CH184234A - Kunststeinplatte und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
Kunststeinplatte und Verfahren zu deren Herstellung.Info
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Description
Kunststeinplatte und Verfahren zu deren Herstellung. Die Erfindung betrifft eine Kunststein platte, zur Verwendung bei Bodenbelägen und andern Bauzwecken in Innenräumen und im Freien, sowie ein Verfahren zur Herstel lung derselben.
Die bekannten aus hydraulischem Mörtel bestehenden Kunststeinplatten haben oft den Nachteil, dass die damit hergestellten Fuss böden für die Füsse sehr kalt sind. Ausser dem haben solche Bodenbeläge die nachteilige Eigenschaft, beim Darüberlaufen den Klang der Fussschritte in erheblichem Masse zu re flektieren.
Die Erfindung bezweckt, eine künstliche Steinplatte zu schaffen. die eine hohe Isolier- fähigkeit gegen Wärme und Schall aufweist und die schnell und billig hergestellt werden kann.
Erfindungsgemäss besteht die Kunststein platte aus einer obern, der Abnutzung aus gesetzten Schicht, aus gekörntem Naturstein mit einem hydraulischen Mörtel als Binde- mittel vorzugsweise Portlandzement und mit einer Unterschicht einer wenigstens zum grösseren Teil Asphalt enthaltenden Masse.
Die Steinmasse kann grobkörnige Füll stoffe enthalten, um ein vollkommenes Ein dringen in die Asphaltmasse und eine gute Verbindung mit derselben zu sichern.
Unter "Asphalt" ist dabei nicht nur na türlicher Asphalt, sondern auch künstlicher Asphalt und sogenannter Asphaltmastig zu verstehen.
Bei einem ebenfalls Gegenstand der Er findung bildenden Verfahren zur Herstel lung einer erfindungsgemässen Kunststein platte geht man in der Weise vor, dass man in eine Form eine Asphaltmasse in erwärm tem Zustand einfüllt. über die Asphaltmasse eine Lage Steinmasse aufbringt, welche aus einer Mischung von gekörntem Naturstein mit einem hydraulischen Mörtel besteht, wo nach beide Lagen mechanisch so behandelt werden, dass ein Ineinanderdringen der bei- den Lagen an ihrer Berührungsfläche herbei geführt wird.
Die Vereinigung der Steinmasse mit der untern Asphaltschicht kann zweckmässiger weise unter Anwendung eines hohen Druckes von 600 bis 700 kg/cm' vor sich gehen. Die Steinmasse wird vorzugsweise mit einem Mindestgehalt an Wasser aufgebracht, das heisst ungefähr in erdfeuchtem Zustande.
Eine Kunststeinplatte nach der Erfin dung wird beispielsweise wie folgt her gestellt: In oben offenen Gussformen, die Vorzugs weise auf einem Drehtisch angeordnet sind, wird zunächst eine 2 bis 2,5 cm starke ent sprechend.erhitzte Schicht von Asphaltpul ver ausgebreitet. Auf Wunsch können mit dem Asphaltpulver auch andere Bestandteile als Füllstoffe, zum Beispiel Faserstoffe ver mischt werden. Die Steinmasse wird sodann in irgendwelcher gewünschten Stärke, vor zugsweise 2 bis 4 cm, auf die Asphaltschicht aufgetragen.
Der Grundstoff der Steinmasse besteht aus hydraulischem Mörtel, vorzugs weise Portlandzement, es kann aber auch ein hochwertiger, schnell abbindender Ze rnent, zum Beispiel der s.ogenanuten Extra- hartschnellbindezement, verwendet werden. Der Steinmasse wird als Füllstoff grob körniges Material, zum Beispiel Naturstein brocken, mit einer rauhen, scharfkantigen Oberfläche beigemischt. Die Steinmasse (be stehend aus einem Gemisch von etwa 1 Teil Zement und 1 bis 3 :Teilen gekörntem Natur stein) wird vorzugsweise in einem steifen teigartigen Zustande, das heisst mit dem kleinstmöglichen Wassergehalt verwendet.
Sie befindet sich also in einem erdfeuchten Zustand. Sofort nach dem Anbringen und Ausbreiten dieser Steinmasse wird auf beide Schichten ein hoher Pressdruck von etwa 600 bis 700 kg je cm' ausgeübt.
Unter der Wirkung dieses hohen Press- druckes werden die beiden Schichten innig vereinigt und dringen an der Berührungs ebene ineinander. Daher gibt es keine regel mässige Trennungslinie zwischen der Stein masse und der Asphaltmasse im Querschnitt, vielmehr verkeilen sich .die Schichten vor züglich miteinander. Die Güte dieser Verkei- lung ist offensichtlich dem groben körnigen Füllstoff in der Steinmasse zuzuschreiben, wie auch der Plastizität und Nachgiebigkeit der komprimierten Asphaltmasse.
Diese Her stellungsweise ergibt eine sehr dauerhafte Verbundplatte und ermöglicht die Massen herstellung auf einer wirtschaftlichen Grund lage und in rascher Weise.
Obzwar die untere Schicht vorzugsweise aus Asphaltpulver hergestellt wird, ist es auch möglich, dieselbe aus Gussasphalt oder Asphaltmastix, oder aus geeigneten, einen erheblichen Anteil von Asphalt enthaltenden Massen herzustellen. Das gekörnte Natur steinmaterial kann aus irgendwelcher natür lichen Steinart mit einer rauhen körnigen Struktur gewonnen sein.
Bei der oben beschriebenen Ausführungs weise des Verfahrens werden die Platten un ter Druckanwendung auf die beiden Schich ten hergestellt. Bei einer andern Ausführung des Herstellungsverfahrens wird der hohe Pressdruck vermieden und ein solcher oder Abstampfen nur durch Handarbeit angewen det. Bei diesem Verfahren wird die Stein masse in dünnflüssigerer Form auf eine Un terschicht, bestehend in der Hauptsache aus Gussasphalt oder Asphaltmastix, mit ge eigneten Füllstoffen für Isolierzwecke, auf getragen. Dieses Herstellungsverfahren be sitzt den Vorteil, billig und einfach zu sein und bedarf keiner kostspieligen Maschinen einrichtung.
Das Füllmaterial kann aus Holz, Torf oder ähnlichen Faserstoffen, aus Kork oder Asbest bestehen und es soll gegen Wärme. Kälte und Schall isolieren.
Eine Kunststeinplatte in dieser Zusam mensetzung kann zum Beispiel wie folgt her gestellt werden: Der erwärmte Asphalt wird in Gussfor- men in etwa 2 bis 21/- cm Stärke eingegos sen. Vor dem Giessen werden mit dem As phalt kleine Stücke von Isolierstoffen der ge nannten Art vermengt. Während der Asphalt sich in den Formen befindet und noch wann und verhältnismässig flüssig ist, wird trocke ner Splitt auf denselben gestreut, welcher sich mit dem Asphalt unlösbar vereinigt. Dies erfolgt um eine rauhe und ungleich mässige Oberfläche zu erzielen, die für die nachher in ziemlich dünnflüssiger Form auf zutragende Kunststeinschicht eine gute Ver ankerung bietet.
Nachdem der Gussasphalt abgekühlt ist (entweder an der Luft oder durch Wasser). wird die Kunststeinmörtelmasse in dünnflüs siger Konsistenz, etwa wie ein Putzmörtel, in einer Stärke von 2 bis 4 cm aufgetragen.
Die splittige und aufgerauhte Oberfläche der Gussasphaltunterschicht bildet eine vor zügliche Verankerung mit der Zementmörtel- masse, und, wenn letztere erhärtet ist, ist sie von der Unterschicht unablösbar. Die Ober fläche der Kunststeinschicht wird an der obern Randkante der Form glatt abgestri chen, bevor sie endgültig erhärtet ist.
Die auf diese Weise hergestellten Platten ergeben eine vorzügliche Isolierung gegen Temperatur, Feuchtigkeit und Schall. In folge der Elastizität der Asphaltunterschicht wird noch eine erhöhte Bruchfestigkeit er zielt.
Die Oberfläche der Kunststeinplatte kann natürlich in verschiedenster Weise fertig bearbeitet werden, zum Beispiel kann sie ge würfelt, oder mit Musterungen mit oder ohne Färbung versehen, oder mit einem besonde ren Überzug ausgestattet werden.
Die untere Fläche der Asphaltunter schicht kann glatt, aufgerauht, oder anders bearbeitet sein.
Die Platten sind bestimmt, in Mörtel in üblicher Weise verlegt zu werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Kunststeinplatte, gekennzeichnet, durch eine obere Schicht aus gekörntem Natur stein mit einem hydraulischen Mörtel als Bindemittel, welche mit einer Unter schicht aus einer wenigstens zum grösse ren Teil Asphalt enthaltenden Masse zu sammengesetzt ist.II. Verfahren zur Herstellung der Kunst steinplatte gemäss Patentanspruch I, da.- durch gekennzeichnet, dass man in, eine Form eine Asphaltmasse in erwärmtem Zustand einfüllt, über die Asphaltmasse eine Lage Steinmasse aufbringt, welche aus einer Mischung von gekörntem Na turstein mit einem hydraulischen Mörtel besteht, wonach beide Lager mechanisch so behandelt werden, dass ein. Ineinander dringen der beiden Lagen an ihrer Be rührungsfläche herbeigeführt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Kunststeinplatte gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der hy draulische Mörtel aus Portlandzement- mörtel besteht.2. Kunstseinplatte gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Un terschicht aus Stampfasphalt besteht. 3. Kunststeinplatte gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Un terschicht aus Gussasphalt besteht. 4. Kunststeinplatte gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Un terschicht aus Asphaltmastig besteht. 5. Kunststeinplatte gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Un terschicht einen Faserfüllstoff enthält zur Erzielung einer Isolationswirkung gegen Wärme, Kälte und Schall. 6.Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet; dass die obere Kunststeinschicht mit der untern As phaltschicht unter Anwendung eines Druckes von 600 bis 700 kg/cm\ ver einigt wird. 7.Verfahren gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kunststeinmasse zur Herstellung der Oberschicht Füllstoffe von gröberer Struktur als diejenige des gekörnten Natursteinmaterials beige mischt werden, um beim Pressen ein tiefes Eindringen in die Asphaltmasse und damit eine gute Verkeilung der bei den Schichten ineinander zu erzielen. 8.Verfahren gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich- net, dass die Masse der Oberschicht auf eine warme Masse von Stampfasphalt- pulver in einer Form aufgebracht wird, wobei die Steinmasse in etwa erdfeuch- tem Zustand in die Form eingebracht wird, worauf das Vereinigen der beiden Massen durch Zusammenpressen erfolgt. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Asphalt unterschicht Füllstoff für Isolierzwecke beigemischt und die Steinmasse dünn flüssig darauf aufgebracht wird. 10.Verfahren gemäss Patentanspruch1I und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die heisse Asphaltmasse zur Bil dung der Unterschicht mit den darin ent- haltenen Füllstoffen in eine Form ge gossen und noch vor Abkühlung mit trockenem Splitt bestreut wird, um für die Masse der Oberschicht eine Verkei- lung zu erzielen. 11.Verfahren gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die ,Stein masse auf die obere gerauhte Oberfläche einer Gussasphaltunterschicht nach dem Auskühlen der letzteren in dünnflüssi ger, putzmörtelartiger Konsistenz auf gegossen wird:
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