CH184874A - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nitrierung von aromatischen Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nitrierung von aromatischen Kohlenwasserstoffen.

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CH184874A
CH184874A CH184874DA CH184874A CH 184874 A CH184874 A CH 184874A CH 184874D A CH184874D A CH 184874DA CH 184874 A CH184874 A CH 184874A
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  Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen     Nitrierung    von aromatischen  Kohlenwasser     stoffen.       Die Herstellung von Nitroprodukten aus  aromatischen     Kohlenwasserstoffen    erfolgte  bisher stufenweise in verhältnismässig grossen       Apparaturen.    Die bekannt     gewordenen    Her  stellungsverfahren wiesen den grossen Nach  teil auf, dass es nur schwer möglich war, die  entstehende Reaktionswärme schnell abzulei  ten und die Reaktionszeit auf ein Minimum       herabzudrücken.    Andere Nachteile, zum Bei  spiel eine nicht vollständige     Durchmischung     des Reaktionsgemisches,

   eine geringe     Durch-          dringungsmögliehkeit    der aromatischen     Koh-          lenwasserstoffe    mit der     Nitriersäure    usw.,  sollen noch erwähnt werden. Diese Nach  teile sind für die     Nitrierung    und die hierbei  zu erzielenden Ausbeuten von ausschlag  gebender Bedeutung.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur kontinuierlichen     Nitrierung    von  aromatischen     Kohlenwasserstoffen,    durch das  ein sicheres Arbeiten mit guten technischen  Ausbeuten bei kleinster Apparatur ermög-    licht werden soll, dadurch gekennzeichnet,  dass das     Nitriergemisch,    bestehend     aus          Nitriersäure    und aromatischen     Kohlenwas-          serstoffen,    zwangsläufig im Kreislauf durch  einen in das     Nitriergefäss    eingebauten Röh  renkühler geführt und die     Nitrierung    so  durchgeführt wird,

   dass im     obern    Teil des  zylindrischen     Nitriergefässes    zuerst das     Ni-          triergut    mit abgeschwächter Säure     vornitriert     und dann im untern Teil des     Nitriergefässes     durch dort zugeführte starke     Nitriersäure     fertignitriert wird.  



  Erfindungsgemäss gelingt die vollstän  dige     Nitrierung    der aromatischen Kohlen  wasserstoffe in einem Arbeitsgang unter voll  kommener Vermeidung vorerwähnter Nach  teile.  



  Nachdem der Apparat mit     Nitriersäure     gefüllt worden ist, wird zum Beispiel     Toluol     (1) eingeleitet. Das eingebaute Rührwerk     ('3)          istausser    mit einem Schraubenmischer (4) noch  mit einer grösseren Anzahl von Emulgie-           rungsflügeln    (5) versehen und sorgt für eine       gründliche        Durchmischung    der beiden Kom  ponenten.

   Dieser Faktor ist wesentlich für       eine    schnelle     Durchmischung,    also auch für  eine rasche     Durchnitrierung.    Durch das       Rührwerk    wird     ausserdem    Luft in grossen       Mengen    in das     Nitriergemisch        einemulgiert,     wodurch eine sehr grosse Zerteilung der ein  zelnen Tröpfchen des     Nitriergemisches.    ver  ursacht und weiterhin eine grössere Nitrier       oberfläche    geschaffen wird, so dass dadurch  der     Nitrierprozess,

      schneller als früher und  vor allen Dingen gleichmässiger durchgeführt       werden    kann. Es konnte weiterhin festge  stellt werden, dass die Bildung von Stick  oxyden fast ganz durch die     vorbeschriebene          Einemulgierung    von Luft vermieden werden  konnte.  



  Die in sehr feiner Form in das     Nitrier-          gemisch        einemulgierte    Luft veranlasst später  im Scheideapparat eine ausserordentlich  schnelle Scheidung des     Nitriergutes    von der  anhaftenden Abfallsäure.

   Im untern Teil des       Nitrierapparates    wird durch die     Vornitrie-          rung    abgeschwächte     Nitriersäure    durch  frische, von unten (2) eingeführte     Nitrier-          säure    ersetzt und dadurch eine vollständige       Endnitrierung        herbeigeführt,    die bisher nur  in     getrennten    Stufen möglich war.  



       Wichtig    und technisch -     bedeutsam    ist  auch die Tatsache,     dassi    das     Nitriergut    wäh  rend der     Nitrierung    durch ein Röhrenkühl  system (6) gedrückt     wird.    Dadurch gelingt       ein    schnelles Ableiten der Reaktionswärme  in einem Masse, wie es früher mit den be  kannten Einrichtungen nicht möglich war.  



       In    gleichem Masse, wie von oben die aro  matischen     Kohlenwasserstoffe    und von un  ten frische     Nitriersäurein    den     Nitrierapparat     einfliessen, fliesst am obern Teil der Appa  ratur (7) das     Nitriergemisch        kontinuierlich    ab.  



  Die nach dem neuen Verfahren und in der  neuen Vorrichtung erzielten Vorteile sind,  kurz zusammengefasst, die folgenden:  1.     Kontinuierliche        Kreislaufnitrierung.     2. Grosse     Nitrieroberfläche    durch     Inten-          sivrührung    durch Anwendung eines     Schrau-          benrührers        und    von     Emulgierflügeln.       <B>31.</B> Rückbildung entstehender     Stickoxyde     durch     Einemulgieren    von Luft.  



  4. Schnellere spätere Ausscheidung des       Nitriergutes    im     Separator    durch die Anwe  senheit der im     Nitriergemisch    äusserst fein       einemulgierten    Luft.  



  5.     Intensive    Kühlung des     Nitriergutes    im       Nitriergefäss    durch den eingebauten Röhren  kühler in aufgeschlossenem Zustande.  



  6. Grosse     Leistungsfähigkeit    des     Nitrier-          apparates    bei geringstem     Apparaturinhalt,     wodurch insbesondere     beiExplosivstoffen    die  Sicherheit bei der Herstellung wesentlich er  höht     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur kontinuierlichen Nitrie- rung von aromatischen Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass das Nitrier- gemisch, bestehend aus Nitriersäure und aromatischen Kohlenwasserstoffen, zwangs läufig im Kreislauf durch einen in das Ni triergefäss eingebauten Röhrenkühler geführt und die Nitrierung so durchgeführt wird,
    dass im obern Teil des zylindrischen Nitrier- gefässes zuerst das Nitriergut mit abgeschwä- ter Säure vornitriert, und dass im untern Teil des Nitriergefässes durch dort zugeführte starke Nitriersäure fertignitriert wird.
    UNTERANTSPRUCA Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in das Nitrier- gemisch innerhalb des Nitriergefä_sses durch eine Rührvorrichtung Luft in grossen Men gen einemulgiert wird.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, bestehend aus einem Nitriergefäss mit eingebautem Röhren kühler (6) und eingebauter Rührvorrichtung (3) zwecks Ermöglichung des zwangsläu figen Kreislaufes des Nitriergutes und einer schnellen Ableitung der bei der Nitrierung auftretenden Reaktionswärme.
CH184874D 1934-11-28 1935-11-01 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nitrierung von aromatischen Kohlenwasserstoffen. CH184874A (de)

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