Radioempfangsgerät. Die Erfindung bezieht sich auf Radio empfangsgeräte und bezweckt, sie mit einer Einrichtung zur leiehten Abstimmung solcher Geräte auszustatten. Die gegenwärtigen Ge räte haben den Nachteil, dass sie sich infolge der grossen Selektivität nur schwierig ab stimmen lassen. Dies ist besonders der Fall, wenn, wie es häufig vorkommt,. eine Ein richtung zum Unterdrücken der bei Abstim mung zwischen zwei Stationen auftretenden Geräusche vorgesehen ist.
Es sind solche Einrichtungen bekannt, welche die Einstell- schärfe vergrössern, aber keinen Einfluss auf die Selektivität ausüben. Es ist dann für den Laien häufig sehr schwierig, den Punkt zu finden, wo riehtig abgestimmt ist, das heisst wo die Einrichtung zur Geräuschunterdrük- kung ausser Betrieb gesetzt ist und keine Verzerrung eintritt.
Nach .der Erfindung wird eine Einrich- tung vorgesehen, die bei scharfer Abstim mung des Empfangsgerätes auf die Träger welle der empfangenen ,Signale automatisch betätigt wird, wodurch der für die Abstim- mung :
dienende Teil des Gerätes derart be einflusst wird, dass einer weiteren Einstellung desselben entgegengewirkt wird. Dies kann eine elektromagnetische Bremse sein, die bei scharfer Abstimmung betätigt wird und dabei den Abstimmechanismus bremst, so dass einer weiteren' Bewegung entgegengewirkt wird, oder es kann eine elektromagnetische Kopplung zwischen Bedienungsknopf und Abstimmorgan vorgesehen sein, die bei schar fer Abstimmung unwirksam gemacht wird.
Bevor auf eine andere Station eingestellt werden kann, muss die erwähnte Einrichtung unwirksam gemacht werden. Dies kann von Ilan.d, zum Beispiel durch Niederdrücken des Abstimmknopfes oder aber selbsttätig er folgen. Im letztgenannten Fall ist das Gerät zweckmässig derart eingerichtet, dass die Ausserbetriebsetzung einige Zeit, zum Bei spiel 0,5 bis 2 .Sekunden, nachdem die Ein richtung betätigt worden ist, erfolgt.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist das Schaltbild eines als Über lagerungsempfänger ausgebildeten Ausfüh rungsbeispiels der Erfindung. Die Vorrich- tung enthält einen Hoehfrequenzverstärker 1, dessen Eingangskreis mit einer Antenne 3 gekoppelt ist. Der Ausgangskreis des Ver stärkers 1 ist über einen Hochfrequenztrans- formator 9 mit dem Eingangskreis der Misehröhre 7 gekoppelt.
Die Kreise können mittels veränderlicher Kondensatoren 11 und 13 abgestimmt werden. Mit dem Eingangs kreis der Mischröhre ist ausserdem ein ört licher Oszillator 15 gekoppelt, dessen Fre quenz mit Hilfe des Kondensators 17 ein gestellt werden kann. Die Läufer der drei bisher genannten Kondensatoren werden vor zugsweise auf einer einzigen Welle angeord net. Der Ausgangskreis der Mischröhre ent hält zwei abgestimmte Kreise, die derart ge koppelt sind, dass ,das Ganze als ein Filter wirkt, der für die Zwischenfrequenz und für wenigstens ein Seitenband durchlässig ist.
Weiter ist ein Zwischenfrequenzverstärker 21 vorhanden, .dessen Ausgangskreis mit dem der Röhre 7 identisch ist. Die Ausgangs energie wird einem zweiten Detektor 25 zu geführt, der in der Figur als eine Diodedetek- torröhre dargestellt ist, die mit einer Drei elektrodenröhre in einem gemeinsamen Kol ben untergebracht ist.
Das eine Ende der Sekundärwicklung 31 des Transformators 27 ist mit der Anode 33 und das andere Ende mit der Kathode 35 über einen Wider stand 37 verbunden, zu dem ein Konden sator 39 parallel geschaltet ist, der eine geringe Impedanz für zwisehenfrequente Schwingungen hat. Der Triodenteil 41 der Röhre 29 wirkt als Niederfrequenzverstärker. Das Gitter ist mit dem Anodenende des Widerstandes 37 verbunden. Der Wider stand<B>3.8</B> dient ,zum Abschwächen noch vor handener Zwischenfrequenzspannungen.
Die verstärkten Niederfrequenzschwingun- gen werden einer zweiten, eine Röhre 45 ent haltenden Verstärkerstufe zugeführt. Es ist ein Kopplungssystem vorgesehen, das aus einer in den Anodenkreis der Röhre 29 ein geschalteten Niederfrequenzdrosselspule be- steht, deren oberes Ende über einen Konden sator 51 und einen Potentiometerwiderstand 49 an Erde gelegt ist. Auf diesem Wider stand ist ein Kontakt 55 verstellbar, der mit dem Gitter 53 der Röhre 45 verbunden ist und mittels dessen die Lautstärke geregelt werden kann.
Die Ausgangsenergie des Ver stärkers 45 kann nochmals durch einen Ver stärker 57 verstärkt werden, an den der Laut sprecher 59 angeschlossen ist. In Reihe mit dem Eingangskreis des Niederfrequenzver- stä.rkers 45 ist ferner eine Röhre 61 der Pen- thodengattung geschaltet.
Der Kathoden- Anodenkreis dieser Röhre ist zwischen die Kathode 63 der Röhre 45 und Erde gesohal- tet. Diese Röhre dient zur Geräuschunter drückung, wenn zwischen zwei Stationen ab- gestimmt ist. Der innere Widerstand kann. mittels der an das Steuergitter angelegten -Vorspannung geregelt werden.
Der Ausgangskreis der Röhre 65, die einen Dioden- und einen Penthodenteil ent hält, und die, wie im folgenden näher er örtert wird, für die selbsttätige Einstellung der Abstimmung dient, besteht aus einem scharf:auf die,Zwischenfrequenzabgestimmten Transformator 67.
Der Eingangskreis dieser Röhre ist über einen kleinen Kondensator 81 mit dem linken Ende des Widerstandes 3 7 gekoppelt., so da.ss dem Steuergitter eine Zwi- schenfrequenzspannung zugeführt wird. Fer ner ist ein Kopplungssystem 83 vorhanden, dessen eines Ende mit .dem Steuergitter 73 und dessen anderes Ende über einen Kon densator 87, der eine geringe Impedanz für Niederfrequenzsignale hat, mit der Kathode verbunden ist.
Parallel zum Widerstand 83 ist ein Kondensator 89 geschaltet, dessen Ka pazität einstellbar ist, um die Amplitude der .dem Steuergitter 73 zugeführten Spannung regeln zu können. In den Anodenkreis der Penthode 72 ist die Primärwicklung 66 des Transformators 67 in Reihe mit einem Wi derstand 91 eingeschaltet. Der untere Punkt dieses Widerstandes ist mit der positiven Klemme der Anodenstromquelle 95 verbun den. Die durch die Penthode 72 verstärkten Zwischenfrequenzschwingungen werden der Diodenanode 69 zugeführt.
Die Kathode der Röhre 65 ist über einen Widerstand 99, mit dem ein Kondensator 107 parallel geschaltet ist, mit Erde verbunden. Der Diodengleich- richter 70 bezweckt, die negative Vorspan- nung des Steuergitters 73 beim Empfang eines Signals zu vergrössern. In diesem Fall wird das obere Ende des Widerstandes 101 negativ, so dass das Steuergitter 73 eine höhere negative Vorspannung erhält.
Die Vorspannung am Steuergitter hängt ausser dem noch vom Spannungsverlust im Wider stand 99 ab, aber der Einfluss des Stromes im Widerstand 101 überwiegt.
Wenn kein Signal empfangen wird, so wird der Anodenstrom der Penthode 7,2 hoch sein, da in diesem Fall die Vorspannung am Steuergitter ausschliesslich durch den verhält nismässig niedrigen Spannungsverlust im Widerstand 99 herbeigeführt wird. Dem zufolge wird ein hoher Spannungsverlust über den Widerstand 91 auftreten, so dass das obere Ende dieses Widerstandes eine ziem lich hohe negative Spannung in bezug auf das obere Ende des Spannungsteilers 93 hat. Die Verstärkung der Penthode 72 wird also infolge der niedrigen Anodenspannung ziem lich gering sein.
Wenn der Verstärker auf eintreffende Schwingungen abgestimmt ist, wird der Diode 70 durch den Verstärker 72 Energie zugeführt, so dass der Spannungsverlust im Widerstand 101 zunimmt, wodurch die nega tive Vorspannung grösser wird und der Ano denstrom des Verstärkers 72 abnimmt. Das obere Ende des Widerstandes 91 wird dann weniger negativ und die Anodenspannung an der Anode 79 wird grösser. Die Span nung des obern Endes des Widerstandes 91 wird nun sowohl für die Geräuschunterdrük- kung, als auch für die selbsttätige Abstim mung diensthar gemacht.
Die erforderlichen Spannungen für die Röhre 61 und für die im folgenden zu beschreibende magnetische Bremse werden einem Spannungsteiler 181 entnommen. Der Widerstand 111 besteht aus drei Abteilungen R5, Rs und R7, von denen die beiden ersten einen hohen Widerstand, zum Beispiel von der Grössenordnung von 1 Megohm haben, während die Dritte einen niedrigeren Widerstand, zum Beispiel von der Grössenordnung von 100 000 Ohm, hat.
Zwischen die an Erde gelegte Kathode<B>113</B> und die Anode 121 ist ein Kondensator 12.3 geschaltet, der eine verhältnismässig geringe Impedanz für Niederfrequenzströme hat. Die Anode 121 kann weiter über einen Wider stand 12,7 mit einem positiven Punkt des Spannungsteilers 93 verbunden werden, um eine hohe Spannung zwischen der Anode und der Kathode aufrecht zu erhalten, wenn die Röhre 45 gesperrt ist, wodurch die Geräusch beseitigungseinrichtung schneller wirkt.
Wenn kein Signal empfangen wird, so wird der innere Widerstand der Röhre 61 auf ainem höheren Wert gehalten, da die Vorsp@annung am Steuergitter 115 einen hohen negativen Wert hat.
Dies wird da durch erreicht, dass das Steuergitter mit dem Unterende<I>B</I> des Widerstandes R7 verbun den wird. Die Röhre 61 ist mit dem Nieder frequenzverstärker 45 in Reihe- geschaltet, so dass, wenn kein Signal empfangen wird und der innere Widerstand der Röhre 61 also hoch ist, keine Niederfrequenzverstär- kung erfolgt.
Wenn nun der Empfänger auf eine einkommende Schwingung abgestimmt wird, wird die negative Spannung am Git ter 115 abnehmen und der Verstärker 45 wird in Tätigkeit gesetzt. Es sei bemerkt, dass, wenn der Punkt B eine positive Span nung erlangt, ein Gitterstrom zu fliessen an fängt, der einen Spannungsverlust über den Widerstand 129 zur Folge hat, wodurch die Spannung am Gitter 115 praktisch wieder zum Wert Null zurückgeführt wird. Das Ganze lässt sich einfach derart einrichten, dass Amplitudenänderungen des eintreffenden Signals keinen Einfluss mehr auf den innern Widerstand der Röhre 61 haben.
Auf-die vorerwähnte Weise lässt sich eine so genaue Abstimmung erreichen, dass das Abstimmen in normaler Weise schwierig wird. Zum Erleichtern der Abstimmung ist eine aus einer Röhre<B>133</B> und einer mag netischen Bremse 135 bestehende Einrich- tung vorgesehen. Die Kathode 137 der Röhre 133 ist geerdet und das Gitter 139 ist über einen Gitterableitungswiderstand 141 mit dem obern Ende C des Widerstandes B5 ver bunden.
Die Anode 143 ist über die Erreger spule 147 der Bremse mit einem positiven Punkt .des Spannungsteils 93 verbunden. Das Gitter 139 ist gleichzeitig über einen Kon densator 151, der einen Wert von etwa 0,1 ,AF haben kann, mit dem Punkt A verbun den.
Wenn kein Signal empfangen wird, so wird der Punkt C dem Gitter eine negative Spannung erteilen, die zum Sperren der Röhre 133 hinreicht, so dass kein Erreger strom durch die Wicklung 147 der Bremse fliesst. Wenn .der Empfänger auf ein Signal abgestimmt wird, so ändert sich die Spannung am Gitter 139. Es fliesst infolgedessen Anodenstrom und die Bremse wird erregt, wobei sie der weiteren Einstellung der Ab stimmkondensatoren 11, 13 und 17 entgegen wirkt.
Weiter sind Mittel vorgesehen, welche die Bremse nach einiger Zeit wieder unwirk sam machen. Dies geschieht in folgender Weise: Wenn der Abstimmknopf verhältnismässig langsam gedreht wird, so wird bei Abstim mung auf ein empfangenes Signal der Punkt A wieder positiv. Diese Änderung wird durch den Kondensator 151 auf das Gitter übergeführt.
Nach einiger Zeit<B>(</B>0,5 bis 2 Sek.) wird aber das Gitter die Spannung des Punktes C annehmen, die zur Sperrung der Röhre 133 hinreichend ist, auch wenn ein Signal empfangen wird. In dieser Weise wird die Bremse gelöst und es kann der Empfänger auf die folgende Station abge stimmt werden.
Wenn der Abstimmknopf über den Ab stimmpunkt einer oder mehrerer Stationen hinweg bewegt werden soll, ohne dass die Bremse betätigt wird, so wird der Abstimm-- knopf ziemlich schnell gedreht, so dass sich die Spannung des Punktes A infolge Vor handenseins des Kondensators 109 nur wenig ändert und die Bremse nicht betätigt wird.
Die Bandfilter 23 und 27 sollen im a11- gemeinen so bemessen sein, dass sie für die Zwischenfrequenzträgerwelle und die beiden Seitenbänder durchlässig sind. Das Gerät soll derart abgestimmt werden, dass die Trägerwelle angenähert mit der Mitte des Durchlassbereiches zusammenfällt, um zu verhindern, dass eines der Seitenbänder ab geschnitten wird. Wenn nun der Transfor mator 67 scharf auf die Zwischenfrequenz abgestimmt ist, so kann erreicht werden, dass der vorerwähnten Bedingung entsprochen ist.
In der Praxis hat es sich schwierig erwiesen, ,den greis so genau abzustimmen, dass die Selektivität an sich hinreichend ist, um zu verhindern, dass die magnetische Bremse beim Empfang starker Signale vorzeitig be tätigt wird. Dies ist ,klar, wenn man über legt, dass die Bremse betätigt wird, wenn der Anodenstrom der Röhre 65 einen bestimmten Wert erlangt.
Wenn dem Eingangskreis der Röhre 65 Signale veränderlicher Stärke zugeführt wer den, so könnte ein starkes Signal mit einer von der Resonanzfrequenz -des Transfor mators 67 verschiedenen Frequenz den glei chen Anodenstrom wie ein schwächeres zwi- schenfrequentes Signal verursachen. Es hat sich gezeigt, dass eine richtige Wirkung der Bremse bei Anwendung eines greises ver hältnismässig scharfer Selektivität erhalten werden kann, wenn die Stärke sämtlicher dem Kreis zugeführter Signale gleichblei bend gehalten wird.
Dies kann dadurch er reicht werden, ,dass eine Einrichtung zur selbsttätigen Regelung der Stärke vorgesehen und diese auf den Empfängerteil wirken ge lassen wird, der der beschriebenen Einrich tung vorangeht. Eine solche Einrichtung ist in der Schaltung nach Fig. 1 vorhanden. Sie enthält den in der Röhre 29 angebrachten Diodengleichrichter 163.
Diese Diode ist über einen Filterwiderstand 165 und einen für die selbsttätige Lautstärkeregelung dienenden Widerstand 167 mit Erde verbunden. Der gemeinsame Punkt der Widerstände 165 und 167 ist mit dem Steuergitter der Röhren 1. 7 und 21 über Widerstände 169,<B>171</B> und 173 verbunden. Weiter ist ein Kondensator 175 zwischen den erwähnten Punkt und Erde geschaltet.
Die Kathode 35 ist mit .dem negativen Ende des Spannungsteilers 93 über einen Widerstand 177 verbunden, zu dem ein Kondensator 179 parallel geschaltet ist, der zum Ableiten niederfrequenter Ströme dient, Wenn ein starkes Signal empfangen wird, so beginnt ein ziemlich starker Strom .durch den Widerstand 37 zu fliessen, so dass das Steuergitter 43 eine verhältnismässig hohe negative Vorspannung hat. Der Anoden strom der Röhre 29 ist somit niedrig und ea wird ein kleiner Spannungsverlust über den Widerstand 177 auftreten.
Demzufolge wird ein grosser Teil der Spannung über den untern Teil .des Widerstandes 181 an :den Elektroden des Diodengleichrichters wirk sam sein und es wird ein verhältnismässig starker Strom durch den Widerstand<B>167</B> fliessen, so dass der Spannungsverlust im Bremswiderstand die Steuergitter der Röh ren 1, 7 und 21 auf einer hohen, negativen Spannung in bezug auf die entsprechenden Kathoden erhält, wodurch .die Verstärkung niedrig gehalten wird.
Wenn die Intensität der empfangenen Schwingungen kleiner wird, so wird das Steuergitter 43 weniger negativ werden. Der Anodenstrom und der Spannungsverlust im Widerstand 177 wachsen also und,die Span nung zwischen den Elektroden des Gleich richters wird niedriger. Die Steuergitter der Röhren 1, 7 und 21 werden weniger negativ und die Verstärkung wird grösser. Hieraus geht hervor, dass die ausgehenden Spannun gen des Transformators 27 in der Amplitude nahezu konstant bleiben, so dass die Wirkung der Bremse unabhängig von .der Intensität der eintreffenden Signale ist.
Auf diese Weise wird erreicht, dass die Abstimmkon- densatoren nicht abgebremst werden, bevor sie in die richtige Stellung gebracht worden sind.
In den Fig. 2 und 3 sind Teile einer Aus- ftihrung'sform der Bremse dargestellt. Diese Bremse besitzt einen U-förmigen Kern 183 aus magnetischem Material, auf dem zwei Wicklungen 147 angeordnet sind. Die En den des Kernes sind auf einer Seite ab geflacht; diese Abflachungen dienen als Bremsoberflächen. Ein flacher Stab 187 aus magnetischem Material ist den Abflachungen des Kernes gegenüber angebracht. Der Stab 1.87 wird von den Organen 189 getragen und liegt an einer Scheibe 191 an. Die Organe 189 werden von einem Winkelstück 190 aus nichtmagnetischem Material unterstützt.
Die Scheibe 191 ist auf der Welle der Abstimm- konJensatoren befestigt. Der Rand der Scheibe 191 befindet sich zwischen den ab geflachten Teilen des Magnetes und des An kers l8'7. Wie aus der Zeichnung hervor geht, kann die Scheibe 191 einen Teil der Abstimmskala bilden. Die Scheibe kann zur Vergrösserung der Empfindlichkeit der Bremse aus magnetischem Material herge stellt werden.
Bei der Ausführungsform der Schaltung nach Fig. 4 ist eine Einrichtung vorgesehen; um die Bremse von Hand unwirksam machen zu können. Dies erfolgt durch Niederdrücken des Abstimmknopfes 195. Bei der in Fig. 4 dargestellten Schaltung ist das Steuergitter 139 mit einem Punkt D verbunden, der weniger negativ als .der Punkt C, ist, derart, dass die Bremse beim Auftreten eines Sig nals erregt bleibt. Der Kondensator. 151 kann gewünschtenfalls in Wegfall kommen.
Dieser Kondensator hat aber zur Folge, dass die Einrichtung etwas schneller in Tätigkeit gesetzt wird.
Der Knopf ist auf der Welle 197 ver stellbar angeordnet und mit einem Flansch 199 versehen, mittels welchem beim Ein drücken des Knopfes ein Schalter 201 ge schlossen werden kann. Normal wird der Knopf unter Wirkung einer Feder 205 in der gezeichneten Stellung gehalten.
Der Ab stimmknopf kann fest oder mit Hilfe einer Reibungskupplung auf .der Welle angebracht sein. Inder Figur ist eine Reibungskupplung 207 dargestellt, die aus zwei aneinanderge- drückten Platten besteht.
Wenn beim Ab stimmen ein Signal empfangen wird, so wird einer weiteren Bewegung der Kondensator welle entgegengewirkt, so idass die Kupp lung zwischen dem Kondensator und der Welle gleitet. Wenn man darauf auf die folgende Station einzustellen wünscht, wird der Knopf hineingedrückt, so dass der Schal ter 2,01 geschlossen wird. Hierdurch wird dem Gitter 1-39 eine hohe negative Spannung zugeführt, wodurch die Röhre 133 nicht leitend und die Bremse gelöst wird.
Die Abstimmkondensatoren können dann mittels des Knopfes weitergedreht werden. Darauf kann ider Abstimmknopf wieder in .die ur sprüngliche Stellung gebracht werden, wo durch das Gerät wieder in der beschriebenen Weise wirken kann. Bei ,der Einrichtung nach Fig. 4 ist eine in den Anodenkreis der Röhre 133 aufgenommene Neonröhre 209 hinter der Skala angeordnet. Die Röhre kann mit Hilfe eines Schalters 211 ein- und ausgeschaltet werden. Dieser Schalter hat drei Stellungen.
In der Mittelstellung ist die magnetische Bremse <B>135</B> ausgeschaltet und durch die Röhre ersetzt.
In Fig. 5 ist eine andere Ausfährungs- form eines Gerätes nach der Erfindung dar gestellt. Die Schaltung entspricht zur Haupt sache jener nach Fig. 1. Die Röhre 1 wirkt als Hochfrequenzverstärker, 7 ist die Misch röhre, 21 der Zwischenfrequenzverstärker und der Diodenteil der Röhre 29 wirkt als zweiter Detektor.
An den Klemmen des in Reihe mit der Diode geschalteten Widerstan des 31 tritt die Niederfrequenzspannung auf, die durch einen Niederfrequenzverstärker 33 abermals verstärkt wird. Eine selbst tätige Lautstärkeregelung wird dadurch er reicht, dass idie Steuergitter der Röhren 1 und 21 und der Mischröhre 7 mit dem negativen Ende des Widerstandes 31 über Widerstände 43, 45 und 4 7 verbunden sind. Ferner sind noch der Widerstand 49 und ein Kondensator 51 angebracht, die zusammen einen Filter bilden.
Die Geräuschbeseitigungseinrichtung ent hält eine Zwischenfrequenzverstärkerröhre 53, einen Dio,dengleichrichter 55 und eine Regelröhre 57. Der Eingangskreis der Röhre 53 ist mittelst eines Kondensators 59 mit dem Ausgangskreis .des Filters 23 gekoppelt. Wenn Schwingungen empfangen werden, wird die Ausgangsenergie der Röhre 53, die durch ein genau abgestimmtes Filter 63 hin- durchgeführt wird, (durch die Diode gleich gerichtet, so dass ein Spannungsverlust über den Widerstand 65 auftritt. Dieser Wider stand äst zwischen das Gitter und die Ka thode der Röhre 57 geschaltet.
Wenn ein Signal auftritt, so wird das Gitter 73 eine hohe negative Spannung in bezug auf die Kathode erlangen. Die Anodenspannung für die Röhre 57 wird von 'einer Batterie 77 ge liefert.
Wenn keine Signale empfangen werden, so R,ird durch die Röhre 5 7 ein Strom fliessen und es tritt über,den Widerstand 79 im Ein gangskreis des Zwischenfrequenzverstärkers 21 ein Spannungsverlust auf, ,durch den der Verstärker unwirksam gemacht wird. Wenn genau auf ein empfangenes Signal abge stimmt ist, wirrt die Röhre 57 .gesperrt und .der Zwischenfrequenzverstärker 21 in Tätig keit gesetzt.
Der Abstimmknopf 81 ist mit :der Welle der Kondensatoren über eine magnetische Kopplung verbunden. Diese besitzt einen U förmigen Kern 8.7 und eine Spule 89. Ferner sind zwei Platten 91 und 93 angebracht, die mit der Kondensatarwelle bezw. mit dem Knopf fast verbunden sind. Der Knopf ist achsial auf der Stelle 97 verstellbar und mit einem Flansch 101 versehen, der mit dem Schalter 103 zusammenarbeitet. Dieser Schal ter wird beim Niederdrücken des Knopfes ge schlossen.
Die Platten 91 und 93 werden zweckmässig aus magnetischem Material her- gestellt. Sie sind so dicht zusammengebracht. ,dass sie, wenn die Spule von einem Strom durchflossen wird, aneinander gezogen wer den, wobei es möglich ist, die Kondensatoren mittels des Knopfes 81 einzustellen. Wenn die Spule nicht erregt ist, hat eine Dre hung des Knopfes keinen Einfluss auf die Abstimmung.
Die Erregerspule 89 ist in den Anoden kreis des Triodenteils der Röhre 29 einge schaltet. Das Steuergitter dieser Röhre ist über einen Widerstand 109 mit dem nega tiven Ende des Widerstandes 31 verbunden. Zwischen dem Gitter und Erde ist ein Kon densator 111, der verhindert, dass am Gitter <B>107</B> Wechselspannungen auftreten. Der Anodenstrom für die Röhre 29 wird von einer Batterie 115 geliefert.
;Wenn kein Signal empfangen wird, so wird kein Spannungsverlust über den Wider stand 31 auftreten und das Steuergitter 107 wird Erdpotential haben. Es wird also ein Strom durch die Röhre 107 fliessen, wodurch die Magnetspule 89 erregt wird und das Gerät abgestimmt werden kann. Wenn genau auf ein eintreffendes Signal abgestimmt ist, so wird durch den Widerstand 31 ein Strom fliessen, wodurch das Gitter 107 negativ ge macht und der Erregerstrom für die Spule 89 derart abnimmt, dass die Kupplung zwi- sehen dem Knopf und der Kondensatorwelle aufgehoben wird und eine weitere Einstel lung nicht möglich ist.
Zur Erreichung einer richtigen Wirkung der Einrichtung ist die Anwendung eines scharf abgestimmten Kreises notwendig. Dies geht aus Fig. 5a klar heraus, in der die Kurve 120 die Resonanzkurve des Transfor mators 63 und die Kurve 122 die Resonanz kurve des Zwischenfrequenzverstärkers dar stellt. Wenn die Abstimmung des ersten Kreises hinreichend scharf gemacht wird, wird verhindert, dass die Bremse in Tätig keit gesetzt wird, bevor der Empfänger auf die Trägerfrequenz abgestimmt worden ist.
Wenn man auf eine andere Station abzustimmen wünscht, wird der Knopf 81 eingedrückt, wodurch der Schalter 103 ge schlossen und die Bremse erregt wird. Der Knopf kann dann zunächst um einen be stimmten Winkel gedreht und dann frei gegeben werden, wobei er zum Beispiel unter Federwirkung zu seiner normalen Stellung zurückkehrt. Weiter kann noch ein Schalter 121 angebracht sein, um die Einrichtung zur selbsttätigen Einstellung es genauen Ab stimmungspunktes unwirksam zu machen.
In Fig. 6, 7 und 8 ist eine geänderte Ausführungsform des Kupplungsmechanis mus dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der Knopf 81. fest auf der Welle 97 an geordnet. Die Einrichtung 127, mit deren Hilfe die Kopplung in Tätigkeit gesetzt wer den kann, besteht aus einem Arm 1.29, der am obern Ende gelenkig am Eisenkern 131 eines Solenoides 1.33 befestigt ist. Der Arm trägt ferner ein um die Welle 135 dreh bares Zahnrad 137, das mit .einem zweiten auf der Welle 9 7 angeordneten Zahnrad 139 zusammenarbeiten kann.
Ferner ist auf der Urelle 135 eine mit einem Schalter 147 zu- sammenarbeitende Kontaktscheibe 141 mit zwei diametral angeordneten Kontaktstiften 143 und 145 drehbar. Die Stellung der Kon taktscheibe 141 wird durch die des Zahnrades 137 durch Vermittlung zweier Spiralfedern 149 und 151 bedingt. Das innere Ende der Feder 149 ist durch einen Stift 153 mit dem Zahnrad 137 verbunden.
Das Aussenende der Feder 149 ist durch einen Stift 157 mit der Kontaktscheibe 151 verbunden, so dass bei Drehung des Zahnrades 137 die Kontakt scheibe mitgedreht wird. Es ist ferner eine Verbindung zwischen der Kontaktscheibe 141 und dem Aussenende der Feder<B>151</B> über einen Stift 161 vorgesehen. Das innere Ende dieser Feder ist mittelst eines Stiftes<B>163</B> mit dem Arm 132 verbunden. Da das eine Ende der Feder 151 fest ist, wirkt sie der Drehung der Scheibe 141 entgegen.
Wenn dis Federn 1.49 und 151 gleich :sind, wird eine Halbumdrehung des Zahnrades 137 in beiden Richtungen eine Drehung der Scheibe 141 um<B>90'</B> zur Folge haben. Da die Zahn räder 137 und 139 eine Übersetzung gleich 1 : 1 haben, wird sich bei Drehung des Ab stimmknopfes 81 um<B>180'</B> die Scheibe 141 gleichfalls um .einen Winkel von 9,0 drehen.
Die Magnetspule 169 des Solenoides 133 ist mit der Magnetspule der Kopplung 85 in Reihe geschaltet, so dass, wenn kein Signal empfangen wird, die Kopplung 85 erregt und die Zahnräder ausser Berührung sind. Beim Auftreten eines Signals wird die Röhre 29 gesperrt und es wird also die Erregung ,des Solenoides 133 gestört, so @dass die zwei Zahnräder miteinander in Berührung ge bracht werden.
Wenn oder Knopf dann um einen kleinen Winkel gedreht wird; so wird keine Änderung in der Abstimmung ein treten. Falls man eine andere Station zu empfangen wünscht, so erteilt man dem Knopf 81 eine Halbumdrehung, wodurch die Koniaktscheibe Iden Kontaktstift 1-13 oder 145 mit dem Arm 171 in Berührung bringt, @so dass der Schalter 147 geschlossen und die Spule 39 erregt wird.
Bei Weiter drehung des Abstimmknopfes 81 wird die Welle der Kondensatoren angetrieben, so dass auf die folgende Station abgestimmt werden kann.
Dabei wird die negative Spannung @jes Gitters der Röhre 2.9 entfernt und es wird die Spule 89 durch den Anodenstrom der Röhre 29 erregt. Gleichzeitig wird das Solenoid 133 erregt und werden die Zahn räder ausser Berührung gesetzt. Dabei trei ben die Federn 149 und<B>151</B> das Zahnrad 137 und die Kontaktscheibe 141 in ihre Aus gangsstellung zurück und es wird der Schal ter 147 wieder geöffnet.