CH184237A - Einrichtung zum Schutze von Wasserkraftanlagen vor Beschädigungen bei Brüchen von zur Wasserführung dienenden Teilen der Anlage. - Google Patents

Einrichtung zum Schutze von Wasserkraftanlagen vor Beschädigungen bei Brüchen von zur Wasserführung dienenden Teilen der Anlage.

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CH184237A
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water
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Inventor
Aktiengesell Maschinenfabriken
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Escher Wyss Maschf Ag
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    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B9/00Water-power plants; Layout, construction or equipment, methods of, or apparatus for, making same
    • E02B9/02Water-ways
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Description


  Einrichtung zum Schutze von Wasserkraftanlagen vor Beschädigungen bei     Brüehen     von zur Wasserführung dienenden Teilen der Anlage.    Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  zum Schutze von Wasserkraftanlagen vor  Beschädigungen bei Brüchen von zur Wasser  führung dienenden Teilen derselben.  



  Es ist bereits bekannt, Druckrohrleitun  gen von Wasserkraftanlagen mit Schnell  schlussvorrichtungen zu versehen, um Was  serschäden beim Auftreten von Rissen, Brü  chen und dergleichen zu verhindern. Die Be  tätigung solcher     Schnellschlussvorrichtungen          beruht    auf der     Verwendung    von     Staurändern     oder ähnlichen Einrichtungen, die wirksam  werden, sobald die Wassergeschwindigkeit in  der Rohrleitung ' oder die durchfliessende  Wassermenge eine zulässige Grösse über  schreitet.

   Die Unzuverlässigkeiten solcher       Auslöseorgane    können jedoch leicht zu un  vorhergesehenem     Schnellschluss    führen und  den Betrieb empfindlich stören, weshalb sie  in der Praxis häufig entweder ganz abge  schaltet oder so hoch eingestellt werden, dass  sie im Ernstfalle nicht oder nur verspätet  zur Wirkung kommen.

      Zum Zwecke,     unerwünschte    Betriebszu  stände in Druckrohrleitungen bereits im Ent  stehen zu erfassen und zu verhüten, ist daher  weiter vorgeschlagen worden, an zwei örtlich  getrennten Stellen, von Druckrohrleitungen       Einzelmessvorrichtungen    für die durchflie  ssende Wassermenge einzubauen und deren  Zeigerstand auf einen Differentialzeiger der  art einwirken zu lassen, dass dessen Aus  schlag über ein willkürlich feststellbares  Mass hinaus ein in die Druckrohrleitung ein  gebautes Absperrglied auslöst.

   Eine solche  Einrichtung weist jedoch noch den Nachteil  auf, dass sie nicht in der Lage ist zu wirken,  wenn zum Beispiel Brüche hinter der Druck  rohrleitung, also zum Beispiel in den von  dieser abzweigenden     Verteilleitungen    der  Wasserkraftanlage oder am Gehäuse der hy  draulischen Maschinen eintreten.  



  Zweck vorliegender Erfindung ist nun,  eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art  zu schaffen, welche auch den letztgenannten  Übelstand zu beheben gestattet. Zu diesem      Behufe weist die Einrichtung gemäss der     Er-          findung    mindestens einen Zähler auf, der  dauernd die     Differenz        zwischen    einer am  einen Ende einer Wasserführung. der An  lage zugeführten     bezw.    dort     abströmenden     hydraulischen Energie und einer elektrischen  Energie, welche in der Anlage aus der zuge  führten hydraulischen Energie erzeugt     bezw.     in hydraulische Energie umgewandelt wird;

    misst, und der, falls die Differenz der von  demselben gemessenen Werte ein vorge  schriebenes Mass überschreitet, nach einer  willkürlich     festlegbaren    Zeit die Betätigung  einer Vorrichtung bewirkt, welche den Zu  fluss des Wassers zur Bruchstelle der Was  serführung absperrt.  



  Auf der beiliegenden Zeichnung ist in  vereinfachter Darstellungsweise eine bei  spielsweise Ausführungsform des Erfin  dungsgegenstandes gezeigt.  



  Die     in    der Figur nur zum Teil gezeigte  Wasserkraftanlage weist drei Rohrstränge  R,,     R2,        R3    auf, denen drei nicht gezeichnete,  aus     Turbine        und    Pumpe bestehende hydrau  lische Maschinensätze zugeordnet sind. Zum       Zusammenarbeiten    mit den hydraulischen  Maschinen sind drei elektrische     Maschinen     G,     bezw.    G2,     G3    vorgesehen, die beim Tur  binenbetrieb als Generator und beim Pum  penbetrieb als Motor arbeiten können.

   Dort  wo"     hydraulische    Energie beim Turbinenbe  trieb in die Rohrstränge R,,     R2,        R3    eintritt       bezw.    beim Pumpenbetrieb aus denselben       austritt,        ist    in jedem dieser Stränge eine um  eine     Axe    x,     bezw.        x2,        x3    drehbare Klappe     K1          bezw.        g2,        g3    eingebaut.

   Diese Klappen  drehen sich im Betrieb um     einen        Winkel,     welcher jeweils zu der den zugeordneten  Rohrstrang gerade durchströmenden Was  sermenge in einem gewissen Verhältnis steht.  Jede der durch die zugeordnete Rohrwan  dung hindurch gehenden     Axen    x,,     x2,        x3    be  tätigt in nicht gezeichneter     Weise    den Kon  taktarm     a,        bezw.        a2,        a3    eines ausserhalb des  betreffenden Rohrstranges liegenden, als       Spannungsteiler    ausgebildeten Widerstandes       111,

          bezw.        1y12,        M3,    deren     Enden    in allen drei  Fällen mit den Bezugszeichen 1, 2 belegt    sind. Diese Enden 1, 2     sind    an eine gemein  same kleine     Akkumulatorenbatterie    B von  konstanter Spannung angeschlossen.

   An       einen    ungefähr in der Mitte     eines    jeden       Spannungsteilers        Ml        bezw.        M2,        M3    gelegenen  Punkt 3, sowie an den Punkt 4     einer    Kon  taktschiene dieser Teiler ist ein     kleiner    Be  lastungswiderstand<I>N,</I>     bezw.        N2,        N3    (alle für  eine sehr kleine     Leistung    bemessen) ange  schlossen.

   Diesen Belastungswiderständen  wird eine umso grössere Spannung erteilt, je  grösser der     Verstellwinkel    der zugeordneten  Klappe     K,,        bezw.        K2,        g3    ist, das heisst je  grösser die durch den Rohrstrang R,     bezw.          R2,        Rs    strömende Wassermenge ist. Der zum  Beispiel den Belastungswiderstand     Nl    durch  fliessende Strom geht auch durch die feste  Spule des Gleichstromsystems     Cl    eines Lei  stungszählers Z,.

   Es ist ohne weiteres er  sichtlich, dass zufolge der besonders gewähl  ten Art des Anschlusses am     Spannungsteiler     M, dieser Strom seinen Richtungssinn wech  selt, sobald die Klappe     K,,    im Rohrstrang R,  ihre Nullage (Punkt 3) im einen oder an  dern Sinn durchläuft. Der die feste Spule  des Gleichstromsystems     C,    des Leistungs  zählers Z,     durchfliessende    Strom ändert also  seinen     Richtungssinn,    sobald der Strömungs  sinn im Rohrstrang R, wechselt, also sobald  vom Turbinenbetrieb auf den Pumpen  betrieb übergegangen wird, und umgekehrt.

    Der Anker des Gleichstromsystems C, des       Leistungszählers    Z, ist über einen kleinen  Widerstand     N.,    ebenfalls an die     Akkumula-          torenbatterie    B von     konstanter,Spannung    an  geschlossen. Der letztgenannte Widerstand  kann,     will    man auch Änderungen des Was  sergefälles der Anlage Rechnung tragen,  vom jeweiligen Gefälle zum Beispiel mit  Hilfe eines     Manometers    J abhängig gemacht  werden.

   Die Polarität der zum Anker des  Gleichstromsystems C, führenden     Spannung     ist     unveränderlich.    Es stellt also die dem  Gleichstromsystem C, . des Leistungszählers  Z, zugeführte elektrische     Energie    ein Mass  dar für die durch den Rohrstrang R, strö  mende hydraulische Energie. Dies gilt für  beide Strömungsrichtungen. Der Zähler Z,      versucht also mit einem dieser Energie pro  portionalen Drehmoment zu drehen. Auf die  gleiche     Zäbleraxe    wird nun noch ein  zweites Drehmoment von entgegengesetz  tem Drehsinn ausgeübt, welches von einem       Drehstromsystem        Dl    des Leistungszählers  Z, erzeugt wird.

   Dieses     Drehstromsystem     D, ist in normaler Weise an die stets  vorhandenen Strom- und     Spannungswandler          St        bezw.        Sp    der elektrischen Maschine     G,     angeschlossen. Das von diesem System auf  die     Zähleraxe    ausgeübte Drehmoment ist also  proportional der Leistungsabgabe     bezw.    Lei  stungsaufnahme der elektrischen Maschine       G,.    Das resultierende Drehmoment, welches  die     Zähleraxe    zu vermitteln vermag, ent  spricht also lediglich der Verlustenergie des  Maschinenaggregates.

   Dieses Drehmoment  lässt sich noch durch geeignete Einstellung  des Widerstandes     Yl    derart einregulieren,  dass der Zähler Z, bei normalen Betriebsver  hältnissen nicht anlaufen kann.  



  Bei einem Bruch an irgend einer Stelle  der zur Wasserführung dienenden Teile wird  das Gleichgewicht des Zählers Z, gestört.  Besteht     Generatorbetrieb,    so nimmt zufolge  der grösser werdenden Wassermenge, welche  durch den Rohrstrang     R,    fliesst, das vom  Gleichstromsystem Cl auf die     Zähleraxe    aus  geübte Drehmoment zu, anderseits nimmt  die von der elektrischen Maschine     G,,    die  jetzt also als Generator arbeitet, abgegebene  Leistung des verloren gehenden Wassers  wegen ab und damit auch das vom Dreh  stromsystem     D,    auf die     Axe    des Zählers Z,  ausgeübte Gegendrehmoment.

   Der Zähler     7.,     beginnt in der Folge zu drehen und wickelt  dabei eine Kontaktplatte P hoch (ähnlich wie  bei einer gewöhnlichen     Überstromzeitaus-          lösung).    In der obern Endlage angelangt,  schliesst die Kontaktplatte P bei den Punk  ten 5 und 6 den Stromkreis eines Zeitschal  ters     U,,    dessen Ablaufzeit willkürlich ein  gestellt werden kann. Dieser Zeitschalter     U,     ist in den Stromkreis einer nicht gezeichne  ten Vorrichtung eingeschaltet, welche in  ebenfalls nicht gezeichneter Weise ein Ab  sperrorgan des Rohrstranges     R,    betätigen    kann.

   Verstreicht die     Zeitspanne,    für welche  der Zeitschalter     U,    eingestellt worden ist,  ohne dass die     Störung    behoben werden  konnte, so schliesst das genannte Absperr  organ des Rohrstranges     R,.    selbsttätig.  



  Beim Pumpenbetrieb wirkt das vom       Drehstromsystem        D,    auf die     Axe    des Zählers       Z1    ausgeübte Drehmoment im umgekehrten       Sinn    als beim     Turbinenbetrieb,    aber auch das  vom Gleichstromsystem     C,    des Zählers Z,  erzeugte Drehmoment hat     dann    zufolge       Wechselns    der     Wasserströmungsrichtung    und  dem damit verbundenen Richtungswechsel  des zur festen     Spule    des Gleichstromsystems       Cl    des Leistungszählers Z, führenden Stro  mes seinen Sinn gewechselt,

   so dass wiederum  ein Drehen der     Axe    des Zählers Z, bei nor  malen Verhältnissen nicht eintritt. Ein Riss  in einer der Rohrleitungen oder ein Bruch in  dem Gehäuse einer der hydraulischen Ma  schinen würde dagegen wiederum eine       Gleichgewichtsstörung    zur Folge haben     und     in der bereits     beschriebenen    Weise das Ab  sperrorgan zum Ansprechen bringen.  



  Entsprechend wirkende Gleichstromsy  steme     C2        C3,    sowie     Drehstromsysteme        DZ,    D3  der Leistungszähler     Z2,        Z3    und Zeitschalter       U2,        U3    sind auch in Verbindung mit den  Rohrsträngen     R2        bezw.    R3 und den diesen  zugeordneten, elektrischen Maschinen     G2,        G3     vorgesehen.

   Dabei ist der Widerstand     N4     den drei Gleichstromsystemen     C,,        CZ,        C3    ge  meinsam vorgeschaltet.  



  Besondere Erwähnung verdient der Fall,  in welchem beim Pumpenbetrieb die Beschä  digung eines Rohrstranges     derart    gross ist,  dass sowohl von der als Pumpe arbeitenden  hydraulischen Maschine, als auch von einem  Staubecken her Wasser zur Bruchstelle ge  langt. In diesem Falle wirken die Dreh  momente beider     Zählersysteme    (Drehstrom  D, und Gleichstrom     C,)    in demselben Sinne,  so dass das Ansprechen der Schutzvorrich  tung in beschleunigtem Masse erfolgt.  



  Die beschriebene Einrichtung wirkt auch  beim     Durchbrennen    eines Maschinensatzes.  Ist die Wasserkraftanlage mit einem  Druckregler ausgestattet, der bei einem      plötzlichen' Schliessen der     Leitvorrichtung     der hydraulischen Maschine ein unmittel  bares Abfliessen von Wasser     aus    der Druck  leitung durch eine     Öffnung    ins Freie ge  stattet, so     können    die Zeitrelais     UI,        U=,        Ü3     so beeinflusst werden, dass die beschriebene       Schutzeinrichtung    erst zur Wirkung kommt,  nachdem die Zeit,

   welche dem Druckregler  für dessen     Wirkungsweise    zugemessen wor  den ist, ganz oder wenigstens zum Teil ver  strichen ist. Auf diese Weise lässt sich in  einfacher Weise verhindern, dass die     be-          schriebeneSchutzeinrichtung    ungewollt wirkt.  das heisst bevor andere, den Betriebszustand  der Anlage in weniger einschneidender Weise  beeinflussende Sicherheitsvorrichtungen Ge  legenheit gehabt haben, in Tätigkeit zu  treten.

Claims (1)

  1. PATENTATSPRUCH: Einrichtung zum Schutze von Wasser kraftanlagen vor Beschädigungen bei Brüchen von zur Wasserführung dienenden Teilen der Anlage, gekennzeichnet durch mindestens einen Zähler, der dauernd die Differenz zwischen einer am einen Ende einer Wasser führung der Anlage zugeführten bezw. dort abströmenden hydraulischen Energie und einer elektrischen Energie, welche in der An lage aus der zugeführten hydraulischen Energie erzeugt bezw. in hydraulische Ener gie umgewandelt wird, misst, und der, falls die Differenz der von demselben gemessenen Werte ein vorgeschriebenes Mass überschrei tet, nach einer willkürlich festlegbaren Zeit die Betätigung einer Vorrichtung bewirkt,
    welche den Zufluss des Wassers zur Bruch stelle der Wasserführung absperrt.
CH184237D 1935-10-11 1935-10-11 Einrichtung zum Schutze von Wasserkraftanlagen vor Beschädigungen bei Brüchen von zur Wasserführung dienenden Teilen der Anlage. CH184237A (de)

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