CH184914A - Verfahren zur Feststellung von Standorten mittels rotierender Funkbake. - Google Patents

Verfahren zur Feststellung von Standorten mittels rotierender Funkbake.

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CH184914A
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  Verfahren zur Feststellung von Standorten mittels rotierender Funkbake.    Es ist bekannt, zur Feststellung von  Standorten zwei Richtstrahlen von einer  Sendestelle auszusenden und durch den einen       Richtstrahl    Zeichen einer Art und durch den  andern Richtstrahl Zeichen einer andern,  komplementären Art (also zum Beispiel  Punkte     bezw.    Striche) zu übermitteln. Die  von diesen Strahlen gebildete Linie gleicher  Intensität, auf der die Zeichen der beiden  Arten sich zu einem Dauerstrich ergänzen,  wird in Rotation versetzt.

   Beim     Durchgang     des' Dauerstriches durch einen     bestimmten     Punkt, zum Beispiel den Nordpunkt,     wird     von der Sendestelle aus ein     ungerichtetes     Zeichen gegeben. Auf der Empfangsseite  wird die Umlaufzeit des rotierenden Dauer  striches von diesem Nullzeichen aus gemes  sen (vergleiche     DRP.    489944). Es ist wei  terhin bekannt, die Zeichen in einem be  stimmten Verhältnis zu .dem Umlaufwinkel  des Dauerstriches zu geben, etwa derart, dass  während eines     Quadranten    15 Zeichen jeder  Art gegeben werden, so dass     zwischen    je zwei    Zeichen der gleichen Art ein Winkel von 6  eingeschlossen ist.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zu  grunde, dieses Verfahren so auszugestalten.  dass Fehler in der     Standortsbestimmung,    wel  che zum Beispiel durch die     Strahlbreite    ver  ursacht werden können, möglichst ausge  schaltet werden. Bei den bisherigen Verfah  ren wurden vom Nullzeichen ab bis zum Ein  treffen des     Dauerstrichs    die Zeichen ohne       Berücksichtigung    ihrer Art gezählt.

   Gemäss  der Erfindung wird dagegen die Gesamtzahl  der über eine vorbestimmte Zeitdauer eintref  fenden Zeichen der einen Art, zum Beispiel  Punkte, und die Gesamtzahl der Zeichen der  andern Art, zum Beispiel     Striche,    festge  stellt, und es     wird    der Standort aus der Dif  ferenz dieser Zahlen     ermittelt.     



  Bezeichnet man, falls Punkte und als       Komplementärzeichen    Striche getastet wer  den, mit a die Anzahl Zeichen der     ersten     Art     und        mit    b die Anzahl Zeichen der zwei  ten     Art    und     wird    nur über<B>180'</B>     Drehung         vom Nullzeichen aus getastet, so wird der  Standort (Winkel     (p    vom     Nullzeichen    aus)  beim     neuen    Verfahren aus der Formel  
EMI0002.0004     
    ermittelt, wobei f die Gradzahl pro Zeichen  (zum Beispiel<B>6',</B> vergleiche oben) bedeutet.  



  Wie die nachfolgende Umformung obiger  Gleichung zeigt, wird nach dem erfindungs  gemässen Verfahren der Winkel     9p,    der den  Standort kennzeichnet, durch     Mittelwerts-          bildung    der beiden Zählungen ermittelt,  denn es ist  
EMI0002.0008     
    Durch die     Mittelwertsbildung    werden etwaige  Peilfehler. auch solche, die durch die Strah  lenbreite entstehen, kleiner, wie folgendes  Zahlenbeispiel zeigt:  Es sei angenommen, dass der Winkel     9p,          unter    dem die Peilung vorgenommen wird.  30   beträgt.

   Es werden     dann    entsprechend  der oben angegebenen Methode, bei der die       Zeichenaussendung    jeweils nach 6   erfolgt,  und bei der über<B>180'</B> getastet wird, zu  nächst fünf Punkte und anschliessend fünf  undzwanzig Striche gehört.

   Wenn nun in  der Nähe des Dauerstriches, zum Beispiel bei  der Zählung von     a,    zwei Zeichen, bei der  Zählung von b drei Zeichen unterdrückt wer  den, so ergibt sich     ein        Peilwinkel    von  
EMI0002.0017     
    Würde nach der bisher üblichen     .Methode     nur vom Nullzeichen bis zum Durchgang der       Dauerstrichlinie    .gezählt werden, das heisst       würden    nur die Zeichen a gezählt, so erhielte  man einen     Peilwinkel    von       (P2-3,.6-180       das heisst es ergibt sich ein Fehler von bei  nahe 50%.

   Nach der     erfindungsgemässen          Mittelwertsmethode    dagegen beträgt der  Fehler im obengenannten Beispiel nur 10% .    Die Peilgenauigkeit lässt sich noch vergrö  ssern, wenn die Gradzahl f pro Zeichen ver  kleinert wird.  



  Dieses Verfahren hat mit grosser Genauig  keit seine Gültigkeit,     solange    der festzustel  lende Standort nicht zu sehr in Nullnähe  liegt, da dann die eine Zeichenzahl unter  Umständen unterdrückt und daher nicht ge  zählt wird. Dieser Übelstand kann vermie  den werden, wenn das Nullzeichen bei ver  schiedenen     Richtungen    gegeben wird, das       heisst    wenn man von verschiedenen Aus  gangspunkten aus zählen kann, etwa da  durch, dass gemäss der beiliegenden     Fig.    1  das     ungerichtete    Signal einmal beim Durch  laufen des Dauerstriches durch die Richtung  1 (Nord), das andere Mal durch die um 45    versetzte     Richtung    2 (Nordost) gegeben  wird.

   In diesem Fall ist es notwendig, durch  das Nullzeichen oder ein sonstiges Hilfs  zeichen anzuzeigen, von welchem Ausgangs  punkt aus zu zählen ist.    Wenn das Verfahren gemäss der Erfin  dung nicht durch das Ohr, sondern durch  eine selbsttätig zählende Einrichtung ausge  führt wird, so ist es zweckmässig, dass Pau  sen. eingeschaltet werden beim Laufen der  Bake. -Beim früher bekannten Verfahren ist  dies nicht notwendig, da nur die Zeichenzahl  vom Nullzeichen ab bis zum     Eintreffen    des  Dauerstriches gezählt wurde. Beim erfin  dungsgemässen Verfahren werden aber so  wohl die Zeichen vor, als auch nach dem  Dauerstrich gezählt.

   Es ist daher zweck  mässig, vor dem Anfang und nach dem Ende  der Zeichen eine Pause einzuschalten, damit  die     Einrichtung    imstande ist, zu erkennen,  welche Zeichen zusammengehören. Ausser  dem muss es möglich sein, während der Pause  die     Errechnung    des     Mittelwertes    durchzu  führen.     Im    praktischen Betriebe kann dies  dadurch erreicht werden, dass bei einer Zwei  strahlenbake während<B>180'</B> der Drehung  nicht getastet wird, während bei     einer    Vier  strahlenbake, die aus zwei um<B>90'</B> gegenein  ander versetzten Rahmen bestehen     kann,    ab  wechselnd je ein Quadrant ausgelassen wird.

        Im folgenden werden an einigen Beispie  len Einrichtungen zur Durchführung des er  findungsgemässen Verfahrens erläutert.  



  In     Fig.    2 ist     zunächst    eine     prinzipielle     Forderung dargestellt, die an die Empfangs  einrichtung zu stellen ist. Die vom     Sender     ausgestrahlten Punkt- oder     Strichzeichen     sind mit I und     II        bezeichnet.    Es handelt  sich um     Komplementärzeiehen,    das heisst die  Punkte -und Striche ergänzen sich, da die  Punkte in den Pausen zwischen den Strichen  gegeben werden, zu einem Dauerstrich.

   Die  Transformatoren der Empfangseinrichtung       übertragen:    nicht die Zeichenform als solche,  sondern nur Spannungsspitzen verschiedener  Richtung, wie dies in der     Fig.    2 unterhalb  der Zeichen dargestellt ist. Aus der Rich  tung (nach oben oder unten) des jeweils  ersten     Spannungsstosses    kann festgestellt  werden, ob es sieh um ein Punkt- oder ein  Strichzeichen handelt. In der Abbildung ist  beim Punktzeichen der erste Spannungsstoss  nach oben und beim     Komplementärzeichen,     das heisst dem Strichzeichen, ist der erste  Spannungsstoss nach unten gerichtet.

   Diese  bekannte Tatsache ist auch schon ausgenutzt  worden für ein automatisches Anzeigeinstru  ment für Funkbaken, dessen Prinzip darauf  beruht, hinter dem Transformator ein Instru  ment zu benutzen,     das    in der Nähe seiner  Nullage sehr empfindlich, dagegen in den  Aussenlagen möglichst unempfindlich ist. Der  erste Spannungsstoss     schleudert    den Zeiger  wegen der hohen Empfindlichkeit in der  Nähe der Nullage nach     aussen.    Kommt dann  der zweite Spannungsstoss, dann befindet sich  der Zeiger in dem Gebiet geringer Empfind  lichkeit, so dass er durch dasselbe Zeichen  nur wenig     beeinflusst    wird.

   Der erste Span  nungsstoss bestimmt so die Richtung des  Ausschlages und     zeigt    infolgedessen die Ab  weichung vom Dauerstrich an (vergleiche  franz. Patent     758952).    Dasselbe Grundprin  zip lässt sich auch für die Durchführung des  neuen     Verfahrens        verwenden.    Die Empfangs  einrichtung muss, mit andern Worten, so be  schaffen sein, dass jede     Zeichenart    nach ihrer  Polarität für sich getrennt gezählt     und    regi-         striert    und dann die     Subtrahierung    bewirkt       wird.     



       Fig.    $ zeigt im Ausgangskreise des Emp  <I>fängers</I> E     einen    Gleichrichter G, der auf  einen Transformator T arbeitet. Durch den  Transformator werden, wie schon mit Bezug  auf     Fig.    4 erläutert ist, nur die Spannungs  spitzen übertragen. Der Transformator T ist       sekundärseitig    mit den Wicklungen zweier  Relais     R,    und     R2    verbunden. Die Relais sind  richtungsempfindlich.

   Bei dem Spannungs  stoss der einen     Richtung    zieht das     Relais    R,  an und bei dem Spannungsstoss der entgegen  gesetzten Richtung das Relais     R1.    Die Re  laiskontakte sind so geschaltet, dass das zuerst  eingeschaltete Relais das andere kurzschliesst,  damit beim     entgegengesetzten    zugehörigen  Spannungsstoss das zweite Relais nicht mehr  ansprechen kann.

   Dies wird mit Hilfe der  Kontakte     ri    und     r2'        bewirkt.    Die Relais  kontakte     r,"    und     r2'    betätigen ein Zählwerk  Z, oder     Z2,    :durch welches .die     einzelnen    Zei  chen gezählt werden. Die Relais fallen ver  zögert ab, was gegebenenfalls durch zusätz  liche Schaltmittel bekannter Art, wie Kon  densatoren und dergleichen, erreicht werden  kann. Die     Abfallzeiten    sind so     gross,    dass der  Kurzschluss für das andere Relais aufrecht  erhalten bleibt, bis der zugehörige Span  nungsstoss umgekehrter     Richtung    eingetrof  fen ist.

   Ist die Zählung beendet, so werden  die Zählwerke entweder von Hand oder auto  matisch durch ein besonderes, vom Sender  aus gegebenes Zeichen in ihre Ruhelage zu  rückgeführt. Auch     kann    hierfür ein Uhr  werk Verwendung finden, da,     wie    schon dar  gelegt, die Pausen zwischen den einzelnen  Messungen mindestens 90   der Umlaufzeit,  also eine ganz beträchtliche Zeit, betragen  sollen. so dass geringe Abweichungen durch  Gangunterschiede des Uhrwerkes auf längere  Zeit ohne     Einfluss!    sind.  



  Bei der in der     Fig.    4 dargestellten An  ordnung ist ein Relais     R    mit Mittelstellung  des Ankers verwendet. Die Kontakte sind  mit<I>r'</I> und<I>r"</I> bezeichnet.     .Über    die Kontakte  wird ein Kondensator C     entladen..    Je nach  dem, ob<I>r'</I> oder     r"    geschlossen ist, fliesst der           Entladestrom    über das Zählwerk     Z1    oder     ZZ.     Kommt der zugehörige Stromstoss umgekehr  ter Richtung, so ist der     Kondensator    C be  reits entladen, da das Wiederaufladen viel  langsamer geht als das Entladen, das heisst  es spricht immer nur das eine Zählwerk an.

    Das Laden des     Kondensators    erfolgt aus der       Batterie    B über den     Vorwiderstand        1W,    ohne  dass es in diesem     Stromkreise    einer beson  deren     Kontakteinrichtung    bedarf. Diese Ein  richtung lässt sich, da sie ausserordentlich  schnell und einfach arbeitet, nicht nur für  die angegebenen Zwecke     verwenden,    sondern  kann ganz allgemein dort benutzt werden,  wo die Unterscheidung von Zeichen an sich  gleicher Art nach ihrer     Polarität    gefordert  wird.  



  Die in     Fig.    5 dargestellte Anordnung  unterscheidet sich von der in der     Fig.    4 dar  gestellten nur .dadurch,     dass    das Relais mit       Mittelstellung    seines     Ankers    Haltewicklun  gen hat, die so lange wirken, als der Kon  densator C noch nicht entladen ist. Unter  Umständen kann es vorteilhaft sein, .das Ent  laden des     Kondensators    etwas zu verzögern.  nämlich durch entsprechende Dimensionie  rung der Widerstandswerte des Kreises.

   Ob  solche Anordnungen zweckmässig sind, ist  davon abhängig, von welcher Dauer die  Punkt- oder Strichzeichen oder     sonstige    zu  unterscheidende Zeichen sind, und mit wel  cher     Geschwindigkeit    die Zeichen aufeinan  der folgen.  



       A.    Bei der in der     Fig.    6 dargestellten Schal  tungsanordnung     ist    das Prinzip der     Fig.    4  noch weiter entwickelt, und zwar     sind    hier  statt des     mechanischen    Relais Röhrenrelais       Rl    und     B.        vorgesehen,    deren Gitterkreise  durch die Spannungsstösse beeinflusst wer  den. Im     Anodenkreis    liegt wiederum der  Kondensator, der entladen oder geladen wird.

    Bei dieser Anordnung ist dafür zu sorgen,  dass der Widerstand     des    Ladekreises des       Kondensators    grösser als der Röhrenwider  stand     ist.     



  Die bisher beschriebenen Zählanordnun  gen besitzen noch den Nachteil,     dass-sie    nur  zählen., so dass ihre Angaben     im    Kopf sub-         trahiert    werden müssen. Dies lässt sich ver  meiden, wenn beide Zählwerke auf eine ge  meinsame Achse oder einen gemeinsamen  Zeiger wirken.  



  Beim Arbeiten     mit    einer Zweistrahlen  bake ist es notwendig, das Zählwerk vor Be  ginn der Zählung in die     90 -Stellung    zu  bringen entsprechend der Formel  
EMI0004.0039     
    Wird eine     Vierstrahlenbake    benutzt, bei  der sich der Winkel     (p    errechnet zu  
EMI0004.0042     
    so muss der Zeiger vor Beginn der Zählung  in die     -IV-Stellung    gebracht werden, damit  durch das Zählwerk der Winkel     p    direkt je  weils eingestellt wird.  



  Die einen Zeichen drehen den Zeiger zu  erst nach links und die andern nach rechts,  so dass in der     resultierenden        Stellung    der  tatsächliche     Standort    angegeben wird.  



  Um die Zählgenauigkeit und damit die  Genauigkeit der     Standortbestimmung    zu er  höhen, können während mehrerer über mehr  als einen Umlauf verteilter Quadranten Zei  chen verschiedener     Art    ausgesandt werden,  deren Gesamtzahl so bemessen ist, dass sich  für einen Nullpunkt     (Nordrichtung)    nach  erfolgter Zählung und     Subtraktion    der Wert  Null ergibt. Dabei können     empfangsseitig     im wesentlichen dieselben Einrichtungen An  wendung finden, die im Vorstehenden vor  geschlagen sind.

   Im Grundprinzip ist eine       Zähleinrichtung        notwendig,    welche Zeichen  einer Art nach der einen     Richtung    verarbei  tet und Zeichen anderer Art in der andern       Richtung,    so dass jede Zeichenart gezählt  wird.  



  Um Fehler auszuschalten, die durch Un  gleichheiten oder Ungenauigkeiten der An  ordnung, insbesondere der Gegentaktröhren       entstehen    können, wird vorgeschlagen, sowohl  den Transformator, als auch das Zählwerk  zwischen den einzelnen Zählungen umzu  polen.      Dies kann mittels einer einfachen Vor  richtung geschehen, durch welche der Ein  gangstransformator einerseits und das Zähl  werk anderseits umgepolt wird, so dass die  Gegentaktröhre, die bisher     beispielsweise    die  Punkte aufgenommen hat, danach die Striche  aufnimmt, und umgekehrt. Wird dies nach  jeder Zählung durchgeführt, so wird jeder  Fehler selbsttätig ausgeglichen.

   Das Um  polen kann entweder von Hand erfolgen,  oder es werden vom Sender nach erfolgter  Zählung besondere Zeichen, etwa ein beson  derer Ton, der mit Hilfe einer Tonselektion  ausgesiebt wird, ausgesandt und dieses be  sondere Zeichen zum Umpolen verwendet.  Es kann aber auch ein Uhrwerk oder sonst  eine     zeitabhängig    arbeitende     Einrichtung          verwendet    werden, durch welche das Um  polen     bewirkt    wird. Wie aus dem Vorstehen  den ersichtlich, ist es nämlich notwendig,  nach erfolgter Zählung eine gewisse Pause  einzuschieben, etwa dadurch, dass nur     wIh-          rend    gewisser Quadranten Zeichen gegeben  werden.

   Die sich hier in der Praxis ergeben  den Pausenwerte sind gross genug, um mit  einfacheren Uhrwerken oder dergleichen für  die     Umpolung    auszukommen, ohne dass eine  besondere zusätzliche Synchronisierung die  ser Einrichtung notwendig ist.  



  Die Gegentaktanordnung kann aus ge  steuerten     Ionenröhren    bestehen. Dies ist in       Fig.    7 gezeigt.  



  Die ankommenden Zeichen werden nach  erfolgter Verstärkung, Gleichrichtung usw.  dem Transformator T zugeführt. Der Trans  formator T besitzt zwei Sekundärwicklungen       S1    und     S.,    die je mit dem Steuergitter der  Zonenröhren     J1    und     J,        verbunden    sind. Die  Zonenröhren bestehen beispielsweise aus git  tergesteuerten     Thyratrons.    In den Anoden  kreisen liegen der Kondensator C und die  beiden Zählwerke     Z1    und     ZZ,    deren Arbeits  weise im Vorstehenden erläutert ist.

   Die  Gitter der     Thyratrons    sind nicht direkt mit  der Kathode, sondern über einen     Vorwider-          stand    V mit derselben verbunden. Dieser       Vorwiderstand    besitzt zwei Abgriffe, die be  liebig eingestellt werden können.    Die     Anordnung    wird so eingestellt, dass  die Zonenröhren im Ruhezustand der Anord  nung gerade nicht zünden.

   Sobald aber die       Zeichen        eintreffen,    wird der     Kippvorgang          ähnlich        wie    bei     fremdsynchronisierten        Kipp-          geräten    der     Fernsehtechnik    ausgelöst. Die       Einstellung    dieses     Punktes    ist sehr einfach.  Man braucht im Ruhezustand nur mit dem  Abgriff des     Vorwiderstandes    so lange zu       regulieren,    bis das Zonenrohr zündet, und  geht dann etwas zurück, so dass das Rohr  nicht mehr zündet.

   Treffen auf die so ein  gestellte Anordnung die Zeichen auf, so wird  eine zusätzliche     Gittervorspannung    erzeugt,  die den Kippvorgang auslöst: Es sind     ge-          trennte    Abgriffe vorgesehen, um Unter  schiede der Zonenröhren ausgleichen zu       könne,.     



  Ein     Vorteil    dieser     Schaltung    ist, dass der       Gesamtaufwand        geringer        wird,    da solche       Zonenröhren    bei geringeren     Steuerleistungen     hohe Ausgangsleistungen besitzen. Dies  fällt namentlich .dann ins Gewicht, wenn die       Einrichtung    auf Fahrzeugen, insbesondere  Luftfahrzeugen, Verwendung finden soll. Es  kann also unter Umständen     eine    zusätzliche       Verstärkerstufe    in Fortfall kommen.

   Der       Hauptvorteil    besteht aber darin, dass eine  natürliche     Amplitudenbegrenzung    entsteht,  da die ausgelöste Amplitude bei solchen An  ordnungen stets dieselbe     ist.'    Dies ist vor  allem aus den folgenden     Gründen    von Vor  teil:

    Bei einer rotierenden Funkbake schwankt  die Amplitude der Zeichen, da die Endampli  tude des zur Wirkung gelangenden Zeichens  aus dem Differenzwert der beiden Felder ge  bildet wird; oder mit andern Worten, so  lange nur das Punkt- oder beispielsweise das  Strichzeichen vorhanden ist, herrscht die       Maximalamplitude;    verschwimmen .die Zei  chen ineinander, so wird die Amplitude des       überwiegenden    - Zeichens     immer    kleiner, je  näher man zum Dauerstrich kommt. Beim  Dauerstrich selbst ist überhaupt keine Dif  ferenzamplitude mehr vorhanden. Dies be  deutet, dass die     Steuerspannungen    für die  Zonenröhren verschiedene Grössen haben.

             burch    die beschriebene Anordnung wird ein  von der Grösse dieser     Amplitudenwerte    un  abhängiger Steuerstrom für die Zählwerke  ausgelöst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Feststellung von Stand orten mittels rotierender Mehrstrahlenfunk- bake, welche zwei komplementäre Zeichen arten ausstrahlt, die mindestens eine Dauer strichlinie erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Nullzeichen aus über eine vor- bestimmte Zeitdauer die eintreffenden Zei chen der einen Art gesondert von den ein treffenden Zeichen der andern Art empfangs- seitig gezählt werden und aus der Differenz dieser Zahlen der Standort ermittelt wird.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren: nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Nullzeichen beim Durchlaufen des Dauerstriches durch mindestens zwei verschiedene Richtungen gegeben wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Vierstrah- lenbake die Tastung mit <B>90'</B> Pause er folgt. .
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Zweistrah- lenbake die Tastung mit<B>180'</B> Pause er folgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass empfangsseitig _die Zeichen über einen Transformator einer Kombination von Relais zugeführt wer den, die für Spannungsstösse richtungs empfindlich sind und sich gegenseitig derart sperren,
    dass nach erfolgtem An sprechen des einen Relais das andere ge sperrt ist, und dass die Ausgangsströme der Relais Zähleinrichtungen zugeführt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,- dass empfangsseitig die Zeichen über einen Transformator einem Relais mit Mittellage seines Ankers zu geleitet werden., welches einen Konden sator über die für die Zählung der bei- den Zeichenarten vorgesehenen Zähl werke entlädt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladestromkreis des Konden sators hochohmig ausgebildet ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein selbsthaltendes Relais Verwen dung findet. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgenommenen Zeichen einer Gegentaktröhrenanordnung zugeführt werden, in deren gemeinsamem Anodenzweig ein. Kondensator liegt, während in den getrennten Anodenzwei gen die Zählwerke liegen. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählwerke auf eine gemeinsame Anzeigevorrichtung einwirken und den Zeiger je nach der Zeichenart rechts oder links von seiner Mittellage aus drehen. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählwerke nach erfolgter Zählung von Hand in die Ruhe lage zurückgeführt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählwerke nach erfolgter Zählung durch ein vom Sender aus gegebenes Zeichen in die Ruhelage zurückgeführt werden. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählwerke nach erfolgter Zählung durch ein Uhrwerk in die Ruhelage zurückgeführt werden. 1ä. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während mehrerer über mehr als einen Umlauf der Funk bake verteilter (Quadranten Zeichen ver schiedener Art ausgesandt werden, deren Gesamtzahl so bemessen ist, dass sich für einen Nullpunkt nach erfolgter Zählung und Subtraktion dieser Zahlen der Wert Null ergibt. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei dem empfangsseitig die Zeichen über einen Transformator einer Gegentaktanord- nung und die Anodenströme der letzteren einem Zählwerk zugeführt werden, da durch gekennzeichnet, dass der Transfor mator und das Zählwerk nach jeder Zählung umgepolt werden. 15. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeich net, dass das Umpolen durch vom Sen der ausgesandte Zeichen erfolgt. 16. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeich net, dass das Umpolen durch ein Uhrwerk erfolgt. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei dem empfangsseitig die Zeichen einer Gegen- taktanordnung zugeführt werden, da durch gekennzeichnet, dass als Gegen taktröhren gesteuerte Ionenröhren be nutzt werden. 18. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 17, dadurch gekennzeich net, dass die Ionenröhren im Ruhezustand der Anordnung kurz vor der Zündung gehalten und durch die aufgenommenen Zeichen zum Zünden gebracht werden. 19.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 17, dadurch gekennzeich net, dass den Ionenröhren getrennte Git- tervorspannungen erteilt werden.
CH184914D 1934-04-19 1935-04-10 Verfahren zur Feststellung von Standorten mittels rotierender Funkbake. CH184914A (de)

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