CH184453A - Einrichtung an Fahrzeugbremsen zur Beeinflussung des Bremsdruckes auf hydraulischem Wege. - Google Patents

Einrichtung an Fahrzeugbremsen zur Beeinflussung des Bremsdruckes auf hydraulischem Wege.

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CH184453A
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  Einrichtung an Fahrzeugbremsen zur     Beeinflussung    des Bremsdruckes auf  hydraulischem Wege.    Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  an Fahrzeugbremsen zur Beeinflussung des  Bremsdruckes auf hydraulischem Wege und  bezweckt, diese so auszubilden, dass eine Ver  änderung des Bremsdruckes in einfacher und  bequemer Weise vom Führersitz aus von  Hand vorgenommen werden kann. Die erfin  dungsgemässe Einrichtung zeichnet sich  durch einen Druckzylinder aus, dessen Kol  ben durch eine Gewindespindel angetrieben  wird, die durch ein vom Führersitz aus er  reichbares Betätigungsorgan     bedienbar    ist.

    Der Antrieb des Druckkolbens durch eine  Gewindespindel bringt den Vorteil, dass der  durch den Vorschub des Kolbens erzeugte       Flüssigkeits-        bezw.    Bremsdruck durch die  Selbsthemmung des Gewindes an der Kolben  antriebsspindel beliebig lange aufrecht er  halten werden kann, ohne dass es dabei einer  besonderen Feststelleinrichtung für den  Druckkolben bedarf.    Die     Einrichtung    ist ferner     zweckmässig    so  ausgebildet, dass etwaige Druckverluste  selbsttätig ausgeglichen werden.

   Sie kann  dabei mit einem     Nachstellmittel,    vorzugs  weise einer zwischen der     Antriebsspindel     und dem Druckkolben eingeschalteten Feder  versehen sein, die sich im Falle eines Druck  abfalles entspannt und den Druckkolben       selbsttätig    im Zylinder vorschiebt, um so den  Bremsdruck auf gleicher Höhe zu halten.  



  Vorteilhaft ist die Einrichtung mit einer  Anzeigevorrichtung ausgestattet, um dem  Wagenführer etwaige Druck-     bezw.    Flüs  sigkeitsverluste nach aussen sichtbar zu  machen.  



  Der Erfindungsgegenstand ist auf der  Zeichnung in einer beispielsweisen Ausfüh  rungsform veranschaulicht. Es zeigt:       Fig.    1 einen Kraftwagen in Ansicht mit  der in eine Handbremse eingebauten Einrich  tung,           Fig.    2 in schematischer Darstellung die  hydraulische Handbremse und       Fig.    3 den Druckzylinder mit dem von  Hand über eine Gewindespindel     antreibbaren          Druckkolben    bei angezogener Bremse im teil  weisen Längsschnitt.  



  In der Zeichnung bezeichnet 1 einen  Druckzylinder, der mittels Flansch 2 und  Schrauben 3 an der Spritzwand 4 des Kraft  wagens 5 befestigt ist. 6 ist ein     Anschluss     für die vom Druckzylinder 1 ausgehende  Bremsleitung 7, die nach den     Radbremszy-          lindern    8 des Kraftwagens führt.

   Die Brems  leitung mündet jeweils in den Druckraum 9  des betreffenden     Radbremszylinders.    Die  beiden gegenläufigen Kolben 10 eines jeden       Radbremszylinders    arbeiten mit den Brems  backen 11 zusammen, welche durch Zug  federn 12 gegeneinander gezogen und beim  Bremsen durch den im Druckraum 9 herr  schenden Bremsdruck entgegen dem Feder  zug auseinander, das heisst gegen die Brems  trommel 13 der zu bremsenden Räder des  Kraftwagens gedrückt werden.  



  In dem     Druckzylinder    1 ist der Druck  kolben 14 geführt, vor dessen Stirnseite eine  Dichtungsmanschette 15, zweckmässig aus  Gummi, sitzt. Der Druckzylinder ist an  seinem rückwärtigen Stirnende verschlossen  durch das deckelförmige Einsatzstück 16, das  auf seiner Aussenseite ein Lagerauge 17  trägt. Das     Versehlussstück    16 ist zugleich  rückwärtiger Anschlag für den Druckkolben  14. Dieser wird angetrieben     durch    eine hohl  ausgebildete Spindel 18, die auf ihrem dem  Druckkolben zugekehrten Ende mit Aussen  gewinde 19 versehen ist, mit welchem sie in  das     Verschlussstück    16 des Druckzylinders  eingeschraubt ist.

   An dem andern freien  Ende trägt die Hohlspindel 18 einen fest mit  ihr     verbundenen    Handknopf 20, der vom  Führersitz aus erreichbar ist (siehe     Fig.    1).  Zwischen Druckkolben 14 und Gewindespin  del 18 ist eine Feder 21 eingeschaltet, über  die der Druckkolben 14 angetrieben wird.  Diese Feder stützt sich mit ihrem einen  Ende auf der Rückseite des Druckkolbens       und    mit ihrem andern Ende an dem Feder-    Celler 22 ab, der sich seinerseits gegen das  innere Stirnende der     Antriebsspindel    18 legt.

    Die zwischen Druckkolben 14 und Antriebs  spindel 18 eingeschaltete Feder 21, welche,  wie aus     Fig.    3 ersichtlich, vom Druckzylin  der     allseitig    eingeschlossen ist, ist so be  messen, dass sie in Anbetracht der Über  setzungsverhältnisse im Ruhezustand der  Handbremse     (Bremslösestellung)    schwächer  als die     Rückzugfedern    12 der Bremsbacken  11 ist. Ihre     Spannung    bestimmt in diesem  Zustand die notwendige     Vorspannung    im  Leitungsnetz der Druckflüssigkeit, die nicht  genügt, damit auf die Bremsbacken im an  treibenden Sinne eingewirkt wird.

   Auf der  Kolbenrückseite ist in der Achsmitte ein im  Durchmesser dünner     Stab    23 befestigt, der  die     Antriebsspindel    18 und den Handknopf  20     axial    durchsetzt und ein gewisses Stück  aus letzterem sichtbar herausragt.  



  Durch Drehen am     Handknopf    20 wird  die Antriebsspindel 18 im     Verschlussstück    16  verschraubt. Wird die     Antriebsspindel    in  Richtung des Druckkolbens 14 nach vorn ge  schraubt, so drückt sie gegen den Federteller  22. Der Druck pflanzt sich fort auf die Fe  der 21, die dabei zusammengedrückt wird.  Sobald die Kraft dieser Feder die     Spannung     der     Rückzugfedern    12 der Bremsbacken  übersteigt, wird der Kolben 14 im Druck  zylinder vorwärts bewegt und gleichzeitig  erhöht sich der Flüssigkeitsdruck im Lei  tungsnetz, der bei weiterem Vorschub des  Kolbens 14 schliesslich so weit gesteigert  wird, dass die Bremsbacken 11 an der Brems  trommel 13 zur Anlage kommen.

   Die zwi  schen Druckkolben 14 und     Antriebsspindel     18 eingeschaltete Feder 21 ist bei endgültig  angezogener Bremse so weit gespannt, dass  die Windungen, wie in     Fig.    3 gezeigt, auf  einander liegen. Die Einrichtung ist in  diesem Falle zur Handbremsung verwendbar.  Durch die stark gespannte Feder 21 wird der  Flüssigkeitsdruck in der Bremsanlage bei an  gezogener Bremse ständig ungefähr aufrecht  erhalten. Ein etwaiger Druckabfall, welcher  zum Beispiel durch Flüssigkeitsverlust oder  beim Zusammenziehen der Flüssigkeit usw.      eintritt, wird durch die Feder 21 ausgegli  chen, indem die stark gespannte Feder 21  den Druckkolben 14 weiter ins Innere des  Zylinders 1 vorschiebt.

   Durch den Zeiger  stab 23, welcher die Antriebsspindel axial  durchsetzt, wird diese dem Auge von aussen  sichtbar gemacht, indem das über den Hand  knopf 27 herausragende Ende des Zeiger  stabes um ein dem Vorschub des Druck  kolbens 14 im Zylinder 1 entsprechendes  Stück im Handknopf verschwindet. .Sobald  die Antriebsspindel wieder zurückgeschraubt  wird, entspannt sich die Druckfeder 21.  Sinkt ihre Spannkraft     un-cer    den Wert der       Rückzugfedern    12, dann ziehen diese die  Bremsbacken 11 wieder in die     Bremslöse-          stellung.     



  Die     beschriebene    und auf der Zeichnung  dargestellte Einrichtung kann auch     in    das  Leitungsnetz einer nicht als Handbremse aus  gebildeten hydraulischen Bremse     eingebaut     sein, um den Druck von Hand einstellen und  die     Vorspannung    im Leitungsnetz ge  nauestens regulieren zu können. Auf diese  Weise hat es der Fahrer in der Hand, den  Bremsdruck zu jeder Zeit den jeweiligen Bo  denverhältnissen rasch und bequem während  der Fahrt anzupassen. Gerade bei glatter,  nasser     bezw.    schlüpfriger Bodenfläche ist  dies von grossem Wert, indem der Fahrer  ohne weiteres imstande ist, durch Zurück  drehen der Gewindespindel die Bremse zu  entspannen und die Gefahr des Schleuderns  weitestgehend zu verringern.

   Die Verwen  dung einer Gewindespindel als Antriebsmit  tel für den Druckkolben 14 macht die An  ordnung besonderer Feststellmittel für die  jeweils eingestellte Lage des Druckkolbens  überflüssig. Infolge der Selbsthemmung des  Gewindes 19 auf der Antriebsspindel 18 wird  der Druckkolben in seiner jeweils eingestell  ten Lage festgehalten. Beim Loslassen des  Handknopfes 20 bleibt der eingestellte, der  jeweiligen Lage des Druckkolbens im Druck  zylinder entsprechende Leitungsdruck ohne  weiteres     Prhalten.    Gegebenenfalls muss die  Verschraubung 24 geöffnet und Flüssigkeit       nachmefüllt    werden.

      Wie aus vorstehender Beschreibung her  vorgeht, kann die beschriebene Einrichtung  sowohl zur Handbremsung, als auch als Ein  richtung zum Regeln des Flüssigkeitsdruckes  im Bremsleitungsnetz einer beliebigen andern  hydraulischen Bremse verwendet werden.  Auffallend ist an der beschriebenen Einrich  tung der aussergewöhnlich einfache und  leichte Aufbau, so dass ihr Einbau in Fahr  zeuge keine     Schwierigkeiten    macht, nament  lich nicht in räumlicher Hinsicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Fahrzeugbremsen zur Be einflussung des Bremsdruckes auf hydrau lischem Wege, mit einem Druckzylinder und darin verschiebbaren Kolben, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kolben durch eine Ge windespindel angetrieben wird, die durch ein vom Führersitz aus erreichbares Betäti gungsorgan bedienbar ist. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gewinde spindel in die rückwärtige Verschluss wand des Druckzylinders eingeschraubt ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gewinde spindel den Druckkolben über ein an dessen Rückseite angreifendes Zwischen glied antreibt. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass das Zwischenglied zum selbst tätigen Nachstellen des Druckkolbens bei Druckabfall eingerichtet ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Zwischenglied als Feder ausgebildet ist, welche dazu be stimmt ist, sich aus vollständig zu sammengedrücktem Zustand bei Druck- bezw. Flüssigkeitsverlust zu entspannen. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Druckausgleich- feiler vom Druckzylinder vollständig ein geschlossen ist.
    ss. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebs spindel für den Druckkolben als Hohl spindel ausgebildet ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Anzeige etwaiger Druck- bezw. Flüssigkeitsver luste eine Vorrichtung vorgesehen ist, die in Abhängigkeit von der Bewegung des Druckkolbens betätigt wird.
    B. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeicli- net, dass die Anzeigevorrichtung als ein mit dem Druckkolben verbundener, die Antriebsspindel und deren Betätigungs organ axial durchsetzender Stab ausge bildet ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Druck zylinder an der ,Spritzwand des Fahr zeuges befestigt ist.
CH184453D 1934-06-12 1935-06-11 Einrichtung an Fahrzeugbremsen zur Beeinflussung des Bremsdruckes auf hydraulischem Wege. CH184453A (de)

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