehr  guter Ausbeute direkt rein erhaltene Farb  stoff.

   Versucht man das Verfahren des       DRP.    Nr. 252839 auf beispielsweise substi  tuierte     Benzaldehyde    auszudehnen, so ge  lingt dies zum Teil überhaupt nicht, oder die  Ausbeuten sind noch schlechter als bei Ver  wendung des einfachen     Benzaldehyds.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung da  gegen liefert auch bei Verwendung substi  tuierter Säurechloride gute Resultate. Es be  deutet demnach infolge seiner allgemeinen  Anwendbarkeit und durch die Tatsache, dass es  reinere Farbstoffe mit viel besserer     Ausbeute     liefert gegenüber dem bekannten Verfahren  einen erheblichen technischen     Fortschritt.     



  Falls erforderlich, können die Farbstoffe  zum Zwecke der Reinigung in bekannter  Weise mit Chlorlauge nachbehandelt werden.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung eines     Oxazol-          farbstoffes    der     Anthrachinonreihe,    welches  dadurch gekennzeichnet ist, dass man     1-Oxy-          2.4-diaminoantrachinon    mittels     p-Toluyl-          säurechlorid    in die entsprechende     Di-azyl-          aminoverbindung    überführt und diese durch  Erhitzen zum     Oxazolfarbstoff    kondensiert.

    <I>Beispiel:</I>  25 Gewichtsteile     1-Oxy-2.4-diaminoan-          thrachinon    werden in 300 Gewichtsteilen Ni-         trobenzol    so lange mit 50     Gewichtsteilen        p-          Toluylsäurechlorid    erhitzt, bis keine Salz  säure mehr     entweicht.    Das     kristallin    abge  schiedene Reaktionsprodukt     wird    mit etwas       Nitrobenzol    nachgewaschen,

   in 400 Gewichts  teilen     a-Chlornaphthalin    suspendiert und in  Gegenwart von 1 Gewichtsteil     p-Toluolsulfo-          säure    so lange zum Sieden erhitzt, bis sich  eine Probe in     konz.Schwefelsäure    mit rot  gelber Farbe löst.     Ist    dies nach etwa einer       Stunde    der Fall, so lässt man erkalten, saugt  das abgeschiedene kristalline Reaktionspro  dukt ab und trocknet. Der so erhaltene Farb  stoff stellt gelbgefärbte Nadeln vom F. P.  304' dar. Er färbt Baumwolle in lebhaft       gelben.        Tönen,    von :guten Echtheitseigenschaf  ten.

   Die     Ausbeute    beträgt     etwa    30 Gewichts  teile.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Verfahren zur Darstellung eines Oxazol- farbstoffes der Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Oxy-2.4-diamino- anthrachinon mittels p-Toluylsäurechlorid in die entsprechende Di-azylamino-Verbindung überführt und diese durch Erhitzen zum Ox- azolfarbstoff kondensiert. Der so erhaltene Farbstoff bildet gelb gefärbte Nadeln vom F. P. 304 . Er färbt Baumwolle in lebhaft gelben Tönen von guten Echtheitseigenschaften.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Darstel lung der Di-azylamino-Verbindung 1-Oxy- 2.4-diaminoanthrachinon in Nitrobenzol mit p-Toluylsäurechlorid erhitzt, bis die Salzsäureentwicklung aufhört. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Di-azyl- amino-Verbindung durch Erhitzen zum Sieden in a-Chlornaphthalin in Gegenwart von geringen Mengen p-Toluolsulfosäure kondensiert, bis eine Probe des Reaktions produktes sich in konzentrierter Schwefel säure mit rotgelber Farbe löst.
CH184017D 1934-03-24 1935-03-23 Verfahren zur Darstellung eines Oxazolfarbstoffes der Anthrachinonreihe. CH184017A (de)

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