In einem geschlossenen Gehäuse angeordneter Kompressor für gasförmige Medien, insbesondere für Kältezwecke. Die Erfindung betrifft einen in einem geschlossenen Gehäuse angeordneten Kom pressor für gasförmige Medien, insbesondere für Kältezwecke.
Die Erfindung besteht darin, dass der Kompressor in einem Ölbade sitzt, und dass das Gehäuse als Olabscheider ausgebildet ist, das Ganze derart, dass die verdichteten Gase durch das Ölbad aus dem Kompressor in das Gehäuse austreten, und dass das dabei von den verdichteten Gasen aufgenommene Öl vor ihrem Austritt aus dem Gehäuse wie der abgeschieden wird.
Es ist für das Funktionieren des Kom pressors von grösster Bedeutung, dass das<B>01</B> aus dem verdichteten Gas wieder abgeschie den wird.
Bei einigen bisherigen Ausführungen von Kompressoren bestehen noch verschiedene Übelstände. Einer der Übelstände besteht beispielsweise darin, dass die Stopfbüchse der Antriebswelle einerseits unter Atmo- sphärendruck und anderseits unter Unter druck steht. Das Schmiermittel fliesst daher in einer Richtung, die derjenigen entgegen gesetzt ist, welche für eine richtige Schmie rung notwendig ist. Auch dort wo der Druck im Getriebekasten den Atmosphärendruck liberwiegt, ist es schwierig, einen flüssig keitsdichten Abschluss zu erzielen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt, und Fig. 2 einen Schnitt gemäss Linie A-B in Fig. 1.
Alle beweglichen Teile des Kompressors sind umkapselt und in einem gusseisernen Lagerkörper 1 gelagert. An diesem Lager körper ist ein Lagerträger 2 mit zwei Lagern 2' und 2" mittelst der vier Schrauben 36 be festigt (siehe Fig. 2). Im Lager 2' des Lagerträgers ist die Kurbelwelle 5 und im Lager 2" der Zapfen 10 des Gasverdich- tungszylinders gelagert.
Die beweglichen Teile des Kompressors befinden sich in dem vom Lagerkörper 1 und dem an ihm befestigten Deckel 4 ge bildeten Gehäuse. Der Deckel 4 ist in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise mit dem Hauptkörper abdichtend verschraubt. Für die gelegentliche Nachprüfung des Maschi neninnern bietet diese Anordnung besondere Vorteile, da durch Abnahme des Deckels 4 der ganze Mechanismus freiliegt.
Die Kurbelwelle 5 ist ausser im Lager auge 2' des Lagerträgers im Lagerkörper 1 erschütterungsfrei gelagert. Auf dem aus dem Gehäuse herausragenden Ende 5' der Kurbelwelle ist das Antriebsschwungrad 6 befestigt, dessen Drehbewegung über die Kurbelwelle 5 mittelst der Schubstange 8 auf den Kompressorkolben 7 übertragen wird.
Die Schubstange 8 ist starr mit dem Kolben 7 verbunden. Sie ist gut passend durch_die Bohrung des obern Zylinderdeckels 11 geführt, so dass der Zylinder dicht ab schliesst. Der Zylinder ist dementsprechend drehbeweglich mit seinen Zapfen 10 einer seits im Lagerkörper 1 und anderseits in dem Lagerauge 2" des Lagerträgers 2 ge lagert. Der untere Zylinderdeckel ist mit 12 bezeichnet.
Beim Betrieb der Maschine oszilliert der Zylinder 7 um die Achse der Zapfen 10 und steuert hierbei auch gleichzeitig die Zylin dereinlässe. Dieselben sind mit 14 und 14' bezeichnet. Der Zylinder legt sich mit seinen, diese Einlässe enthaltenden Teilen dicht gegen entsprechende Teile des Lagerkörpers 1 an, in welchem die Anschlusskanäle 3 und 3' vorgesehen sind (siehe Fig. 2). Die zu-. gehörige Gassaugleitung ist mit 25' be zeichnet. Um das dichte Anliegen der die Kanäle 14, 14' enthaltenden Teile des Zy linders an dem Lagerkörper 1 zu gewähr leisten, ist eine Feder 15 vorgesehen, die sich einerseits unter Vermittlung eines Stellringes gegen das Lagerauge 2", anderseits gegen den zugehörigen Zylinderzapfen 10 abstützt.
Die Gasaustrittskanäle sind den Einlässen 14 und 14' gegenüber angeordnet und werden durch Blatfederventile 16 und 16' gesteuert. Der ganze Zylinder ist unter 01 gesetzt. Wenn beim Arbeiten der Maschine der Kom pressionsdruck die Spannung der Blattfedern 16 und 16' übersteigt, so strömt das kompri mierte Gas mit grosser Heftigkeit in das Ölbad hinein, , wobei eine Reinigung des Gases von in ihm etwa enthaltenen Fremd körpern stattfindet. Das Gas steigt durch das Ölbad nach dem Raum 17 empor und reisst dabei Olpartikelchen mit sich. Aus dem über dem Ölbad befindlichen Raume 17 des Gehäuses 4 strömt das Gas, welches mit Öl partikelchen behaftet ist, in die Kammer 18.
Von" hier aus strömt es durch die Bohrung 34 des Kopfteils 34 des Lagerkörpers 1 nach dem Kanal 29'. Hierbei wird durch die wiederholte Richtungsänderung eine Tren nung der Olpartikelchen von dem Gase be wirkt. Das abgeschiedene 01 sammelt sich am Boden der Kammer 18 und wird von hier aus zur Schmierung des im Lagerkörper 1 befindlichen Kurbelwellenlagers benutzt.
Beim Arbeiten des Zylinders (es können auch mehrere Zylinder in der Maschine vor gesehen sein) spritzt das 01 infolge des raschen Oszillierens, des Zylinders um die Achse der Zapfen 10 hoch und gelangt einer seits in einen besonderen Behälter 20, ander seits auch in eine Vertiefung, die im Scheitel des Lagerauges 2' angebracht ist, so dass das in ihm gelagerte Kurbelwellenende ebenfalls selbsttätig geschmiert wird. Damit auch das andere Kurbelwellenlager genügend ge schmiert wird, ist eine Schleuderscheibe 1 vorgesehen, die auf der Kurbelwelle befe stigt ist, in den Ölbehälter 20 eintaucht und das 01 in die Rinne 21 des Deckels 4 schleu dert, von wo es in den Raum 18 gelangt.
Am äussern Ende des rechten Kurbelwellenlagers ist ein flüssigkeitsdichter Abschluss vorge sehen, der aus einer Metallmebran 23 mit einem Wellenanschlussteil 22 besteht. Das äussere Ende der Membran ist zwischen dem Lagerkörper 1 und einem Pressdeckel 35 ein gespannt. Von dem Raum 18 führen Boh- rungen nach der Abdichtung 22, 23 und dem zugehörigen Kurbelwellenteil, so dass eine vollkommen ausreichende Schmierung dieser Stellen der Maschine sichergestellt ist.
Der Raum 29 über der Kammer 18 kann zeitweilig über die Nebenleitung 25 zwecks Erzielung eines Druckausgleiches mit der Ansaugleitung 25 verbunden werden. Zu die sem Zwecke sind zwei kleine Kolben 26 und 30 vorgesehen, die unter der Einwirkung der Federn 27 und 31 stehen. Durch den Kompressionsdruck kann der untere Kolben 26 so weit gehoben werden, dass er die Lei tung 29' freigibt und das komprimierte Me dium nach der Stelle seiner Verwendung, zum Beispiel einer Kühlstelle, entweichen kann. Der dichte Abschluss des Raumes, in welchem sich der obere Kolben 30 bewegen kann, nach aussen, erfolgt durch das gewellte Rohr 33.
Der letzteres umgebende Raum steht mit dem Raum 29 in Verbindung. Mit Rücksicht auf die verschiedene Stärke der Federn 27 und 31 (die Feder 27 ist die schwächere), welche das Ventil 30 belasten, wird der Kolben 26 beim Anlassen des Kompressors nach oben geschoben und die Nebenleitung 25 abgesperrt. Wenn aus irgend einem Grunde der Druck in dem Raum 29 zu gross wird, so wird der Kolben 30 unter Zusammendrückung der stärkeren Feder 31 nach oben gedrückt und gibt somit die Bohrung 32 frei.
Die Abdichtung der Welle 5 wird durch ein ringförmiges und flüssigkeitsdicbtes A.b- schlussorgan 22, welches auf der Welle 5 sitzt, und durch die elastische Metall membran 23 erzielt. Diese letztere ermöglicht die Aufrechterhaltung der Abdichtung auch bei Schwingungen und Erschütterungen des Kompressors. Das Abschlussorgan 22 auf der Welle 5 steht unter dem im Maschinen gehäuse herrschenden Gasdruck.
Da der Druck auf der Aussenseite des Abschluss- organes und der Membran kleiner ist als der Druck, welcher auf deren Innenseite wirkt, wird der Ring 22 dicht gegen die Welle 5 gepresst. Die automatische Steuerung der Umge hungsleitung 25, welche die Bildung eines gefährlichen Überdruckes verhindert, ist dort angebracht, wo das verdichtete Gas aus der Maschine austritt.
Wenn die Maschine stillsteht, so befindet sich der kleine Kolben 26 in seiner untersten Stellung und die Verbindungsleitung 28 korrespondiert mit der Mündung der Umge hungsleitung 25. Der Auslass 29' der Ma schine ist hierbei gleichzeitig abgeschlossen. Der Raum 17 ist somit durch den Raum 18, die Bohrung 34, die Verbindungsleitung 28 und die Umgehungsleitung 25 mit der Saug leitung 25' verbunden. In dieser Stellung des Kolbens 26 wird die Maschine angelassen.
Beim Anlassen der Maschine entsteht im Kompressorgehäuse ein Überdruck, der unter Zusammendrückung der schwachen Feder 27 den Kolben 26 nach oben schiebt. Dadurch wird der Auslass 29' geöffnet und die Lei tung 25 an ihrem obern. Ende verschlossen (siehe Fig. 2). Das in der Maschine kompri mierte Gas kann nun durch den Auslass 29' in der Pfeilrichtung nach der Verwendungs stelle, zum Beispiel einer Kühlstelle, ent weichen. Die Stärke der Feder 27 muss dem gewünschten Kompressordruck angepasst sein.
Beim Ausserbetriebsetzen des Kompressors lässt der Gasdruck im Gehäuse 17,-l8 nach und die Feder 27 verschiebt den Steuerkolben 26 wieder abwärts.
Die oben beschriebene Sicherheitsventil- einrichtung vermittelt also immer über die Umgehungsleitung 25 einen Ausgleich zwi schen dem gelegentlich entstehenden Über druck und dem normalen Druck. Der kleine Steuerkolben 30 wird normalerweise durch die Feder 31 und den in gewünschter Weise begrenzten Kompressionsdruck in der aus der Zeichnung ersichtlichen Stellung (Fig. 2) gehalten. Dabei schliesst er die nach der Um gehungsleitung 25 führende Bohrung 32 ab, so dass die Maschine normal arbeitet.