CH184337A - Verfahren zur Konstanthaltung des Modulationsgrades von tönend modulierten Sendern. - Google Patents

Verfahren zur Konstanthaltung des Modulationsgrades von tönend modulierten Sendern.

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CH184337A
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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  Verfahren zur     Konstanthaltung    des     Nodulationsgrades    von tönend modulierten  Sendern.    Es besteht verschiedentlich die Aufgabe,  bei tönend modulierten Sendern den     Modu-          lationsgrad    konstant zu halten. Diese Auf  gabe besteht zum Beispiel bei Funkbaken  und sei deshalb anhand dieser kurz erläutert.  Es ist bekannt, bei einer Ultrakurzwellen  funkbake einen Dipol dauernd vom Sender  aus zu speisen und zwei     Reflektordipole    ab  wechselnd im Punkt- und     Strich-Rhytmus     zu tasten.

   Diese     Bakenanordnung    kann bei  geeigneter Aufstellung nicht nur zur seit  lichen Richtungsbestimmung, sondern auch  zum Landen nach dem     Gleitwegverfahren     benutzt werden. Die Durchführung des       Gleitwegverfahrens,    das bekanntlich mit       einerz    Intensitätsanzeige arbeitet, denn das  Niedergehen erfolgt auf einer Kurve kon  stanter Feldstärke, setzt aber voraus, dass die  Lautstärke sendeseitig nicht schwankt. Da  die Lautstärke abhängig ist von dem     Modu-          lationsgrad,    kann hier die Aufgabe bestehen,  den     Modulationsgrad    konstant zu halten.  



  Um eine grosse Reichweite bei möglichst  guter Ausnutzung des Senders zu erzielen,    wird der Sender sehr stark     durchmoduliert,     im praktischen Fall bis über 90 %. Es ist  nun verhältnismässig einfach, die     Modula-          tionsfrequenz,    die zur     Kennzeichnung    der  Bake verwendet     wird,    beispielsweise 1000       Flertz,    konstant zu halten. Es ist aber weni  ger leicht, die     Trägerfrequenzamplitude    kon  stant zu halten.

   Nimmt nun beispielsweise  die     Trägerfrequenzamplitude    ab und behält  die     Modulationsfrequenz    ihre konstante  Amplitude bei, so tritt eine Übermodulation  ein, da,     wie    schon ausgeführt, sehr stark       durchmoduliert    wird. Wenn auch nicht im  mer eine volle     Übersteuerung    des Senders  eintritt, so treten zum mindesten aber Ober  schwingungen auf     (Klirrfaktor),    die den  Navigationsbetrieb sehr empfindlich stören  können.

   Bei den Funkbaken werden bekannt  lich ausser der     I3auptbake    noch sogenannte       Vorsignale    angewendet, die beispielsweise  auf gleicher Welle laufen, aber mit verschie  denen Kenntönen arbeiten. Diese     Vorsignale     dienen dazu, den Ansatzpunkt zur Landung,  die Platzgrenze usw. zu     kennzeichnen.    Ent-      stehen nun     Oberwellen    durch Übermodula  tion des     Bakensenders,    so besteht die Gefahr,  dass diese     Anzeigeeinrichtungen    für die an  dern Signale, wie zum Beispiel die Vor  signale, zum Ansprechen gebracht werden.  was natürlich vermieden werden muss.

   Zur  Vermeidung dieser Obertöne besteht also       -wiederum    die Aufgabe, den     Modulationsgrad     konstant zu halten.  



  Die     Erfindung    löst die Aufgabe, den       Modulationsgrad    konstant zu halten, da  durch, dass die     Vorspannung    einer vor der       Modulationsstufe    liegenden Stufe selbsttätig  gesteuert wird.  



  Im folgenden werden anhand der Zeich  nung zwei     Ausführungsbeispiele    der Erfin  dung erläutert. Es sind die ersten drei  Stufen I,     II,        III        eines    mehrstufigen Senders  gezeigt.  



  Die erste Stufe arbeitet mit Quarzsteue  rung; in der zweiten Stufe erfolgt die Steue  rung auf konstanten     Modulationsgrad,    wäh  rend im Gitterkreis der dritten Stufe die       Modulierung    erfolgt. Die     Modulationsfre-          quenz        wird    über den Transformator T den       Gegentaktröhren        Rm    nach dem Verfahren  der     Gitterspannungsmodulation    aufgedrückt.  Im Anodenkreise ist     eine        Induktivität        Li    an  gekoppelt, die im Gitterkreise der nächsten       Stufe    liegt.

   Ferner ist über die     Induktivität          L2    ein Gleichrichter G angekoppelt, der im  dargestellten Beispiel aus einer Röhre be  steht, deren Gitter mit der Anode verbunden  ist. Die gleichgerichtete Spannung wird über  einen Kondensator     Cg    und eine Drossel     Dg     zur Steuerung der     Gittervorspannung    der  zweiten Stufe benutzt. Die Steuerung erfolgt  mit Hilfe des Widerstandes     W    über den  Widerstand     V.    In Serie mit     Y    liegt eine  Drossel     Dn.    Bei     GV    wird eine konstante  negative     Vorspannung    erteilt.

   Die übrigen       in    der Abbildung dargestellten Schaltele  mente sind die bekannten.  



  Die Wirkungsweise der     Anordnung    ist  die folgende: Die über T zugeführte     Modu-          lationsfrequenz    ist praktisch konstant. Die  bereits modulierte Trägerfrequenz wird im       Ausgangskreise    der     dritten    Stufe durch den    Gleichrichter G gleichgerichtet. Die entste  hende     Gleichspannung    ist ein Mass für die  Grösse des Trägers.

   Die     Spannungsverhält-          nisse    sind nun so gewählt, dass die     Gittervor-          spannung    der Stufe     II    durch die Gleichspan  nung stets so gesteuert     wird,    dass der von der  Stufe     II    verstärkte Träger stets dieselbe  Grösse hat. Die Steuerung kann     im    Gegen  satz zu der-dargestellten     Schaltung    auch, so  fern mehr Vorstufen vorhanden sind, in einer  weiter     davorliegenden    Stufe erfolgen.

   Bedin  gung -ist nur, dass die Steuerung durchge  führt wird in einer Stufe, in der die Grösse  des Trägers allein beeinflusst werden kann,  da sonst die erwähnten     Übersteuerungser-          scheinungen    nicht vermieden     werden    können.  



  Statt des hier verwendeten Röhrengleich  richters können Gleichrichter anderer Art,  wie etwa     Oxyd-Gleichrichter,    Verwendung  finden. Überdies kann die Steuerung in einer  andern in der Hochfrequenztechnik üblichen  Weise erfolgen.  



  Im Gegensatz zum vorigen Beispiel ist es  auch möglich,     einen    Teil der     unmodulierten     Trägerfrequenz gleichzurichten und die so  entstehende Gleichspannung     zum    Steuern der       Vorspannung    einer der Vorstufen des Sen  ders zu benutzen. Für dieses Verfahren wird  vorzugsweise ein Röhrengleichrichter ver  wendet, dessen Steuergitter auf dem Hoch  frequenzpotential der Anode liegt, während  dem Steuergitter gleichzeitig     eine        Gleich-          stromvorspannunng    erteilt wird.  



  Dies ist im folgenden mit Bezug auf       Fig.    2 erläutert. Dabei ist auch     angegeben,     welche Vorteile sich durch das Gleichrichten  der     unmodulierten    Trägerfrequenz ergeben.  



  In     Fig.    2 sind vier Stufen eines mehr  stufigen Senders gezeigt. Die Stufe I arbeitet  mit Quarzsteuerung. In der Stufe     II    erfolgt  eine Steuerung, die auf     konstanten        Modula-          tionsgrad    hinwirkt, während im Gitterkreise  der Stufe     IV    die     Modulation    erfolgt. Im  Ausgangskreise der Stufe     III    wird die  Steuergleichspannung durch den Gleichrich  ter G abgenommen.

   Die     Modulationsfrequenz     wird über den Transformator T den Gegen  taktröhren     Rw    nach dem Verfahren der           Gitterspannungsmodulation    aufgedrückt. Der  Gleichrichter G ist über einen Kondensator  C angekoppelt. Die von ihm über die Dros  sel     Di    an dem Widerstand     W    erzeugte  Gleichspannung wird zum Beispiel über  einen Widerstand     Y    und eine Drossel     D3     dem Gitter der Röhre der Stufe     II    zuge  führt.

   Das Gitter des     Gleichrichterrohres    ist  durch den Kondensator     K    auf dasselbe Hoch  frequenzpotential gebracht wie die Anode,  also für die Hochfrequenz kurzgeschlossen.  Über die Drossel     Dz    wird dem Gitter des  Gleichrichters ein konstantes Gleichspan  nungspotential erteilt. Würde man das Git  ter, wie es sonst üblich ist, direkt mit der  Anode verbinden, so wären die für das ein  wandfreie Arbeiten des Senders einzustel  lende Gitterverspannung der Stufe     II    und  die Einstellung des     Gleichrichterpunktes     nicht unabhängig voneinander.

   Dies wird da  durch vermieden, dass das Gitter des Gleich  richters durch den Kondensator     K    auf das       Hochfrequenzpotential    der Anode     gebracht     wird, dabei aber über die Drossel     Dz    durch  Gleichspannung eine beliebige Einstellung  des     Gleichrichterpunktes    ermöglicht wird, so  dass ein Regeln der Stufe     1I    durch den  gleichgerichteten Träger erst von einem be  stimmten Wert ab erfolgt, das heisst eben  dieser Wert konstant gehalten wird. Über  den Widerstand W wird, wie dargestellt,  noch eine konstante Gleichspannung dem  Gitter der Stufe     II    zugeführt.  



  Bezüglich der Anordnung nach     Fig.    1 ist  zur     Konstanthaltung    des     Modulationsgrades     vorausgesetzt, dass der     Modulationston    an  sich in seiner Amplitude konstant ist. Dies  ist in vielen Fällen durch einfache     Mittel    er  zielbar. Ist dies jedoch nicht der Fall, so  kann man zwecks     Konstanthaltung    des     3To-          dulationsgrades    den     Modulationston    gleich  richten und so die Verspannung des Gleich  richters steuern.

   Es ist dann zwar nicht mehr  die Feldstärke des Senders konstant, aber  wenigstens der     Modulationsgräd,    so dass eine       Übermodulation    mit     Bestimmtheit    vermie  den ist. In dieser Weise kann auch dann  verfahren werden, wenn Netzspannungs-         schwankungen    auftreten. Es wird dann der  Gleichrichter in Abhängigkeit von der Netz  spannung gesteuert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Konstanthaltung des Mo- dulationsgrades von tönend modulierten Sen dern, dadurch gekennzeichnet, dass der Mo dulationsgrad durch selbsttätiges Steuern der Steuergittervorspannung einer vor der Modu- lationsstufe liegenden Röhre konstant ge halten wird. UNTERANSPRÜUCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der modu lierten Trägerfrequenz gleichgerichtet und die so entstehende Gleichspannung zum Steuern der genannten Verspannung be nutzt wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichgerichtete Spannung über Siebanordnungen der zu regelnden Stufe zugeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der urmodu lierten Trägerfrequenz gleichgerichtet und die so entstehende Gleichspannung zum Steuern der genannten Verspannung be nutzt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichten mittels einer Röhre erfolgt, deren Steuer gitter auf dem Hochfrequenzpotential der Anode liegt und dem eine Gleichstrom verspannung erteilt ist. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromver spannung gesteuert wird. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromvor- spannung durch die 14Zodulation des Sen ders gesteuert wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromver spannung durch die Speisespannung des Senders gesteuert wird.
CH184337D 1935-02-05 1935-08-02 Verfahren zur Konstanthaltung des Modulationsgrades von tönend modulierten Sendern. CH184337A (de)

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