CH184103A - Elektrische Entladungsröhre mit Glühkathode und Gasfüllung. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre mit Glühkathode und Gasfüllung.

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CH184103A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Elektrische Entladungsröhre mit Glühkathode und Gasfüllung.    Die sich auf eine elektrische     Entladungs=     röhre mit einer Glühkathode und einer Gas  füllung beziehende Erfindung bezweckt in  der Hauptsache, die Kathode in einer solchen  Entladungsröhre für grosse Entladungsströme  geeignet zu machen.  



  Unter "Gasfüllung" ist hier auch eine  Füllung mit einem Dampf oder einem       Dampf-Gasgemisch    zu verstehen.  



  Die Gasfüllung in Entladungsröhren der       vorgenannten    Art wird namentlich dazu an  gewendet, um sehr grosse Stromstärken ohne  grosse Verluste zu ermöglichen, da durch die  Ionisation des Gases die Raumladung aufge  hoben wird, und die Gasionen an der Strom  führung teilnehmen. Die Entladungsröhren  können zum Beispiel als Gleichrichter An  wendung finden, mit denen grosse Ströme mit  einem geringen Spannungsverlust, also mit  günstigem Wirkungsgrad gleichgerichtet  werden können. Ferner können die Röhren,  auf welche sich die Erfindung bezieht, für    mancherlei andere Zwecke, zum Beispiel als  Relaisröhren und für Beleuchtungszwecke  verwendet werden. Die Entladung hat im all  gemeinen einen     Lichtbogencharakter.     



  Wenn nun die Glühkathode in solchen  Entladungsröhren für sehr grosse Stromstär  ken geeignet gemacht werden soll, so be  stehen verschiedene Schwierigkeiten. Wenn  die Kathode zum Beispiel<B>1000</B>     Amp.    oder  mehr liefern soll, so muss eine grosse emittie  rende Oberfläche vorhanden sein. Wenn die  Kathode direkt geheizt werden soll, was  immer die einfachste Lösung ist, so ist es  erforderlich, die Kathode sehr lang zu ge  stalten.

   Infolgedessen muss eine hohe     Heiz-          spannung    angelegt werden, und es machen  sich sämtliche davon herrührenden Schwie  rigkeiten bemerkbar, unter     andern.    auch jene  hinsichtlich der Isolierung, der Entladungs  gefahr zwischen verschiedenen Teilen des  Glühdrahtes, des     Unterbringens    einer gro  ssen Drahtlänge usw. Wenn man diese     Heiz-          spannung    herabzusetzen     wünscht,    so muss die      Kathode einen sehr grossen Querschnitt  haben, und im Zusammenhang damit ent  stehen grosse bauliche     Schwierigkeiten.     



  In Radioröhren wurden bereits früher  Kathoden mit parallel geschalteten Teilen  verwendet, die sich alle parallel zu einer um  gebenden Anode erstreckten, aber die Anwen  dung solcher Kathoden in gasgefüllten Ent  ladungsröhren führte die grosse Schwierig=       keit    herbei, dass sich die Entladung auf einer       einzigen    der parallelen Kathoden konzen  trierte und die Kathode somit sehr ungleich  mässig belastet wurde. In der Praxis haben  sich deshalb solche Kathoden für gasgefüllte       Entladungsröhren    nicht bewährt.  



  Die     Erfindung        beruht    nunmehr auf der  Erkenntnis, dass eine Bemessung der Katho  denteile möglich ist, bei der eine zufällig bei  einem Teil eintretende Vergrösserung des  emittierten Stromes keine oder wenigstens  keine bedeutende Erhöhung der Temperatur  dieses Teils zur Folge hat, wodurch somit       eine    örtliche Konzentrierung des Entladungs  bogens vermieden wird. Diese     Erkenntnis     wird wie folgt erläutert.  



  Die     Erhitzung    eines Teils eines Katho  dendrahtes mit einer Länge     dx    wird durch  vier verschiedene Ursachen bedingt, und  zwar:  1. durch den von aussen her durch den  Glühdraht     hindurchgeschickten    Reizstrom     If.     Wenn der Widerstand des Elementes     dx    mit       dr    bezeichnet wird, so beträgt die demzufolge  erhaltene Wärmemenge je Zeiteinheit     lf2        #        dr;

         2. durch die aus dem Entladungsbogen  an der Kathode freiwerdende Wärme, die  eine Funktion der Bogenspannung     Eh(,)    im  betrachteten Punkt und dem durch das er  wähnte Element     emittierten'Strom        dlem    pro  portional ist. Die hierdurch erreichte Er  hitzung des Elementes kann also mit       /'(E,,   <I>( ) -</I>     dI        "m    angegeben werden.  



  3. es     entsteht    weiter eine Abkühlung des  Kathodenelementes durch die für die Aus  trittsarbeit     p    benutzte Energie, die wieder  dem durch das Element emittierten Strom  proportional ist und folglich mit     (p   <I>.</I>     dIem    an  gegeben werden kann;  4. schliesslich spielt für die Erhitzung des  Elementes die Summe der verschiedenen  Ströme<I>dl""</I> eine Rolle. Dieser Verlauf ist in       Fig.    4 der Zeichnung näher erläutert. Es  gehen diese Elementarströme     dIem    jeweils  von den auf einer Entfernung x von dem be  trachteten Element der     Glühkathode        dx    ge  legenen Punkten der Kathodenoberfläche  aus.

   Die     Intregrierung    all dieser Elementar  ströme     dIe",    über dem Intervall von o bis<I>x,</I>  von dem Längenelement     dx    aus gemessen, ist  also nach dem     Joule'schen    Gesetz als  Wärmemenge in der Formel
EMI0002.0036  
  <I>'</I>     dr    aus  zudrücken, wobei     dr    'den Widerstand des  betrachteten Längenelementes der Kathode  darstellt.  



  Wenn-man die     Gesamtwärmezufuhr    eines  Elementes mit     dZVT    bezeichnet, so bekommt  man die folgende Gleichung:  
EMI0002.0041     
    Da die vom Glied I i'<I>.</I>     dr    herrührende  Wärmezufuhr konstant bleibt, und der Ein  fluss der im Bogen freiwerdenden Wärme       f(Eb(p     verhältnismässig gering ist und sich  auch praktisch wenig verändert, ist sofort  ersichtlich, dass die Glieder, in denen     99    und    in denen     dr   <I>.</I>     dI        Zem    vorkommt, die wichtigste  Rolle für die Erhitzung spielen.  



  Da die Austrittsarbeit     p    für eine Kathode  bestimmter Zusammensetzung feststeht, ist es  nicht möglich, die gegenseitigen Grössenver  hältnisse des     (dr   <I>.</I>     dI2em)    und des     (-gp)    ent-      haltenden Gliedes durch Änderung des  Wertes zu beeinflussen.

   Es lassen sich jedoch  die erwähnten positiven und negativen Glie  der dadurch gegeneinander aufheben,     dass        dr     so klein gewählt wird, dass das     (dr.        dl'ei")     enthaltende Glied von derselben Grösse ist,  wie das negative Glied mit     (-g@).    Dieses ist  damit gleichbedeutend, dass das Kathoden  element einen entsprechend geringen Wider  stand hat, da der Ausdruck     dr   <I>.</I>     dl'""    durch  den Faktor     d7-,    das heisst durch den Wider  stand beherrscht wird.  



  Offensichtlich braucht man dabei nicht so  weit zu gehen, dass das     92    enthaltende Glied  überwiegt, so dass bei Zunahme des emittier  ten Stromes eine Abkühlung des Kathoden  elementes auftritt, denn es mag die Tempe  ratur eines Kathodenelementes bei grösseren  emittierten Strömen wohl     zunehmen,    wenn  nur nicht die Temperatur, bei der das Ele  ment Schaden erleidet oder sogar schmilzt,  überschritten wird.  



  Bei einer     günstigen    Ausführungsform des  Gegenstandes der Erfindung geht man in der  Tat mit der Verringerung des Widerstandes  der parallel geschalteten Teilkathoden so  weit, dass sich diese Teile bei einer emittier  ten Stromstärke, welche die normal zulässige  übersteigt, abkühlen, was auch visuell wahr  nehmbar ist.  



  Diese Erscheinung wird mit "Ablichten"  der Kathodenteile bei grösserer Stromstärke  bezeichnet.  



  Den geringen Widerstand der Kathode  bei einer bestimmten     emittierenden    Ober  fläche kann man dadurch erhalten, dass die  parallel geschalteten Kathodenteile kurz und  dick ausgebildet werden. Diese Abmessun  gen kommen in der Spannung zum Aus  druck, die für den Heizstrom an die Kathode  angelegt     werden    muss. Im allgemeinen wird  die Kathode derart ausgebildet, dass diese  Spannung höchstens 1 Volt beträgt.  



  Wenn eine Anzahl parallel geschalteter  Kathoden     verwendet    wird, so muss dafür  Sorge getragen werden, dass an jede Kathode  die gleiche     Spannung    für den Heizstrom an  gelegt wird. Bei einer praktischen Ausfüh-         rungsform    erfolgt dies dadurch, dass die zu  sammengesetzte Kathode aus zwei parallelen  Scheiben oder Ringen aufgebaut wird, zwi  schen welche die Teilkathoden parallel ge  schaltet werden.

   Jeder Ring oder jede  Scheibe ist mit einigen     Stromzuführungslei-          tern    ausgestattet, die derart angebracht sind,  dass der Spannungsverlust durch die Scheibe  oder den Ring von der Befestigungsstelle des       Stromzuführungsleiters    weg bis zu jedem Be  festigungspunkt einer Kathode praktisch  gleich ist. Dies kann man somit gleichzeitig  dadurch fördern, dass die Scheiben oder  Ringe     hinreichend    dick ausgebildet werden.  



  In der Zeichnung sind einige Ausfüh  rungsbeispiele des Gegenstandes der Erfin  dung dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt schematisch eine erste Aus  führungsform der Kathode für eine Entla  dungsröhre gemäss der Erfindung;       Fig.    2 zeigt eine Entladungsröhre mit  einer etwas anders ausgeführten Kathode; in       Fig.    3 ist die Kathode gemäss     Fig.    2, ge  sondert in vergrössertem Massstab schaubild  lich dargestellt, und       Fig.    4 dient zur Erläuterung der mathe  matischen Formeln.  



  In     Fig.    1 sind vier - parallel geschaltete  Teilkathoden 1, 2, 3 und 4 dargestellt. Die  Enden     sind    an die     Zuführungsleiter    5 und 6       geschweisst.    Diese erstrecken sich in ent  gegengesetzter Richtung, so dass das Span  nungsgefälle in den Zuführungsleitern für  jede Kathode das gleiche ist und somit an  jede Kathode die gleiche     Spannung    angelegt       wird.    Aus der Figur ist ersichtlich, dass die  parallel geschalteten Kathoden nur einige  Windungen haben. Sowohl die Zuführungs  leiter 5 und 6, als auch die Kathoden 1-4  bestehen aus Wolfram, das mit einer Nickel  bekleidung versehen sein kann.

   Auf die Ka  thoden kann ferner ein Nickeldraht schrau  benförmig aufgewickelt sein. Die Kathoden  sind mit einem Oxyd von starker Emissions  fähigkeit, zum Beispiel     Bariumoxyd,    über  zogen und können statt eines     Wolframkernes     zum Beispiel auch einen Nickelkern ent  halten.      In     Fig.    2 ist die zusammengesetzte Ka  thode 7 in einem Glasgleichrichter 8 ange  ordnet. Die hohle Anode 9 besteht aus Gra  phit und ist auf einem     AZetallröhrchen    10 an  geordnet, das mit der aus Chromeisen be  stehenden, an die Glaswand aasgeschmolzenen  Scheibe 11 ein Ganzes bildet oder damit ver  bunden ist.

   Um das Rohr 10, das für die  Kühlung der Anode mittels einer Flüssigkeit  benutzt werden kann, ist ein     Steatitröhrchen     12 angeordnet, um zu vermeiden, dass sich  das Rohr 10 an der Entladung beteiligt.  



  Die zusammengesetzte Kathode 7 besteht  aus zwölf parallel geschalteten Teilkathoden  13, von denen jede einer der Teilkathoden       1-I    gemäss     Fig.    1 entspricht. Die Teilkatho  den 13 sind mit ihren     Enden    einerseits an  eine Scheibe 14, anderseits an einen Ring 15  geschweisst. Der Zuführungsleiter 16 der  Scheibe 14 erstreckt sich durch die     -Mitte    des  Ringes 15. Dieser hat zwei Zuführungsleiter  17, die in gegenüberliegenden Punkten mit  dem Ring 15 verbunden und in     einiger    Ent  fernung von diesem Ring zu einem einzigen  Zuführungsdraht 18 vereinigt sind.

   Auf diese  Weise ist es möglich, die     Zuführungsleiter          hinreichend    gegeneinander isoliert zu halten.  Die entsprechend ' bemessene Dicke der  Scheibe 14, des Ringes 15 und der Befesti  gungsstellen der     Stromzuführungsleiter    be  wirken, dass der     Spannungsverlust    von diesen  Befestigungsstellen weg bis zu den Befesti  gungsstellen der Kathoden für sämtliche Ka  thoden praktisch gleich ist.  



  Die Zuführungsleiter 16 und 18 sind  durch die Wand der Entladungsröhre hin  durch     mittels    an der Glaswand festgeschmol  zener     Chromeisenscheiben    19 und 20 ein  geführt.  



  Die anhand der     Fig.    2 beschriebene Ent  ladungsröhre hat bei einer bestimmten Aus  führungsform eine aus Quecksilberdampf be  stehende Füllung, wobei flüssiges Quecksil  ber vorhanden ist. Die Temperatur der  Stelle, an der sich .das Quecksilber vorfindet,  wird so bestimmt, dass dieses einen Druck  von annähernd     '/lo    mm hat.    Bei der hier beschriebenen Ausführungs  form sind die gesonderten parallel geschalte  ten Kathodenteile derart     bemessen,    dass bei  einer Spannung von 0,8 V durch jeden Teil  der erforderliche Strom von ungefähr 10 A  hindurchgeht.  



  Es zeigt sich, dass die parallel geschalte  ten Kathodenteile gleichmässig glühen, auch  bei sehr grossen Entladungsströmen, zum  Beispiel von 800     Amp.     



  Bei     einer    praktisch ausgeführten, mehr  fachen Kathode ergaben sich nachfolgende  Daten:  12 Teilkathoden aus 1,8 mm dickem be  wickelten     Wolframdraht    mit je drei Win  dungen von 10 mm äusserem Durchmesser  sind auf die Art und Weise von     Fig.    3  gleichmässig verteilt in einem Kreise an  geordnet. Der Durchmesser dieses Kreises be  trägt 40 mm, die Scheibe 14 weist ebenfalls  diesen Durchmesser auf und ist 7 mm dick,  der Ring 15 hat einen kreisförmigen Quer  schnitt von 8 mm     Durchmesser    und einen  äussern Durchmesser von 40 mm, die Zufüh  rungen 17 weisen Durchmesser von 8 mm  auf, die Leiter 16 und 18 einen Durchmesser  von 12 mm.

   Derartige Teilkathoden nehmen  bei 0,8 Volt ungefähr 40     Amp.    Heizstrom  auf, so dass der totale Heizstrom zirka  480     Amp.    beträgt. Diese Kathode arbeitet  bei einer Temperatur von zirka<B>1000'</B> C.  



       hieben    der erwähnten     Gasfüllung    sind  verschiedene andere Gasfüllungen möglich,  und es können auch Gemische von Gasen und  Dämpfen verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Glühkathodenentladungsröhre mit einer Gasfüllung und einem aus einer Anzahl parallel geschalteter Teilkathoden zusammengesetzten Kathodengebilde, da durch gekennzeichnet, dass der Widerstand eines jeden Kathodenelemetes und die Aus trittsarbeit des Emissionsstromes derart in bezug aufeinander bemessen sind, dass bei Vergrösserung des emittierten -Stromes die Abkühlung durch die vergrösserte Austritts arbeit derart im Verhältnis zu der stärkeren Erhitzung durch den grösseren dabei jedes Ka thodenelement durchsetzenden Strom zu nimmt, dass die Temperatur des Kathoden elementes,
    die für ein störungsfreies Parallel arbeiten der Teilkathoden zulässige Grenze nicht überschreitet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Teilkatho den derart bemessen sind, dass die Tem peratur jeder Teilkathode bei zunehmen der Entladungsstromstärke sinkt. 2. Entladungsröhre nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil kathoden derart bemessen sind, dass die Spannung des Heizstromes der Kathode (Glühspannung) unterhalb 1 Volt liegt. 3.
    Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die parallel geschalteten Teilkathoden zwischen zwei parallel zueinander angeordneten Organen gespannt sind, die je mit einer -Stromzu- führungsleitung versehen sind. 4.
    Entladungsröhre nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil kathoden zwischen einer Scheibe und einem parallel dazu angeordneten Ring gespannt sind, wobei der Zuführungsleiter der Scheibe zentral durch den Ring hin durchgeführt und der Ring mit zwei ein ander gegenüber liegenden Zuführungslei tern ausgestattet ist, die sich in einiger Entfernung von dem Ring, zu einem ein zigen Zuführungsleiter vereinigen.
CH184103D 1933-10-27 1934-10-25 Elektrische Entladungsröhre mit Glühkathode und Gasfüllung. CH184103A (de)

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