Vollautomatische Pumpenanlage. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet eine vollautomatisch gesteuerte Pumpenanlage, bei welcher die steuernde Station ein den Steuerstrom- und einen Stö- rungsmeldestromkreis gleichzeitig schliessen des oder öffnendes Steuerungsorgan aufweist. Die Störungsmeldung kann durch ein vom Betriebsstrom des Pumpenmotors oder ein vom Förderwasser der Pumpe gesteuertes Zwischensteuerungsorgan der gesteuerten Station, die bei normal arbeitendem Motor und Pumpe eine bestimmte Stellung ein nehmen, erfolgen.
Die beiliegende Zeichnung stellt den Ge genstand der Erfindung in zwei beispiels weisen Ausführungsformen schematisch dar. Es zeigt Fig. 1 das Schaltungsschema einer voll automatisch gesteuerten Pumpenanlage, bei welcher die Störungsmeldung an die steuernde Station durch ein vom Betriebsstrom des Pumpenmotors gesteuertes Zwischensteue- rungsorgan der gesteuerten Station erfolgt, und Fig. 2 ein nur teilweise dargestelltes Schaltungsschema, bei welchem das Zwischen steuerungsorgan durch das Förderwasser der Pumpe gesteuert wird, und bei welchem in der gesteuerten Station eine durch einen Schwimmer gesteuerte Kontaktvorrichtung vorgesehen ist.
In beiden Beispielen weist die steuernde Station ein Steuerungsorgan ca auf, welches den Steuerstromkreis und den Störungsmelde stromkreis gleichzeitig schliesst oder öffnet. Es kann zum Beispiel ein durch einen Schwimmer gesteuertes Kontaktwerk (im Reservoir), eine Empfängerapparatur einer Wasserstandsfernmeldeanlage oder ein Zeit schalter sein.
Nach Fig. 2 soll die Pumpenbetriebszeit durch einen Sperrschalter b begrenzt werden ; dieser besitzt zwei Kontakte, die zu denen des Steuerungsorganes a in Serie geschaltet sind. Der Steuerungsstrom wird über den Transformator c der gesteuerten und der Störungsmeldestrom über den Transformator- d der steuernden Station bezogen, wodurch erreicht wird, dass beim Fehlen der Spannung für den Störungsmeldestromkreis, die voll automatische Steuerung und die Rückmeldung gewährleistet sind.
Das vom Betriebsstrom des Pumpenmotors e der gesteuerten Station gesteuerte Zwischen steuerungsorgan f (Fig. 1) weist eine im Normalbetriebszustand der Pumpenanlage ge schlossene Kontaktstelle 1 für die Rückmel dung an die steuernde Station und eine offen gehaltene Kontaktstelle 2 für das Auslöse organ g auf, bei deren Schliessen der Motor abgeschaltet wird. Solange kein Störungs ereignis eintritt, zum Beispiel ein Ausfallen des Stromes oder ein Leerlaufen der Pumpe, bleibt das Zwischensteuerungsorgan f in seiner durch den Normalbetriebszustand ge gebenen Schaltstellung.
Tritt ein solcher Fall ein, so bringt das Stromrelais h das Zwi- schensteuerungsorgan f in seine Ausschalt stellung, das heisst die Kontaktstelle 1 wird geöffnet und gleichzeitig die Kontaktstelle 2 geschlossen. Beim Beispiel gemäss Fig. 2 be sitzt das Zwischensteuerungsorgan f noch eine Kontaktstelle 3 zur direkten Steuerung eines Störungsmeldeorganes o. Das Auslöse organ g wirkt elektromagnetisch; es ist an die Spannung des Betriebsstromes für den Pumpenmotor e gelegt und bewirkt bei ge schlossener Kontaktstelle 2 die Auslösung des Motorschutzsebalters i.
Ferner ist parallel zum Auslöseorgan g der durch den Pumpen motor e gesteuerte Zentrifugalschalter k an geordnet. Hauptschaltorgan zum Pumpen motor e ist der durch den Stromkreis fern steuerbare Schalter d mit seinem Steuerungs organ m. Zur elektrischen Überbrückung desselben dient der Nothandschalter n. Das Störungsmeldeorgan besitzt ein Zeitrelais o, welches gemäss Fig. 1 über die Kontaktstelle 4 des Steuerungsorganes a und eine weitere Kontaktstelle 6 an den Transformator d an geschlossen ist.
Der Kontakt 6 wird durch das Relais p, welches parallel an die Span nung des Rückmeldestromkreises gelegt ist, betätigt. Das Meldeorgan o betätigt eine Meldescheibe q. Wo es erforderlich werden sollte, könnte es über Kontakt 7 noch wei- tere Signalvorrichtungen. (optische und aku stisch wirkende Signale) betätigen. Das zur Steuerung des Meldeorganes o vorgesehene Relais p könnte gleichzeitig auch eine Pum- pengangregistriervorrichtung betätigen. Um eine jederzeitige Handsteuerung der Anlage von der gesteuerten und von der steuernden Station aus zu ermöglichen, sind die Schal ter 8 und 9 vorgesehen.
Gemäss Fig. 2 ist an Stelle eines Strom relais h zur Steuerung des Zwischensteue- rungsorganes f eine vom Förderwasser der Pumpe gesteuerte Vorriehtung, beispielsweise eine Rückschlagklappe s darstellend, vorge sehen. Dabei muss das Zwischensteuerungs- organ f eine weitere Kontaktstelle 3 auf weisen<B>;</B> dagegen kann das Relais p zur Steuerung des Störungsmeldeorganes o weg fallen.
Die Störungsmeldung an die steuernde Station erfolgt erst dann, wenn die Aus schaltung des Motors bereits vollzogen ist. Da das Meldeorgan ein Zeitrelais besitzt sind Fehlmeldungen ausgeschlossen.
Das vom Schwimmer t im Reservoir u (zum Beispiel ein Standrohr) der gesteuerten Station gesteuerte Kontaktwerk v weist die sich gleichzeitig schliessenden oder öffnenden Kontaktstellen 11 .und 12 auf. Erreicht der Wasserspiegel im Reservoir u. die eingestellte Höhe, bringt der Anschlag 10, der am Seil zug des Schwimmers ,befestigt ist, die beiden Kontaktstellen 11 und 12 in ihre Einscbalt- stellung, sinkt der Wasserspiegel auf den eingestellten Tiefstand zurück, werden die Kontakte durch einen weiteren Anschlag 13 in die Ausschaltstellung zurückgebracbt.
An Hand des Schaltungsschemas gemäss Fig. 1 wird nun die Wirkungsweise der An lage erläutert Sämtliche Schaltorgane befinden sich in den durch den Normalbetriebszuständ gege benen Schaltstellungen.
1. Fall : Die Stillsetzung des Pumpen motors e wird über das Steuerungsorgan a der steuernden Station eingeleitet. Durch das gleichzeitig erfolgende Öffnen , der Kon taktstellen 4 und 5 am Steuerungsorgan a wird einerseits der Steuerungsstromkreis unterbrochen, worauf das Betätigungsorgan na des ferngesteuerten Schalters l diesen ausschaltet, anderseits wird der Störungs- meldestromkreis geöffnet. Nach erfolgter Ab schaltung des Betriebsstromes wird auch der Rückmeldestromkreis an der Kontaktstelle 1 des Zwischensteuerungsorganes f unterbro chen, wodurch das Relais p .seinen Anker fallen lässt und damit die Kontaktstelle 6 schliesst.
Diese Funktion bleibt im vorliegen den Falle wirkungslos, da die Unterbrechung des Störungsmeldestromkreises schon zu Be ginn erfolgte. Das Schliessen der Kontakt stelle 2 beim Abfallen des Zwischensteue- rungsorganes f bleibt ebenfalls wirkungslos, da die Spannung für das Auslöseorgan g fehlt.
2. Fall: Der Betriebsstrom setzt aus. Der Rückmeldestromkreis wird unterbrochen, das Relais p gibt seinen Anker frei, wodurch über die Kontaktstelle 6 der Störungsmelde stromkreis geschlossen wird und nach Ab lauf des Zeitrelais o das Meldeorgan die Stö rungsmeldung an der steuernden Station voll zieht. Eine Ausschaltung des Motorschutz achalters i erfolgte nicht.
3. Fall<B>:</B> Die Pumpe fördert nicht. Der Betriebsstrom des Pumpenmotors e geht zurück, das Stromrelais h, steuert das Zwi- schensteuerungsorgan f in seine Ausschalt stellung und damit wird der Rückmeldestrom- kreis unterbrochen, die Kontaktstelle 2 ge schlossen, das Auslöseorgan g löst den Mo torschutzschalter i aus. Die Störungsmeldung erfolgt in der unter Fall 2 beschriebenenWeise.
Andere Störungen, wie zum Beispiel durch schadhaft gewordene Lagerstellen verursachte mechanische Bremsung wirken sich über den Motorschutzschalter i infolge des dabei auf tretenden Überstromes aus. Eventuell kommt dabei der Zentrifugalschalter 7c am Pumpen motor e zum Ansprechen. Der normale, un gestörte Betrieb ist am optischen Signal r erkennbar.