CH184058A - Verfahren zur Herstellung eines Schutzbelages auf Gegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schutzbelages auf Gegenständen.

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CH184058A
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    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/02Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to macromolecular substances, e.g. rubber

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Schutzbelages auf Gegenständen.    Die Erfindung     bezieht    sich auf ein Ver  fahren zur     Herstellung    eines Schutzbelages       a.uf        Gegenständen    aus Zellulose oder     Zel-          lulosederivaten.        Zellulosederivate,    insbeson  dere     Zelluloseester,    sind gegen Wasser und  Wasserdampf nur wenig widerstandsfähig.

    Da die     Zelluloseester    selbst einige Prozente  Wasser aufnehmen und dieses Wasser     wieder     abgeben, so findet bei     wasserhaltigen    Stoffen,  die in     Zelluloseestern    eingehüllt sind, durch  ein ;stetes Diffundieren von Wasserdampf  ein Austrocknen statt. Umgekehrt kommt es  vor, dass stark hygroskopische Stoffe in sol  chen Verpackungen von     aussen    Feuchtigkeit  anziehen.  



  Versuche, diese so nachteilige Eigen  schaft durch     Beimischung    von wasserab  stossenden Zusätzen zu der     Zellulosemasse     herabzusetzen, haben     entweder    vollständig ver  sagt, oder führten im günstigsten Falle zu       unbefriedigenden    Ergebnissen. Besonders  trifft ,dies für den Fall zu, wenn das     Ver-          packungsmateria1    durchsichtig bleiben muss,  denn die Zusätze bewirken jeweils eine mehr    oder weniger starke Trübung des Materials.  Es hat auch an Versuchen nicht gefehlt, das  Verpackungsmaterial dadurch gegen das  Durchdringen von Wasserdampf zu schützen,  dass man dieses mit einer wasserabstossenden       Überzugsschicht    versieht.

   Die Erfahrung       zeigt        jedoch,,dass    ,die bisher bekannten Über  züge, die entweder aus     Ölfirnissen    oder auch  aus     Zelluloselacken    bestanden, :dem vorliegen  den Zweck durchaus nicht genügen; es war  ein wirksamer Schutz mit solchen     Lecken     nicht zu erreichen.  



  Es wurde erkannt, dass einige wasserab  stossende     .Stoffe,        insbesondere        gewisse    Harze  und Paraffin, wirksame     Mittel    zur Herbei  führung genügenden Schutzes gegen Wasser  dampfübertritt sind. Es war bis jetzt aber  nicht möglich, mit Hilfe solcher wasserab  stossender Stoffe eine     iSchutzschicht    herzu  stellen, die neben den wasserabstossenden Ei  genschaften auch den übrigen Forderungen  an eine Schutzschicht gerecht     wurde:    Näm  lich dass diese gut haftet, genügend zäh und      elastisch, jedoch weder spröde noch klebrig  ist.  



  . Es wurde nun gefunden, dass Chlor  kautschuk nicht nur eine hervorragende       Wasserdampfundurchlässigkeit    besitzt, son  dern auch noch eine gute Verträglichkeit mit  wasserabstossenden Mitteln, zum Beispiel mit  Paraffin, Harzen und verschiedenen Ölen  aufweist. Auch lässt sich Chlorkautschuk  mit     Zelluloseäthern,    zum Beispiel     Benzyl-          zellulose,    kombinieren.  



  Der Gegenstand vorliegender Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung eines  Schutzbelages, gemäss welchem man die zu  überziehenden Gegenstände aus Zellulose  oder     Zellulosederivaten    mit einer Lösung von  Chlorkautschuk, gemischt mit wasserabsto  ssenden Stoffen, belegt. Die genaue Zusam  mensetzung richtet sich nach der gewünsch  ten Farbe und dem     gewünschten    Grad der       Wasserundurchlässigkeit.    Es ist wichtig, die  Bestandteile so miteinander zu mischen, dass  eine Lackschicht entsteht, welche in nütz  licher Zeit gut antrocknet, nicht klebrig, so  wie bei genügender Härte nicht spröd und  brüchig ist und daneben eine gute Festigkeit  besitzt.    <I>Beispiele:</I>    I.

   Man erhält einen sehr widerstands  fähigen     :Überzugslaclz    bei     nachsteb.ender    Zu  sammensetzung in     Gewichtsprozenten    der  Festsubstanz:  Chlorkautschuk 30-55  Harze oder Harzester 30-50     iö          Weichmachungsmittel    10-20  Hartparaffin 2- 5         Il.    Eine andere     Zusammensetzung    in Ge  wichtsprozenten auf die Trockensubstanz be  rechnet ist folgende:

    Chlorkautschuk 10-15     ao'          Zelluloseäther    30-40  Harz oder Harzester 20-35       Weichmachungsmittel        5-10%-          Paraffin    1- 2    In den angegebenen Beispielen kommen       ,als    Harze zum Beispiel lösliches     Dammar,       künstliche Harze, wie     Polystyrolharz,    Äthyl-,       1Tethyl-    und     Benzylester    der     Abietinsäure          tisw.    in Frage.

   Als     Weichmachungsmittel     kommen in erster Linie selbstverständlich  solche in Frage, die an sich unempfindlich  gegen Wasser sind, zum Beispiel     Trikresyl-          phosphat,        Phtalsäureester    usw.  



  Ein grosser Vorteil derartiger Überzuge  mit     Chlorkautschuk-Kombinationen    ist darin  zu erblicken, dass diese sowohl in Lösungs  mitteln allein löslich sind, welche an sich       Zelluloseester,    zum Beispiel     Acetylzellulose     oder Nitrozellulose nicht angreifen,     wie    auch  anderseits die Verwendung von solchen Lö  sungsmitteln gestatten, die auch für     Zellu-          loseester    als Lösungsmittel dienen. Hier  durch kann     nian    jeden     geivüischten    Grad der  Verbindung zwischen Lackschicht und     Zellu-          loseschicht    erreichen.  



  Die Zusammensetzung der Lösungsmittel  für die     Überzugsschicht    richtet sich daher  1. nach der Zusammensetzung dieses Über  zuges selbst, 2. auch nach der Unterlage, auf  welcher der Überzug verwendet wird. Je  mehr Harz und     Paraffin    in dem Überzug ent  halten sind umso reicher müssen die     Lösungs-          mittel    an     Kohlenwasserstoffen    sein. Um eine  Ausscheidung des Paraffins beim Antrocknen  der Schicht zu vermeiden, muss für die An  wesenheit     genügender    Menge eines höher sie  denden Lösungsmittels gesorgt werden.

   Da  gegen ist .bei Anwesenheit von grösserem Pro  zentsatz eines oder mehrerer     Weichmachungs-          mittel    meistens genug, wenn     man.    mit nie  driger siedenden     Lösungsmitteln    arbeitet.

    Wenn     Zellulosederivate    überzogen werden  sollen, die durch     Kohlenwasserstoffe    nicht       allgegriffen    werden, so empfiehlt es sich, in  die     Überzugsmasse    auch einige auf erstere  lösend einwirkende Bestandteile hinein zu  bringen, zum     Beispiel    Alkohol, Aceton,  Essigäther und dergleichen.     Bei    Verwendung  von     Zelluloseäther-Kombination,    zum Bei  spiel von     Äthylzellulose    oder     Benzylzellulose,     ist zum Beispiel Alkohol unerlässlich.

   Aus  all diesen     Erw        bgungen    ergibt sich zum Bei  spiel für das Schema I folgende prozentuelle  Zusammensetzung des Lösungsmittelgemi-           sches    auf das Totalvolumen der Lösungs  mittel in Gewichtsprozenten:  Benzol 50       Toluol    25       Xylol    7  Aceton 18  An Stelle von Aceton können Essigäther,       Methylacetat    und dergleichen gesetzt werden.

    Für die im Beispiel     II    angeführte Kombina  tion ist folgende Zusammensetzung der Lö  sungsmittel vorteilhaft:  Benzol 60       Toluol    20  Alkohol 20  Bei geeigneter Wahl der wasserabstossen  den     Zusätze    und bei genügender Stärke der       Überzugssehicht    lassen sich Resultate er  reichen, sei denen der Schutz gegen das  Durchdringen von Wasserdampf praktisch  dem eines vollkommen wasserdichten Ma  terials gleichkommt. Z. B. verhält sich eine       Verpackung    mit dem beschriebenen Überzug  gegenüber einer solchen ohne Überzug in     be-          zug    auf Wasserdurchlässigkeit bei gleicher  Temperatur und gleicher Luftfeuchtigkeit  wie 30 : 1.

   Wenn also der Inhalt eines Hohl  körpers aus     Zelluloseester    ohne     Überzug    in  einer bestimmten Zeit 20 % seines Wasser  gehaltes verliert, so ist der Verlust im glei  chen Hohlkörper und unter den gleichen Be  dingungen mit Schutzüberzug 0,5 bis<B>0,6%.</B>    Statt Paraffin können als wasserab  stossende Stoffe zum Beispiel     Fette        und    Fett  säuren wie Stearin,     Palmitin,    Walrat;  Wachse wie     Japanwachs;    ferner hochmole  kulare Alkohole wie     Cetylalkohol    usw. Ver  wendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTAN <B>SPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung eines Schutz belages auf Gegenständen aus Zellulose und Zellulosederivaten, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gegenstände mit einer Lösung von Chlorkautschuk, vermischt mit wasser abstossenden Stoffen, belegt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserab stossenden Stoff ein Harz verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserab stossenden Stoff Harzester verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Weichmachungsmittel bei mengt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserabstossende Stoffe Pa raffin und ein Harz verwendet.
CH184058D 1934-11-13 1934-11-13 Verfahren zur Herstellung eines Schutzbelages auf Gegenständen. CH184058A (de)

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