Verfahren und Vorrichtung zur Dauerfrischhaltung -von Lebensmitteln und andern verderblichen Stoffen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Dauer- frischlialtung von Lebensmitteln und andern verderblichen Stoffen mittels entkeimter und ozonisierter, gekühlter, umlaufender Luft. Die Vorrichtung kann aus einer grossen Kühlanlage, einem Kühlwagen, einem Kühl schrank oder andern Kühlvorrichtungen oder dergleichen bestehen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung be steht darin, dass der umlaufende Luftstrom vor seinem Eintritt in den Kühlraurn einen Zusatz von Frischluft erhält und mittels eines Filters, der ein geruch- und geschmack loses Entkeimungsmittel enthält, zwangs weise entkeimt, ozonisiert und alsdann bei seinem Eintritt in den Kühlraum zu einem den ganzen freien Raumquerschnitt einneh menden Luftstrom von durchweg gleicher Geschwindigkeit ausgebreitet wird, während.
die aus dem Kühlraum austretende umlan- fende Luft teilweise in das Freie geführt wird, so dass eine Auffrischung und gleich- mässige Vermischung der gesamten Kühl raumluft stattfindet.
Der Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, dass erstens die umlaufende, gekühlte Luft durch den gleichmässig in ihr verteilten und gleichmässig mit ihr vermischten Frisch- luftzusatz ständig erneuert und gleichzeitig zwangsläufig entheimt und oszonisiert wird, so dass sie nicht stickig werden kann, und dass zweitens die durch den Kühlraum strö mende Luft alle in dem Raum befindlichen Gegenstände gleichmässig bespült und keine Gelegenheit hat, in toten Ecken oder Win keln zur Ruhe zu kommen.
Drittens kann in folge der- Entkeimung und Ozonisierung des umlaufenden, gekühlten Luftstromes keine Pilz- und Schimmelbildung und keine Fäul nis des im Kühlraum befindlichen leicht ver derblichen Gutes, welches allseitig von dem Luftstrom vorbeschriebener Art umspült wird, stattfinden.
Es ist daher mit Hilfe des neuen Verfah rens möglich, in solchen Kühlanlagen, Kühl- schränken, Kühlbehälteril usw. verderbliche Gegenstände aller Art so lange Zeit hin durch frisch zu erhalten, wie dies vordem nicht möglich war.
Durch den Feuchtigkeitsentzug der Luft der seitherigen Kühlanlagen vorgenannter Art tritt nicht nur ein wesentlicher Ge- wichtssellwund des eingebrachten Gutes ein, sondern auch eine grosse Qualitätseinbusse durch Saftverlust, Eintrocknung des Eiweiss gehaltes, wodurch Geschmack und Nährwert des Gutes leiden-und ausserdem die Binde kraft des Eiweisses durch Eintrocknung des sen Klebstoffes verloren geht.
So brechen zum Beispiel längere Zeit in kalter Trocken luft konservierend aufbewahrte Fische her nach beim Kochen in Stücke, weil das Ei weiss eingetrocknet ist und seine Bindekraft verloren hat; die Qualitätseinbusse solch ein getrockneter Ware, ganz gleich, ob es sich um Fische, Fleisch, Obst, Käse, Butter und dergleichen handelt, ist gegen frische Ware im Probevergleich unverkennbar.
Gewichtsminderung und gleichz eitige Qualitätsminderung des gekühlten Gutes verursachen erhebliche Wertminderung des in Kalttrockenluft aufbewahrten Gutes, er zeugen also hohen Geldverlust.
Durch das neue Verfahren wird also iiielit nur die seither unmögliche Dauerfrisch- haltung der Ware erzielt, sondern auch der Wegfall der seitlierigen Qualitätseinbusse derselben und gleichzeitig auch der Wegfall von stickiger Kühlraumluft und toter, stickiger Winkel, wie solche in allen seit- herigen Kühlräumen vorhanden sind und zur raschen Erstickung und Keimentwichlung des eingebrachten Gutes hauptsächlich die erste Ursache bilden.
Dringt zum Beispiel beim Öffnen der Kühlraumtüre, unentkeimte Aussenluft in den Kühlraum ein, so wird sie sofort vom umlaufenden Luftstrom erfasst, mit diesem abgekühlt und beim Passieren des Filters und der Ozonisierungsstelle entkeimt und ozonisiert, so. dass ständig entkeimte ozoni sierte Luft vorhanden ist. Wenn man Wert darauf legt, dass über haupt keine unentkeimte Aussenluft in den Kühlraum eintritt, so kann der Kühlraum unter Überdruck gehalten werden.
Den Über druck kann man zum Beispiel in der Weise erzeugen, dass der Luftaustritt aus dem Kühlraum soweit gedrosselt wird, dass mehr Luft in den Raum eintritt, als austreten kann. Der hierzu erforderliche Mehrbetrag an Luft wird von aussen her angesaugt. Die eintretende Frischluft gelangt aber zuerst durch den Filter und die Ozonisiervorrich- tung, so dass sie bei dem Eintritt in den Kühlraum bereits entkeimt ist. Nach Her stellung des erforderlichen Überdruckes wird der Luftaustritt aus dem Kühlraum derart geregelt, dass ein konstanter Überdruck im Kühlraum aufrecht erhalten wird.
Da zu diesem Zweck eine gewisse Drosselung der aus dem Kühlraum austretenden Luft nach wie vor erforderlich ist, so ist nicht zu be- fürcliten, dass in der Rücksaugeleitung ein Überdruck herrscht, der den Eintritt frischer Luft an der Lufteinsaugestelle verhindern könnte.
Wird nun die Türe des Kühlraumes nach aussen hin geöffnet, so kann keine unent- keimte Aussenluft in den Kühlraum eindrin gen, weil infolge des in dem Kühlraum vor handenen Überdruckes eine Luftströmung von innen nach aussen stattfindet.
Die bei der Einbringung des Gutes in den Kühlraum an Gut oder in demselben<B>be-</B> findlichen Keime können in der keimfreien und ozonisierten Luft mangels der hierfür nötigen Lebensbedingungen und auch infolge der auf etwa<B>0'</B> C gehaltenen Temperatur sich nicht entwickeln, sie werden vielmehr durch den Ozongebalt der Luft vernichtet.
Die Anordnung von zwei Vorkühlräumen bei grösseren Kühlanlagen bringt grosse Be triebsvorteile; der eine Kühlraum ist die Re serve für den andern, und der eine kann zum Beispiel in Tätigkeit gesetzt werden, solange im andern der von Luftfeuchtigkeit sich auf den Kühlschlangen niedergeschlagene Eisbe lag abgetaut wird. Ebenso können<B>-</B> während und nach der Auffüllung des Kühlraumes mit frischer Ware zur schnellen Durchküh- lung derselben beide Kühlanlagen gleich zeitig in Tätigkeit gesetzt werden.
An Stelle der Kühlung des Luftstromes mit Kühlschlangen kann auch zum Beispiel an deren Stelle Trockeneis, wie feste Kohlen säure, Sauerstoff und dergleichen in den Vorkühlräumen verwendet werden, desglei chen bei Behältern und Kühlschränken, wo Trockeneis zur Vorkühlung und Eis als Kältespeicher, für Kühlung des Luftstromes ebenso benutzt werden kann, wie Kühl schlangen in Verbindung mit dem Eiskälte- speicher.
Vordem war eine Dauerfrischhaltung leicht- verderblicher Lebensmittel nur durch das Gefrierverfahren möglich, wodurch aber nicht nur all die vorbesehriebenen Nachteile der Eintrocknung des Gutes durch die kalte Trockenluft eintreten, sondern noch das Ge frieren des im Gut enthaltenen Eiweisses, was zur Folge hat, dass solches beim Auftauen des Gutes gerinnt, und hierbei zum grössten Teil auslaufend schon entweicht, wodurch diese Ware noch mehr Qualitätseinbusse durch den Eiweissentzug erleidet, zumal der restliche Eiweissgehalt der Ware beim Ko chen oder Braten vollends entweicht, wo durch dieselbe saftlos,
fad und trocken im Geschmack wird durch diesen Nährwertsver- lust und gleichzeitig nur geringen Nährwert hat.
Dies ist auch die Ursache, weshalb die gefrorenen Waren nur den halben Preis ge gen vollwertige frische Ware erzielen; reell- net man hierzu noch den Gewichtsschwund, so ergibt sich erst ein volles Bild, welch materielle Einbusse durch das Gefrierverfah ren herbeigeführt wird, so dass annähernd nur ein Drittel des Preises der vollwertigen frischen Ware verbleibt.
Alle diese Nachteile werden durch das neue Verfahren beseitigt, welches die Dauer- frischhaltung der Ware ohne Gewichts schwund und Qualitätseinbusse erst ermög licht.
Die Kühlanlage usw. kann auch solchem Gut, welches aus besonderen Gründen nur in kalter Trockenlult gelagert werden soll, aü- gepasst werden, indem kein Eiskältespeicher und kein Feuchtigkeitszerstäuber eingebaut wird, oder indem kein Eis in den Kältespei- eher eingebracht und der Feuchtigkeitszer stäuber ausgeschaltet wird, sö dass nur kalte Trockenluft dem Raum zugeführt wird, wo bei die gleichmässige Verteilung der gekühl ten, umlaufenden Trockenluft bei Eintritt in den Kühlraum,
das 'heisst die Erzeugung eines den ganzen Raumquerschnitt ausfüllen den Luftstromes und die Rücksaugung der Luft, sowie der Zusatz von Frischluft und die teilweise Ableitung der Luft ins Freie nach Austritt aus dem Kühlraum, ebenso die Filtrierung, Entkeimung und Ozonisierung des umlaufenden Luftstromes in gleicher Weise erfolgen wie oben beschrieben.
Die Konstruktion und der Bau von Kühl schränken, Kühlbuffet, Behälter usw., sowie von Kühlanlagen, Kühlwagen und derglei chen zur Ausübung dieses Verfahrens lassen sich ohne Schwierigkeiten ausführen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist bei spielsweise eine Kühlanlage zur Du-rchfüh- rung des Verfahrens gemäss der Erfindung dargestellt.
Fig. <B>1</B> ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Kühlanlage nach der gebrochenen Linie I-I in Fig. 2; Fig. 2 ist ein waagrechter Schnitt nach der Sehnittlinie II-II in Fig. <B>1;</B> Fig. <B>3</B> ist ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie III-III in Fig. 2;
Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie IV-IV in Fig. <B>1</B> und zeigt die Luftzufü'hrung <B>zu</B> dem Kühlraum; Fig. <B>5</B> ist ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie V-V in Fig. <B>1</B> und zeigt die Luftabf iihrung aus dem Kühlraum;
Fig. <B>6</B> ist ein senkrechter Teilschnitt durch die Luftzuführung in grösserem Mass stab nach Linie VI-VI in Fig. <B>7;</B> Fig. <B>7</B> ist ein waagrechter Schnitt nach Linie VII-VII in Fig. <B>6;</B> Fig. <B>8</B> ist ein senkrechter Schnitt durch die Luftzuführung nach Linie VIII-VIII in Fig. <B>7;</B> Vig. <B>9</B> zeigt eine Vorderansicht einer Lufteintrittsstelle;
Fig. <B>10</B> zeigt in grösserem Massstab einen senkrechten Schnitt durch das vorgela gerte kalottenförmige Luftverteilungssieb- blech nach Schnittlinie X-X in Fig. <B>9;</B> Fig. <B>11</B> ist ein senkrechter Schnitt durch die obere Luftverteilung der Luftzuführung;
Fig. 12 ist ein senkrechter Schnitt in grösserem Massstab durch die Luitzuführung nach Linie XII-XII in Fig. <B>11</B> und zeigt die verstellbare, gelochte Schieberplatte für die Regulierung des Luftdurchlasses des Ab- lenkbleches; Fig. <B>13</B> zeigt den gleichen Schnitt in stärkerer Vergrösserung;
Fig. 14 ist ein waagrechter Schnitt nach Linie XIV-XIV in Fig. <B>13;</B> Fig. <B>15</B> zeigt einen senkrechten Schnitt durch die Luftableitung aus dem Kühlraum nach Selinittlinie XV-XV in Fig. <B>16;</B> Fig. <B>16</B> ist ein waagreellter Schnitt nach Linie XVI-XVI in Fig. <B>15;</B> Fig. <B>17</B> ist ein senkrechter Schnitt nach Linie XVII-XVII in Fig. <B>16;
</B> Fig. <B>18</B> ist ein senkrechter Schnitt durch die zum Aufnehmen der Lebensmittel oder dergleichen dienenden Regale; Fig. <B>19</B> ist ein senkrechter Schnitt nach Linie XIX-XIX in Fig. <B>18;</B> Fig. 20 ist ein senkrechter Schnitt durch ein Luftentkeimungsfilter; Fig. 21 ist ein Schnitt nach Linie XXI-XXI in Fig. 20;
Fig. 22 zeigt einen waagrec'hten Schnitt nach Linie XXII-XXII in Fig. 21; Fig. <B>23</B> zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine andere Ausfüllrungsform des Luftentkeimungsfilters.
Die als Beispiel gezeichnete Kühlanlage besteht im wesentlichen aus zwei Vorkühl- räumen <B>1,</B> einem zwischen Vorkühlraum und Kühlraum eingebauten Luftsaug- und Luft- druckvorriclitungen (zum Beispiel für Ex haustor, Ventilator, Zentrifugalventilator, Gebläse oder dergleichen, das heisst für eine beliebige Luftsaug- und Druckvorrichtung) und einem zur Aufnahme der Lebensmittel oder dergleichen bestimmten Kühlraum<B>3.</B>
In den Vorkühlräumen sind Kühlschlan gen 4 angeordnet, die von einer nicht darge stellten Kälteerzeugungsmaschine mit Am moniak oder dergleichen gespeist und ge kühlt werden. Die Kühlschlangen 4 sind, wie Fig. <B>3</B> erkennen lässt, an der Seite und an der Decke der Vorkühlräume <B>1</B> angeordnet.
Jeder Vorkühlraum <B>1</B> kann in mehrere Kammern unterteilt sein, von denen eine jede eine oder mehrere Kühlschlangengruppen aufnimmt. Diese Räume sind zweckmässig durch Klappen von der Lufizu- und -ablei- tung abschliessbar, derart, dass jede einzelne Kammer gegen die umlaufende Luft abge schlossen werden kann.
Jeder Vorkühlraum steht durch eine Lei tung<B>5</B> mit der Luftfördervorrichtung <B>6</B> iii Verbindung. Die Luftfördervorrichtung wird durch einen Elektromotor<B>7</B> angetrieben. Jede Luftfördervorrichtung <B>6</B> steht durch eine Leitung<B>8</B> mit einem Kältespeicher<B>9</B> in Ver bindung.
Der Kältespeicher besteht aus einem mit Eissehrot gefüllten Behälter, durch den die Luft von unten nach oben hindurchgedrückt wird, indem sie zwischen den Ilohlräumen des Sehrotes durchschlüpft.
Bei dem Hindurcliströmen durch den Kältespeicher erhält die Luft die erforder liche Feuchtigkeit, so dass die in den Kühl raum<B>3</B> gelangende Luft ihren natürlichen Feuchtigkeitsgrad hat und nicht halte Trockenluft den Raum, Behälter usw. durch strömt und dort eine Qualitätseinbusse und gleichzeitig einen hohen Gewichtsschwund des eingebrachten Gutes erzeugt, wie dies bei den bisher bekannten maschinellen Kühl anlagen usw. der Fall ist.
Durch den Feuelitigkeitsentzug der Luft der seitherigen Kühlanlagen vorgenannter Art tritt nicht nur ein wesentlicher Ge wichtsschwund des eingebrachten Gutes ein, sondern auch eine grosse Qualitätseinbusse durch Saftverlust, Eintrocknung des Eiweiss gehaltes, wodurch Geschmack und Nährwert des Gutes leiden, und ausserdem die Binde- kraft des Eiweisses durch Eintrocknung des sen Klebstoffes verloren geht.
So brechen zum Beispiel längere Zeit in kalter Trocken luft konservierend aufbewahrte Fische her nach beim Kochen in Stücke, weil das Ei weiss eingetrochnet ist<B>'</B> und seine Bindekraft verloren hat-, die Qualitätseinbusse solch ein getrockneter Ware, ganz gleich, ob es sich um Fische, Fleisch, Obst, Käse, Butter und dergleichen handelt, ist gegen frische Ware im Probevergleich unverkennbar.
Gewichtsminderung und gleichzeitige Qualitätsminderung des gekühlten Gutes verursachen erhebliche Wertminderung des in Kalitrochenluft aufbewahrten Gutes, er zeugen also hohen Geldverlust.
Von dem Speicher führt eine Leitung 10# zu einer -emeinsamen Leitung<B>11,</B> in welcher ein gegebenenfalls mehrteiliger Filter 12 an geordnet ist. Bei dem Durchgang des Luft stromes durch den Filter werden nicht nur die in der Luft enthaltenen Keime abge fangen und vernichtet, sondern auch der im Luftstrom mitbewegte Staub des Raumes wird zurückgehalten. Mittels einer Klappe <B>13</B> kann man eine oder beide Leitungen<B>10</B> mit der Leitung<B>11</B> in Verbindung setzen.
In der Leitung<B>11</B> ist ferner eine Ozoni- siervorriehtung <B>51</B> derart angeordnet, dass der Luftstrom nach Passieren des Filters zwischen den Ozonisierungsplatten durch geht und hierbei ozonisiert wird.
Die Ozonisierungsplatten <B>51</B> sind in Rich tung des Luftstromes so an die Leitung<B>11</B> eingebaut, dass der Luftstrom ungehindert zwischen denselben hindurchstreichen kann. Die elektrische Ladung der Platten kann in bekannter Weise von aussen erfolgen. Diese Ozonisierung unterdrückt nicht nur jede Spaltpilzbildung und Schimmelbildung, son dern sie entzieht dem Luftstrom auch einige Grad Wärme, so dass hierdurch Kältekalorien der Kühlmaschine für die Luftkählung ein gespart werden.
Die Regelung der Tempera tur ist derart, dass diese nicht unter<B>0 ' C</B> sinkt; dies kann man durch Einstellung der Kältemaschine der Frischluftzufuhr und der Kältespeicher mit Sicherheit bewirken. An die Leitung<B>11</B> ist ein Luftverteiler angeschlossen, der in den Fig. 4 bis 14 be sonders dargestellt ist, und der dazu dient, die Luft in eine Reihe von Luftströmen von gleicher Geschwindigkeit zu unterteilen.
Der Luftverteiler besteht im wesentlichen aus mehreren waagrechten Kanälen 14, die durch senkrechte Kanäle<B>15</B> miteinander in Verbindung stehen. An den obern Kanal 14 ist die Leitung<B>11</B> angeschlossen.
Damit eine gleichmässige Verteilung der Luft in den Kanälen stattfindet, sind, wie in Fig. 4 ersichtlich, Ablenkbleche <B>17</B> und <B>18</B> eingebaut, die in vergrössertem Massstab in Fig. <B>6</B> und<B>11</B> und in Fig. <B>7</B> zu erkennen sind.
Das Ablenkblech <B>17</B> ist derart mit einer zweckentsprechend verteilten Loel-lung versehen, dass nur eine bestimmte Teilluft- menge gleichmässig verteilt hindurchdringt, während der Hauptstrom nach unten zu den andern Verteilungskanälen abgelenkt wird, wie die Pfeile in Fig. 4,<B>6</B> und<B>11</B> andeuten.
Der Luftdurchlass dieses Ablenkbleches <B>1.7</B> durch dessen Durchlassöffnungen ist noch ganz genau regulierbar durch ein diel'it an liegendes, gleich gelochtes, gegenüber dem -Ablenkblech <B>17</B> verschiebbaren Blech<B>17'</B> (Fig. 12 bis 14). Ist dieses Se'hieberblech auf voll offen gestellt, liegen die Offnungen beider Bleche genau aufeinander.
Soll weni ger Luft durchtreten, so wird das Seliieber- blech verschoben, und<B>je</B> nach dem Masse der Verschiebung werden die Durchlassöffnungen im Blech<B>17</B> mehr oder weniger vom un- durchlochten Teil des Schieberbleches ver schlossen, wodurch sich die durchzulassende Luftmenge genau regulieren lässt. Nach voll zogener Einstellung der Bleche<B>17'</B> können sie in ihrer Lage derart gesichert werden, dass unbefugte Personen keine Verstellung vornehmen können.
Die Rohre 14 haben eine Reihe von Aus- trittsüffnungen <B>15',</B> vor denen einstellbare Klappen<B>16</B> angeordnet sind. Wie Fig. <B>7</B> er kennen lässt, sind die Klappen nach dem Ende der Rohre 14 hin mehr und mehr ge öffnet. Durch Einstellen der Klappen<B>16</B> kann m,.#n erreiclien, dass die Luft durch alle Öffnungen<B>15'</B> mit gleicher Geschwindigkeit in den Kühlraum eintritt.
Die Luftgeschwin digkeit lässt sich durch geeignete Messvor- richtungen feststellen, so dass die Einstel lung der Klappen für gleiche Luftgeschwin digkeit an den Austrittsöffnungen <B>15'</B> rasch geregelt werden kann.
Die Klappen werden zunächst nach dem Gefühl ungefähr so eingestellt, dass man am Handrücken an sämtlichen Öffnungen unge fähr gleichen Luftdruck empfindet; dann erst wird gemessen und genau eingestellt. Wird der Luftdruck der verschiedenen Aus trittsöffnungen pro Kanal festgestellt und werden die verschiedenen Luftdrücke addiert und wird die erhaltene Summe durch die Anzahl der Öffnungen geteilt, so erhält man ungefähr den.mittleren Druck pro Öffnung.
Dann wird der Luftdruck an den einzelnen Öffnungen auf den errechneten Wasser- säulendruck mit den Klappen eingestellt, und der sieh ergebende Differenzdruck der letzten Öffnungen wird dann durch Nach stellung der Klappen und Messung ausglei chend auf die einzelnen Öffnungen verteilt, so dass die genaue Einstellung auf gleiche Geschwindigkeit des Luftdruckes an allen Öffnungen bald vollzogen ist: Um die aus den einzelnen Öffnungen<B>15'</B> austretende Luft gleichmässig über den gan zen Querschnitt des Kühlraumes<B>3</B> zu verei nigen, ist hinter jeder Öffnung<B>15'</B> eine ge lochte, gewölbte Siebplatte angeordnet.
Die Ausbildung dieser Siebplatten ist insbeson dere aus Fig. <B>8</B> und Fig. <B>9</B> und<B>10</B> deutlich zu erkennen. Die konvexe Seite der gewölb ten Siebplatten ist der Lufteintrittsöffnung <B>15'</B> zugekehrt. Die Siebplatten sind so ge locht, dass ein Teil der Luft durch die Löcher in den Kühlraum austritt, während der übrige Teil der Luft beim Auftreffen auf die Siebplatten nach der Seite abgelenkt wird, und, wie aus Fig. <B>1</B> und 2 ersichtlich ist, in den Kühlraum strömt. Auf diese Weise wird die durch die Öffnungen<B>15'</B> in den Kühlraum austretende Luft gleichmässig über den ganzen Querschnitt des Kühlraumes verteilt.
Die Öffnungen der Siebplatten können durch eine zweite dicht anliegende, gleich gelochte verschiebbare Siebplatte 21' belie big verschlossen und'so eingestellt werden, dass die aus den Siebplatten austretenden Teilluftströme hinsichtlich Geschwindigkeit (Fig. <B>10)</B> einander gleich sind. Das Sieb blech wird von Armen 21 gehalten. Zwi schen dem kalottenförmigen Siebblech 20 und der Öffnung<B>15'</B> befindet sich ein ein stellbarer Schieber 22). Dieser Schieber bietet weitere Möglichkeiten, den aus der Öffnung <B>15'</B> austretenden Luftstrom derart zu regeln, dass er die gleiche Geschwindigkeit besitzt wie alle andern Luftströme.
Die Unterseite der waagrecliten Kanäle 14 ist mit Luftaustrittslöchern <B>23</B> versehen-, während die Achsen der Öffnungen<B>15'</B> senk-. recht zu der Begrenzungswand des Kühl raumes stehen, durch welche die Luftzu leitung<B>11</B> hindurchgeführt ist, verlaufen die Achsen der Öffnungen<B>23</B> parallel zu dieser Wand.
-Aus den Öffnungen<B>23</B> können ab wärts gerichtete feine Luftstrahlen aus treten, die so verteilt sind, dass nur so viel Luft aus den Löchern austritt, dass der zwi- schen'den Kanälen liegende Luftraum stän dig erneut ausgefüllt wird, während der Hauptluftstrom in den Kanälen hierdurch so gut wie keine Einbusse erleidet.
Zum Ableiten der Luft aus dem Kühl raum<B>3</B> dienen mehrere waagrechte Kanäle 24, die mit Luftaustrittsöffnungen <B>25</B> ver sehen und an einen gemeinsamen Kanal<B>26</B> ,angeschlossen sind. Hinter den Luftaustritts- öffnungen <B>25</B> sind einstellbare Klappen<B>27</B> angeordnet zur Erzielung gleicher Luftge schwindigkeiten an den Luftaustrittsöff- nungen <B>25.</B> Zweeks guter Zuleitung der Luft und gleichmässiger Luftabsaugung vom ober sten Kanal 24 nach dem senkrechten Luft- absaugsammelkanal <B>26</B> sind Zungen<B>28</B> vor gesehen <RTI
ID="0006.0038"> (Fig. <B>15).</B>
Die Einstellung der Klappen<B>27</B> zur Er zielung gleicher. Luftgeschwindigkeiten an den Öffnungen '225 erfolgt in gleicher Weise wie in bezug auf die Öffnungen 25'besehrie- ben. Die Luft wird also aus allen Öffnungen <B>25</B> gleichmässig abströmen, wenn die Klappen <B>27</B> richtig eingestellt sind. Dies kann mit Hilfe eines Winddruckmessers geschehen, der in der Zugrielitung vor den Öffnungen <B>23</B> angeordnet wird. Wären die Klappen<B>27</B> nicht vorhanden, so würde die Saugwirkung in den Öffnungen am stärksten sein, die dem Kanal<B>26</B> am nächsten liegen.
Da nun nach erfolgter Einstellung jede der vordern Absaugeöffnungen <B>25</B> die gleiche Li--tftmenge durchlässt und die Ab- saugöffnungen so verteilt sind, dass eine über den ganzen Kühlraumquerschnitt gleich mässige Luftabsaugung stattfindet, so ergibt sich eine gleichmässige Fortbewegung des den ganzen Raumquerschnitt einnehmenden Luftstromes.
Der senkrechte Kanal<B>36</B> ist an einen waagrechten Kanal<B>29</B> angeschlossen, der unterhalb des Kühlraumes, und zwar in des sen Längsrichtung verläuft. An den Kanal <B>29</B> sind zwei Rohrleitungen<B>30</B> angeschlossen, die aufwärts in die Vorkülilräume <B>1</B> führen. Es ist zweckmässig, einen Teil der ausströ menden, aus dem Kühlraum<B>3</B> kommenden Luft durch Öffnungen<B>31,</B> die etwas über dem Boden liegen, also die kältere, untere Luftschieht erfassen, in senkrecht aufwärts führende Kanäle<B>32</B> zu leiten, an welche sich waagrechte Kanäle<B>33</B> anschliessen, die unter halb der Decke des Kühlraumes verlaufen.
An die waagrechten Kanäle<B>33,</B> die auch in Fig. 2 angedeutet sind, schliessen sich senk rechte Kanäle 34 an, die mit dem waagrech- fen Kanal<B>29</B> für die Luftrückleitung in Verbindung stehen (Fig. <B>1, 2,</B> 4 und<B>5).</B>
-Hierdurch wird von der aus dem Kühl raum<B>3</B> durch den Kanal<B>9-9</B> zurückgesaug ten Luft ein Teil der untern kältern Luft durch die Kanäle<B>33</B> unter der Decke zurück gesaugt, wo sie 'durch Kälteausstrahlung durch die zum Beispiel blechernen Kanal wände für eine ständig gleichmässige Durch- kühlung der Luft des den Kühlraum durch ziehenden Luftstromes von oben nach unten sorgt, so dass im ganzen Kühlraum überall wenigstens annähernd die gleiche Tempera- tur herrscht und die obern Luftschichten nicht wärmer als die untern sein können.
-Um die umlaufende Luft ständig, ge gebenenfalls auch nur zeitweilig erneuern zu können, ist in jedem der Kanäle<B>30</B> ein Schieber<B>35</B> zum Einlassen von Frischluft vorgesehen.
In jedem der Rohre<B>8</B> zwischen der Luft- fördervorrichtung (Exhaustor oder derglei chen)<B>6</B> und dem Kältespeicher<B>9</B> ist ein Schieber<B>36'</B> zum Auslassen verbrauchter Kühlraumluft entsprechend der Friseliluft- zufuhr# durch den Schieber<B>35</B> vorgesehen.
Die Luft strömt in der durch die Pfeile veranschaulichten Weise durch die Vorkühl- räume <B>1,</B> die Luftfördervorrichtung <B>6,</B> die Kältespeicher<B>9,</B> das Luftentkeimungsfilter 12, die Leitung<B>11,</B> die Ozonisiervorric'htung <B>51,
</B> den Luftverteiler 14 mit den Luftaus- trittsöffnungen <B>15'</B> und<B>23</B> und den Düsen <B>2 2 0</B> in den Kühlraum 3. Von hier strömt die Luft teils durch die Öffnungen<B>25,</B> die Ka näle 24 und den senkrechten Kanal<B>26</B> und teils durch die, Öffnungen<B>31</B> und die Lei tungen<B>32, 33,</B> 34 zu dem Kanal<B>29,</B> von wo sie durch die Leitungen<B>30</B> in die Vorkühl- räume <B>1</B> zurückkehrt.
Um die Temperatur der Luft regeln zu können, empfiehlt es sich, die Kühlschlangen 4 in einzelnen<B>je</B> für sich einschaltbaren und regelbaren Gruppen anzuordnen. Hierdurch wird es auch möglich, von einer Kühl- schlangengruppe, welche ausgeschaltet ist, den Eisbelag zu entfernen, während die an dern Gruppen im Betrieb bleiben. Man kann die Vorkühlräume <B>1,</B> wo es die Platzverhält nisse nicht gestatten, gegebenenfalls auch weglassen und die Gruppen der Kühl schlangen 4 in dem Kühlraum<B>3</B> selbst an ordnen.
Die Kältespeicher<B>9</B> sind Behälter, die mit einem Siebboden<B>36</B> und einer Eissehrot- füllung <B>37</B> versehen sind und unter dem Siebboden eine Schmelzwasserabflussleitung mit Flüssigkeitsabschluss besitzen, damit keine warme Luft durch das Abflussrohr in den Behälter<B>9</B> aufsteigen kann. Die Eisfül lung, welche gewöhnlich die, Temperatur <B>0'</B> C hat, entzieht dem Luftstrom Kälte für den Fall, dass die Luft zu niedrige Tempera tur hat.
Umgekehrt wird der Luftstrom durch das Eissehrot <B>37</B> herabgekühlt für den Fall, dass er mit zu hoher Temperatur ein treten sollte.
Ausserdem gibt der Kältespeicher an den durch ihn hindurchtretenden Luftstrom auch gleich Feuchtigkeit ab, was für den nötigen Feuchtigkeitsgehalt der Luft im Kühlraum wichtig ist, zumal die Kühlschlangen dem Luftstrom Feuchtigkeit entziehen, die sich auf den Schlangen niederschlägt und dort gefriert.
Wo die Platzverhältnisse auch nicht den Einbau des Kältespeichers gestatten, muss die gewünschte Temperatur des Luftstromes, zum Beispiel etwa<B>0' C</B> durch die beliebig einschaltbaren Kühlschlangengruppen ge regelt werden, wodurch aber aus vorgenann ten Gründen die Kühlraumluft zu trocken -wird;
in diesem Fall muss dem zirkulieren den Luftstrom vor dem Durchtritt durch den Filter der zur V#rliütung der Eintrocknung der Ware nötige Feuchtigkeitsgehalt durch einen Feuchtigkeitszerstäuber oder Zernebler wieder zugeführt werden. Docli wird eine konstante Temperatur durch den Eiskälte- speicher am besten gewährleistet, ebenso der nötige Feuchtigkeitsgehalt der Luft.
Das hierzu benötigte Eis lässt sich bei jeder ma schinellen Kühlanlage durch Zubau einer Eiserzeugungsanlage leicht herstellen, um- somehr, da der Eisverbrauch durch den vor gekühlten Luftstrom nicht gross ist.
Zum Lagern besonders empfindlicher Waren und zur besseren Raumausnützung werden in Kühlräumen auch Regale verwen det. Diese Regale können gemäss Fig. <B>18</B> und<B>19</B> mit hohlen Tragflächen<B>38</B> versehen sein, so dass dieselben tragende Kanäle sind, welche einerseits an das Luftzuleitungsrohr <B>11</B> und anderseits an das Luftableitungs- rohr <B>26</B> angeschlossen sind.
Die Tragflächen werden durch die hin durchströmende kalte Luft gekühlt, so dass die, Kälte sieh den auf den Regalen lagern- den Gegenständen und dein zu kühlenden Gut unmittelbar mitteilt und deren. völlige Durchkühlung, in diesem Falle von unten und oben, bei gleichzeitiger Aussenkühlung durch den vorbeistreichenden Luftstrom be wirkt, welch letzterer durch alle Abstände und Fugen dringt, wobei alle Luftwinkel in folge der Luftrücksaugung ständig vom Luftstrom durchspült werden. Dies ist bei der Dauerfrischhaltung von besonders emp findlichem Gut, z. B.
Milch usw., von grösster Notwendigkeit, da ein Schwanken in der Temperatur der gekühlten Milch um wenige Grad schon deren Verderben 'hervor rufen kann. Steht die Milch nun in grösse ren Kannen, zum Beispiel auf dem massiven Külilraumboden, so entzieht die Flüssigkeit zu ihrer Durchkühlung dem Boden auch die Kälte; reicht nun diese nicht aus, so ver dirbt die Milch mangels der nötigen Unter kühlung.
Steht das Milchgefäss, zum Beispiel eine Milchkanne auf dem von der Kaltluft durch flossenen Regal, so wird die Auflagestelle ständig von der Kaltluft durchflossen, und sie kann ständig Kälte abgeben.
Man kann die Kühlvorrichtung auch als Buffet, zum Beispiel für Bahnhofrestau- rants, ausbilden. Der geschlossene Innenraum des Buffetes wird von Kaltluft durchilossen.
Da aber die Türe solcher Buffets öfter geöffnet wird, empfiehlt es sich, die Waren auf Regalen aufzustellen, die von Kaltluft durchflossen werden, damit auch bei geöff neter 'Türe die offen liegende Ware wenig stens von oben und unten ununterbrochen gekülilt wird.
In gleicher Weise wie die Tragflächen der Regale kann auch der ganze Boden des Kühlraumes doppelwandig ausgeführt sein, wobei die obere Wand aus Metallblech be steht. Durch den Hohlrau-m wird zum Bei spiel ein Teil der umlaufenden Kaltluft durchgeführt und durch die obere Metall- blechwandung Kälte ausgestrahlt, welche das darauf ruhende Gut, zum Beispiel- Milch in Kannen, von unten nach oben intensiv durchkühlt, Der in Fig. <B>1</B> dargestellte Filter<B>12</B> ist in Fig. <B>20</B> bis 22 in grösserem- Massstab ver anschaulicht.
Der Filter wird von einem aus Blechen bestehenden Kasten<B>39</B> gebildet, dessen den Luftstrom durchsetzende Vorder- und Rückseite aus Siebblechen, welche den Luftstrom durchlassen, bestehen. Auch der Boden besteht zum Ablass etwa sich im Filtermaterial niederschlagender Luftfeueh- tigkeit aus einem Siebblech, während die Seitenwände und der Deckel aus ungeloch- tem Blech hergestellt sind.
Der Deckel 40 des Filters lässt sich öffnen; oben in einer Seitenwand ist eine Öffnung für die Einffil- lung des Filter- und Entkeimungsmaterials 43 angebracht, so dass zur Füllung der Filter nur soweit aus seinem Lager und den umgebenden Kühlschlangen vorgezogen werden muss, dass seine seitliche Einfüll- öffnung frei wird, um dann nach Auffüllung wieder an seinen alten Platz zurückgeschoben zu werden,
so dass eine völlige Herausnahme des Filters aus dem Zuführungskanal im all gemeinen nicht nötig ist, sondern nur bei besonderen Anlässen.
Der Filter ist in einer Er#veiterung der Leitung<B>1.1</B> angeordnet, die mit einer seit lichen Türe 41 versehen ist, um den Filter herausnehmen zu können und ihn bequem füllen zu können. Der Filter ist mit einer Wand an einen Dichtungsring 42 angepresst, damit ein Entweichen unentkeimter Luft in den Kühlraum ausgeschlossen ist und der Luftstrom restlos durch den Entkeimungs- filter hindurchströmen muss.
Der Filterkasten kann mit dem Entkei- mung,smittel, zum Beispiel übermangansau- rem Kalium in Schrotform angefüllt werden oder aber zusammen mit imprägniertem Korkschrot.
Es kann aber auch zum Beispiel Kork- sebrot durch Eintauchen in eine leicht kleb rige, desinfizierende Flüssigkeit an seiner Oberfläche mit einer dünnen, klebrigen Schicht überzogen werden, an welcher bei Berührung der hindurchströmenden Luft ausser dem in der Luft enthaltenen Staub auch die in der Luft enthaltenen Bakterien haften bleiben und abgetötet werden.
Ge eignete Desinfektionsmittel sind Bakterieidol oder Sareinol oder sonstige geruch- und ge schmacklose Entkeimungsmittel. Ferner kann das Entkeimungsmittel statt in einem Fil terkasten auch in einem oder mehreren, hin tereinander aufgestellten Filterrahmen un tergebracht werden, derart, dass ein leichtes und beliebiges Auswechseln der einzelnen Rahmen stattfinden kann.
Der Filter wird mittels einer Stange 44 und einer Schraube 45 in seiner Lage ge-- sichert (Fig. 20 bis 22).
Die Stange 44 hat in der Mitte ein Auge mit Muttergewinde zur Aufnahme einer Drucksc'hraube und ist mit ihren Enden in Schlitzen der Leitungswandung<B>11</B> heraus- neUmbar gelagert; beim Anziehen der Druckschraube wird der Filterkasten ab dichtend an den Dielitungsring 42 gepresst.
Der Filterkasten<B>39</B> ist höher als die Rohrleitung<B>11,</B> damit beim Zusammen sinken des Filtermaterials 43 die Luft nicht teilweise frei durch den Filter hindtircli- strömen kann, und dass ausserdem jederzeit durch die vorbeschriebeue obere seitliche Öffnung die Auffüllung des Filterkastens vorgenommen werden kann.
Das im Filterkasten enthaltene Enthei- mungsmittel, zum Beispiel übermangan- saures Kali, wird durch die Feuchtigkeit der hindurchströmenden Luft angefeuchtet und dadurch an der Oberfläche gelöst,<B>wo-</B> durch dessen keimtötende Ätzwirkung bei Berüllrung mit der Luft sich sofort aus wirkt.
Der Luftstrom wird zwangsläufig durch die Hohlräume des in Schrotform ein gefüllten Entkeimungsmittels durchgepresst, wobei sie von Hohlraum zu Hohlraum ge langt und dabei mit allen ihren Teilen stän- dig* die Oberfläche des Entkeimungsmittels berührt, so dass die in der Luft enthaltenen Bazillen sofort durel-1 die Ätzung restlos vernichtet werden.
Um die in der durchströmenden Luft ent haltene Feuchtigkeit zum Teil in dem Filter niederzuschlagen, ist der Filterkasten<B>39</B> mit einer Kühlschlange 46 umgeben, welche die den Filterraum durchströmende Luft und das eingebrachte Entkeimungsmaterial ab- 'kühlt, wodurch ein Teil der Luftfeuchtigkeit ausgeschieden wird.
Zwecks Erhöhung des Feuchtigkeitsge haltes der den Filterkasten durchströmenden Luft kann ein Zerstäuber oder Zernebler zur Erzeugung von Wasserstaub bezw. Wasser nebel vor dem Filterkasten angeordnet wer den.
Eine andere Ausführungsform des Fil ters ist in Fig. <B>23</B> dargestellt.
In einem zylindrischen Behälter 47 sind mehrere waagrechte Siebbleche 48 angeord net, deren Lochung so beschaffen ist, dass die Luft nur in fein verteilter Form durcl-i- dringen kann.
Der Behälter 47 besitzt am Boden eine Zuleitung 49 und in der Decke eine Ablei tung<B>50.</B> Der Behälter wird mit einein Ent- keimungsmittel, zum Beispiel mit über- mangansaurer Kalilösung gefüllt, und die Luft wird, bevor sie in den Kühlraum<B>3</B> ge langt, durch die Leitung 49 und den Be hälter 47 hindurchgeführt.
Die Siebbleche 48 haben den Zweck, die Luft in möglichst feine Teile zerlegt in das Entkeimungsmittel austreten zu lassen, wodurch eine restlose Entkeimung des Luftstromes gleichfalls ge währleistet wird.<B>-</B> -Würden keine Siebbleche vorgesehen sein, so könnte die Luft in grossen Blasen empor steigen und die Entkeimungslösung durch dringen, wodurch keine hinreichende Des infektion möglich wäre.
Um die Luft in möglichst feine Teile zu zerlegen, erhalten die untern Siebbleche eine grössere Lochung, die obern Bleche eine feinere Lochung, so dass eine Zerteilung der Luft innerhalb des Lösungsmittels von grösseren Blasen bis zu den feinsten Luftteilen stattfindet, wodurch eine vollständige Desinfizierung der Luft gewährleistet wird.
Die Kühlanlage kann ortsfest ausgeführt sein, sie kann sich aber auch in Eisenbahn wagen, auf Schiffen oder andern Beförde rungsmitteln befinden. Sind mehrere Räume zu kühlen, die <B>je</B> nach Zweck verschiedene Temperaturen haben sollen, so können die Räume an eine zentrale Luftdruck- und -absaugeleitung an- gesehlosen sein und die Temperatur in den einzelnen Räumen kann durch entsprechend grössere oder geringere Frischluftzufuhr auf jeden gewünschten Grad eingestellt werden.
Die Geschwindigkeit des Luftstromes selbst lässt sich durch Tourenreglung des Motors<B>7</B> regeln. Ist an Stelle des unmittel baren Antriebes durch den Motor, zum Bei spiel eine Transmission vorgesehen,<B>so</B> lässt sieh die Regelung durch Stufense,heiben er zielen.
Die Luft kann von der Luftfördervor- richtung auelt oben in den Kältespeicher ein- gepresst werden, um das Eisschrot desselben von oben nach unten zu durchdringen, um von dort aus in eine am Boden liegende Lei tung mit eingebautem Filter und Ozonisie- rungsanlage einzutreten und von dort unten in die Luftverteilungseinrichtung zu gelan gen, indem sie sie von unten nach oben durchströmt, wobei die Lufteintrittsklappen <B>16</B> vor den Eintrittsöffnungen gleich blei ben,
während die Luftverteilungsplatten <B>17,</B> <B>18</B> für die Luftzuführung in den Kanälen gegenüber der in der Zeichnung gezeigten Stellung um<B>180'</B> gedreht werden müssten. Ebenso könnte die Absaugleitung statt unten an die Absaugverteilung angeschlossen zu sein, auch oben an solclie angeschlossen sein, in welchem Falle die Stellung der Klappen an den Einsaugöffnungen ebenfalls gleich bleiben,
während die gemäss der Zeichnung oben eingebauten Ablenkplatten <B>28</B> dann un ten eingebaut werden müssten. Ebenso kann der Hauptabsaugkanal auch in anderer Rich tung und auf anderem Wege zum Vorkühl- raum usw. geführt werden, wobei die vorlie genden Verhältnisse jeweils mitsprechen.
Ebenso kann die Luft auch an anderer Stelle als nur unten oder oben der huftver- teilung zugeführt werden, wobei jeweils die Ablenkplatten in der Stellung und Form für die zweckentsprechende Luftverteilung in den Kanälen von der Zuführungsstelle aus eingebaut werden müssen, wobei auch die Stellung der Klappen vor den Luftaustrifts- öffnungen jeweils nach der Luftzufuhr in den Kanälen sich richtet.
Die Anzahl der Einzelluftströme vor deren Zusammenschluss richtet si cli nach der Querschnittsgrösse des Raumes, für kleinen Querschnitt reicht ein einziger ausstrahlen der Strom vorbeschriebener Beschaffenheit zur Querschnittausfüllung.
Die Anzahl der Absaugöffnungen und Kanäle richtet sich nach der Grösse des Raumquerschnittes, für kleinen Querschnitt kann eine.Absaugöffnung schon reichen, zum Beispiel für Kühlschränke oder dergleichen.
Anstatt den an der Decke des Kühl raumes<B>3</B> entlang laufenden Kanälen<B>33</B> Luft zuzuführen, welche den Kühlraum verlassen hat, kann man diesen Kanälen<B>33</B> einen Teil der kalten Luft zuführen, welche in den Kühlraum<B>3</B> geleitet wird. Diese Luft verei nigt sich nach dem Durchströmen der Kanäle <B>33</B> mit derjenigen Luft, welche durch den l#-,ühlraum <B>3</B> geführt worden ist, um durch den Kanal<B>29</B> nach der Kammer<B>1</B> zurückzu kehren.
Für solche Waren, die aus besonderen Gründen nur in kalter Trockenluft gelagert werden dürfen, kann die beschriebene Vor- riehtun- ebenfalls Verwendung finden, in dem die Kühlluft zum Beispiel nicht durch einen mit Eis gefüllten Kältespeicher als Feuchtigkeitserzeuger geleitet oder wenn ein allfällig vorgesehener Feuchtigkeitszerstäu ber in der Luftzuleitung abgestellt wird. Ferner können die Kühlschlangengruppen auch direkt im Kühlraum eingebaut werden, in Fällen, bei denen durch die Lage der Ver hältnisse kein Vorkühlraum in Frage kommt.
Desgleichen kann auch in Fällen, bei denen der Einbau des Kältespeichers als Tempera turregler durch die Lage der Verhältnisse nicht möglich ist, die Regelung der Tempe ratur durch die beliebig ein- und aussehalt- baren Xühlschlangengruppen erfolgen.