Verfahren zur Herstellung von Beuteln. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Beutels, der, zum Beispiel als Verwendungspackung, das heisst als Aufgussbeutel mit Lochung und als Verkaufspackung ohne Lochung, leimlos durch Falten und Heften eines rechteckigen Zuschnittes hergestellt wird.
Ein Beispiel des erfindungsgemässen Ver fahrens kennzeichnet sich dadurch, dass zur Erzielung dichter Nähte lediglich durch Falzen und Heften der Zuschnitt um einen rechteckigen Dorn U-förmig gefaltet wird, worauf die an zwei Seiten über die Form seiten überstehenden Zuschnittränder derart doppelt zusammengefaltet werden, dass auf beiden Seiten ein dichter Seitenverschluss er zielt wird und zugleich mehrere Stofflagen gebildet erden, um den die Falzverschlüsse zusammenhaltenden Heftklammern genügend Halt zu geben.
Die überstehenden Bodenteile werden vor dem Falzen der Zuschnittränder zweckmässig entweder aufwärts zwischen diese gelegt, so dass sie zweimal mitgefalzt werden oder ab- wärts gedrückt, wodurch sich beim Falzen überstehende Lappen bilden, die vorteilhaft nach oben um- und zurückgebogen werden, wonach sämtliche Falz- und Verschlussstellen durch Heftklammern und dort gesichert wer den können,
wo diese an den Falzstellen die meisten Stofflagen erfassen und der mög licherweise vorgesehene Haltefaden mit sei nem einen Ende über den Beutelrand schlau- fenförmig gelegt und von einer Heftklammer an zwei Stellen erfasst werden kann.
Ausser dem Verfahren soll auch noch der erzeugte Gegenstand unter Schutz gestellt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist an hand von Beispielen die Herstellung des er findungsgemässen Beutels unter Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens veran schaulicht.
Fig. 1 zeigt den rechteckigen Beutelzu- schnitt mit zu seiner Bildung erforderlichen Bruchkanten.
Die Fig. 2 bis 17 sind schematische Dar stellungen der zur Erzeugung der erfin- dungsgemässen Beutel nacheinander folgen den Arbeitsgänge, welche die Beutelbildung in ihren Einzelstationen erkennen lassen.
Fig. 2 zeigt für zwei Ausführungsformen der Seitenfalze des Beutels zugleich das Falzen des rechteckigen Zuschnittes U-för mig um einen Dorn, über den das Werk stück an beiden Schmalseiten und am Boden übersteht; nach Fig. 3 sind die überstehenden Ränder des Werkstückes einander auf jeder Seite genähert, so dass sich ein nach unten er streckender Zipfel bildet, der in Fig. 4 nach innen geschlagen ist;
Fig. 5 lässt ebenfalls erkennen, in wel cher Weise der über die Dorngrundfläche vorstehende Bodenteil zwischen die über stehenden Enden der an den Dorn flachzu- falzenden Seitenwände eingeschlagen ist; Fig. 6 zeigt die Bildung der beiden Schmalseiten bei einem Beutel mit nach untenstehenden Bodenzipfeln, wobei die zur Bildung der Seitenfalze dienenden über stehenden Lappen vom Dorn senkrecht ab stehen; Fig. 7 veranschaulicht das gleiche Sta dium, jedoch für einen Beutel, bei dem die überstehenden Bodenteile nach innen (oben) gefalzt werden:
Fig. 8 zeigt die Falzbildung nach ein maliger Knickung des überstehenden Lap pens; Fig. 9 stellt in analoger Weise den aus Fig. 4 und 7 abgeleiteten Beutel dar; Fig. 10 und 11 zeigen für beide Ausfüh rungen den umgeknickten Teil der vorsprin genden Falzteile um<B>180'</B> herumgeschlagen;
Fig. 12 veranschaulicht den an den Dorn flachgedrückten doppelten Falz, dessen un tere Zipfel Fig. 13 nach oben herumgeschlagen wiedergibt, während Fig. 14 dem Stadium der Fig. 12 für die andere Ausführungsform entspricht und den bis auf den Kopfverschluss fertigen Beutel zeigt; in Fig. 15 sieht man die obern Enden des Beutels zusammengefasst vor dem Falzen;
Fig. 16 zeigt eine Verkaufspackung, und zwar einen Beutel nach Fig. 14 mit gebilde ten Kopfverschluss fertig geheftet, während Fig. 17 einen Aufgussbeutel veranschau licht.
Die Fig. 2, 4, 5, 7, 9, 11, 14 und 16 zeigen die Bildung einer Verkaufspackung in ihren einzelnen Herstellungsstadien.
Fig. 2 zeigt den zur Herstellung des Beutels verwendeten rechteckigen Zuschnitt U-förmig um einen rechteckigen Dorn D gefalzt.
Der Boden des herzustellenden Beutels ist mit 1 bezeichnet. Die an den Schmal seiten über die Formseiten des Dornes über stehenden Teile der Bodenfläche tragen die Bezugszeichen 2 und 3, während die Teile des Zuschnittes, welche nach oben an die Breitseiten geschlagen werden, mit 4 und 5 bezeichnet sind.
In Fig. 4 und 5 ist zu sehen, dass der über die Beutelgrundfläche vorstehende Bodenteil 2 bezw. 3 beim Falzen zwischen die über stehenden Enden der an den Dorn flachzu- falzenden Seitenwände 4 und 5 eingeschla gen ist; die über die Formseiten des Dornes überstehenden Ränder der Wände 4 und 5 werden, wie _Fig. 7 veranschaulicht, zur Bildung der Beutelschmalseiten derart zu sammengelegt, dass sie sieh in der Schmal seitenmitte des Dornes treffend berühren und senkrecht vom Dorn abstehen.
Das Grund blatt wird also an dem vordern und hintern Dornende derart umgelegt, dass es bis zur Dornmitte von den Dornkanten 11 und 12 ausgehend anliegt und dann parallel zu den Seitenwänden verläuft.
Mit 6, 7 und 8 sind die Bruchkanten für die Falzung bezeichnet (Fig. 1). Eine aus reichende Dichte des Verschlusses wird bei der Falzung dadurch erzielt, dass die Lappen 2 und 3, wie Fig. 4, 5 und 7 mit Deutlich keit veranschaulicht, bis nahezu an den äussern Rand zwischen den zusammenfalzen den Seiten verlaufen.
Fig. 8 und 9 zeigt die Falzung einen Schritt weiter, nach einmaliger Knickung der über die Dornkanten hinausstehenden Fahnen 13 und 14 um die Bruchkante B.
Fig. 10 und 11 lässt den umgeknickten Teil der vorspringenden Falzteile um weitere <B>90'</B> herumgeschlagen erkennen, während Fig. 14 den in Fig. 11 gezeigten Doppel falz an den Dorn flachgedrückt veranschau licht.
Es ist verständlich, dass bei dem doppel ten Falzen dieser Seitenränder 13 und 14 der Bodenteil 2 bezw. 3 zwischen diese zu liegen kommt und zweimal mitgefalzt wird.
Bemerkenswert ist auch, dass der untere Rand 9 (Fig. 16) der Falzung nahezu mit dem Boden 1 des Beutels bündig ist, so dass hier keine abstehenden Vorsprünge gegeben sind, die etwa geeignet wären, den Beutel aufzureissen.
Es entsteht bei dieser Ausführung nicht nur ein dichter Beutel, sondern ein Beutel, bei dem ausser dem Boden sämtliche Seiten wände glatt sind.
Wie Fig. 14 veranschaulicht, wird der Beutel geheftet, wobei darauf geachtet wird, dass die Heftklammern 10 an Stellen ange ordnet sind, die möglichst viel Stofflagen der Falzung erfassen.
Die obern Kanten 16 und 17 des Beutels werden nach der Falzung zum Verschluss desselben miteinander durch Zusammen drücken in Berührung gebracht, wie Fig. 15 veranschaulicht, und ebenfalls doppelt um gefalzt, wie Fig. 16 erkennen lässt.
Um einen absolut sicheren Kopfverschluss zu erzielen, sind Heftklammern 18 vorge sehen. Dabei ist zu beachten, dass die äussern Klammern so angeordnet sind, dass der Längsfalz durch die Heftklammern mit er fasst wird. Durch die doppelte Falzung, wel che durch Heftklammern in ihrer Lage ge sichert ist, wird ein vollkommen dichter Ab schluss des Beutels erzielt.
Sollen Aufgussbeutel hergestellt werden, so ist zweckmässig nach Fig. 2, 3, 6, 8, 10, 12, 13, 15 und 17 zu verfahren.
Fig. 2 zeigt, wie bereits erwähnt, den zur Herstellung des Beutels verwendeten recht- eckigen Zuschnitt U-förmig um einen recht eckigen Dorn D gefalzt.
Die über den Dorn D an dessen Schmal seiten vorzugsweise überstehenden Ränder der hochgeschlagenen Zuschnitteile 4 und 5 werden einander genähert, wobei sich nach unten ragende Zipfel 2 und 3 bilden. Das Grundblatt ist an dem vordern und hintern Dornende so umgelegt, dass es bis zur Dorn mitte jeweils von den Dornkanten 11 und 12 (Fig. 6) ausgehend anliegt und dann parallel zu den Seitenwänden vom Dorn senkrecht abstehend verläuft.
Diese über die Dornkante hinausstehen den Fahnen sind mit 13 und 14 bezeichnet und werden, wie Fig. 8, 10 und 12 zeigen, doppelt zusammengefalzt, der, wie aus Figur 12 ersichtlich ist, sich dabei bildende Zipfel 15 wird nach oben umgelegt und in die Dorn ebene zurückgeschlagen; das ist aus Fig. 13 ersichtlich.
Die obern Kanten 16 und 17 (Fig. 15) des Beutels werden nach der Füllung zum Verschluss derselben miteinander durch Zu sammendrücken in Berührung gebracht. Der Verschluss wird, wie oben bereits beim an dern Ausführungsbeispiel beschrieben, er zielt.
Die Haltefadenbefestigung für den Fall der Verwendung des Beutels, insbesondere als Aufgussbeutel erfolgt durch Klammer wirkung mittelst nur einer Heftklammer 18 doppelt, indem das Ende des Etikettfadens 19 über den obern Beutelrand schlaufenartig gelegt wird (Fig. 17), so dass er an zwei Stellen erf asst wird.
Die Heftklammer 18 dient hier zugleich zur Befestigung eines Etikettfadens 19 und gewährleistet einen sicheren Halt zwischen Faden und Beutel. An Stelle des Haltefadens kann auch ein Henkel gebildet werden, in dem die Fadenenden von den zwei äussern Heftklammern 18 erfasst werden.
Soll der Faden um den Beutel herumge schlungen werden, so ist an der Falzstelle meist oberhalb der Heftung der Beutelrand mit einem in einer Rundung endenden Ein schnitt 21 (Fig. 17) versehen, an dem das mit dem Etikett 22 verbundene andere Ende des Haltefadens lösbar festgeklemmt werden kann. Man wird und muss den Einschnitt stets so anordnen, dass der Beutelverschluss nicht leidet und der Beutelinhalt nicht aus treten kann. Durch diese Neuerung ist Ge währ gegeben, dass der Faden, insbesondere dann, wenn an ihm ein Etikett vorgesehen ist und dieses unter die Fadenschlinge ge schoben ist, in seiner Lage verbleibt.
Dies ist dann erforderlich, wenn der Beutel nicht besonders verpackt wird. Da die Beutel meist in grossen Behältern zu zwei und mehr Tau send Stück verpackt sind, können sich die Fäden insbesondere, wenn sie zu lang sind und nicht in ihrer Lage gesichert sind, in einander verwirren.
Da der Beutel, welcher vorzugsweise aus Zellulose-Zellglasfolie besteht, als Aufguss- beutel Verwendung findet, so ist er noch in bekannter Weise, wie Fig. 17 andeutet, mit Löchern 20 versehen, da er nicht von Natur aus -Durchtrittsöffnungen besitzt, die dem Wasser Zutritt gewähren und ein Auslaugen des Beutelinhaltes ermöglichen sollen.
Nach Fig. 17 ist der Beutel ausser mit Löchern mit feinen Schnitten 23 versehen dargestellt. Diese können geradlinig, krumm, gebogen und gekreuzt sein, und, statt wie gezeichnet, kombiniert auch je in einer ein zigen Form am Beutel vorhanden sein.
Als Vorteil ist festzustellen, dass der Beu tel auf diese Weise nahezu geschlossen ist und der Inhalt nicht aus dem Beutel fallen kann.