CH184276A - Formveränderliche Büste für Schneiderzwecke, sowie Verfahren und Einrichtung zur Herstellung derselben. - Google Patents
Formveränderliche Büste für Schneiderzwecke, sowie Verfahren und Einrichtung zur Herstellung derselben.Info
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Description
Formveränderliche Büste für Schneiderzwecke, sowie Verfahren und Einrichtung zur Herstellung derselben. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine formveränderliche Büste für Schneider zwecke, sowie ein Verfahren und eine Ein richtung zur Herstellung derselben.
Es sind formveränderliche Büsten für Schneiderzwecke bekannt, die aus biegsamen, miteinander verbundenen Drähten bestehen. Man hat insbesondere vorgeschlagen, die Drähte nach Art eines Drahtgeflechtes durch gegenseitiges Verknoten oder durch Fest klammern in einer Hülse zu verbinden. Durch diese Art der Herstellung entsteht ein Netz werk mit angenähert viereckigen Maschen, wobei die Veränderung durch Verbiegen der Drähte und Veränderung der' Maschenform herbeigeführt wird.
Derartige Büsten haben den Nachteil, dass der für Kleidungsstücke besonders wichtige Fall des Stoffes von oben nach unten nicht erreicht werden kann. Dazu kommt, dass die Knotenpunkte in dem Netzwerk starre Stel len ergeben, die die Formveränderlichkeit er lieblich beeinträchtigen. Diese Nachteile vermeidet die vorliegende Erfindung dadurch, dass die Büste aus Längsdrähten und diese verbindenden Quer drähten besteht, wobei die Querdrähte wel lenförmig ausgebildet sind.
In der beiliegenden Zeichnung sind bei spielsweise Ausführungsformen des Erfin- dungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 bis 3 je ein Ausführungsbeispiel in Ansicht, Fig. 4 bis 8 verschiedene Einzelheiten, Fig. 9 einen Ständer für die Büste.
In Fig. 1 ist in Vorderansicht eine halbe Büste dargestellt. Die Büste ist gebildet durch Längsdrähte 1, die von oben nach un ten verlaufen und ihrerseits durch wellen förmig gelegte Querdrähte 2 miteinander verbunden sind. Die Zahl der Drähte und ihr gegenseitiger Abstand richtet sich je nach der Grösse und der Art der Büste.
Die Längsdrähte 1 und die Querdrähte 2 sind biegsam. Erstere werden zweckmässig etwas kräftiger gewählt, um die erstrebte glatte Form der Büste von oben nach unten sicherzustellen. Die wellenförmig gelegten Querdrähte 2 können durch mehr oder weni ger starkes -Einbiegen der Wellenform zu sammengedrängt oder auseinandergezogen werden (Fig. 4), wodurch der Abstand der Längsdrähte verkleinert oder vergrössert wird. Die Querdrähte werden vorteilhaft aus einem sich über mehrere Längsdräbte er streckenden Drahtstück hergestellt.
Die Verbindung der Querdrähte mit den Längsdrähten ist in den Fig. 5 und 6 dar gestellt. Die Querdrähte 4 sind an den Kreu zungsstellen mit den Längsdrähten nach un ten schleifenförmig abgebogen (Fig. 5). Auf den Längsdrähten sind Hülsen 7 verschieb bar angeordnet, welche über die Schleifen der Querdrähte geschoben werden (Fig. 6), wodurch die beiden Drähte miteinander ver bunden sind. Diese Befestigung lässt sich jederzeit durch Zurückschieben der Hülsen wieder lösen.
Um die glatte Form der Büste in senk rechter Richtung zu gewährleisten, sind zweckmässig in Längsrichtung zwei Draht stücke 1', 1" (Fig. 6) nebeneinander ange ordnet, welche durch die Hülsen 7 zusam mengehalten sind.
Um das Anpassen der Büste zu erleich tern, ist dieselbe zweckmässig aus zwei sym metrischen Halbteilen gebildet, die in der Mitte miteinander verbunden sind. In Fig. 7 ist eine einfache Verbindung dargestellt. Dieselbe besteht darin, dass an der Trennfuge an den Längsdrähten 1, die je einer Küsten hälfte angehören, eine Lasche 10 befestigt ist, die einen Druckknopf 11 aufweist.
Auf dem entsprechenden Teil der andern Büsten hälfte befindet sich eine gleiche Lasche mit dem dazugehörenden Druckknopfteil. Die Verbindung der beiden Küstenhälften erfolgt durch Zusammendrücken einer entsprechen den Zahl von Druckknöpfen, die an der Trennlinie angeordnet sind.
Die beschriebene Büste wird vorzugsweise auf den allgemein gebräuchlichen Arbeits büsten A aus Holz oder Pappe hergestellt, um ihr die richtige Grösse und Form zu geben.
Um nun die Hülsen (es könnten auch Schieber, Ringe oder Schnallen sein) bequem und schnell an den richtigen Stellen ansetzen und mittels eines Werkzeuges befestigen zu können, ist die Arbeitsbüste A. an den Kreu zungsstellen der Längs- und Querdrähte mit Löchern 14 versehen (Fig. 1, 2). Dadurch ist es möglich, mit einer Zange die Hülsen um fassen und befestigen zu können. Sofern eine geeignete Zange verwendet wird, ist es auch möglich, die Stellen für die Hülsen an statt durch Löcher nur durch Bemalen oder Bekleben zu kennzeichnen.
Damit sich die Längsdrähte der herzustel lenden Drahtbüste auf der Arbeitsbüste A nicht verschieben, können an letzterer von oben nach unten in Richtung der Längs drähte laufende Schienen oder Rillen 16 vor gesehen sein, in denen die Längsdrähte lie gen. Diese Rillen sind natürlich an den Stellen unterbrochen, an denen sie die Löcher 14 passieren (Fig. 2).
Eine zweite Art der Festlegung der Längsdrähte auf der Arbeitsbüste während der Herstellung der Drahtbüste ist in den Fig. 8 und 8 dargestellt. Auf der Arbeits büste sind eine Anzahl Schnallen 18 (Fig. 8) befestigt. Mittels derselben können die Längs drähte unverrückbar festgehalten werden.
In Fig. 9 ist ein Ständer dargestellt, der die Drahtbüste zu tragen bestimmt ist. Die ser Ständer 20 weist oben eine Form 21 und eine vertikal verschieb- und feststellbare Platte 22 auf. Letztere dient als seitliche Stütze für die Büste.
Die vorbeschriebene Drahtbüste eignet sich für Schneiderzwecke jeder Art, für die Damen-, Herren- und Kinderschneiderei, ins besondere aber auch für die Hausschneiderei. Infolge ihrer Konstruktion ist sie billiger herzustellen als die bekannten Büsten. Sie besitzt noch den Vorteil, dass durch die Längsdrähte ein glatter Fall des Stoffes und durch den Fortfall der Knotenpunkte eine grosse Nachgiebigkeit bei deren Einstellung gewährleistet ist. Die Drahtbüste wird zweckmässig in Normalform und -grösse her gestellt.
Nachher lässt sie sich leicht unmit telbar auf dem Körper der Form desselben anpassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Formveränderliche Büste für Schneider zwecke, die aus biegsamen, miteinander verbundenen Drähten gebildet ist, da durch gekennzeichnet, dass die Büste aus Längsdrähten und diese verbindenden Querdrähten besteht, wobei die Quer drähte wellenförmig ausgebildet sind. 1I. Verfahren zur Herstellung formverän derlicher Büsten nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine mit Kennzeichen versehene Arbeits büste Längsdrähte legt und diese mit wellenförmigen Querdrähten an den ge kennzeichneten Stellen der Arbeitsbüste miteinander verbindet.111. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Arbeitsbüste, die an denjenigen Stellen, an denen eine Verbindung zwischen den Längs- und Querdrähten erfolgen soll, mit einem Kennzeichen versehen ist, um das hierzu verwendete Werkzeug bequem und schnell an den richtigen Stellen ansetzen zu können. UNTERANSPRüCHE 1.Büste nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Querdrähte (2) aus einem sich über mehrere Längs drähte (1) erstreckenden Drahtstück ge bildet und an den Längsdrähten durch je einen hülsenförmigen, den Quer- und Längsdraht umfassenden Schieber<B>(7)</B> befestigt sind. z. Büste nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsdrähte (1) aus zwei neben einander liegenden Drahtstücken (1', V') gebildet sind, die durch den Schie- ber (7) an den Befestigungsstellen der Längs- und Querdrähte zusammenge halten sind. B.Büste nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Teilen bestehende Büste durch Druckknöpfe (11) zusammen gehalten ist, die auf Laschen (1U) an den Längsdrähten der Trennfuge be festigt sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Ar beitsbüste zur Kennzeichnung derjenigen Stellen, an denen eine Verbindung von Längs- und Querdrähten erfolgen soll, mit Löchern (14) versehen ist. 5.Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Stellen der Arbeitsbüste, an denen eine Verbindung von Längs- und Querdräh ten erfolgen soll, bemalt sind. 6. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Stellen der Arbeitsbüste, an denen eine Verbindung von Längs- und Querdräh ten erfolgen soll, beklebt sind. 7.Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Ar beitsbüste in der Richtung der Längs drähte von oben nach unten mit Schnal len (18) versehen ist, durch welche die Längsdrähte zum Zwecke schneller und bequemer Montage festgehalten werden können. B. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Ar beitsbüste mit Rillen (16) versehen ist, in welche die Längsdrähte eingelegt werden können. 9.Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Ar beitsbüste mit Schienen versehen ist, in welche die Längsdrähte eingelegt wer den können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE184276X | 1934-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH184276A true CH184276A (de) | 1936-05-31 |
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ID=5718932
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH184276D CH184276A (de) | 1934-08-25 | 1935-05-31 | Formveränderliche Büste für Schneiderzwecke, sowie Verfahren und Einrichtung zur Herstellung derselben. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH184276A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1267183B (de) * | 1960-09-16 | 1968-05-02 | Stephen Arthur Jackson | Verfahren zur Herstellung einer sich aus zwei loesbaren Haelften zusammensetzenden Anprobierpuppe |
-
1935
- 1935-05-31 CH CH184276D patent/CH184276A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1267183B (de) * | 1960-09-16 | 1968-05-02 | Stephen Arthur Jackson | Verfahren zur Herstellung einer sich aus zwei loesbaren Haelften zusammensetzenden Anprobierpuppe |
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