Schreibtisch. Bei Schreibtischen mit mehreren Schub kästen, insbesondere für Bureauzwecke, ist in der Regel g eine für alle Seliubkästen ge- meinsam zur Wirkung kommende Verrie- "elung, rr ein sogenannter Zentralversc'hluss,
C, ein",ebaut, die durch einen einzigen, meist den mittleren, Schubkasten in Wirkung ge setzt wird, so dass nur dieser letzte Kasten zu verschliessen ist, derdas Schloss trägt und bei seinem Einschub in die Endstellung ein Verrie,gelungsgestänge in Wirkung setzt, das in die andern Sellubkästen einhakt und diese dadurch in der Schliessstellung sichert.
Der Verschluss des Solireibtisc'hes setzt also zwei Ilandhabungen voraus, nämlich einmal das Sperren des Verriegelungsgestänges durch Zuschieben des letzten Schubkastens und zum andern Nal das Schliessen des Schlosses. Aus diesem Grunde ist es bei dieser Art der Ver riegelung nicht möglich, während Cles Ge brauches des Schreibtisch#es Aden mittleren, das Schloss tragenden und die Verriegelung in Wirkung setzenden Schubkasten ganz hineinzuschieben.
Das ist sehr störend, weil die Schublade vollstaubt. Auch ist es un schön, weil der Tisch immer eine offene Lade hat. Ferner ist es unpraktisch, weil man an ,dem offenen Scllubkasten hängen bleiben kann. Diese Art Verschlüsse weisen alle das wesentliche Merkmal auf, dass sie nicht un mittelbar durch Schliessen des Schlosses in Wirkung treten, sondern nur unmittelbar .durch Zuschieben der das Schloss tragenden Schublade( verriegelt wdrden. Da,3 Schloss besteht ganz für sich und hat mit dem Zen- tralverscliluss an sich keinen Zusammenhang.
Man könnte zwar die seitlichen Seliubkästen etwas herausziehen, um die Verriegelung auszuschalten. Das ist aber noch unprak- tiselier, weil dann sogar mehrere ScIlub- kästen offen stehen. Wird dagegen -der mitt lere Schubkasten versehentlich ganz hinein gestossen, dann sind die andern Kästen wie der verriegelt und es ist notwendig, den mittleren Kasten etwas herauszuziehen, um die andern Schubkästen frei zu geben.
Diese störenden Nachteile der Schreib- tischkastenverrie,gelung sind gemäss der Er findung dadurch beseitigt, dass zur Verrie- .gelung aller Kästen ein gemeinsamer Hebel dient, der sich durch ein Schloss sichern lässt.
Die Erfindung ist in einem Ausführungs beispiel auf (der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. <B>1</B> einen Schreibtisch in Vorderan sicht ohne Kasten; Fig. 2 zeigt eine Oberansicht unmittelbar waagrecht unter der Tiseliplatte geschnitten mit eingesetzten Schubkästen; die Fig. <B>3</B> und 4 zeigen zwei Schubkästen in Vorderansicht mit verschiedenen Schlös sern;
Fig. <B>5</B> zeigt einen Teillängssehnitt durch den hintern Teil eines Scliubkastens; Fig. <B>6</B> zeigt einen ebensolchen waag rechten Schnitt wie Fig. 2 eines andern Aus führungsbeispiels; Fig. <B>7</B> und <B>8</B> zeigen das Zusammen wirken des Schliessriegels des Schlosses mit dem Verriegelungsgestänge in freigegebener und in gesperrter Stellung.
Als Beispiel ist ein Schreibtisch ange nommen, wie er zur Verwendung mit ver schieden hohen Schubladen oder -kästen viel fach für Bureauzwecke, üblich ist, mit einem Seitenschrank, enthaltend zwei bis -vier glei che oder ungleiche Schubkästen und zwei Kästen in der Tischplatte, jedoch könnten auch zwei Seitenschränke vorhanden sein. Der Seitenschrank<B>b</B> enthält die beiden Fach räume<B>b'</B> und V' für zwei übereinander ein zuschiebende Kästen c oder jede beliebige Einteilung.
In der'Tischplatte sind,die zwei Fachräume a und a" für zwei nebeneinander liegende Seliubhästen <B>d</B> und e enthalten. An ,der Rückwand sind hinter allen Kästen Wellen<B>f</B> senkrecht gelagert. Bei mehreren übereinanderliegenden Schubkästen gehen die Wellen<B>f</B> über alle Kästenhöhien mehr oder weniger durch.
Die Wellen J tragen Klinken <B>g</B> etwa in der Mitte jeder Kastenllölie. Lie gen mehrere Schubkästen übereinauder, dann sind entsprechend mehrere Klinken<B>g</B> und<B>g'</B> (Fig. <B>1</B> links) auf der Welle<B>f</B> angeordnet. Die Kästen tragen an ihrer Rückseite ent sprechende Ösen g", Fig. <B>5,</B> in welche die Klinken<B><I>g, g'</I></B> bei entsprechender Drehung der Wellen<B>f</B> einhaken können, um dadurch die Schubkästen in ihrer vollständigen hin- eingeschobenenStellung zu sperren.
Auf den Wellen<B>f</B> sitzen etwas unter der Tiseliplatte a Arme h, die durch. eine unter Wirkung der Feder i' stehende Schubstange i verbun den sind, so dass sich alle, Wellen<B>f</B> gleich mässig bewegen. Unter der Tischplatte a ist ein um<B>k</B> drehbarer, zur gemeinsamen Ver riegelung aller 8chubkästen dienender Hebel <B>1</B> gelagert, der an dem Arm h am mittleren Kästen<B>d</B> angreift und mit seinem vordern Arm<B>I'</B> bis in den Bereich des Schliessriegels <B>m'</B> des Schlosses in im Kasten<B>d</B> greift.
Das Schloss m (Fig. 4) ist ein sogenanntes Hakenschloss mit einem Hakenriegel M', der bei,dem Schliessen des Schlosses sieh zunächst aufwärts bewegt und dann seitlich aus- seliwingot. Er kann dabei zugleich in die Tischplatte a greifen, was jedocli an sieh nicht notwendig ist, weil der mittlere Schub kasten<B>d</B> auch in derselben Weise durch einen Haken<B>g</B> auf der mittleren Welle<B>f</B> in der gesehlossenen Stellung gesperrt wer den kann.
Bei dem SeitwärtsseUwingen des Schliessriegels m' wirkter auf,den Arm<B>I'</B> des <B>:Z,</B> Hebels I in der Pfeilriehtung (Fig. 2), der .dadurch nach rechts schwingt und über die Stange i sämtliche Wellen<B>f</B> mit ihren Klin ken<B><I>g, g'</I></B> mitnimmt, so dass -diese in die Ösen g" der eingeschobenen Kästen einhaken können.
Die Klinken<B><I>g, g'</I></B> werden zweckmässig als Federklinken gestaltet, so dass sie aus weichen und wieder einschnappen können, falls vergessen wurde, einen Kasten ganz hineinzuschieben, wie in Fig. 2 rechts angegeben. Der Kasten lässt sich dann noch Iiineindrücken und wird durch seine Klinke <B>g</B> gesperrt.
Anstatt eines Schlosses mit Hakenriegel m' kann durch das Schloss ein einfacher Schwingarm m", wie in Fig. <B>3,</B> bewegt wer den, der gleichfalls auf den Arm<B>1</B> drückt und damit die Sperrung der Seliubkästen in der oben beschriebenen Weise bewirkt.
Die Bewegung des Verriegelungsgestän- ges lässt sich auch durch einen keilförmig abgescUrägten Scliliessriegel m' nach Fig. <B>6</B> bis<B>8</B> bewirken. Hier sind gleichfalls an der ltüekseite des Schreibtisches die Wellen<B>f</B> goe- lagert, auf denen die Sperrhaken oder -Klin ken<B>g</B> zum Verriegeln der Schubhästen mit tels deren -Ösen g" fest angeordnet sind.
Die '#ffellen <B>f</B> tragen ausserdem die Arme h, die ihrerseits durcli die Schubstange i gekuppelt sind. Unter der Schreibtischplatte ist bei n' eine Sehubstange n geführt, die bei o' an den Arm<B>p</B> eines bei o an der Schreibtisch platte gelagerten, zür gemeinsamen Verrie gelung, aller Schubhasten dienenden Winkel hebels p' angreift, der seinerseits bei q mit der Schubstange i verbunden ist.
Die Seliub- stange n ist bei s keilförmig abgesc'hrägt und wird durch die Wirkung der Feder i' bei r gegen den entsprechend keilförmig abge, sehrä,gten Sehliess-riegel m' des Schlosses m gedrückt.
Ist das Schloss aufgeschlossen, dann kann die 8ehubstange n durch die Feder i' vorgedrückt werden und die Haken <B>g</B> sind ausser Eingriff mit den Ösen g" der Schubkästen <B>e,<I>d,</I></B><I> e.</I> Wird das Schloss m zugeschlossen, dann drückt sein Riegel m' <B>-</B> mäss FinG. <B>8</B> die Schubstange n zurück und ge diese schwingt über,
clen Winkelliebel <B>p</B> und die Schubstange i mittelst der Wellen<B>f</B> die Haken<B>g</B> in die,Ösen g" ein, so dass der Hebel <B>p</B> in seiner Lage gesichert und die Schuh kästen verriegelt sind.
Natürlich könnten die Wellen<B>f</B> auch waagrecht gelagert sein. Es liegt dann eine obere Welle hinter allen obern Sc'hubkästen. Ein Gestänge kuppelt die obere Welle mit den untern Wellen für unten liegende Schubkä,sten. Die Bedienung kann in der selben Weise erfolgen. Es ist auch nicht notwendig, dass sich das Schloss in einem der Kästen befindet, sondern es könnte auch an einer andern Stelle des Seli--reibtiselies ein gebaut sein. Der Hebel<B>1</B> wird dann ent sprechend anders gelagert, damit der Riegel des Schlosses ihn bewegen kann.
Auch lässt sich die Verriegelung an beliebiger Stelle des Selireibtisches durch einen einfachen Hebel von Hand bewirken, der dann durch ein Schloss gesichert wird.