CH184048A - Gusseisenlegierung für Schalenhartguss. - Google Patents
Gusseisenlegierung für Schalenhartguss.Info
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Description
Gusseisenlegierung für gehalenhartguss. Die Erfindung bezieht sich auf eine Guss- eisenlegierung für Schalenhartguss.
Es ist eine Gusseisenlegierung für Scha- lenhartguss mit dem üblichen Kohlenstoff gehalt von 2 bis 4%, dem üblichen Silizium gehalt von 0,25 bis 2% und dem üblichen Mangangehalt von 0,25 bis 2 % bekannt, die einen weiteren Zusatz von Nickel in der Höhe von 2 bis 4;5 % und Chrom bis 1,5 aufweist, und zwar derart, dass der Nickel gehalt den Chromgehalt stets übertrifft, wo bei das Verhältnis des Nickels zum Chrom 2 bis 3 :1, vorzugsweise etwa 2,5 :1 be trägt. Durch .den Nickelzusatz soll die Ober flächenhärte und Festigkeit der Legierung erhöht werden.
Da das Nickel graphitbildend wirkt, wurde aber noch der Zusatz an Chrom, das der Graphitierung entgegenwirkt, not wendig. Durch Verwendung einer solchen Legierung sollen Schalenhartgussgegenstände mit besonders guten Festigkeitseigenschaften erreicht werden. Ein besonderer Vorteil der Zusammensetzung innerhalb der genannten Grenzen wird ferner darin erblickt, :dass sie durch richtige Bemessung des Nickel-, Chrom-, Silizium- und Kohlenstoffgehaltes die Möglichkeit gewährt, die Tiefenwirkung der Abschreckung in einfacher Weise zu re geln.
In der Praxis hat es sich nun herausge stellt, dass das Chrom, ein dem Giesser nicht immer erwünschter Eisenbegleiter, nicht nur die Ablesung der :Schrecktiefe infolge der kaum merklichen Graphitpunkte in der Über gangszone zu einer viel Sorgfalt erfordern den Arbeit macht, sondern, dass es auch das Eisen dickflüssig macht, was leicht zur Po ren- und Oxydbildung führt. Die durch das Nickel im allgemeinen herbeigeführten gu ten Eigenschaften, vor allem ,die .gute Bear- beitbarkeit im grau erstarrenden Eisen, wer den durch einen wesentlichen Chromzusatz vollkommen wieder aufgehoben.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Eisenlegierung für Schalenhartguss" die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie 2 bis 4 Kohlenstoff, 0,25 bis 2% Silizium und min destens 2 % Mangan enthält.
In Fig. 1 :der Zeichnung ist eine Kurve veranschaulicht, aus der zu entnehmen ist, wie durch steigenden Manganzusatz bei einem gewöhnlichen, unlegierten Hartguss- eisen (mit 2,8 bis 4 % Kohlenstoff und 0,3 bis 0,8 % Silizium) die Härte gesteigert wird. Die durch den Kohlenstoffgehalt hervorge rufene Härte ist hierbei nach der Formal FIB = 112,3<I>x</I> -f- 55<I>(x =</I> % C) von der Ge samthärte in Abzug gebracht,
so dass die Härtesteigerung der Wirkung des Mangans allein zuzuschreiben ist. Es ist zu erkennen, dass zwischen einem Mangangehalt von 6,5 und 9,5 % ein Maximum liegt, :das metallo- graphisch durch martensitische Ausbildung der Mischkristalle gekennzeichnet ist. Links davon (unter etwa<B>6,5%)</B> sind die Mischkri stalle sorbitisch, rechts (über etwa 9,5 % ) austenitisch und daher in beiden Fällen wei cher als die martensitischen Mischkristalle.
Als Optimum wird 8 % Mn angenommen. Die Härte einer solchen Manganlegierung ohne Chrom beträgt auf der abgeschreckten Oberfläche tatsächlich auch etwa 740 Bri- nelleinheiten wie die Härte einer Nickellegie rung mit 4,B% Nickel und 1,8% Chrom.
Daraus ergibt sich, dass Nickel zur Errei chung der gleichen Wirkung ganz oder teil weise durch Mangan ersetzbar ist, wie auch hieraus zu entnehmen ist, dass schon von einem gewissen Betrage ab das Chrom ganz entbehrlich werden kann. Diese Tatsache beruht .darauf, dass: das Mangan auf die Um wandlung der Mischkristalle, wie das Nickel, martensitbildend wirkt, aber im Gegensatz zum Nickel die .Schrecktiefe erhöht, also die Karbidbildung begünstigt und somit das Chrom entbehrlich macht.
In Fig. 2, deren Ordinate die Gehalte an Mangan und Chrom und deren Abszisse den Gehalt an Nickel angibt, sind Zusammen setzungen von Gusseisenlegierungen mit un gefähr gleich hoher Härte von etwa 740 HB angegeben. Aus der geradlinig verlaufenden Kurve des Mangangehaltes ergibt sich, dass der Mangangehalt vom Nickelgehalt der Le gierung derart abhängig ist, dass der Man gangehalt in Prozent: (4,2 -Ni) . 1,77 -I- 0,6 beträgt.
Aus :der andern ,geradlinigen Kurve des Chromgehaltes ergibt sich, dass die Le gierung Chrom in einer vom Nickelgehalt derart abhängigen Menge enthält, dass der Chromgehalt in Prozent gleich ist.
EMI0002.0047
Als vorteilhafte Ausführungsarten vor liegender Erfindung ergeben sich daraus die jenigen; Legierungen, die neben 2 bis 4 Kohlenstoff und 0,2,5 bis 2 % Silizium noch bis 3,4% Nickel enthalten, wobei aber der Mangangehalt (Mn) vom Nickelgehalt (Ni) der Legierung derart abhängig ist, dass der Mangangehalt in Prozent mindestens (4,2 - Ni) . 1,77 -I- 0,6 beträgt.
Unter diesen Legierungen können diejeni gen: mit 2,5 bis 3,4% Nickel noch bis 0,9,5 Chrom enthalten, und zwar in einer vom Nickelgehalt (Ni) derart abhängigen Menge, dass der Chromgehalt in Prozent gleich
EMI0002.0056
ist.
Beträgt der Nickelgehalt < 3,4%, so ergibt :ich bei letzterer Ausführungsart ein Man gangehalt von mindestens (4,2-3!,n) . 1,77 0,6 - mindestens 2% und ein Chromge halt von
EMI0002.0060
Besteht die Legierung nur aus Eisen, Kohlenstoff, Silizium, Mangan und Nickel, so ist folgende Zusammensetzung zweck mässig: 2 bis 4% Kohlenstoff, 0,26 bis 2 Silizium, mindestens 3,6 % Mangan, bis 21,5 Nickel und Rest Eisen, wobei aber der Man gangehalt (Mn) vom Nickelgehalt (Ni) der Legierung derart abhängig ist, dass der Mangangehalt in Prozent mindestens (4,2 ^ Ni) . 1,77 -E- 0;6 beträgt.
Die Legierung kann auch nur aus 21 bis 4 % Kohlenstoff, 2 % Silizium, 8: % Mangan und dem Rest aus Eisen bestehen. Um bei diesem hohen Mangangehalt von 8 % zu ver- meiden, dass sich ein durchgehend weisses Gefüge ergibt, beträgt der Siliziumgehalt 2%.
Die Gusseisenlegierung gemäss der Erfin dung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass bei ihr die Ablesbarkeit der Schrecktiefe an den vor dem Guss hergestellten Probestük- ken wesentlich erleichtert und der Anfall an Wrackguss infolgedessen vermindert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gusseisenlegierung für Schalenhartguss, dadurch gekennzeichnet, dass sie 2 bis 4 Kohlenstoff, 0,25 bis 2 % Silizium und min destens 9-% Mangan enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Gusseisenlegierung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch bis 3,4 % Nickel enthält, wobei aber der Man gangehalt (Mn) vom Nickelgehalt (Ni) der Legierung derart abhängig ist, dass der Mangangehalt in Prozent mindestens (4,2 - Ni) . 1,77 + 0,6 beträgt.2. Gusseisenlegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sie 2,5 bis 3,4% Nickel, so wie bis<B>0,95%</B> Chrom enthält, und zwar in einer vom Nickelgehalt (Ni) derart abhängigen Menge, dass der Chromgehalt in Prozent ,gleich EMI0003.0023 ist. 3. Gusseisenlegierung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus 2 bis 4 % Kohlenstoff, 2 % Silizium, 8 % Man gan und dem Rest aus Eisen besteht.4.. Gusseisenlegierung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus 2 bis 4 % Kohlen stoff, 0,25 bis 2 % Silizium, mindestens 3,6 % Mangan, bis 2,5 % Nickel und dem Rest aus Eisen besteht, wobei aber der Mangangehalt (Mn) vom Nickelgehalt (Ni) .der Legierung derart abhängig ist, dass der Mangangehalt in Prozent minde stens (4,2 - Ni) .<B>1,77</B> + 0;6 beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE184048X | 1934-01-26 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH184048D CH184048A (de) | 1934-01-26 | 1934-11-16 | Gusseisenlegierung für Schalenhartguss. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH184048A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1174999B (de) * | 1961-05-29 | 1964-07-30 | Friedrichshuette Ag | Grauguss zur Herstellung von Gegenstaenden, die bei hoher mechanischer Beanspruchung eine gute Formbestaendigkeit aufweisen |
-
1934
- 1934-11-16 CH CH184048D patent/CH184048A/de unknown
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