CH184294A - Verfahren zur Gewinnung von schwerem Wasser. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von schwerem Wasser.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung von seliwerem Wasser. Es wurde entdeckt, dass das gewöhnliche Wasser minime Spuren sehweren Wassers enthält und dass in Elektrolysierzellen, die während einiger Zeit für die Wasserzerset zung benutzt wurden, der Anteil an schwerem Wasser beträchtlich zugenommen hatte. Die ser Anteil erhöht sich mit fortschreitender Elektrolyse, jedoch nehmen auch die mit .den Gasen abziehenden Dämpfe des schweren Wassers und die Menge des entsprechenden schweren Wasserstoffes, der durch Elektro lyse von schwerem Wasser gebildet wird, entsprechend der Konzentration des schweren Wassers in der Zelle zu.
Dementsprechend erreicht .der Anteil an schwerem Wasser in der Elektrolysierzelle einen maximalen Wert, wenn die Menge des aus der Zelle als Dampf, bezw. Gas abgehenden schweren Wassers und schweren Wasserstoffes gleich wird der Menge des im zugeführten Speisewasser ent haltenen schweren Wassers.
Mit frischem Speisewasser und unter nor malen Arbeitsbedingungen kann die An reicherung des schweren Wassers im Elek- trolyten nicht über die fünffache Konzen tration .der im Ausgangswasser vorhandenen Menge gebracht werden.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Elek trolyse in der Weise durchzuführen, dass man von einem sehr schwachen Anfangselektro lyten ausgeht und die Zersetzung ohne wei teren Wasserzusatz so lange fortsetzt, bis der Elektrolyt sehr konzentriert ist.
Ein derartiges Verfahren ist jedoch nicht wirtschaftlich, da während der grössten Dauer der Zersetzung mit einer übermässig hohen Spannung gearbeitet werden muss.
Weil nun der grösste Teil des Verlustes an schwerem Wasser in einer normal arbei tenden Zersetzungszelle den mit dem gas förmigen Wasserstoff und Sauerstoff abzie henden Wasserdämpfen zuzuschreiben ist, und nur ein geringer Teil der Zersetzung des schweren Wassers in Sauerstoff und schweren Wasserstoff, wird gemäss dem Verfahren der Erfindung bei der Gewinnung -von schwerem Wasser durch stufenweise Elektrolyse von gewöhnlichem Wasser in der Weise vorge- gangen, dass die Speisung der Elektrolysier- zellen in der Weise erfolgt,
dass man die in den einzelnen Stufen aus den Elektrolysier- zellen mit den Gasen abziehenden Dämpfe kondensiert und die Kondensate zur Speisung der Zellen in der nachfolgenden Stufe ver wendet.
Die Kondensation der Dämpfe erfolgt zweckmässigerweisedurch Kühlen der Gase vor dem Waschen. Die Menge des Konden- sates im Verhältnis zur Menge des zersetzten Wassers kann durch Regulierung .der Ar- beitstemperatur in den Zersetzungszellen, so wie gegebenenfalls auch der Temperatur in der Kondensationsanlage beeinflusst werden, zum Beispiel in der Weise, dass die von einer Stufe gelieferte Kondensatmenge zur Spei sung der nachfolgenden Stufe ausreicht.
Es wurde festgestellt, dass bei einem Anstieg der Temperatur in der Zersetzungszelle auch die Menge des Kondensates erheblich erhöht wird. Auf diese Weise kann auch der Elek trolyt in den einzelnen Stufen auf einer ge wissen konstanten Konzentration gehalten werden, wodurch die Anreicherung des schwe ren Wassers ohne Störung der normalen Ar beitsweise der Elektrolysierzellen oder Zell- batterien in den einzelnen Stufen vor sich geht.
Das Kondensat aus der ersten Stufe der Elektrolyse wird also zur Speisung der Zelle oder Zellbatterie der zweiten Stufe, dasjenige aus der zweiten Stufe zur Speisung einer dritten Zersetzungsstufe verwendet, und diese stufenweise Anreicherung so lange fortge setzt, als zur Gewinnung des konzentrierten schweren Wassers erforderlich ist: Experimente und Berechnungen zeigen zum Beispiel, dass es möglich ist, die Kon zentration des schweren Wassers in jeder Stufe um den fünffachen Wert zu steigern. Wenn also das Ausgangswasser einen Teil in 5000 Teilen enthielt, enthält das erste Kondensat 1 Teil in<B>1000</B> Teilen, das zweite 1 Teil in 200 Teilen, das nächste 1 Teil in 9 0 Teilen und das letzte 1 Teil in 8 Teilen.
In der Praxis können aber derartige Zahlen nicht erreicht werden, weil entsprechend der zunehmenden Konzentration an schwerem Wasser auch dessen elektrolytische Zer setzung zunimmt, wodurch im abgehenden Gas eine grössere Menge schweren Wasser stoffes vorhanden ist. Es ist daher vorzu ziehen, in einer Stufe nur eine geringere Konzentration anzustreben, und dafür in mehr Stufen izu arbeiten.
Es wurde das vorliegende Verfahren als ein stufenweises bezeichnet; es ist jedoch selbstverständlich, dass es nicht notwendig ist, die Zellen oder Zellbatterien der einzelnen Stufen intermittierend zu betreiben, da man bei kontinuierlicher Arbeitsweise mit kon stanter Zufuhr des Elektrolytes in geeigneten Apparaturen die gleichen Effekte erhalten kann.
Zur Durchführung des erfindungsge mässen Verfahrens kann man sich einer Zer setzungszelle irgendwelcher Art bedienen, jedoch ist diejenige vorzuziehen, welche den Namen des Erfinders trägt, und in den bri tischen Patentschriften Nr. 15103 (1912) und Nr. 22759 (19l1) beschrieben ist.
Eine der artige Zelle soll folgenden Bedingungen ent sprechen: Sie soll Mittel aufweisen, die es ermög lichen, die Temperatur zu regulieren, ferner eine genügend grosse Kapazität besitzen, um ein Abscheiden versprühter Elektrolytaröpf- chen zu gestatten, weiterhin mit Konden satoren zum Kühlen der Gase und Ansam melndes Kondensates vor dem Auswaschen der Gase versehen sein. Ausserdem soll sie noch eine Waschvorrichtung aufweisen, die es erlaubt die Gase mit dem Speisewasser zu waschen.
Vorzugsweise besitzt jede einzelne Zelle einen Kondensator, doch kann auch eine Gruppe von Zellen an einen einzigen Kon densator angeschlossen werden. Umgekehrt ist es vorteilhafter, die Waschvorrichtung mit einer Gruppe von Zellen zusammen zu schal ten, obschon es natürlich auch angängig ist, jede Einzelzelle mit einer eigenen Waschvor richtung zu versehen.
,Die Kondensate aus jeder Konzentrations stufe können je in ein Sammelgefäss geleitet werden, wo sie bis zur Verwendung bei der nächsten Konzentrationsstufe aufbewahrt werden. Zur Durchführung des Auswaschens und der Speisung der Zellen arbeitet man vorteilhaft mit den in den schweiz. Patenten Nr. 107389, 124760 und 144292 und dem britischen Patent Nr. 33598'7 beschriebenen Vorrichtungen.
Es wurde festgestellt, dass schwerer Was serstoff sich mit Wasser zu schwerem Wasser und einer äquivalenten Menge leichtem Was serstoff umsetzt. Um nun einen Teil oder die gesamte Menge des mit dem leichten Wasserstoff abziehenden schweren Wasser stoffes zurückzugewinnen, können die beider Elektrolyse entstehenden durch Kühlung oder auf andere Weise von den Dämpfen befreiten Wasserstoffgase anschliessend in innigen Kontakt mit dem zur Speisung verwendeten Kondensat gebracht werden, wozu irgend eine geeignete Vorrichtung verwendet wer den kann.
Vorteilhaft eignen sich hierzu mit Koks gefüllte Türme oder mechanische Gas wäscher.
Die in den letzten Konzentrationsstufen abgehenden Gase, die reich an schwerem Wasserstoff sind, können verflüssigt werden, worauf man den schweren Wasserstoff vom leichten Wasserstoff durch fraktionierte De stillation in üblicher Weise trennt. Der so erhaltene hochwertige schwere Wasserstoff kann, wie oben angegeben, mit dem Speise wasser zur Bildung schweren Wassers zusam mengebracht werden, oder er kann in Luft verbrannt und die Verbrennungsprodukte kondensiert werden, wobei man fast reines schweres Wasser erhält.
Anderseits kann man das gewonnene kon zentrierte schwere Wasser elektrolytisch zer setzen, wobei man schweren Wasserstoff und Sauerstoff erhält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von schwerem Wasser durch stufenweise Elektrolyse von gewöhnlichem Wasser, dadurch gekennzeich net, dass die Speisung der Elektrolysierzellen in der Weise erfolgt, dass man die in den einzelnen Stufen aus den Elektrolysierzellen mit den Gasen abziehenden Dämpfe konden siert und die Kondensate zur Speisung der Zellen in der nachfolgenden Stufe verwendet. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Elek- trolysierzellen in jeder Stufe so gewählt wird, ,dass sie die zur Speisung der näch sten Stufe erforderliche Kondensatmenge zu liefern vermögen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der in den einzelnen Stufen abziehenden Dämpfe durch Regulierung der Temperatur in ,den Zellen 'reguliert wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Zellen einer Stufe abziehenden Gase zur Kon densation und Entfernung der in ihnen enthaltenen Dämpfe gekühlt werden, worauf man sie noch mit dem zur Spei sung der Zellen in dieser Stufe dienenden Kondensat auswäscht. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Speisung der Zellen ein Kondensat verwendet, des sen Gehalt an schwerem Wasser dadurch erhöht wird, dass man dasselbe mit dem aus den Zellen abziehenden Wasserstoff gas innig zusammenbringt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH184294T | 1935-03-28 |
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| CH184294A true CH184294A (de) | 1936-05-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH184294D CH184294A (de) | 1935-03-28 | 1935-03-28 | Verfahren zur Gewinnung von schwerem Wasser. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH184294A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1058479B (de) * | 1955-08-13 | 1959-06-04 | Uhde Gmbh Friedrich | Mit elektrolytischer Kaskade arbeitendes Verfahren zur Herstellung von schwerem Wasser |
| DE1147203B (de) * | 1956-06-16 | 1963-04-18 | Uhde Gmbh Friedrich | Verfahren zur Herstellung von mit Deuterium angereichertem Wasser oder Wasserstoff |
-
1935
- 1935-03-28 CH CH184294D patent/CH184294A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1058479B (de) * | 1955-08-13 | 1959-06-04 | Uhde Gmbh Friedrich | Mit elektrolytischer Kaskade arbeitendes Verfahren zur Herstellung von schwerem Wasser |
| DE1147203B (de) * | 1956-06-16 | 1963-04-18 | Uhde Gmbh Friedrich | Verfahren zur Herstellung von mit Deuterium angereichertem Wasser oder Wasserstoff |
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