CH185227A - Antriebsanlage für Einrichtungen mit häufigem Wechsel der Betriebsgeschwindigkeit. - Google Patents
Antriebsanlage für Einrichtungen mit häufigem Wechsel der Betriebsgeschwindigkeit.Info
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Description
Antriebsanlage für Einrichtungen mit häufigem Wechsel der Betriebsgeschwindigkeit. Die Erfindung betrifft eine Antriebsan lage für Einrichtungen mit häufigem Wech sel der Betriebsgeschwindigkeit, bei der eine Schwungmasse so angeordnet ist, dass wenigstens eine mit einer Kraftmaschine der Anlage verbundene Antriebswelle eines Cse- triebes zur Drehzahl- und Drehmomentwand- lung mit der Schwungmasse gekuppelt oder von ihr gelöst werden kann.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungs gegenstand beispielsweise.
Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungs gemässe Anlage, bei welcher der Antrieb von der. Kraftmaschine auf die Getriebevorrich tung über ein gewöhnliches Stirnradgetriebe erfolgt; Fig. 2. zeigt eine Anlage, bei der unter anderem statt des gewöhnlichen Stirnrad getriebes ein Pl anetenrädergetriebe ange ordnet ist;
Fig. '$ zeigt eine Anordnung mit ge trennten und gegenläufig umlaufenden Teil- sehwungmassen; Fig. .1 zeigt eine Anordnung mit ge trennten und gegenläufig umlaufenden Teil schwungmassen und mehreren Turbogetrie ben; Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei der die getrennten Teilschwungmassen und Turbo getriebe von beiden Wellenenden der Kraft- maschine aus angetrieben sind;
Fig. 6 zeigt schematisch ein als Planeten getriebe ausgeführtes Getriebe auf der Ab triebsseite der Anlage; Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform einer Einzelheit, bei der die Schwungmasse einen baulichen Bestandteil einer Kupplung bildet; Fig. 8 zeigt eine Anordnung, bei der die ganze Getriebevorrichtung von 'einem Ge häuse umschlossen ist.
In F'ig. 1 bedeutet A eine Kraftmaschine, beispielsweise einen Verbrennungsmotor, die über eine Primärwelle B einen hydraulischen Momentenwandler C, bestehend aus Primär rad cl, Sekundärrad c-. und festem Leitrad c3, bezw. über ein Zahnradgetriebe D eine Sekundärwelle E antreiben, kann.
Auf der Primärwelle B ist lose eine Schwungmasse F angeordnet, die über eine Kupplung bekann ter Art, beispielsweise eine Flüssigkeits kupplung G mit Schaufelrädern g1, g2, mit der Primärwelle B gekuppelt werden kann.
Wird beim Anfahren bei ausgeschalte tem Momentenwandler C die .Schwungmas- senkupplung G durch Füllen der Kupplung mit der Betriebsflüssigkeit eingeschaltet und die Antriebsmaschine A auf ihre Höchst drehzahl gebracht, so kann in der Schwung- masse F eine gewisse, in bekannter Weise zu errechnende Energiemenge aufgespeichert werden.
Wird jetzt bei immer noch einge schalteter Schwungmassenkupplung G der Momentenwandler C durch mehr oder weni ger starkes Füllen ganz oder teilweise ein geschaltet, so ist für das Anfahren nicht nur die Maschinenleistung, sondern auch in der Schwungmasse F aufgespeicherte Energie verfügbar, und es ergibt sich daraus in vor teilhafter Weise eine erhebliche Steigerung der Anfahrbeschleunigung.
Soll anderseits eine im Beharrungszu stand befindliche Anlage der beschriebenen Art verzögert bezw. abgebremst werden, so wird hierzu die Schwungmassenkupplung G eingeschaltet und von der Abtriebseite her bei ausgeschaltetem Wandler C über das nunmehr auf Schnellauf der Primärwelle B eingestellte Getriebe D die Schwungmasse F beschleunigt, wodurch ein gewisser Betrag an Energie zurückgewonnen und für auf die Bremsung folgendes Anfahren aufgespeichert wird,
und wobei ausserdem das Abbremsen der angetriebenen. Einrichtung beim Ein- und Ausschalten des Planetengetriebes D in wirk samer Weise geschieht.
Für den Umfang der Erfindung ist es ohne Belang, ob der Drehmomentwandler C ein Flüssigkeitsturbowandler, wie nach Fig. 1, oder irgend ein Flüssigkeitswechsel getriebe oder ein elektrisches Getriebe oder ein rein mechanisches Wechselgetriebe ist, entscheidend ist nur, dass, es ein Getriebe für Drehzahl- und Drehmomentwandlung ist.
Ebenso ist es für den Umfang der Erfin dung ohne Belang, ob der Antrieb von der Kraftmaschine über zum Beispiel ins Schnelle übersetzende Stirnradgetriebe, wie im Bei spiel nach Fig. 1, oder über zum Beispiel ins Schnelle übersetzende Planetengetriebe, wie bei der Ausführung nach Fig. 2, oder direkt, wie nach Fig. -5, erfolgt; ferner ist es belang los, ob dem Wandler eine Kupplung, wie im Beispiel nach Fig. 2, beigefügt ist.
Eine Ausführungsform des zwischen Momentenwandler C und Abtriebs- bezw. Sekundärwelle E sitzenden Getriebes D zeigt Fig. 6. Dasselbe besitzt ein auf der Pri märwelle<I>B</I> angebrachtes Sonnenrad d,, meh rere Planetenräder d" und einen Aussenkranz d3, welcher entweder frei drehen oder durch ein Bremsorgan d4 bekannter Art festgehal ten werden kann.
Die Planetenräder sind am Sekundärteil c2 des Drehmomentenwandlers C gehalten. Beim Wandlerbetrieb ist das Bremsorgan d4 gelöst, so dass der Aussen kranz d3 frei drehen kann; die Leistungs übertragung geht dann von der Primärwelle B über .den Wandlerprimärteil c,. und den Wandlersekundärteil c2 zur Sekundärwelle E.
Bei Brems- oder Verzögerungsbetrieb, bei dem die Schwungmasse F mit der Primär welle gekuppelt ist, erfolgt der Antrieb von der Sekundärwelle E aus. Die Leistungs- übertragung geht dann bei festgehaltenem Aussenkranz d3 und ausgeschaltetem Wand ler C von der Sekundärwelle E über die Planetenräder d2 auf das Sonnenrad d, und die damit verbundene Primärwelle B, wobei letztere übersetzt angetrieben wird.
Zum Ausgleich, insbesondere der Kreisel wirkung der Schwungmasse ist es vorteil haft, diese Masse gemäss: Fig. 3 in zwei Teil massen F1 und F, zu trennen: und diese Teil massen in gegenläufiger Drehriehtung um laufen zu lassen.
Für besondere Verhältnisse, insbesondere für wirtschaftlichen Teillastbetrieb, ist es vorteilhaft, wie in Fig. 4 gezeigt, mehrere Drehmomentenwandler C, und C2, beispiels weise Flüssigkeitsturbogetriebe, vorzusehen, die im Betrieb einzeln zu- oder abschaltbar sind;
das Zu- bezw. Abschalten wird vorteil- hafterweise selbsttätig durch eine Steuervor richtung bewirkt, welche entweder von der Drehzahl der angetriebenen Einrichtung oder von der Drehzahl der Antriebsmaschine oder von beiden beeinflusst ist. Es kann auch die anzutreibende Einrichtung nicht nur von einem Wellenende der Antriebs maschine A aus, sondern, wie in Fig. 5 ge zeigt, von beiden Wellenenden der Antriebs maschine A aus angetrieben sein, wobei dann jedes Wellenende nur für die halbe Leistung bemessen sein muss.
Die Schwungmasse F wird nach Fig. 7 zw eekmä.ssig so ausgebildet, dass sie einen baulichen Bestandteil der Kupplung G bildet.
Alle bisher .genannten Hauptteile mit Ausnahme der Kraftmaschine A (Schwung- masse F, Kupplung G, Drehmomentenwand- ler C, Getriebe <I>H,</I> Bremsgetriebe <I>D,</I> sowie zugehörige Steuerelemente) können in einem gemeinsamen Gehäuse J angeordnet sein, wie dies in Fig. 8 an einem Beispiel gezeigt ist. Die Getriebe <I>H,</I> die Bremsgetriebe <I>D</I> oder beide werden zweckmässig als an sich bekannte Planetengetriebe ausgeführt.
Bei der Antriebsanlage können Mittel vorgesehen sein, um den Verlauf der Ver zögerung der angetriebenen Einrichtung durch vollständige oder teilweise Füllung des Kupplungsströmungskreislaufes der Flüs- sigkeitsturbokupplung G zwischen der Schwungmasse F und der Antriebswelle B bezw. den Verlauf der Beschleunigung der Schwungmasse F zu beeinflussen.
Ferner können Mittel vorgesehen sein, um während des Verzögerungsbetriebes nach Erreichen des Gleichlaufes zwischen Schwungmasse F und Antriebswelle B die Verbindung zwischen Antriebswelle B und Abtriebswelle E zu lösen, wobei nach dem Lösen der Verbindung zwischen Antriebs welle B und Abtriebswelle E eine weitere Verzögerung der abtrie#bsseitigen Einrich tung durch andere Mittel und eine weitere Beschleunigung der Schwungmasse F vom Antriebsmotor A aus eingeleitet werden kann.
Der ganze Verlauf der Verzögerung der anzutreibenden Einrichtung und auch der ganze Verlauf der Beschleunigung der Schwungmassen kann. durch geeignete Mit tel selbsttätig gesteuert werden.
Ferner können Mittel vorgesehen sein, die von .der Drehzahl der angetriebenen Einrichtung bezw. der Abtriebswellen oder von der Dreh zahl der Antriebsmaschine oder von beiden beeinflusst sind, um die Schwungmasse selbsttätig von der Antriebswelle abzukup peln und einen oder mehrere Drehmoment- wandler selbsttätig .durch eine Steuervor richtung zu- und abzuschalten.
Als anzutreibende Einrichtungen kommen zum Beispiel Fahrzeuge und Hebezeuge in" Frage.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Antriebsanlage für Einrichtungen mit häufigem Wechsel der Betriebsgeschwindig- keit, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwungmasse so angeordnet ist, dass, min destens eine mit einer Kraftmaschine (A) der Antriebsanlage verbundene Antriebswelle eines Getriebes für Drehzahl- und Drehmo- mentwaudlung mit der Schwungmasse ge kuppelt oder von ihr gelöst werden kann. UNTERANSPRüCHE 1.Antriebsanlage nach Patentanspruch, -da durch gekennzeichnet, dass das Getriebe für Drehzahl- und Drehmomentwandlung aus einem Turbogetriebe mit veränder licher Drehzahl besteht. 2. Antriebsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Kupplung der Antriebswelle mit der Schwungmasse (F) eine Flüssigkeitsturbokupplung ver wendet ist.,3. Antriebsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Änderung des Drehzahlunterschiedes zwischen der Schwungmasse und der Abtriebswelle der Antriebsanlage ein zusätzlich schalt bares Geschwindigkeitsübersetzungsge- triebe zwischen der Abtriebswelle und der Antriebswelle angeordnet ist. 4.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3,, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um vor der Beschleunigung der anzutrei benden Einrichtung bei ausgeschaltetem Getriebe für Drehzahl- und Drehmomen- tenwandlung die Schwungmasse mit der Antriebswelle kuppeln und bis zu einer gewissen Drehzahl beschleunigen und sodann das Getriebe für Drehzahl- und Drehmomentenwandlung durch mehr oder weniger starke Füllung einschalten zu können,wobei nach diesem Einschal ten die Schwungmasse teilweise zur Energieabgabe herangezogen werden kann. 5. Antriebsanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch: gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den ganzen Verlauf der Be schleunigung der anzutreibenden Ein richtung in der richtigen Reihenfolge selbsttätig zu steuern. 6.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass zwecks Ermöglichung der Verzögerung der angetriebenen Ein richtung die Drehzahl der Antriebswelle gegenüber der der Abtriebswelle mittels des genannten Gesehwinaigkeitsüber- setzungsgetriebes zwischen der Abtriebs- welle und der Antriebswelle erhöht wer den kann. 7.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, da3 Mittel vorgesehen sind, um den Verlauf der Verzögerung der angetriebenen Einrichtung durch vollständige oder teilweise Füllung des gupplungsströmungskreislauf es der Flüs- sigkeitsturbokupplung zwischen der Schwungmasse und der Antriebswelle bezw. den Verlauf der Beschleunigung der Schwungmasse zu beeinflussen. B.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um während des Verzögerungsbe- triebes nach Erreichen des Gleichlaufes zwischen Schwungmasse und Antriebs welle die Verbindung zwischen Antriebs welle und Abtriebswelle lösen zu können. 9.Antriebsanlage nach Unteransprüchen 1 bis 3, -6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um nach dem Lösen der Verbindung zwischen An triebswelle und Abtriebswelle eine wei tere Verzögerung der abtriebseitigen Einrichtung durch andere Mittel als die Schwungmasse bewirken und eine wei tere Beschleunigung der Schwungmasse vom Antriebsmotor aus einleiten zu kön nen.10, Antriebsanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen: 1 bis 3 und 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den ganzen Verlauf der Verzögerung der anzutreibenden Ein richtung und auch den ganzen Verlauf der Beschleunigung der Schwungmassen in der richtigen Reihenfolge selbsttätig zu steuern. <B>11.</B> Antriebsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schwung- masse unterteilt ist und die Teilmassen (F1, F2) verschiedene Drehrichtung haben. 12.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass mehrere, während des Betriebes zu- und abschaltbare Getriebe (Cl, C2) für Drehzahl- und Drehmomentenwand- lung in Verbindung mit nur einem An triebsmotor (A) vorgesehen sind. 13.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Schwungmasse geteilt ist, und dass ebenso viele Getriebe (Cl, C2) für Drehzahl- und Drehmomentenwand- lung wie Teilschwungmassen (F" FZ) vorgesehen sind. 14.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 12, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um bei Erreichen einer bestimmten Drehzahl einer bezw. mehrerer Antriebs- wellen oder einer bezw. mehrerer Ab triebswellen die Schwungmasse von der Antriebswelle bezw. von den Antriebs wellen abkuppeln und einen oder mehrere Drehmomentwandler zu- oder abschalten zu können. 15.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 12 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Schwungmasse bei Eintre ten der zuletztgenannten Verhältnisse selbsttätig von der Antriebswelle bezw. von den Antriebswellen abzukuppeln und einen oder mehrere Drehmomentwandler selbsttätig durch eine Steuervorrichtung zu- und abzuschalten,welche von der Drehzahl einer bezw. mehrerer Abtriebs- wellen oder von .der Drehzahl der An triebsmaschine oder von beiden beein- flüsst ist. 16. Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenüzeioh- net, dass die Schwungmasse einen bau lichen Bestandteil der Turbokupplung bildet.17. Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schwungmasse bezw. eine Teilsehwungmasse, die dieser zugeordnete Kupplung, das Getriebe für Drehzahl- und Drehmomentenwandlung, sowie ein Antriebsschnellganggetriebe und das Übersetzungsgetriebe zwischen Antriebswelle und Abtriebswelleisamt zu gehörigen Steuereinrichtungen in einem gemeinsamen Gehäuse (J) untergebracht sind. 18.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 17, dadurch ge kennzeichnet, .dass das zwischen Kraft maschine und Antriebswelle emgeschal- tete Schnellganggetriebe (H), sowie das zwischen letzterer und der Abtriebswelle eingeschaltete Übersetzungsgetriebe (D bezw. Dl bezw. Dz) als Planetengetriebe ausgebildet ist. 19.Antriebsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 18, mit mehreren von der Kraftmaschine ausgehenden An triebswellen, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Ende der Antriebswellen eine Getriebevorrichtung für je eine an zutreibende Vorrichtung angeordnet ist.
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