CH185213A - Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Zellulosederivaten oder andern plastischen Massen unter Verwendung einer mit einer elastischen Haut überzogenen Blasform. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Zellulosederivaten oder andern plastischen Massen unter Verwendung einer mit einer elastischen Haut überzogenen Blasform.

Info

Publication number
CH185213A
CH185213A CH185213DA CH185213A CH 185213 A CH185213 A CH 185213A CH 185213D A CH185213D A CH 185213DA CH 185213 A CH185213 A CH 185213A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
blow mold
elastic skin
hollow bodies
hollow body
mold
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dr Bratring
Original Assignee
Kurt Dr Bratring
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kurt Dr Bratring filed Critical Kurt Dr Bratring
Publication of CH185213A publication Critical patent/CH185213A/de

Links

Landscapes

  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus     Zellulosederivaten    oder andern  plastischen Nassen unter Verwendung einer mit einer elastischen Haut  überzogenen Blasform.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur     Herstellung    von     Hohl-          körpern    aus     Zellulosederivaten    oder     andern          plastischen    Massen unter Verwendung einer  mit einer     elastischen    Haut überzogenen  Blasform.  



  Dieses Verfahren     ist        .dadurch    gekenn  zeichnet, dass man die     auf    die Blasform ge  brachte elastische Haut straff spannt, dann  die     plastische    Masse aufbringt, nach Ver  festigung des Hohlkörpers aus     plastischer     Masse die     Vorspannung    der elastischen Haut  aufhebt und durch Einblasen von Luft     zwi-          schen        Blasform    und     elastische    Haut den  Hohlkörper zusammen mit der elastischen  Haut von der     Blasform    abstreift.

   Um die       Abstreifung    der     elastischen    Haut zu erleich  tern, empfiehlt es sich,     die    Blasform vordem       Aufbringen    der elastischen Haut mit einem       Überzug    aus     glattmachendem    Material zu       versehen.        Dieser    Überzug kann zum Beispiel         ;aus    Lack,     Talkumpulver    oder Glyzerin be  stehen.  



  Um der     elastischen    Haut     die        nötige    Span  nung. geben zu können, ist die     Blasform     zweckmässig mit einer Nut versehen, in wel  che ein Gummiring hineinpasst. Der     Kanal     zum Einblasen der Luft     zwischen        Blasform     und elastischer Haut besitzt zweckmässig eine       trichterförmig        erweiterte    Austrittsöffnung.  



  Es ist schon vorgeschlagen worden, eine       Blasform    mit einem Gummiüberzug zu ver  sehen, auf ihm durch mehrfaches     Eintauchen     in die Lösung einer     plastischen.    Masse und  nachfolgendes Trocknen einen Hohlkörper zu  bilden und diesen Hohlkörper in der     Weise     von der     Blasform    zu lockern, dass etwas  Luft     zwischen    die Form     und,die        Gummihaut     geblasen wurde. Dadurch     erfolgte    wohl eine  Lockerung und der Hohlkörper liess sich,  wenn auch mit einigem     Zeitaufwand,    von  der Form abziehen.

   Er erfuhr aber bei die-           ser    Art der     Behandlung        eine    gewisse Aus  buchtung an seinem     obern    Teil und     das    Ver  fahren gelang nur bei     Verwendung    von Mas  sen, die durch Anwendung von sehr viel       Weichmachungsmittel    dehnbar gemacht  waren.  



  Im     Gegensatze        dazu    lässt sich nach vor  liegender Erfindung .die Loslösung des Hohl  körpers von der Form sehr schnell und ohne  jede unregelmässige     Ausweitung    vollziehen,  weil sich der     Gummikörper,    wenn er vordem  Aufbringen der Masse gespannt ist und nach  dem Trocknen der     Masse    die     Spannung    wie  der aufgehoben wird, leicht von der     Blas-          form    trennt, besonders wenn .die Form zuvor  mit einem . Überzug aus glattmachendem  Material versehen wird.  



  Die zusammen mit dem Hohlkörper von  der Form gleichsam heruntergeschossene  Gummihaut lässt sich ohne jede     Mühe    aus  dem Hohlkörper     herausnehmen.     



       In        Fig.        l    ist     im        Längsschnitt        eine    Vor  richtung zur Herstellung von     IIAlkörpern     aus     Zelluloseprodukten    dargestellt, welche     im     wesentlichen aus einer massiven     Blasform    A  besteht, -durch welche in der     Längsrichtung     ein zentraler Luftkanal B hindurchgeht.

   Ge  wöhnlich     wird    zur Herstellung der     Blasform     .A der Billigkeit wegen Holz verwendet;     doch     sind die     verschiedensten    Kunstmassen, wie  Gips, Zement, Papiermache, ferner aus  Kunstharzen,     Eiweissstoffen    usw. geformte  Körper gut verwendbar.

   Auch Metalle sind       geeignet    zur Bildung des     Formkernes.     Zwecks Herabsetzung des Gewichtes der  Metallform wird der Luftkanal B zweck  mässig     erweitert        und,die    Formwandung mög  lichst dünn gestaltet, wie     es    in     Fig.    4 ge  zeigt     ist.    Eine Form der letzteren     Art    kann  auch aus Glas oder Porzellan     bestehen.     



  Über die     feste        Blasform    A     (Fig.    1) wird  eine elastische Haut,     zum.    Beispiel eine       Gummihaut    C, unter     Vorspannung    gezogen  und in     gespanntem        Zustand    festgehalten. Die  Spannung der     Gummihaut    wird durch einen  Gummiring D bewirkt, welcher durch eine       rings    um     die        Form        geführte    Nut E fest  gehalten wird.

   An     Stelle    der     l-rut    E kann    die Form mit einem     Ansatz    P von     etwas    ge  ringerem Durchmesser versehen sein     (Fig.    2),  um die Abnahme des Gummiringes D zu er  leichtern.

   Der     elastische    Mantel der Form  wird am besten aus Kautschuk gebildet, doch  sind auch andere elastische Materialien, wel  che durch ,die     Lösungsmittel    für das Material  der Hohlkörper nicht angegriffen werden,  verwendbar, zum Beispiel     Polymerisate    von       organischen    Verbindungen oder     glyzerin-          haltige        Gelatinemassen,    sowohl allein oder  in     Kombination    mit einer Kautschukhaut  oder dergleichen.  



  Als Handhabe für die Form dient der       Rohrstutzen    F, welcher an beiden Enden mit  Gewinde versehen ist. Das     eine    Ende G des       Rohrstutzens    F wird luftdicht     abschliessend     in die     Blasform    A geschraubt, wodurch eine  Verbindung mit dem Luftkanal B hergestellt  wird. Mit Hilfe des andern Endes     H    des       Gewindestutzens    F ist es     möglich,    die For  men     in    mit     Muttergewinden    J versehenen  Holzleisten     IL        (Fig.    1) zu befestigen.

   Durch       Zusammenstellung    verschiedener     derartiger     Leisten     kann    man eine grosse Anzahl von       Formen    für den maschinellen Tauchvorgang  in     Tauchbatterien    vereinigen.  



  Auf den     mit    der Gummihaut     überzogenen     Formen kann nun durch     sein-    oder mehr  maliges Eintauchen, zum Beispiel in eine       Lösung    von     Azetylzellulose    in     Aceton,    ein  Hohlkörper I, gebildet werden.

   Als     Material          für        idie    zu formenden Hohlkörper können       Lösungen    von     Zelluloseestern    und     -äthern    in  organischen     Lösungsmitteln,        konzentrierte          Gelatinelösungen    oder Lösungen von künst  lichen oder natürlichen Harzen, ferner     Vis-          koselösungen    oder auch bereits vorgeformte,  noch geschmeidige und feuchte Hohlkörper       dienen.     



  Der Auftrag flüssiger Massen auf     die     Form kann auch durch Aufspritzen, Auf  giessen oder in ähnlicher     Weise    erfolgen.  



  Nachdem der Hohlkörper auf der Form       genügend        getrocknet        wurde,        werden    die ein  zelnen Formen aus der     Tauchvorrichtung          herausgenommen,    der     Gummiring    D entfernt  und der Gewindestutzen F mit einer Druck-           luftleitung        1l        (Fig.    2) verbunden. Schon ein  relativ geringer Druck der eingeblasenen  Luft genügt, um den Kautschukbeutel C  zusammen mit dem festgeformten Hohlkörper  von der Form abzublasen. Das Abstreifen  kann durch einen leichten Druck gegen die  Stirnfläche N gefördert werden.

   Derartige  Hilfen sind jedoch nicht erforderlich, wenn  der massive Kern A vor dem Überziehen mit  der Kautschukhaut     mit        einer        glättenden     Lackschicht überzogen und mit     Talkumpul-          ver    leicht bestäubt wird. Auch     Gleitmittel,     wie Glyzerin, sind vorteilhaft verwendbar.  



  Nach dem Abblasen des Hohlkörpers mit  der Kautschukhaut zieht sich letztere infolge  der aufgehobenen Spannung zusammen     und     trennt sich selbst von dem Hohlkörper ab.  Die Kautschukhaut, die lose in dem Hohl  körper, wie in     Fig.    ss     dargestellt,    liegt, kann  dann leicht aus dem     Hohlkörper    heraus  genommen und für die weitere Herstellung  von     Hohlkörpern    verwendet werden.  



  Um Hohlkörper mit möglichst glatter  Stirnfläche zu erhalten, ist es vorteilhaft, die  Mündung des Luftkanals B zu einem flachen       Trichter    0 auszubilden, dessen weite Öffnung  von der Kautschukhaut fest überspannt wird.  Durch diese Anordnung     wird        vermieden,    dass  sich die Mündung des Luftkanals B auf dem  Hohlkörper     abdrückt.     



  Auf Formen dieser Art lassen sich Hohl  körper sowohl konischer und     zylindrischer     Gestalt, wie auch solche mit ovalem oder  eckigem Querschnitt beliebiger Grösse her  stellen.  



  Als besondere     Vorteile    des     Verfahrens     sei noch auf das folgende verwiesen: Die  Loslösung der gebildeten Hohlkörper zusam  men mit der Kautschukhaut geht auch bei  vielkantigen Modellen leicht und schnell vor  sich, während bei den bekannten Verfahren  die Loslösung besonders bei kantigen Mo  dellen zeitraubend ist und grosse Sorgfalt er  fordert. Das neue Verfahren ermöglicht .die       Herstellung    von     Hohlkörpern    mit vollkom  men glatter Oberfläche und vollkommen  gleichmässiger     Qualität    jedes Stückes. Auch    sehr dünnwandige Hohlkörper von 0,05     mm     Dicke und darunter lassen sich in beliebiger  Grösse herstellen.

   Ebenso können mit den  neuen Formen auch starkwandige     Hohlkörper     mit 1 mm Dicke der Wandung hergestellt  werden. Die Vorbereitung der Form für die  Fabrikation und ebenso das Abnehmen der  Hohlkörper ist so einfach, dass für das Ar  beiten mit der     Form    nur wenig     Bedienung     und wenig Arbeitsgänge erforderlich sind.  Die Formen sind also billig     herstellbar,    von  gleichmässiger     Beschaffenheit    und Haltbar  keit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Hohl körpern aus Zellulosederivaten oder an dern plastischen Massen unter Verwen dung einer mit einer elastischen Haut überzogenen Blasform, dadurch gekenn zeichnet, dass man die auf die Blasform gebrachte elastische Haut straff spannt, die plastische Masse aufbringt, nach Ver festigung des Hohlkörpers aus plastischer Masse die Vorspannung der elastischen Haut aufhebt und durch Einblasen von Luft zwischen Blasform und elastische Haut den Hohlkörper zusammen mit ihr von der Blasform abstreift.
    Il. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasform mit einer Nut, in welche ein Gummiring hineinpasst, und mit einem Kanal zum Einblasen von Luft zwischen Blasform und elastische Haut versehen ist, wel cher Kanal eine trichterförmig erweiterte Austrittsmündung besitzt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Blasform vor dem Aufbringen der elastischen Haut mit einem Überzug aus glattmachendem Material versehen wird.
CH185213D 1935-01-16 1936-01-15 Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Zellulosederivaten oder andern plastischen Massen unter Verwendung einer mit einer elastischen Haut überzogenen Blasform. CH185213A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE185213X 1935-01-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH185213A true CH185213A (de) 1936-07-15

Family

ID=5719343

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH185213D CH185213A (de) 1935-01-16 1936-01-15 Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Zellulosederivaten oder andern plastischen Massen unter Verwendung einer mit einer elastischen Haut überzogenen Blasform.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH185213A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2606291A1 (de) Verfahren zum formen von zementartigen massen
DE2458692A1 (de) Verfahren zum vergiessen von schlicker in einer form
CH185213A (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Zellulosederivaten oder andern plastischen Massen unter Verwendung einer mit einer elastischen Haut überzogenen Blasform.
DE610671C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von nahtlosen Hohlgummigegenstaenden
EP0124801B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Präzisionsgüssen nach dem Gips-Formverfahren
DE665837C (de) Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Cellulosemassen und aehnlichen plastischen Massen
AT155967B (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern durch Tauchen.
DE2136948A1 (de) Verfahren zur herstellung von innenflaechenbeschichtungen fuer badewannen oder brausetassen
DE563941C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formlingen aus Tonschlicker
DE732257C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Guss- und Pressformen, insbesondere fuer die Kunstharzindustrie
DE855936C (de) Verfahren zum Haerten von Kunstdaermen und aehnlichen durch Verarbeitung von Fasermassen aus Hautsubstanz hergestellten Gebilden
AT136361B (de) Nahtloser Hohlkörper.
DE1102626B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Asbestzement od. dgl. formbarem Material mit nach aussen vorspringenden, massiven Wandungsteilen
DE1061670B (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern figuerlicher Ausbildung aus formbarer feuchtigkeitshaltiger Masse
DE1584614A1 (de) Traeger fuer zu trocknende gegossene keramische Erzeugnisse
DE923870C (de) Verfahren zur Herstellung eines beim Giessen oder Pressen von Werkstuecken verwendbaren Formkoerpers, z. B. Modelles
DE690825C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Wursthuellen
DE716877C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Lagerbuechsen u. dgl. aus haertbaren Kunstharzmassen
DE1293669B (de)
DE2822580C2 (de) Speisermodell mit einem Kern und einem Mantel
DE873743C (de) Verfahren zur Herstellung eines optischen asphaerischen Korrektionselementes
CH142388A (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung hohler, keramischer Gegenstände.
AT26470B (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus vulkanisiertem Gummi oder Gummi-gemengen und zum Ausbessern von Gegenständen mit vulkanisiertem Gummi oder Gummigemengen.
DE1014475B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern
DE1446889A1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Gegenstaenden aus Faserstoff