CH184623A - Einrichtung zum Trocknen von Papierstoffbahnen. - Google Patents

Einrichtung zum Trocknen von Papierstoffbahnen.

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CH184623A
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Ernst Ing Schmidt
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  Einrichtung zum Trocknen von     Papierstoffbabnen.       Die Erfindung betrifft eine     Einrichtung     zum Trocknen von     Papierstoffbahnen    ohne  Anwendung von     Trockenfilzen.     



  Das Trocknen des     Maschinenpapiers    er  folgt in Papiermaschinen gebräuchlicher  Bauart dadurch, dass dasselbe beim Verlas  sen der Pressen, während der Feuchtigkeits  gehalt noch etwa 40 bis 50 Prozent beträgt,  über eine lange Reihe von in Untergruppen  zusammengestellten Trockenzylindern ge  führt wird, welche zum Teil     mit    einem end  losen     Trockenfilztuch        umgeben    sind, um den  Papierstoff an die geheizten Zylinderflä  chen anzudrücken.

   Zu einer solchen Trocken  zylinderanlage, welche für den Aufbau     einer     Papiermaschine hinsichtlich der Vielzahl der  im Gestell zu lagernden Trockentrommeln  und Antriebsmittel den Grundstock bildet  und die konstruktive Einrichtung derselben  massgebend bestimmt, gehören gemäss der be  kannten Anordnung zusätzliche     Trocknungs-          einrichtungen,    die durch den Gebrauch des  Trockenfilzes     bedingt        sind,    wobei dieser    durch     oberseitige    und unterseitige Erwär  mung in den Trockenzustand zurückversetzt  werden muss.

   Ausserdem ist die     Anbringung     von Schabern am nicht     umspannten    Umfange  der Trockenzylinder erforderlich. Zur Ver  meidung eines über die ganze Breite der       Papierstoffbahn    reichenden Trockenfilzes hat  man vorgeschlagen, die Trocknung durch ein  an Stelle jener umlaufenden Trockenzylinder  vorgesehenes feststehendes Heizrohrsystem  dadurch zu erreichen, dass die zu trocknende       Papierstoffbahn    über in der Umgebung der  Heizrohre unabhängig umlaufende Trom  meln, unter Mithilfe schmaler Filzstreifen  zur     Fortleitung,    geführt wird, wobei eine       unmittelbare    Berührung des Stoffes durch .

    die Heizfläche des Rohres zu vermeiden an  gestrebt     ist.        Eine    solche     Einrichtung,    die  übrigens gerade wegen der beabsichtigten  Herabsetzung der     Trocknungstemperatur    am  Trommelumfang für     Papierstofftrocknung     ungeeignet wäre, würde, wenn man ihre An  passung an die     Trockenzylinderpartie    einer      vorhandenen Papiermaschine ins Auge fasst,  eine völlige bauliche     Umänderung    der Ma  schine mit     Entbehrlichmachung        sämtlicher     Trockenzylinder bedingen.  



  Als eine     anderszweckliche,    nämlich für       Wolletrocknung    bestimmte Trockenvorrich  tung ist ferner eine solche mit sich drehen  den, über ringförmigen Dampfmänteln in  nahem     Abstande    zum Umfange derselben  angeordneten durchlochten Zylindern be  kannt, wobei das     Heizmittel    das den durch  lochten Zylindermantel überlagernde Trocken  gut von innen nach aussen durchströmen und  dabei trocknend wirken soll. Diese Wir  kungsweise kommt zur     Trocknung    von     Pa-          pierstoffbahnen    nicht in Frage.  



  Die     erfindungsgemässe    Einrichtung arbei  tet ohne Anwendung von Trockenfilzen. Je  der der umlaufenden Trockenzylinder ist von  einem siebartig gelochten Mantel umgeben.  An der Auflauf-, sowie an der Ablaufstelle  der     Papierstoffbahn    sind federnd ange  drückte     Leitwalzen    angeordnet. Um     einen     Austausch der     Trocknungsluft    und die       Feuchtdampfentfernung    zu bewirken, sind in  dem von der     Papierstoffbahn    freiliegenden  Umfangsteil der Zylinder zum Einblasen  trockener Warmluft in den Ringraum zwi  schen Trockenzylinder und gelochtem Man  tel verstellbare Luftdüsen angeordnet.

   Um  das Aufbringen der Papierbahn an den  Trommeln im Bedarfsfalle zu ermöglichen,  werden zweckmässig schmale Führungsbän  der an den nicht durchlochten Trommelrän  dern vorgesehen, welche zufolge der     Trom-          meldrehung    mit in     Bewegung    gehalten wer  den und durch Ein- und Ausrücken     in          axialer    Richtung verschiebbar sind.  



  In der Zeichnung ist ein Teil einer Ein  richtung gemäss der Erfindung in     Fig.    1 in  senkrechtem Schnitt dargestellt.     Fig.    2     zeigt     eine Seitenansicht teilweise im Schnitt.  



  Der in bekannter Weise geheizte Trocken  zylinder 1 ist mit     einem    von ihm abständig  gehaltenen, fein gelochten Mantel 2 zum  Beispiel aus Kupfer versehen, so dass die       Wärmeeinwirkung    auf die     Papierstoffbahn    3  nicht wie bisher durch     Leitung,        sondern       durch Strahlung erfolgt.

   Der Mantel 2 ist       ,durch    seine Flanschen 4 mit dem     Trock-          nungszylinder    verbunden, so dass     zwischen     diesem     und    dem Mantel ein an seinen     Stirn-          seiten    geschlossener Ringraum 5 entsteht,  aus welchem die sich     bildenden    Wasser  dämpfe durch .die Lochung des Mantels 2  entweichen können.

   Die     Papierstoffbahn,    die  nach dem Verlassen der letzten     Nasspresse     eine solche Festigkeit hat, dass man sie über       Leitwalzen    bei einer     Papierbahngeschwin-          digkeit    bis über 300 m je Minute führen  kann, wird um den Mantel 2 in der bei  Trockenpartien bekannten Art geführt     und     An ihm bloss durch die drehbar gelagerten       ,Leitwalzen    6 mit leichtem Federdruck an  gedrückt gehalten.  



  An .dem von der Papierbahn nicht um  spannten Teil des Mantels 2 sind     in    der     Pa-          pierbahnbreite    Düsen 7 angeordnet, durch  ,welche warme, trockene Luft in den     Ring-          xaum    5 geblasen wird.  



  Das     Ankleben        bezw.        Anbrennen    der     Pa-          pierstoffbahn    an den bloss durch Strahlung       erwärmten    Mantel 2 mit allen damit ver  bundenen nachteiligen Folgeerscheinungen  für die Qualität des     Papieres    und für die  Erhaltung eines ungestörten     Betriebes,    ist  nicht zu befürchten, so dass Schaber nicht  erforderlich sind. Unterstützt wird dies auch  durch die in den Ringraum 5 eingeblasene  warme Luft, die ein leichtes Abheben der       Papierstoffbahn    von dem Mantel 2 bewirkt;  so dass dieser im Bedarfsfalle bloss durch  einfaches Bürsten gereinigt werden kann.  



  Die in den Ringraum 5 durch die Düsen  7 eingeblasene warme Luft ermöglicht aber  auch, die von den     Troeknungszylindern    aus  gehende     Wärmeeinwirkung    zu regulieren  und damit höhere     Papiermaschinengeschwin-          digkeiten    bei bester     Qualität,des        Papieres    zu  erreichen.

   Die in den Ringraum 5 einge  blasene Luft bewirkt nämlich nicht nur  durch eventuelle Wärmezufuhr einen zusätz  lichen     Trocknungseffekt,    sondern sie fördert  die Trocknung auch dadurch, dass sie die sich  bildenden Wasserdämpfe aus     -dem    Ringraum  5 rasch verdrängt und sich in diesem dem-      nach praktisch ununterbrochen für die  Dampfaufnahme geeignete trockene Luft be  findet.  



  Der Vollständigkeit wegen sei noch er  wähnt, dass zwecks     Aufbringens    der Papier  bahn auf den     b1antel    2 zu Beginn des Betrie  bes oder beim Einreissen des Randes der Pa  pierbahn an der Bedienungsseite schmale,  endlose Führungsbänder 8 vorgesehen sind.  Diese Bänder laufen über die Enden der  Leitwalzen, werden von den     rotierenden    Zy  lindern in Bewegung erhalten und können     im.     Bedarfsfalle durch Ein- und     Ausrücker    9  seitlich in den     Breitenbereich    der Papierbahn  geschoben werden.  



  Der Mantel 2 wird vorteilhaft durch       ringförmige,Spreizer    10 unterstützt, die pa  rallel zur     Achsenriehtung    gelocht     sind.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Trocknen von Papier stoffbahnen ohne Anwendung von Trocken filzen mit geheizten und sich drehenden Trockenzylindern, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der umlaufenden Trockenzylinder (1) von einem siebartig gelochten Mantel (2) umgeben ist und dass die Papierstof f bahn an ihrer Auflaufstelle, sowie an ihrer Ab laufstelle an dem gelochten Mantel durch fe dernd gelagerte Leitwalzen (6) angedrückt wird, während in dem von der Papierbahn freien Abschnitte der Zylinder zum Ein blasen der trockenen Warmluft in den Ring raum zwischen Trockenzylinder (1) und ge lochtem Mantel (2.) verstellbare Luftdüsen (7) angeordnet sind.
    UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Trockenzylinder (1) und durchlochtem Mantel (2) durchlochte Abstandringe (10) angeordnet sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass an der Bedienungsseite ein über die Enden der Leitwalzen (6) und der von der Papierstoffbahn nicht bedeck ten Fläche der gelochten Mäntel (2) end los laufendes Führungsband (8) ange ordnet ist, das durch Ein- und Ausrücker (9) verschiebbar ist.
CH184623D 1934-07-23 1935-07-17 Einrichtung zum Trocknen von Papierstoffbahnen. CH184623A (de)

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