CH184365A - Verfahren und Schablone zur Herstellung eines maserierten Holzanstriches. - Google Patents
Verfahren und Schablone zur Herstellung eines maserierten Holzanstriches.Info
- Publication number
- CH184365A CH184365A CH184365DA CH184365A CH 184365 A CH184365 A CH 184365A CH 184365D A CH184365D A CH 184365DA CH 184365 A CH184365 A CH 184365A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- template
- wool threads
- threads
- wool
- color
- Prior art date
Links
- 239000002023 wood Substances 0.000 title claims description 13
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 239000003973 paint Substances 0.000 claims description 14
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 claims description 14
- 201000005505 Measles Diseases 0.000 claims description 4
- 238000000576 coating method Methods 0.000 claims description 4
- 239000003292 glue Substances 0.000 claims description 4
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims description 3
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 claims description 3
- 239000005871 repellent Substances 0.000 claims description 3
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- 239000000123 paper Substances 0.000 description 4
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 description 3
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 241000758789 Juglans Species 0.000 description 2
- 235000009496 Juglans regia Nutrition 0.000 description 2
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 description 2
- 235000020234 walnut Nutrition 0.000 description 2
- 241000282346 Meles meles Species 0.000 description 1
- 241000158728 Meliaceae Species 0.000 description 1
- 241000779819 Syncarpia glomulifera Species 0.000 description 1
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 description 1
- 239000011121 hardwood Substances 0.000 description 1
- 235000021388 linseed oil Nutrition 0.000 description 1
- 239000000944 linseed oil Substances 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 235000019198 oils Nutrition 0.000 description 1
- 239000001739 pinus spp. Substances 0.000 description 1
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 1
- 229940036248 turpentine Drugs 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
Description
Verfahren und Schablone zur Herstellung eines maserierten Holzanstriches. Bisher werden Holzimitationsanatriche, gleichgültig; ob sie von Hand aus oder unter Zuhilfenahme von Schablonen durchgeführt werden, in der Weise hervorgebracht, dass auf der dem nachzuahmenden Holz gemäss getönten Grundfarbe die Maserlinien in dunk lerer Farbe aufgetragen werden und letztere alsdann mittels eines weichen Pinsels ver trieben wird, um den Eindruck einer faserigen Struktur zu erwecken. Zum Drucken der Maserlinien hat man unter anderem eine Schablone vorgeschlagen, welche auf einer Unterlage den herzustellenden Maserlinien entsprechend ausgeteilte Wollfäden aufweist.
Derartige Holzanstriche besitzen aber ein unnatürliches Aussehen; zumal ihnen die bei Naturholz sich geltend machende plastische Tiefenwirkung fehlt. Der gleiche Nachteil haftet auch solchen Verfahren an, bei denen man die grundierte Fläche zwar gleichmässig mit Lasurfarbe bestreicht, diese aber entweder unter Verwendung eines Kork- oder Gummi stückes gegen diejenigen Stellen verdrängt und dort anhäuft, wo Maserlinien entstehen sollen, oder die Farbe mittels einer saug fähigen Schablone, zum Beispiel Löschpapier, Maserierkarton genannt, aus den Feldern zwi schen den hervorzuhebenden Maserlinien ab saugt, worauf das übliche Vertreiben mit dem Pinsel Platz greift.
Da der Maser vor dem Vertreiben unmittelbar als dunkle Linien auf der Holzfläcbe hervorgebracht wird, ergibt sich im wesentlichen das gleiche mangelhafte Maserbild wie bei den erstangeführten Ver fahren.
Das Verfahren nach der Erfindung ermög licht nun, von Edelholz nicht zu unterschei dende Anstriche dadurch herzustellen, dass im Gegensatze zu den bekannten Verfahren das Absaugen lediglich an den für die dunk len Masern bestimmten Linien vorgenommen wird, wodurch ein lichtes Liniennetz entsteht, das erst während des Vertreibens der aus den feuchten Zwischenfeldern durch den Vertrei- berpinsel entnommenen undvertragenen Farbe zu dunklen Maserlinien umgestaltet wird.
Hierbei treten aber auch unwillkürlich Farb- stauungen ein, denen zufolge sich die Zwi schenfelder von einer Maserlinie zur nächsten naturgetreu von licht bis dunkel abtönen.
Zum Absaugen der Farbe längs der als Masern zu gestaltenden Linien kann die an sich bekannte Schablone mit Wollfäden ver wendet werden, wobei aber erfindungsgemäss die der Maserung entsprechend ausgeteilten Wollfäden unmittelbar auf einer flüssigkeits abweisenden Unterlage festgeklebt sind.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Schablone veranschau licht, und zwar zeigt Fig. 1 einen Teil der Schablone in Seitenansicht und Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie-II-II der Fig. 1.
Zur Herstellung des maserierten Holzan striches ist eine Schablone erforderlich, welche auf einer nicht saugfähigen Unterlage a, zum Beispiel einem imprägnierten Papierblatte, die der nachzuahmenden Textur des Holzes ent sprechend angeordnete Auflage b aus einem gut saugfähigem Material trägt. Für die zweckmässig'auf beiden Seiten der Unterlage a vorgesehenen Auflagen verwendet man in vorteilhafter Weise Wollfäden, die wegen ihrer hohen Saugfähigkeit wie auch Schmieg samkeit hierfür hervorragend geeignet sind.
Ein die Schablone anzufertigen, zeichnet man vorerst den Linienverlauf der gewünschten Maserung auf und bringt ein durch einen beiderseitigen Leinölanstrich durchsichtig und flüssigkeitsabweisend gemachtes Papierblatt, das für die Unterlage a bestimmt ist, mit dieser Vorlage zur Deckung. Auf dem mit einem klebefähigen Lack überzogenen Papier blatt werden sodann nach der Vorlage die Wollfäden b ausgelegt, wobei man an den jenigen Stellen, an denen die Masern stärker hervortreten sollen, dickere Fäden verwendet, ja sie sogar zwei und mehrfach nebeneinan der anordnet.
Als besonders klebefähiger Lack wurde eine Mischung von 8 Teilen gopallack und 2 Teilen venezianischem Terpentin ge funden. In gleicher Weise verfährt man bei der Herstellung der Rückseite, nur dass nun mehr die bereits aufgezogenen und durch- scheinenden Wollfäden b als Vorlage dienen.
Schliesslich werden die Wollfäden zwecks Erhöhung ihrer Saugfähigkeit mit leimartigen, quellbaren glebstoffprodukten imprägniert, indem sie vorzugsweise mit verdünnten wäss- rigen Emulsionen von in Wasser quellbaren Leimprodukten, zum Beispiel sogenanntem Sichelleim, behandelt und hierauf gut getrock net werden, womit die Schablone gebrauchs fertig ist.
Soll nun unter Benützung der Schablone ein irgend eine Hart- oder Edelholzart imitie render Anstrich ausgeführt werden, trägt man auf der gut trockenen und geschliffenen Ol- farbengrundierung eine der Natur des zu imi tierenden Holzes gemäss getönte Lasurfarbe, und zwar zweckmässig Wasserlasur gleich mässig auf.
Über das zu maserierende Brett wird, sobald die Lasurfarbe etwas angezogen hat, die Schablone gebreitet und unter Aus übung eines Druckes gleichmässig angepresst. Dies hat zur Folge, dass die Lasurfarbe von den Wollfäden b an deren Auflagerstellen genau nach dem Masermuster aufgesaugt wird, was nach Abnahme der Schablone an den sich von dem dunkleren Grunde abhebenden, lichteren Streifen ersichtlieh ist.
Die in den Feldern zwischen den von der Farbe entblöss ten Streifen befindliche, noch feuchte Laser farbe vertreibt man mittels eines flachen Dachshaarpinsels entsprechend dem gewünsch ten Maserungsbild entweder von der Mitte gegen die Ränder oder umgekehrt; bei Nach ahmung der verschiedenen Nussbaumarten, wie deutsches, italienisches und kaukasisches Nussbaumholz ist beispielsweise von der Mitte auszugehen, wogegen bei andern Holzarten, wie Mahagoni, Eiche usw. von den Rändern gegen die Mitte zu gearbeitet wird.
Durch diesen übrigens nicht viel Zeit beanspruchen den Arbeitsvorgang wird einerseits die Farbe gegen die Streifen zu vertragen, welche nun mehr, da sich die Farbe an den trockenen Stellen ansetzt, dunkel hervortreten, ander seits erhalten sowohl die Streifen, als auch die zwischen ihnen befindlichen Felder das dem Holz eigentümliche Aussehen einer fase rigen Struktur.
Je nachdem, ob die Lasur- farbe von aussen nach innen oder umgekehrt vertrieben wurde., wird sich die Farbe allen falls unter Belassung eines lichteren Randes mehr aussen oder innen an den Streifen an setzen, wodurch sich ein mit der charakteri8ti- schen Maserung der verschiedenen Holzarten vollkommen sich deckendes Bild hervorbrin- gen lässt. Nach der Trocknung der Wasser- lasurfarbe können überdies einzelne Partien von Hand aus unter Benützung eines kleinen Pinsels stärker hervorgehoben werden.
Die weitere Behandlung des Brettes erfolgt in der üblichen Weise, indem man die Fläche mit einem Lacküberzug versieht, abschleift und neuerlich lasiert, um schliesslich eine Glanz- oder Mattlackierung mit allenfalls nachfolgender Polierung vorzunehmen.
Die beiderseitige Anbringung der sich deckenden Wollfäden b auf der Schablone ermöglicht es, spiegelgleiche Anordnungen der Maserung in bezug auf längs des Schab lonenrandes verlaufende Achsen zu schaffen, wie dies beispielsweise bei der Hervorbrin- gung des Eindruckes einer Kreuzfuge erfor derlich ist.
In diesem Falle wird vorerst die Schablone mit einer ihrer Seiten auf den einen Teil des zu maserierenden Brettes auf gepresst und nach Fertigstellung der Mase rung unter Verschwenkung um die betreffende Randkante in gewendeter Lage auf den an schliessenden, vorher lasierten Teil des Brettes zur Einwirkung gebracht.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines maserier- ten Holzanstriches, bei dem die auf einer mit Ölfarbe grundierten Fläche gleich mässig aufgetragene Lasurfarbe stellen weise abgesaugt und sodann die verblei- bende Lasurfarbe mittels eines Pinsels vertrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen lediglich an den für die dunklen Masern bestimmten Linien erfolgt,worauf gegen diese farbfreien oder farbarmem Stellen die etwas angezogene Farbe in der bei der Nachahmung der in Frage stehenden Kernmaserung üblichen Weise von den benachbarten Stellen nach innen oder aussen so vertrieben wird, dass sie sich in stärkerer Konzentration an diesen Stellen ansetzt. II. Schablone zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, bei welcher auf einer Unterlage dem Muster .gemäss verlegte Wollfäden angebracht sind, ge kennzeichnet durch eine aus einem flüs sigkeitsabweisenden Material bestehende Unterlage, auf welcher unmittelbar die Wollfäden festgeklebt sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.Schablone nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeicbnet, dass die Wollfäden ver schiedene Dicken aufweisen. 2. Schablonen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wollfäden minde stens stellenweise in wenigstens zwei Lagen nebeneinander liegend vorgesehen sind. 3. Schablone nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wollfäden mit leim artigen, quellbaren Klebstoffprodukten im prägniert sind. 4.Schablone nach dem Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Wollfäden mit wässerigen Emulsionen von in Wasser quellbaren Leimprodukten imprägniert sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT184365X | 1934-08-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH184365A true CH184365A (de) | 1936-05-31 |
Family
ID=3662551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH184365D CH184365A (de) | 1934-08-27 | 1935-08-26 | Verfahren und Schablone zur Herstellung eines maserierten Holzanstriches. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH184365A (de) |
-
1935
- 1935-08-26 CH CH184365D patent/CH184365A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH184365A (de) | Verfahren und Schablone zur Herstellung eines maserierten Holzanstriches. | |
| AT146176B (de) | Verfahren und Schablone zur Herstellung eines maserierten Holzanstriches. | |
| DE654538C (de) | Verfahren und Schablone zur Herstellung einer Edelholzmaserung | |
| DE3122207C2 (de) | Verfahren zur Anfertigung eines Streubildes | |
| DE594947C (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzmaserungseffekten auf Sperrholzoberflaechen | |
| DE1646259A1 (de) | UEberzug als kuenstliches Holzfurnier und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE386005C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Imitationen wertvoller Hoelzer | |
| DE880269C (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzfaserhartplatten mit farbig gemusterter bzw. marmorierter fliesenartiger Oberflaeche | |
| DE333441C (de) | Verfahren zur Herstellung gemusterter Wandbekleidungen aus Lederersatzstoff | |
| DE19521047C2 (de) | Malgrund, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung | |
| DE541668C (de) | Verfahren zur Imitation der Flammung gewisser Holzarten nebst Lasurwalze | |
| DE1644C (de) | Verfahren zur Herstellung farbiger Bilder und Reliefs auf Glas, Metall, Porzellan, Stein und Holz vermittelst des Sandgebläses unter Anwendung einer aus Firnifs mit Zusatz von Siccativ und Oellack bestehenden Deckfarbe | |
| AT133514B (de) | Dünnelackartige oder politurartige Überzüge auf biegsamen Materialien. | |
| DE435843C (de) | Verfahren zur Herstellung eines geaderten, genarbten oder gemaserten Papieres | |
| DE336928C (de) | Verfahren zur Herstellung von ein- und mehrfarbig marmoriertem Kunststein | |
| DE640238C (de) | Verfahren zur Herstellung einer die Maserung tiefporiger Hoelzer, beispielsweise desEichenholzes, nachahmenden Oberflaechenmusterung | |
| DE626620C (de) | Verfahren zum Verzieren von Flaechen mit einem Reliefmuster | |
| DE870817C (de) | Verfahren zur Herstellung von auf Unterlagen aufklebbaren Filmen zur Imitation von Holzmaserung | |
| DE59831C (de) | Holzbeiz-Verfahren | |
| DE514383C (de) | Malverfahren mit Kreide | |
| DE724927C (de) | Verfahren zur Herstellung bei auf- und durchfallendem Licht gemustert erscheinender Gebilde, z. B. bei Lampen- oder Ofenschirmen | |
| DE588767C (de) | Verfahren zum Herstellen von Druckformen, insbesondere zur Erzielung aquarell- oder pastellaehnlicher Wirkungen | |
| DE874290C (de) | Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bodenbelags | |
| DE15591C (de) | Verfahren zur Nachahmung von Marmor, Holzmaser etc | |
| DE524464C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schreibtafeln |